Bayern-Jäger

Spieltag 1: „Bielefeld jagt die Bayern!“

Spieltag 2: „HSV jagt die Bayern!“

Spieltag 3: „Bielefeld jagt die Bayern!“

Spieltag 4: „Bochum jagt die Bayern!“

Spieltag 5: „Bielefeld jagt die Bayern!“

Spieltag 6: „Hertha jagt die Bayern!“

Spieltag 7: „Schalke Bayer jagt die Bayern!“

Spieltag 8-34: ?

Update (28.10.):

Spieltag 8: „Schalke jagt die Bayern!“

Spieltag 9: „Karlsruhe jagt die Bayern!“

Spieltag 10: „Bremen jagt die Bayern!“

Spieltag 11: „Hamburg jagt die Bayern!“

T Minus 29: Karlsruher SC – FC Bayern

Wie schnell das doch gehen kann. Nach dem UEFA-Pokal-Spiel vom letzten Donnerstag hatte ich noch vier grundsätzliche Forderungen aufgestellt, wie die aktuell fehlende Inspiration beseitigt werden kann und kaum ist es Sonntag, werden 2-3 davon sofort und eine weitere zumindestens teilweise umgesetzt.

Laufbereitschaft und Konsequenz vor dem Tor war im Vergleich zum Spiel gegen Lissabon um ein Vielfaches verbessert worden – wer würde das ernsthaft bestreiten, wenn die Bayern aus fünf oder sechs Chancen gegen Karlsruhe vier Tore erzielen. Nah an Perfektion. Und was fast die gleichen Spieler auf einmal laufen konnten – ein Fingerzeig auf den Rest der Saison?

Zwar blieb ein Ribéry gestern – für seine Verhältnisse – recht blass. Aber die Maßnahme Hitzfelds, einen Schweinsteiger zunächst mal auf der Bank zu lassen und dafür Turbo-Hamit nach längerer Zeit eine Chance in der Startformation zu geben, erwies sich als genialer Schachzug. Hatte so doch die gesamte Offensive eben viel mehr Zug zum Tor.

Dem Spiel der Bayern kam sicher das frühe Toni-Tor entgegen. Auch wenn ich einige Sekunden brauchte, um dieses zu realisieren, als nämlich die Bayern-Spieler jubelnd abzogen und keiner sie daran hinderte oder protestierte. Keine Reaktion der Fans und plötzliche Stille.

Muss man über dieses Tor diskutieren?

Nur ein wenig. Zum Beispiel über einen van Bommel, der erneut eine perfekte Torvorlage lieferte und einen Luca Toni, der den Ball unnachahmlich aus der Luft fischte und auch danach filigrane Technik offenbarte. War sein Bein beim Annehmen zu hoch? Ich denke nicht, denn der Kopf des Gegenspielers war im Gegensatz zu ein, zwei anderen Situationen im späteren Spiel einen geschätzen halben Meter entfernt.

Was mich in der Folgezeit „begeisterte“ (wie auch schon im Ligapokal): der KSC spielte unbeirrt weiter munter nach vorne, ließ sich nicht vom Rückstand abhalten sein Spiel aufzuziehen, dass seinerzeit schon die Schalker vor Probleme stellte.

Deshalb war ich auch nervös, dass die irgendwann den Ausgleich schießen würden. Und selbst das 2:0 – ein perfektes Abstaubertor von Klose, der immer mehr zum neuen Effektiv-Star im FCB-Sturm wird – ließ mich nicht entspannt zurücklehnen. Mit diesem Dampf hätte es mich nicht gewundert, wenn die Badener nach einem 1:2 noch vor der Pause den Ausgleich geschafft hätten…

Nach dem Wechsel dann erneut ein schulmäßig vorgetragener Angriff der Bayern, mit einem gewohnt strammen Schuss durch Altintop (ob einige Schalker immer noch an ihrer These festhalten, dass wir den falschen (Ersatzbank-)Altintop gekauft haben?). Eine Aktion, die man hätte vorhersehen können, aber zu diesem Zeitpunkt zeigten sich eben schon erste Defizite beim Aufsteiger, der, entgegen meiner Erwartung, auch nach einem 0:3 zuhause immer noch nicht aufgab und weiter alles probierte. Bestärkt wurde er dann tatsächlich durch das Anschlusstor zum 1:3 – fast eine Kopie des Hamit-Tores (für alle die, die dies Tor einmal mehr Kahn anlasten wollen: Ebenso stramm geschossen und wie für Miller unhaltbar plus der Abfälschung durch Lucio, was man, zugegeben, erst in der dritten Inner-Tor-Wiederholung erkennen konnte). Ein 2:3 und auch für mich hätte festgestanden, dass es noch zum Ausgleich gekommen wäre.

