FC Bayern-Transfergerüchte 0708#007

Hui. Winterpause. Gerüchte allerorten. Naja. Davon leben wir ja alle. Irgendwie.

Wie ist der Stand rund um den FC Bayern?

Buchwald und Herzog sollen/wollen kein Co-Trainer unter Klinsmann werden.

Neuer Wasserstand?

Osvaldo Ardiles.

Was muss Klinsmann für eine Ausstrahlung haben, dass Ardilles, 1995 Klinsmanns Trainer bei Tottenham, nun sein Assistent bei Bayern werden soll/will?!

Die vom Boulevard geschürten Gerüchte rund um „Lehmann zum FC Bayern“ sind wohl mehr als erfunden (zum Glück?!). So glaubhaft kommt keiner wie er gestern im ASS rüber, als dass sich da was tun sollte. Ferner: Wieso sollte Bayern über die Jahre einen Rensing aufbauen (und so auch den Kahn-Abschied 2008 gelassen aufnehmen), wenn sie dann einen fast 40-jährigen holen? Oder: Glaubt jemand, dass sich Lehmann von der Bank bei Arsenal auf die Bank bei den Bayern setzt – als Fallback für Rensing??

Eben.

Viel wahrscheinlicher sind die Vermutungen Richtung Dortmunds neuer Nummer 1: Marc Ziegler.

Der weiß gar nicht, wie ihm geschieht. Und Doll weiß mal wieder nicht, was er dazu sagen soll (s. ASS).

Ein anderer weiß immer was zu sagen: DerLutscher.

Zu möglichen Transfers bayerischer Spieler – hier Schweinsteiger – äußerte er sich wie folgt:

„Schweini könnten wir gut gebrauchen. In Bremen hätte er nicht den Druck wie in München. Hier könnte er wieder befreit aufspielen.“

Die grün-weiße, paradiesische Wunderwelt. Das Übliche.

Ähnlich amüsant war schon sein Kommentar zur Klinsmann-Verpflichtung:

„Das interessiert mich nicht. Das interessiert mich wirklich nicht.“

Vielleicht hat Werder da aber auch nur von den Bayern gelernt. Speziell von UH.

Einfach ein paar Nebelkerzen zünden, die lenken von den eigenen Problemen ab.

Zum Beispiel, dass der teuerste Transfer in der Werder-Geschichte im Bremer Paradies faktisch gescheitert ist, oder mit Andreasen ein Spieler Werder verlässt, der nur in Mainz als Ausleihspieler erfolgreich gespielt hat. Ganz zu schweigen von solchen Vorbereitungsspielchen wie gestern in Düsseldorf, als man sich vom Regionalligisten in 45 Minuten austanzen ließ.

Von den immer wiederkehrenden Spekulationen rund um Herrn Allofs will ich gar nicht erst reden…

Wir haben Winterpause und aus vielen Themen ist die Luft raus. Das merkt man. Auch bei mir. 😉

Rückblick: Hinrunde 2007/08

Ehrlich Leute. Das alles hatte ich mir irgendwie länger vorgestellt. Aber dann kam mir in der Winterpause irgendwie was dazwischen

Hier also mein Rückblick auf die Hinrunde 2007/08:

Geiler Auftakt. Noch bessere Fortsetzung. Erste Punktverluste. Erste Niederlage. Ansonsten jede Menge unwilliger Gegner. Parallel aber auch zunehmende Unfähigkeit beim FC Bayern gegen sowas zu siegen. Dazwischen immer wieder leichte Lichtblicke und auch ein versöhnlicher Abschluss.

Das war’s. Also noch jede Menge Luft nach oben.

FC Bayern-Transfergerüchte 0708#006

Die Welt dreht sich weiter. Auch im Fußball. Auch in der Winterpause.

Die „neuesten“ Gerüchte?

Buchwald oder Herzog sollen in der Diskussion für den Posten des Klinsmann-Assistenten stehen. Sollen. Ferner die Frage, von wem sie dahingebracht wurden. In die Diskussion…

Kein Gerücht: DerTim, Tim Borowski kommt zum FC Bayern. Ablösefrei. Mal was Neues in diesen Millionen-Zeiten.

Soll ich euch was verraten?

Für mich passte derTim immer schon zum FC Bayern. Wieso? Weil der arrogant rüberkommt… 😉

Abschließend nur noch die Frage, ob er tatsächlich sowas wie ein Ballack-Ersatz werden kann und weiter, ob wir sowas überhaupt (noch) brauchen?!

Wir werden sehen.

Viel länger sehen werden wir wohl auch noch meinen Lieblingsnachwuchsspieler Toni Kroos. Der hat nämlich die Tage einen Profivertrag unterschrieben. Gut so.

