Eigentlich könnte es mir ja egal sein

Geht es doch nur um den Aufsichtsrat beim HSV. Der wurde heute neu gewählt. Zur Wahl standen diesmal auch einige „Supporter“. Fans aus der Kurve.

Schlimme Sache.

Meint zumindestens Springer, bzw. die Bild.

Die zog nämlich eine der üblichen Propaganda-Schlachten auf. Stellte die „Supporter“ für meinen Geschmack fast schon in die Hooligan-Ecke.

In aller Tiefe habe ich das Thema nicht verfolgen können, zuletzt nur einige Berichte zum Thema mitbekommen.

Prinzipiell wäre das nicht weiter erwähnenswert, aber wenn einer der Kandidaten keiner dieser „18-jährigen Krawallbrüder“ sondern ein gestandener Spiegel-Redakteur ist und man erfährt, dass es enge Verbindungen zwischen der HSV-Führungsriege und dem Hamburger Bild-Chef geben soll, bekommt die ganze Sache wohl doch ein Geschmäckle.

Wie auch immer.

Hanseatische Insider dürfen mir hier gerne weitere Informationen zukommen lassen. Mir geht’s auch gar nicht um diese Grundsatz-Diskussion um den modernen Fußball, sondern lediglich um diese Methoden.

Achso.

Die Kampagne war übrigens erfolgreich. Keiner der „Supporter“ wurde in den Aufsichtsrat gewählt.

„Glückwunsch“

Neue Nutella-Spots!

Wie hier vermutet, gibt’s offensichtlich neue Spots um dieses braune Gold. *hust*

Oder hab‘ ich mich da gestern verguckt? Für mich waren da René Adler und Jermaine Jones im Bild, als dem gleichen Betreuer wie zuvor erneut die Brote geklaut wurden.

Wer war noch gleich dieser Kevin Kurányi?

Naja. Winterpausen-Thema. Noch 5 Tage…

Aufräumungsarbeiten beim Tippspiel

Wie jedes Jahr um diese Zeit gibt es nun den dezenten Hinweis, dass ich in den nächsten Wochen mein Tippspiel ein wenig aufräumen werde.

Accounts, die seit Saisonstart noch nicht einmal getippt haben und demzufolge noch bei 0 Punkten liegen, werde ich löschen.

Oder will der eine oder andere in der Rückrunde das Feld von hinten aufrollen und 416 Punkte Rückstand aufholen?

Dann bitte kurze Mail an mich… 😉

Hoeneß, der Lobbyist

Unser Manager scheidet Ende diesen Jahres aus seinem Amt.

Dies ist keine neue Information.

Die Suche nach einem Nachfolger ebenfalls kein Geheimnis.

Welche Aufgaben er aber in Zukunft übernehmen soll, war mir nicht so klar. Uns allen wohl nicht.

Eine würde nun bekannt: Er soll FCB-Lobbyist werden.

Einige werden jetzt sagen: aber das war er doch in den letzten 30 Jahren schon?

Ja. Klar. Aber demnächst macht er das hauptamtlich. Da kann man offenbar viel mehr bewirken. Denn – und da sind sich die, die das wissen, einig – im Hintergrund arbeitet man oftmals viel effektiver als an der Öffentlichkeit.

Scheinbar ist man im Verein, in der AG der Meinung, dass dieser Bereich aktuell brach liegt.

Warten wir’s mal ab, welche Ebenen ab nächstem Jahr vom Uli noch so alle aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden…

Ein seltsames Gefühl

Willy Sagnol hört auf.

Jetzt sollte man meinen, dass ich als Bayern-Fan etwas empfinde, wenn ein Spieler, der seit 2000 beim FC Bayern spielt, aus gesundheitlichen Gründen seine Karriere beenden muss.

Tatsächlich ist das auch so.

In zweierlei Richtungen.

Mir tut Sagnol leid. In jeder Hinsicht. Seine Achillessehne ist hin. Das ist ihm im Rahmen seiner Tätigkeit bei uns passiert. Schlimm. Dabei ist er noch gar nicht so alt. Ferner war er ein herausragender Flügelflitzer, der mit Herrn Lizarazu eine perfekte Zange bildete. Beim FC Bayern wie in der französischen Nationalmannschaft.

Die Betonung liegt hier aber leider auf „war“.

Womit wir beim anderen Thema sind, weshalb sich meine Emotionen aufheben.