Der Aufsteiger hat (mich) also einmal mehr begeistert. Und nicht nur die Mannschaft, nein, auch die Fans zeigten wie in Düsseldorf einwandfreien Support – erneut könnten sich davon einige Fans eine Scheibe abschneiden (sogar die Bayern-Heimfans *g*).

Das dann nach dem 1:4 endgültig der letzte Wille gebrochen war. Geschenkt. Vielleicht auch eher die Tatsache, dass ein Zé Roberto dies Tor erzielt hat, so nach Motto: Ja, wenn jetzt der auch schon trifft…

Ein 4:1 spricht in der Regel eine deutliche Sprache. Auch in diesem Fall. Aber weder waren die Bayern soo stark, noch der KSC soo schwach. Man sollte von Seiten des Aufsteigers die Köpfe nicht allzu hängen lassen und dieses Spiel als Erfahrung an Effektivität verbuchen und die Bayern sollten schleunigst weiter an einigen Schwächen arbeiten.

Gab es auch Negatives?

Durchaus. Zwei Namen: Ottl und Podolski. Leider.

Ottl vertrat zunächst Zé Roberto neben van Bommel und spielte später neben ihm. Korrigiert mich, aber für mich war Ottl während des ganzen Spiels irgendwie nicht auf dem Platz und ein ständiger Unruheherd im 6er-Bereich. Schade. Hätte ich nicht erwartet. Wahrscheinlich war er aufgrund der Bankdrückerei ein wenig eingerostet.

Apropos eingerostet:

Lukas Podolski.

Sehen wir es positiv. Es gab Verbesserungen. Er war an ein, zwei (sehr) guten Aktionen beteiligt und so auch am 4:1. Aber nach seiner Einwechslung gab es einen kleinen Bruch im Sturm der Bayern. Und nur weil Toni immer noch bei höchstens 60-70% liegt, kam es überhaupt dazu. Parallel konnten wir einem Klose dabei zuschauen, wie er immer anspielbar war, um viele Bälle kämpfte und gegen vielleicht abbauende Karlsruher noch einiges an Techik zeigte.

Sei es wie es sei. Jetzt geht’s erstmal gegen den Tabellenletzten, der einmal mehr (unabhängig von Cottbus) direkt vor dem Bayern-Spiel den Trainer ausgetauscht hat. Ein Stolperstein im Glauben an eigene, übermächtige Stärke?

Wollen wir es nicht hoffen.

T Minus 30: FC Bayern – Schalke 04

Ich kann nicht wirklich abstreiten, dass das Unentschieden gegen die Knappen gerecht ist. Die Bayern haben zwar weitestgehend das Spiel beherrscht – war ja auch zu erwarten bei einem Heimspiel – aber die Schalker haben es ihrerseits verstanden, den Angriffswirbel der Bayern zum Erliegen zu bringen und trotzdem nicht nur defensiv und zerstörerisch zu spielen.

Sie sind die beste Kontermannschaft der Liga und das hat man am Samstag auch gesehen.

Die Bayern waren müde von all den Länderspielen.

So hieß es zumindestens mal entschuldigend nach dem Spiel.

Na fein. Richtig Stress hatten doch wohl nur Lucio (USA) und Demichelis (Australien), die teilweise erst am Freitag, einen Tag vor dem Spiel, wieder in München eintrafen (über die Vermarktungsstrategie der Brasilianer und Argentinier kann man gesondert unterhalten), oder?

Aber was war mit Zé Roberto, Schweinsteiger, Lell, Ribéry und Co. los?

Von „kein Nationalspieler (mehr)“ bis „nur Heimspiele gehabt“ ist da alles dabei – weshalb also die Müdigkeit? Mumpitz.

Das ist eine Sache des Kopfes.

„Gib Ribéry den Ball, dann klappt der Rest von ganz alleine.“

Nein! Eben nicht. Laufen müssen die anderen Spieler auch ein wenig.