FC Klinsiwood

Was für ein Tag.

Morgens wachst Du auf, denkst Dir nix Böses und abends haben die Bayern einen schwäbischen Bäckerssohn als Hitzfeld-Nachfolger.

Und jetzt? Vor der WM habe ich schließlich nachweislich noch derbe auf GrinsiKlinsi draufgehauen.

Zwickmühle.

Aber eigentlich auch wieder nicht. Schließlich bin ich Fan – ich darf irrational denken und fühlen.

Ich finde die Verpflichtung von demJürgen richtig gut! Hier und jetzt.

Wieso?

1. Als Spieler fand ich K. bei uns richtig geil. Seine UEFA-Pokalauftritte sind bei mir immer noch unvergessen. Im Grunde hat er uns zum Titel geschossen. Gescheitert ist er nur am Ego eines Lothar M., der sich als Platzhirsch bedroht fühlte und eben auf einer ganz anderen Spur fährt. Der Verein gesellte sich auf M’s Seite, Trap zeigte sich überfordert – zuviel für ihn. Abschied. Mit Meisterschaft. Im Rückblick immer noch verwunderlich.

2. Die Kritik an K. aus der Bayern-Ecke und speziell von Uli H. ist längst ausgeräumt. Man zeigte sich von Seiten des Vereins geläutert und vom Erreichten bei der WM begeistert. Die heutigen Trainingsmethoden an der Säbener Str. umwehen durchaus Klinsmann’sche Winde.

3. Die Verpflichtung ist ein Coup mit dem keiner gerechnet hat. Selbst dem Boulevard ist es nicht gelungen, herauszufinden, dass alles schon rund um Weihnachten feststand. Zusammen mit der Person K. keimt so die Hoffnung, dass besagte „Journalismus“-Sparte in Zukunft weniger Einfluss auf das Handeln beim FC Bayern haben wird!

4. Der Weg der Modernisierung rund um den FC Bayern geht weiter. Sei es beim Training oder in den Strukturen.

5. Er zieht nach Deutschland, nach München. Und seine Frau soll das sogar sofort vorgeschlagen haben…

6. K. ist eine Persönlichkeit. Passt so auf das geforderte Profil. Da wird es oft knallen, aber zumeist intern. Wie in der Nationalmannschaft.

7. Ich muss mich nicht an Mourinho gewöhnen… 😉

8. Vielleicht vergesse ich durch K. endlich mal meinen Traum von Wenger.

9. In der AA ist kein Platz für Tonnen…

10. Lothar M. bleibt uns erspart!

Wenige Fragen sind jetzt noch offen:

– Wer wird Assistent?

– Welche Verpflichtungen will derJürgen für die neue Saison haben?

– Welches System lässt er überhaupt spielen?

Über die Person selbst muss man im Grunde nichts mehr sagen finde ich. Vielleicht eher über Risiken, die ich bestimmt nicht verschweigen will.

Von Vorteil könnte sein, dass sowohl Oliver Kahn, als auch Sepp Maier zur neuen Saison nicht mehr für den FC Bayern tätig sein werden. Stand aber schon vorher fest, ergo gibt’s da keinen Zusammenhang. Davon abgesehen hat K. natürlich noch keinen Verein trainiert. Er kennt also das tägliche Arbeiten nicht. kennt nicht die Untiefen von Spielen in Cottbus, oder Burghausen mitten im dunkelsten November, wenn selbst ihm aufgrund eines bayerischen Grottenkicks das Grinsen einfriert.

Wie geht er in Zukunft damit um?

Das findet wahrscheinlich sogar er selbst spannend. Ich auch.

FC Bayern-Transfergerüchte 0708#005

Als ich gelesen habe, wer jetzt auch noch im Trainerkarussell bei den Bayern sitzt, war ich schon irgendwie erstaunt.

[…] Volker Finke […] Der Ex-Trainer des SC Freiburg ist der nächste Name in den unendlich erscheinenden Spekulationen über die Besetzung des bayerischen Trainerpostens in der kommenden Saison. […] Der Name Finke kommt nun aber keineswegs überraschend.

Ach? Wieso?

Bereits zum Ende der ersten Hitzfeld-Ära beim deutschen Klassen-Primus, im Sommer 2004, hatten sich die Bayern mit 59-Jährigen beschäftigt. Damals erhielt aber Felix Magath den Zuschlag. Seit dieser Zeit pflegen Bayern-Manager Uli Hoeneß und Finke ein sehr enges Verhältnis.

Mag ja sein. Aber hat Finke in München wirklich eine Chance? Zu Recht wird darauf hingewiesen, dass Finke in Freiburg Erfolg hatte. Freiburg die Medienhauptstadt im Breisgau…

Und wieviele Welt-Stars und Diven standen da zumeist auf dem Platz?

