Das war knapp

FC Bayern TicketsMan kann nicht behaupten, dass man entspannt bleibt, wenn man Tickets beim/über/für den FC Bayern kauft.

Am Mittwoch sind die bei viagogo bestellten Tickets bei mir angekommen, nur leider bin ich berufstätig und fand somit am Abend nur eine Benachrichtungskarte vor.

Ehrlich gesagt, glaube ich nicht mehr daran, dass irgendwann einmal derlei Dinge bei unseren Nachbarn ankommen und ich somit defintiv immer wieder in diese Service-Wüste Post-Filiale Bonn-Beuel, Paketausgabe, hinten im Hof latschen darf. Es bediente mich zwar nicht Herr Post (ja, der heißt wirklich so), sondern sein Kollege – die Reinkarnation der Freudlichkeit war aber auch er nicht. Bis ich die Sendung „wichtiger Dokumente“ in den Händen hielt, habe ich immer noch befürchtet, dass irgendwas passiert oder schief geht.

Geschafft. München, Allianz-Arena – ich komme.

Die Ligashow – das Interview

So schnell kann das gehen: Vor 14 Tagen sprach ich noch über die Entwicklung in der Ligashow und das kaum noch Blogger zu Wort kommen und jetzt das: Neben Knut wurde auch ich mal wieder (zum dritten Mal) interviewt.

Ich habe mich ehrlich gefreut, als ich von Max die E-Mail mit der Interview-Anfrage erhielt und bekam sogar ein bißchen ein schlechtes Gewissen. Allein deshalb, weil man jetzt vielleicht denken könnte, mein Beitrag wäre so etwas ähnliches wie eine verkappte Bewerbung gewesen. Dem ist allerdings nicht so.

Von Knuts Interview habe ich übrigens erst beim Download des Podcasts erfahren – ist ja fast wie in den „guten alten Tagen“… 😉

Zum Gespräch: Erfrischend wie eh und je plauderten wir drei einmal mehr über den FC Bayern und seine aktuelle Entwicklung. Zwar gab es nichts zu quatschen über Meisterschaft und Championsleague, aber so kann auch ein Bayern-Fan mal eine ganz andere Seite zeigen – vielen Dank dafür.

Im Rahmen der Interview-Vorbereitungen fiel mir übrigens endlich mal auf, dass ich nach dem Umzug noch gar keinen Ligashow-Link platziert hatte. Wurde natürlich sofort nachgeholt.

Den Podcast gibt’s über iTunes oder über die Ligashow-Webseite.

Wer also mal an gesprochenen Statements von mir interessiert ist und die beiden ersten Interviews verpasst hat, sollte sich die aktuelle Ausgabe (Spieltag 34 Die Erste) downloaden.

Resignation und wirtschaftliche Vernunft

Bei Werder Bremen hat man die Schnauze voll. Oder bei bwin. Das ist eine Frage der Sichtweise.

Wer erinnert sich nicht an das endlos scheinende Theater rund um den Hauptsponsor der Hanseaten. Auf der anderen Seite: Hätte bwin ansonsten derart ausufernde und darüberhinaus noch kostenlose Werbung erhalten?

Wohl kaum, also ein ganz guter Deal. Eigentlich. Aber jetzt ist Schluss.

Wie ich gerade bei Karsten las, gibt es morgen einen PK, auf der der neue Hauptsponsor vorgestellt werden soll.

Wer das sein könnte?

Mal spekulieren:

illegale Glücksspiele – erledigt.

Premium-Textil-Diskont – erledigt.

Schuhdiscount – erledigt.

Insolventer Telekommunikationsanbieter – erledigt.

393 Tage überhaupt keinen Sponsor – erledigt.

Was kann da noch kommen? Aldi Nord?

Warum nicht – Kohle haben die bestimmt genug und Probleme mit Innenministern und Gerichten bekommt man da auch nicht.