Wir haben am Samstag den FC Bayern 2006 gesehen – im 2007er-Gewand.

So kann das nicht funktionieren. Sicher. Ribéry hat inzwischen 1-2 Sonderbewacher. Aber mal ehrlich: Dann sind doch rein mathematisch gleichzeitig auch 1-2 Bayern-Spieler ungestört von Gegenspielern – die könnten sich anbieten, freilaufen, nicht wahr?

Ebenfalls nicht unterhalten müssen wir uns über das diesmal gescheiterte Experiment, einen körperlich nicht fitten Luca Toni aufzustellen. Trotz seiner seit drei Wochen(?!) andauernden Malesse, hätte er beinah früh die Führung erzielt. Charakteristisch für das Spiel war die größte Bayern-Chance in HZ1 durch Lell(!).

Nein. Das mit Toni ging in die Hose. Ich persönlich hätte mit dem WM-Sturm spätestens ab HZ2 gerechnet. Ebenso wie wohl auch Podolski selbst. Aber Hitzfeld gab die Hoffnung auf Toni nicht auf und wechselte erst spät, imho zu spät, in der 70.Minute, denPrinz ein, ohne dass der in seinen 20 Minuten eine Bindung zum Spiel fand.

Tja. Und so kam es, dass dies Spitzenspiel keinen Sieger fand. Bayern blieb Tabellenführer, Schalke freute sich zur Abwechslung mal über eines seiner vielen Remis, muss aber nun aufpassen, dass die Zwischeneuphorie nicht im nächsten Spiel verpufft. Slomka sollte mal in Hamburg nachfragen, wie sich das anfühlt – Breitnigges Law.

Die Bayern spielen nun endlich mal UEFA-Pokal und zwar gegen Lissabon. Keine Ahnung, ob das schwerer oder leichter wird als gegen die Königsblauen – am Sonntag dann gegen die nächste Wundertüte KSC.

Im Ligapokal war ich über weite Strecken vom Team beeindruckt, setzte sich Finalist Schalke doch nur mit Glück durch. In der Bundesliga dagegen gleicht der Weg der Karlsruher wohl eher einer Berg- und Talfahrt – ein gefährlicher Gegner.

Soll ich wirklich etwas dazu sagen?

Soll ich wirklich etwas zum gestrigen Spiel in Dortmund sagen?

Zu Werders „Klatsche“ und dem in der zweiten Halbzeit rüden Spiel, als der für den mehr als rot gefährdeten Diego eingewechselte Andreasen dessen Rolle übernahm und nach Tätlichkeit vom Platz flog?

Nein. Sollte ich gerade als Bayern-Fan und nach unserem Spiel gegen die Grün-Weißen nicht. Zumal ich gestern nichts mehr vom Spiel gesehen und nur Videotext- oder Internet-Meldungen gelesen habe.

Tatsächlich etwas sagen kann ich aber über die aktuellen Sprüche des neuen Bremer Marktschreiers Torsten Lutscher Frings:

Frage: Bleibt Ihr Ziel dennoch die Meisterschaft oder sehen Sie den FC Bayern als übermächtig an?

Frings: Natürlich bleibt das Ziel die Meisterschaft.

Ich hab’s mir überlegt – auch dazu sage ich nichts. Erstens sind die Aussagen wohl vor dem BVB-Spiel getätigt worden, zweitens sprechen die eh für sich und drittens spielt Bremen im nächsten Spiel zu Hause gegen den Meister aus Stuttgart, mit heute abend vielleicht schon 6 Punkten Rückstand auf den FC Bayern.

Wo wir stehen

Da ich aus diversen Gründen wohl nicht dazu kommen werde rechtzeitig vor dem nächsten Spiel der Bayern was dazu zu sagen, mach‘ ich das einfach mal jetzt.

Wir spielen gegen Schalke. Ein echter Prüfstein. Die bisherigen, eher durchschnittlichen Ergebnisse täuschen offenbar ein wenig über die Stärke der Slomka-Kicker hinweg, auch wenn drei Remis in vier Spielen so oder so eine Aussage sind.

Wie von mir erwartet, werden wir nach dem Spiel wissen wo wir stehen.

Weiter nach vorne marschieren, oder wieder zurück auf dem Boden der harten Bundesliga-Realität.