Es gab da nämlich auch den anderen Sagnol, der mich / uns immer wieder zur Weißglut gebracht hat. Kaum war der Kopfballspieler Ballack nicht mehr unter uns, fehlte irgendwie die Verwendung für die „Willy-Sagnol-Gedächtnisflanke“. Hier inzwischen schon von einem geflügelten Wort zu reden, spricht für sich.

Nein. Mein Mitgefühl gilt dem Menschen Sagnol. Dem Spieler Sagnol kann ich, ehrlich gesagt, nach den Leistungen der letzten 2-3 Jahre kaum eine Träne widmen.

Ist das übertrieben?

‚Überzeugt mich vom Gegenteil.

Der – ichmüsstedringendmalwiederwasbloggen – Beitrag

Mal ehrlich. Das geht so nicht weiter. Seit Tagen will/muss ich was bloggen und ich komm‘ einfach nicht dazu.

Stattdessen werden die Themen wahrscheinlich längst von euch selbst durchdiskutiert… 😉

Ich müsste…

…was zum Thema Kaka und ManCity,
…was über die Gerüchte rund um Ribéry und Milan (oder auch nicht),
…was über de Jong und ManCity,
…was über van Bommel und den HSV(oder?),
…was über das, sich dem Ende neigende Zeitalter der russischen Oligarchen, die sich Fußballvereine zum Vergnügen halten,
oder
…was über deren Nachfolger, die Scheichs, schreiben.

Müsste.

Schaff‘ ich aber nicht. Nicht, wenn ich nebenbei noch berufstätig bin. 😉

Ok, dann vielleicht doch ein paar Zeilen.

Ich fand es gut, dass Kaka ManCity abgesagt hat. Dies hat mich aber verdächtig an die Story rund um Gattuso erinnert, der ja seine Liebe zu Milan damals plötzlich wiederentdeckt hat (nach einer kleinen Gehaltsnachbesserung) und nicht zum FC Bayern kam.

Ferner fand ich es nicht schlecht, wie UH, in seiner typischen Art, auf die Gerüchte rund um einen Ribéry-Abschied reagiert hat (mit 150 Mio. kann man schon ’ne Menge machen…).

Und was van Bommel und den HSV betrifft: Das wäre vor allem ein Problem für die HSV-Fans.

Mal wieder gäbe es diesen Interessenkonflikt. Spieler vom Erzrivalen darf man nicht gut finden. Interessant fänd ich es aber schon, wie dann die Reaktionen ausfallen würden, wenn MvB in Hamburg die erste rote Karte für übertriebene Härte bekäme…

Wie auch immer.

Ich glaube, dass die Zahlen, die aktuell aus dem ManCity-Umfeld in die Fußballwelt schwappen, das letzte Aufbäumen einer schon längst vergangenen Zeit sind.

Für wie viel will Abramowitsch sein Spielzeug jetzt verkaufen? Für 1,- Euro? Mit wie viel Schulden im Gepäck? 800 Mio. Euro?

Warten wir’s ab. Es bleibt spannend.

P.S. Auch geil find‘ ich übrigens, dass wir jetzt im Fall Podolski den Spieß ein wenig umdrehen:

Beim Weiterverkauf (der natürlich in den Herzen und Köpfen der Kölner niemals stattfinden wird), kassieren wir mit.

Klasse verhandelt, Uli.

Kehrt der Prinz heim nach Köln?

Hoeneß sagt, dass morgen wohl Vollzug gemeldet werden wird.

Offenbar haben die Kölner die letzten 2,50 Euro aufgetrieben und die Bayern nun bekommen, was sie wollten. Die Kölner natürlich auch: Ein aufgewärmtes Sommermärchen.

Das Beste an der Meldung ist allerdings das hier:

Trotzdem müssen die Rheinländer noch aufpassen, denn der Vierjahresvertrag bis 2013 kommt nur zustande, wenn die „Geißböcke“ in der Bundesliga bleiben und nicht in die Zweite Liga absteigen.

Auf was soll ich da jetzt hoffen? Auf einen Abstieg der Kölner, damit ich meine Fahrstuhl-Einschätzung der Domkicker nicht revidieren muss oder auf einen Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse, damit wir endlich diesen Anti-Fußballer Störfaktor loswerden?

Schwierig.

Zumindestens sind die Diskussionen jetzt wohl beendet. Das reicht mir für’s Erste.

Der Gerd hat sie alle verflucht

Der Müller Gerd war nie ein Freund von Interviews. Oder vieler Worte. Auch keiner der Journalisten. Höflich wie er war, ließ er es zumeist einfach über sich ergehen.