Konservative Lösung, Herr Hoeneß?

Zumindestens soll es einen Plan B geben mit Finke als Berater und Scout. Na dann. Wieviele Scouts haben wir jetzt eigentlich?

FC Bayern-Transfergerüchte 0708#004

Rund um den FC Bayern wird’s (natürlich) nicht ruhiger.

Hier der aktuelle Stand der Gerüchte rund um neue Transfers (auf dem Rasen und auf der Bank). Die Bayern sollen an folgenden Akteuren „dran sein“:

Marcello Lippi (Bank).
Goran Pandev (Rasen, Offensivkraft).
Dimitar Berbatov (Rasen, Stürmer).

Im Rahmen der Bank-Diskussion wird jetzt neben Allofs der nächste Grüne ins Spiel gebracht…

Wilde Zeiten. Vor allem für Sportjournalisten.

Was macht einen Fan aus oder wie(so) wird man Bayern-Fan?

Ich konnte nicht mehr anders.

„Schob“ ich doch dieses Thema schon einige Wochen vor mir her. Ach was red‘ ich, Monate, gar Jahre.

Aber im Rahmen des Bloggertreffens habe ich derlei mehr oder weniger versprochen. Und wo jetzt schon Torsten, mit dem ich mir beim Bloggertreffen einig war, vor ein paar Tagen was zum Thema zum Besten gegeben hat, wollte ich doch endlich speziell Tinas und Jens Wunsch erfüllen.

Aber der Reihe nach.

Was ist ein Fan?

Grundsätzliches zum Thema Fan-Dasein beim FC Bayern hatte ich ja hier und hier einiges kund getan.

Mir sind diese Diskussionen, wer ist mehr Fan als der andere zuwider. Derlei ist immer subjektiv. Ein Fan-Dasein definiert sich imho nicht aus Kilometern für Heim- oder Auswärtsspiele. Das Gegenteil sicherlich genauso wenig, aber viele Fans sind z.B. aus finanziellen, familiären oder sonstigen Gründen gar nicht in der Lage sowas jede Woche auf sich zu nehmen. Sind sie deshalb keine echten und wahren Fans? Dann hätte Schalke also nur 60.000, Bayern nur 70.000 echte Fans?

Unsinn.

Ein Fan fühlt, leidet mit seinem Verein. Freuen und jubeln kann jeder. Auch der Nicht- oder Teilzeit-Fan. Wahre Zuneigung zeigt sich erst, wenn es schwierig wird. Im Fußball wie im Leben.

Nein. Ich will jetzt nix hören vom alten Gerede, dass es sowas beim FC Bayern gar nicht gibt. Schauen wir uns nur mal die letzten Wochen an. Da werden die Bayern Herbstmeister und was passiert? Es wird diskutiert und berichtet, als ob die Hitzfeld-Kicker gegen den Abstieg spielen. Und das betrifft nicht nur die Medien. Ist man Bayern-Fan und gibt das auch noch zu, kann man sich sicher sein, dass man von jedem, wirklich jedem Fußball-Fan oder auch nur -Interessenten am Montag nach einem schlechten Bundesliga-Wochenende für die Bayern so ziemlich den ganzen Tag über einen Spruch nach dem anderen hören darf.

Und jetzt wird’s spannend: Ist man ein „echter“ Fan, stört einen das maßlos. Und zwar schon direkt während oder nach dem schlechten Spiel der Bayern am Samstag oder Sonntag abend. Ist man es nicht, prallt das locker an einem ab.

Noch ein Indiz:

Die PartnerIn eines echten Fans hofft jede Woche, dass dessen Mannschaft gewinnt, denn ansonsten ist der Rest des Wochenendes „im Arsch“. Ferner fragt man besser nicht nach dem Ergebnis, insofern es nicht von selbst erzählt wird – es gibt einen Grund dafür, dass man es nicht erzählt…

Aber keine Sorge (für alle Aussenstehenden): Sowas lernt man als PartnerIn eines „echten“ Fans. Über die Jahre.

Überhaupt ist das Wohlbefinden ein ganz entscheidender Aspekt beim Fan-Sein. Man fühlt mit seiner Mannschaft. Sie ist, ich zitiere Torsten, einem nicht egal. Ich speziell empfinde jedes Gegentor als Stich. Ganz physisch. Aber nur so kann ich eigene Tore, gar Siege ekstatisch feiern.