Parallel spielt der Tabellen-Vierte gegen den Fünften, der -Sechste in Dortmund und der -Zweite in Leverkusen. Schalke als Tabellen-Siebter kann somit weit nach vorne springen, oder die Bayern sich deutlicher absetzen – auf bis zu 6 Punkte (Insofern nicht das neue Wunderteam aus Atlantis zuhause gegen die abstiegsgefährdeten Rostocker punktet).

Zum Glück haben wir in Löw einen Bundestrainer, der für ein Freundschaftsspiel gegen Rumänien auch mal einige Topstars schont. Somit haben wir Bayern in Lahm bis jetzt nur ein NM-„Opfer“ zu beklagen.

Wie auch immer. Jansen scheint ja wieder fit zu sein.

Zusammenfassend lässt sich vielleicht sagen, dass das Spiel für mich eine Wundertüte ist. Schon im Ligapokal-Finale haben die Bayern nicht mehr den Wunderfußball gespielt wie gegen Stuttgart oder Bremen zuvor. Und ob nach dieser Unterbrechung und den Länderspielen mit Ribéry und Co. direkt wieder die Post abgeht, müssen wir wohl einfach abwarten.

T Minus 31: Hamburger SV – FC Bayern

Wir müssen uns beim HSV bedanken.

Nein, ganz im Ernst.

Das 1:1 hat endlich dazu geführt, dass das Gequatsche von der Unbesiegbarkeit der Bayern und dem Zählen der Saison-Minuten ohne Gegentor beendet wurde. Ferner faselt jetzt kein Boulevard-Sport-Journalist aus dem zweiten Bildungsweg mehr von einer Saison ohne Punktverlust für die Bayern!

Dieser Punktverlust war verdient. Die Bayern haben im Gegensatz zu den letzten Spielen wesentlich weniger investiert. Kein Zaubern, aber auch kaum Kampf. Zumindestens bis zur 70. Minute, dem 1:0.

Selten kam ein Tor in der letzten Zeit so aus heiterem Himmel wie dieses „Klose-Knie“. Danach drehten die Bayern zwar doch noch einmal auf und versprühten wenigstens ansatzweise so etwas wie Gefährlichkeit, aber gereicht hat es trotzdem nicht zum Sieg.

Warum?

Na weil auch unsere Abwehr es heute nicht komplett auf Normalform gebracht hat. Anders ist kaum zu erklären, dass sich zwei bis drei Hamburger gegen 4-6 Bayern durchsetzen konnten.

Anyway.

Für die Liga wäre ein Sieg der Bayern fatal gewesen.

Galt zuvor nur die Formel:

Zauber und Dominanz = Bayern-Sieg

hätte es fortan auch geheissen:

Schwäche und Glück = Bayern-Sieg

Für die öffentliche Wahrnehmung gilt jetzt doch: Sie sind Menschen Spieler wie Du und ich. Gerade nochmal gut gegangen.

Zum Spiel:

Halbzeit 1 ist schnell wiedergegeben.

Beide Teams stehen defensiv massiv. Bayern fehlt quasi ein Sturm, spielt mehr oder weniger mit 10 Mann, da Klose nur ein Schatten ist. Danke nochmal an… Nein, lassen wir das Fass zu.

Und der HSV?

Als ich hörte, dass RvdV nicht spielen kann, war ich zunächst froh, da ich den HSV so schwächer sah. Weit gefehlt. Ohne ihn lief jeder einzelne Spieler noch mehr, rückte das Team zusammen. Mit ihm hätten wir es wohl einfacher gehabt…

Mit der Aggressivität und der Bissigkeit der Stevens-Kicker kamen die Bayern zunehmend schlechter zurecht. Dabei lief alles fair und im Rahmen ab – muss man heutzutage ja immer besonders erwähnen.

Die aktuelle „Artenschutz“-Debatte führte natürlich dazu, dass die mit Adrenalin gepushten Rauten-Fans, jedes, wirklich jedes Foul an Bayern-Spielern für besonders ungerecht hielten – geschenkt. Man hat im Stadion keine Zeitlupe oder Wiederholung.

Zwei Sachen noch und dann ist das Thema durch:

1. Schweinsteiger „krönte“ seine schwache Leistung mit dem Foul an Boateng. Allein die Tatsache, dass dieser mehr als theatralisch abhob, bewahrte Schweinsteiger vor der fälligen roten oder gelb-roten Karte.