Nach seiner Karriere zahlt er es ihnen – den Journalisten – heim.

Mit seinem Fluch. Der 40 Tore. Die nie mehr erreicht werden sollen.

Immer wenn sich mal wieder einer anschickt, diese Rekordmarke zu brechen, wie 2004 kleines, dickes Ailton, 2006 Rooy Makaay oder 2008 Herr Ibisevic, greift der Fluch.

Der Fluch äußert sich in vielen Facetten.

Zumeist im größten Feind eines jeden Stürmers: Der Ladehemmung.

Und kaum sind die Sensationsletter in den Medien gedruckt, erlischt der Zauber und die Journalisten kriechen zu Kreuze vor’m Größten unter den Großen – dem Gerd eben.

Im Falle des Herrn Ibisevic ist’s statt der Ladehemmung das Kreuzband. Das ist übel. Aber mit 18 Toren in 17 Spielen war er dem Rekord ja auch so nah wie kein anderer in den letzten Jahrzehnten, also musste der Fluch natürlich heftiger zuschlagen.

Ob das nun Auswirkungen auf die Meisterchancen der Hoffenheimer hat?

Na von Vorteil ist’s nicht gerade und ob sie – trotz der Hopp-Millionen – vor dem 31.01. noch einen Knaller finden, der Ibisevic als Tormaschine ersetzt, halte ich für fraglich. Es kommt eben neben dem Geld auch auf die Verfügbarkeit an und solch‘ ein Kaliber, mit dieser Torgarantie, ist selbst für den Herbstmeister kaum zu bekommen.

Oder misst man sich neuerdings mit Chelsea, ManU und Real?

Manchmal versteh' ich Dich nicht, Uli

Echt jetzt. Sonst bin ich ja immer bei ihm. Der Seele des modernen FC Bayern. Aber ab und zu muss selbst ich grübeln.

Wieso jetzt genau?

Wegen dem hier.

„Die Verkürzung der Winterpause halte ich für einen Fehler, der dem deutschen Fußball schaden wird.“

Warum?

Im Vergleich mit den europäischen Topligen verliere die Bundesliga dadurch „einen unserer letzten Vorteile“, betonte Hoeneß. „Bisher hatten wir den Vorteil, dass die deutschen Klubs ausgeruht in die K.o-Runden der internationalen Wettbewerbe gehen konnten.“

Achso. Stimmt. Deshalb haben die Deutschen in den letzten Jahren ja die Pokale abgeräumt, dass es weh tat, gelle?!

Manchmal verzweifle ich ein wenig an unseren Funktionären. Jetzt nicht nur an denen aus München, so ganz allgemein. Was haben wir damals ein Gezeter gehabt, dass man doch unbedingt einen Hallenpokal bräuchte, damit die lange Winterpause (finanziell) sinnvoll gefüllt werde. Dieser ganze wilde Hallenturnier-Quatsch gehörte gefälligst organisiert.

Dann haben die Funktionäre (der Top-Teams) gemerkt, dass Hallenfußball auch ganz schön weh tun kann (vor allem den teuren Stars) und nur noch B-Mannschaften auf den Kunstrasen geschickt. So war der organisierte Verbands-Hallenfußball bald wieder am Ende.

Ein Ende des Gejammers war aber nicht ins Sicht, schließlich sind wir hier in Deutschland. Plötzlich war die Winterpause völlig überbewertet und sowieso viel zu lang, denn andere Ligen haben die gar nicht und bleiben so im Rhythmus. Ferner hat man dann Ende Januar schon viel mehr Spiele abgearbeitet, kann so den Terminplan entzerren und hat mehr Luft im Sommer oder vor großen Turnieren.

Eigentlich war das auch immer schon meine Meinung. Und selbst wenn mal – das Totschlagargument der 80er – Schnee und Eis in Deutschland liegen bleibt, hat man immer noch mehr Gelegenheit Spiele nachzuholen, als bei einem Restart erst im Februar.

Umso unverständlicher jetzt die Aussage von Hoeneß. Meiner Meinung nach (andere sehen das ja immer so und bei allem was er sagt…). Denn wer ist in Europa Marktführer? Richtig. England.

Und wieviele Spiele, Pokale und Belastungen gibt es dort?

Eben.

Gewinnen die jetzt trotz oder gerade wegen der nicht vorhandenen Winterpause regelmäßig die Championsleague?

Das wäre mal eine Antwort auf eine sehr interessante Frage wert, Uli.