Aber vielleicht werden wir morgen ja alle überrascht und Werder zaubert wirklich mal was Großes aus dem Hut…

Lehmann wird zum Kahn

Das wird lustig. Jens Lehmann, seines Zeichens vor der WM 2006 per Beschluss zu Deutschlands Torhüter Nummer 1 geworden, erlebt im eigenen Verein jetzt wohl das gleiche wie Kahn seinerzeit.

Bei Arsenal London ist der deutsche Nationaltorhüter Jens Lehmann nicht mehr unantastbar. So will Trainer Arsène Wenger dem 37-Jährigen nicht mehr ausdrücklich einen Stammplatz versprechen. Ein Wettkampf mit dem bisherigen Ersatzmann Manuel Almunia steht bevor. […] „Es wird also zu einem Kampf um den Stammplatz kommen, denn Almunia hat sich erheblich verbessert.“

Möge der Bessere gewinnen.
😉

Werder im UEFA-Cup, HSV wohl gerettet!

Die wahre Tabelle für den vorletzten Spieltag ist online und die Nebel lichten sich:

Stuttgart vergrößert seinen Vorsprung auf kaum für möglich gehaltene 10 Punkte und Schalke kann sich nur noch dank einer um 2 Toren besseren Tordifferenz auf dem zweiten Platz und vor den Bayern halten.

Werder und Leverkusen spielen definitiv in der nächsten Saison im UEFA-Pokal, Nürnberg ist dankbar dies über die Teilnahme am Pokalendspiel ebenfalls geschafft zu haben, denn in der Liga liegen Hannover und der BVB vor demClub.

Um den UI-Cup-Platz streiten sich noch Hannover, der BVB und Wolfsburg.

Abgestiegen sind neben den Gladbachern die Mainzer. Eintracht Frankfurt hielt sich mit dem Sieg in Bremen am Leben. Der HSV ist dank der um 14 Tore besseren Tordifferenz wohl aus dem Schneider. bleiben als noch Aachen, Bochum und Frankfurt, die sich um den 16. Platz streiten.

Also immer noch genug Rest-Spannung für den letzten Spieltag…
😉

Wahre Tabelle, Saison 2006/07, Spieltag 33

Aachen -1: Der Handelfmeter (65.) war unberechtigt.

Team Spiele gew./un./verl. Tore Differenz DFL MB
VfB Stuttgart 33 23/4/6 63:38 +25 67 73
FC Schalke 04 33 19/6/8 55:33 +22 65 63
Bayern München 33 19/6/8 57:37 +20 57 63
Werder Bremen 33 18/5/10 71:45 +26 63 59
Bayer Leverkusen 33 16/5/12 53:47 +06 47 53
Hannover 96 33 13/7/13 42:48 -06 44 46
Borussia Dortmund 33 13/6/14 45:44 +01 44 45
1. FC Nürnberg 33 10/14/9 40:35 +05 45 44
VfL Wolfsburg 33 10/13/10 41:42 -01 37 43
Arminia Bielefeld 33 10/12/11 49:48 +01 42 42
Hertha BSC 33 10/10/13 51:57 -06 41 40
Energie Cottbus 33 11/7/15 38:52 -14 41 40
Hamburger SV 33 8/14/11 40:41 -01 42 38
Alemannia Aachen 33 10/7/16 49:65 -16 34 37
VfL Bochum 33 9/9/15 48:55 -07 42 36
Eintracht Frankfurt 33 7/14/12 45:60 -15 40 35
1. FSV Mainz 05 33 8/7/18 33:52 -19 34 31
Borussia M’gladbach 33 6/8/19 25:45 -20 26 26

Schon erstaunlich, der Torsten

Ich muss sagen, derTorsten hat mich mit seiner Entscheidung in Bremen zu bleiben schon ein wenig überrascht.

War doch sein Streben zur Deutschen Meisterschaft immer Antrieb für seine temporäre Vereinsliebe.

Wie lautet seine aktuelle Formel?

„Was bitte ist Geld im Vergleich zu Glück. Werder ist mein Leben, hier bin ich zu Hause.“

Blicken wir zurück: Frings spielte (als Profi, zuvor Aachen und Alsdorf) seit 01.1997 für Werder Bremen, wechselte 2002 zu Borussia Dortmund und zwei Jahre später für ein Jahr zum FC Bayern, um danach direkt wieder nach Bremen zu fliehen.