2. Was ist nur mit Spielern wie Atouba los? Zuerst tritt er den am Boden liegenden Altintop auf Rücken und Gesicht und danach noch gegen Lell nach. Mit Gelb war auch er mehr als gut bedient.

Darüberhinaus habe ich keine übermäßige Härte festgestellt. Und für die Fanatiker unter Euch: Ja. Ich habe die Szene mit van Bommel und Atouba kurz vor Schluss in der Wiederholung gesehen. Aber erstens war das mehr ein Rempler mit angelegtem Arm und zweitens ist es natürlich mehr als „witzig“, dass gerade ein Spieler wie Atouba nach seinen eigenen Aktionen derart vehement einen Ellbogencheck van Bommels moniert und eine Karte fordert…

Genug davon.

Bei den Bayern gefiel mir heute eigentlich nur Zé Roberto und Kahn. Alle anderen blieben weit hinter ihrer Normalform zurück. Auch in diesem Spiel zeigte sich, dass wir nicht mit nur einem Stürmer spielen können! Zumal wenn einer und später beide weit, weit weg sind von ehemaliger Stärke. Kommt Toni zurück, fängt das Problem wieder von vorne an…

Zum Glück ist jetzt wieder Länderspielpause. Dumm nur, dass im Grunde alle betroffenen Offensivspieler ihrerseits unterwegs sind. Keine Zeit für Entspannung, Erholung und Taktiktraining.

Es ist wie es ist.

So auch beim HSV. Vor Monaten noch im Kreuzfeuer der berechtigten Kritik, sieht sich Beiersdorfer plötzlich als Architekt einer erfolgreichen Mannschaft. Nicht zu Unrecht. Die Neuverpflichtungen Boateng und Castelen waren in meinen Augen die besten Spieler auf dem Platz, stellten selbst Ribéry in den Schatten.

Im nächsten Spiel geht es für die Hamburger gegen Frankfurt. Ein ganz anderes Spiel, ein viel schwererer Gegner. Vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon. Wüßte ich das, würde ich jeden Spieltag solche Ergebnisse erzielen…

Die Bayern spielen als nächstes zu Hause gegen Schalke. Dann sind wir wirklich, wirklich schlauer. Und wissen vor allem, ob das heutige Spiel eine Ausnahme war, oder die drei zuvor.

Zum Glück ist nicht viel passiert. Allein auf Werder haben wir zwei Punkte verloren, auf alle andere Konkurrenten hielt der Abstand oder wurde sogar noch größer:

Tja, VfB: Meister werden ist das eine, Meister sein etwas ganz anderes…

Mal verliert man, mal gewinnen die anderen

Schon komisch. Ich hatte arge Befürchtungen. Das ich in meinem eigenen Tippspiel in der Versenkung verschwinde. Schande. 😉

Und dann das. Gestern. Keine Bayern. Nur „der Rest“. Und die Premiere-Konferenz. Dank Laptop und W-LAN Live-Tipps bei Kicktipp.de

Zur Halbzeit sah’s echt schon nicht schlecht aus. Gegen Mitte Halbzeit 2 wieder weniger. Aber dann doch noch der Ausgleich für Nürnberg, die Siegtreffer für Hannover, Dortmund und Hertha und plötzlich – plötzlich springe ich von Platz 15 auf 1.

Nicht zu fassen. Aber keine Sorge. Nächste Woche sieht’s bestimmt wieder ganz anders aus…

WM-Sturm in Hamburg?

Luca Toni fällt für das Spiel beim HSV aus. Keine Überraschung.

Klose dagegen ist wieder fit. Spielt in der Startelf. Und Podolski?

Der ist in Hamburg dabei und wird mindestens auf der Bank sitzen.

Wird er sogar eingewechselt, gibt es das Comeback des erfolgreichen WM-Sturms aus dem letzten Jahr.

Allein, die WM ist nicht beliebig reproduzierbar. Die albernen Jahreszeiten-Märchen sprechen da eine deutliche Sprache. Darüber hinaus sind beide frisch von ihren Verletzungen genesen und würden spontan zum ersten Mal zusammenspielen. Kann eigentlich gar nicht funktionieren.

Oder?