Anderes Beispiel:

In jüngeren Jahren hatte ich in unserer Clique einige Fußball-Fans. Die meisten waren Bayern-Fans (deren Tiefgang ist mir nur noch schemenhaft in Erinnerung, zwei, drei waren ähnlich drauf wie ich), aber nicht alle. Einer der „anderen“ war überzeugter Gladbach-Fan. Da er aber irgendwie auch zur Clique gehörte (gehören wollte), fuhr er oftmals mit uns zu Bayern-Spielen. Zumeist auswärts im Westen. Das ist an sich schon diskussionswürdig, falls man „echter“ Gladbach-Fan ist, grenzwertig wurde es aber immer, wenn die Bayern in Gladbach spielten, denn dann war dieser „echte“ Fan plötzlich im Gladbach-Block. Für ihn war das überhaupt kein Problem.

Noch ein Beispiel:

Mein erstes Bayern-Trikot war jenes von Commodore. Damals fing man gerade mit dem professionellen Merchandising an. Das Trikot trug ich stolz und mit Überzeugung sowohl im Schulsport als auch im Verein. Klar. Selbst hier gab es Unterschiede. Im Verein respektierte man sich, spielten wir doch im gleichen Team, selbst wenn wir im Training die unterschiedlichsten Trikots trugen. Im Unterricht war das anders, da gab es plötzlich jede Menge Trittbrettfahrer, in diesem Fall Commodore-Trikots. Allerdings lag der Beweggrund hier ebenfalls im Gruppenzwang. Einige wollten einfach nur dazugehören – keine Grundlage für einen „echten“ Fan!

Um es noch einmal zusammenzufassen:

Ein „echter“ Fan wird man imho im Kopf und im Herzen. Völlig egal für welchen Verein man sein Herz und seinen Verstand opfert. Und da respektiere ich jeden Fan, ganz egal ob er für Schalke, Dortmund, Bremen, Gladbach oder gar die Kölner fiebert!

Wie wurde ich Bayern-Fan?

Ganz im Ernst? Keine Ahnung!

Ich bin da ganz bei Arnd Zeigler: Wer begründen kann, wie er Fan von xy wurde, der ist kein Fan. Ich bin jetzt seit ca. 30 Jahren Bayern-Fan und das cirka drückt es treffend aus – ich weiß nicht genau was wann passiert ist und wieso es dann dazu kam, dass ich mein Herz verlor.

Vielleicht hilft eine andere Phrase: Man sucht nicht, man wird gefunden.

Das Argument der Umgebung zählt für mich zumindestens nicht, da meine Familie fast gänzlich Fußball- oder Bayern-frei war. Bis auf einen Onkel und meinen Cousin. Onkel Bayern-Fan, Cousin Gladbach. Aber das liegt zu lange zurück. Ausserhalb meiner Erinnerung.

Tiefer wurde meine Liebe über die Jahre. All die Siege und Niederlagen, die Freude und Trauer und Häme, all diese Emotionen machten mich zu dem, was ich als Fan heute bin.

Nicht weniger und nicht mehr.

So emotional und so nüchtern.

Update (21:34): Hier übrigens der passende Zeigler-Link nebst entsprechendem Zitat.

Der Anfang einer Liebe mag oft oberflächlich sein – viel wichtiger ist, dass man dem Zielobjekt irgendwann so richtig verfallen ist und genau weiß, dass man nicht mehr zurück kann. Und da sind wir auch schon wieder beim Lieblingsverein. Wenn ihr gefragt werdet, warum ihr nun Fan von Werder Bremen, Darmstadt 98 oder des VfL Bochum seid, dann braucht es keine Erklärung. Es ist nun mal so. Bumm. Niemand muss sich dafür rechtfertigen. Wer seine Leidenschaft erklären kann, entwertet und verrät sie. Wer einem Verein nahe steht, weil er dauernd gewinnt, der liebt nicht den Verein, sondern schätzt ein effizientes Preis-Leistungsverhältnis. Das einzig wahre Kriterium sollte sein: Geht es mir schlechter, wenn mein Verein verliert? Bin ich gelöst, wenn er gewinnt? Sabbere ich manchmal vor Freude, wenn er eine Sensation schafft? Möchte ich in schwachen Momenten unseren Torjäger ehelichen? Ist mein Stadion das Zentrum des Universums, wenn meine Jungs ein wichtiges Spiel austragen?

Sei unklug, sei leidenschaftlich, sei irrational: Sei Fan! […] Und dabei spielt es keine Rolle, ob du im Trikot hyperventilierst oder im Smoking, ob du im Stadion vor Wut flennst oder vor dem Fernseher, ob du dich kehlig singend freust oder lieber mit glänzenden Augen vor dich hinschweigst, ob du in der Ostkurve des Weser-Stadions mitzitterst oder in Aschaffenburg. Niemand ist ein besserer Fan als du, solange es sich bei dir richtig anfühlt.

So sieht’s aus!