Sein Ziel war immer, die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen („Ich will Titel gewinnen“), deshalb wechselte er nach Dortmund und nach München. Wo gelang die Verwirklichung dieses Traums? Na klar…

Dabei hatte und hat es schon fast tragische Züge, dass Frings immer dann den Verein gewechselt hat, wenn sein alter Verein entweder kurz vorher, oder nachher eben diesen Titel gewann. So geschehen mit dem BVB 2002, Werder 2004 und dem FC Bayern 2006.

Seitdem er in Bremen weilt sind die Grün-Weißen ja auch nicht mehr in den Genuss der höchsten deutschen Weihen gekommen…

Als Werder-Fan sollte man allerdings Frings-Aussagen generell keine große Halbwertzeit beimessen, gibt es doch so einige Zitate aus seinem (Fußballer-)Leben – hier eine Auswahl:

„Werder versaut mir meine Karriere“ […] „Sie können noch so häufig versuchen, mich zu überreden. Selbst wenn wir Meister werden, würde ich nicht verlängern“

Frings im Jahre 2002, kurz vor seinem Wechsel zum BVB.

„Ich habe immer gesagt, dass ich zum FC Bayern möchte.“

Frings im Jahre 2004, kurz vor seinem Wechsel zum FC Bayern.

Und weiter…

„Das ist ein großer Schritt für mich, zum FC Bayern zu wechseln. Ich freue mich total darüber.“

Nun, die Liebe dauerte nur ein Jahr. Dann hatte Frings „keinen Bock“ mehr auf den FC Bayern und die bösen Medien dort. Sein Wechsel im Tausch mit Ismael war perfekt.

All das kann man jetzt gut oder schlecht finden. Wenn professionelle Fußballer, die mit ihrem Beruf Millionen verdienen, allerdings Worte wie Liebe und sonstige Gefühle ins Spiel bringen, bin immer extrem misstrauisch. Was ich übrigens jedem anderen (Fan) ebenfalls nur empfehlen kann.

P.S. Frings hatte seinen obigen Aussagen allerdings noch weitere hinzugefügt:

„Wir werden in den letzten zwei Spielen so einiges kicken“, sagt Frings. „Die Offiziellen aus Frankfurt können die Schale schon mal ins Taxi setzen.“

Soviel dazu.

Geldausgeben wie noch nie

Kaum ein Thema abseits des Titelkampfes in der Bundesliga, bewegte die Massen zuletzt mehr als die Spekulationen um mögliche Neuzugänge beim FC Bayern und wieviel Geld man denn auf den Markt werfen wolle.

Nun. Der FC Bayern (die FC Bayern AG) ist ein(e) (seriöses)r, (strukturiertes)r Verein (Unternehmen) und besitzt deshalb Gremien. Der Aufsichtsrat ist einer davon. Ausgaben muss dieser Aufsichtsrat genehmigen und deshalb sprach der Vorstand um Hoeneß, Rummenigge und Hopfner dort gestern vor.

Das vorgestellte Konzept und die vorgestellten Spieler entsprachen den Vorstellungen des Aufsichtsrates, der sogleich die Gelder freigab. Jetzt (erst) kann die Shoppingtour starten.

„Der Vorstand hat die Spielerwünsche präsentiert, und wir waren alle der Meinung: Jawohl, das ist der richtige Weg um in Zukunft wieder einen erfolgreichen FC Bayern zu erleben.“

Namen drangen keine nach aussen. Selbst der Kaiser hielt dicht. Fragt sich nur, ob das bis zu seiner nächsten B**D-Kolumne reicht… 😉

Am wichtigsten waren ohnehin die Aussagen von Hoeneß vom Wochenende, als er davon sprach, dass „die Bayern mitnichten bisher nur Absagen erhalten hätten und alle Spieler, die angesprochen wurden, auch zum FC Bayern kommen würden“.

Warten wir es ab. Nur noch 2-3 Wochen.