Entspannung

Keinen Tag zu früh kommen ein paar Verletzte zurück in den Kader.

Die zuletzt angeschlagenen Profis Franck Ribéry (Wade), Miroslav Klose (Knie), Marcell Jansen (Sprunggelenk), Hamit Altintop (Erkältung) und José Ernesto Sosa (Bandscheibe) kehrten am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining des Rekordmeisters zurück.

Prinz Poldi hofft übrigens auch auf einen Kurzeinsatz gegen den HSV. Vielleicht wird das sogar was mit der Startformation, denn für Toni stehen die Chancen mehr als schlecht.

Der Angreifer, der sich im Heimspiel am vergangenen Wochenende beim 3:0-Erfolg gegen Hannover 96 eine Zerrung im Oberschenkel zugezogen hatte, absolvierte am Donnerstag abseits der Kollegen ein Individualprogramm.

Mit einem Stürmer, gar mit Sandro Wagner, klappt das nicht. Auch nicht gegen UEFA-Pokal-Quali-gestresste Hamburger. Schlimm genug, dass Rekonvaleszenten den Stamm in der Offensive bilden (müssen)…

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Auch für die Stevens-Kicker auf einen angeschlagenen, zuvor übermächtig erscheinenden Gegner. Mal schauen.

Sternen-Chaos!

Was im Ausland (Italien, etc.) schon länger bekannt und etabliert war, die gewonnenen Meisterschaften auf dem Trikot tragen zu dürfen, führte die Bundesliga erst in der Saison 2004/05 ein.

In diesem Zusammenhang gab es jede Menge Streit, weil plötzlich jeder Verein aus Ost wie West von dieser Regelung profitieren wollte.

Die DFL entschied: Gültig sind nur die in der Bundesliga (also seit 1963) errungenen Meisterschaften. Nach der Meisterschaft des VfB Stuttgart entstand so folgendes, aktualisiertes Bild:

FC Bayern: 3 Sterne,
Gladbach: 2 Sterne,
Bremen: 1 Stern,
Stuttgart: 1 Stern,
Hamburg: 1 Stern
Dortmund: 1 Stern.

So weit, so bekannt.

Wie komme ich nun auf dieses Thema?

Zum einen habe ich vor kurzem gelesen, dass es, entgegen meiner bisherigen Meinung, doch keine Obergrenze für Meisterschaften gibt. Das bedeutet dann für den FC Bayern, dass er in dieser Saison auf seinen vierten Stern (2x 10 Meisterschaften) zusteuert. Bisher dachte ich immer, bei drei Sternen ist Schluss. Dem ist wohl nicht so.

Des weiteren las ich heute morgen folgende Meldung mit einem leichten Entsetzen – das Chaos ist perfekt!

Die Spieler der sportlich momentan nur drittklassigen Traditionsklubs Dynamo Dresden und Fortuna Düsseldorf dürfen künftig den Meisterstern auf ihrer Brust tragen. […] Dies beschloss der DFB auf einer Sitzung in Frankfurt/Main.

Wie ist das mit obigem zu vereinbaren?

Ganz einfach.

Es gibt zweierlei Regeln!

DFL und DFB liegen ob dieser Meistersterne schon lange im Clinch.

Die Deutsche Fußball Liga hat die Hoheit über die 1. und 2. Bundesliga, der Deutsche Fußball Bund über alle Ligen darunter (Regionalliga, Oberliga, etc.)!

Aus diesem Grunde wurde es beiden Vereinen nun gestattet einen Stern mit der entsprechenden Anzahl der Meisterschaften beschriftet auf ihr Trikot zu bügeln. Fein. Nicht nur unterschiedliche Regeln, nein, auch noch unterschiedliche Ausführungen.

Was die Sache aber richtig witzig macht:

Steigt z.B. Gladbach (ja ich weiß, Christian, nur ein Beispiel! *g*) aus der zweiten in die Regionalliga ab (ich weiß – Gladbach müsste zweimal absteigen, da in der nächsten Saison die dritte Bundesliga kommt) würden die beiden Meistersterne verloren gehen und man dürfte nur noch einen Stern mit der Zahl 5 spazieren tragen.

Steigen dagegen Düsseldorf und/oder Dresden in die zweite (oder dritte) Liga auf, verlieren sie ihren Stern komplett.

Lustig, gelle?!