BL 2014/15 #03 FC Bayern – VfB Stuttgart

Die letzten fünf Spiele (Historie):

Saison 2013/14
10.05.2014 FC Bayern – VfB Stuttgart 1:0 (0:0)
Saison 2012/13
02.09.2012 FC Bayern – VfB Stuttgart 6:1 (3:1)
Saison 2011/12
28.04.2012 FC Bayern – VfB Stuttgart 2:0 (1:0)
Saison 2010/11
14.05.2011 FC Bayern – VfB Stuttgart 2:1 (1:1)
Saison 2009/10
27.03.2010 FC Bayern – VfB Stuttgart 1:2 (1:1)

Aufstellung:

Neuer – Alonso, Dante, Lewandowski, Boateng, Bernat, Götze, Lahm (K), Müller, Alaba, Badstuber

Auswechselbank:

Starke – Benatia, Ribéry, Shaqiri, Pizarro, Gaudino, Rode

Was zu erwähnen wäre / Nachbericht:

– Philipp Lahm hat noch Probleme über eine Länderspielpause im Rhythmus zu bleiben

– Ein Alonso ist Weltklasse, ob er nun 32 oder in einem Alter von Toni Kroos ist

– Ein Ribery macht nun einmal den Unterschied aus. Auch beim FC Bayern.

Weitere Links:

Spielverlagerung.de

Miasanrot.de

Eine ultimative Pod-Hudelei

Ich liebe den Fußball, er ist Teil meines Lebens. Ebenso gerne rede ich über Fußball, meinen Verein, Spieler und vieles Drumherum. Das war „früher“ so und das ist heute immer noch so. Allein, es gibt heute dank Internet und sozialen Medien viel mehr Kanäle und Optionen sich mit Menschen(!) auszutauschen, als wir das „früher“ für möglich gehalten hätten. Da war es der unmittelbare Freundes- und Bekanntenkreis. Durch soziale Medien hat sich das Potential, viele neue, tolle Menschen kennen zu lernen, die die gleichen Interessen haben, vervielfacht. Toll.

Fluch und Segen zu gleich ist die Vielfalt. Aber die hat man ja größtenteils selbst in der Hand. Ich bevorzuge Blogs, Twitter und Podcasts. Ein Weblog bietet – meiner Meinung nach – immer noch die beste Plattform, längere Texte, Gedankengänge zur Tastatur zu bringen und sie im Nachgang zu verteilen. Ganz zu schweigen von solchen Communities wie meiner und den oft unterhaltsamen Diskussionen. Twitter wiederum ist ein ganz anderes Medium, welches direkter und schneller (inter)agiert. Für mich ein Nebeneinander, ein Ergänzen. Womit wir zum roten Faden kommen – den Podcasts.

Neben Blogs und Twitter, die den klassischen Medien und (Fußball)Berichterstattern zunächst sicher mehr als suspekt waren, mittlerweile aber längst nicht mehr nur kritisch aus Elfenbeintürmen beäugt werden, waren, bzw. sind Podcast noch das ähnlichste Medium zwischen „klassisch“ und „2.0“. Warum? Weil es am Ende des Tages um Sprache, um Information geht. Lassen wir die Qualität mal außen vor – ein Kratzen, ein Rauschen hier und da, ist für mich kein Grund, nur öffentlich-rechtliche und keine privaten Podcasts zu konsumieren. Im Gegenteil.

Nein, mir sind einige Podcasts sehr ans Herz gewachsen und darum soll es in diesem Beitrag tatsächlich gehen. Seit Anfang dieser Saison ist der Rasenfunk online und meine Eindrücke dazu, motivierten mich zu diesem Beitrag (klare Motivation zum Bloggen – getwittert hätte das niemand lesen wollen). Aber der Reihe nach.

Das Podcast-Thema kam in meiner Twitter-Timeline schon vor vielen Jahren hoch. Man diskutierte, plante, allein, das Projekt kam nicht zustande. Andere Geschichte. Selbst meine eigenen Versuche waren mangels Zeit und als Einzelkämpfer zum Scheitern verurteilt.

Herr @fehlpass zog es durch und wurde mein erster, regelmäßig konsumierter (FC Bayern)Podcast. Ich kenne und schätze ihn seit vielen Jahren und mag seine Art zu podcasten. Er ist meine klare Podcast Nr.1 wenn es um launige, emotionale, meinungsstarke Gespräche rund um meinen Lieblingsverein geht. Was an ihm und oft auch seinen guten Gästen liegt.

Ein weiterer Nr. 1 Podcast für die Themen Information, Hintergrund, Taktik und Analyse rund um die Mannschaften des FC Bayern (Bundesliga, Amateure, etc.) ist Miasanrot.de. Wobei der Podcast nur ein Teil dieses Projektes ist, welches spätestens nach der Fusion mit derbayernblog.com zum diesbezüglichen „Marktführer“ geworden ist. Ich will gerne zugeben, dass ich ob dieser Präsenz und den Möglichkeiten, die die Jungs anbieten, ein klein wenig neidisch war. Weil es mir – aus vielen Gründen – leider nicht möglich ist, derlei selbst auf die Beine zu stellen. Aber genau so stell(t)e ich mir immer meine eigenen Aktivitäten vor. In einer fernen Welt ohne sonstiger Verpflichtungen. 😉

Wie auch immer. Inzwischen genieße ich die Informationsvielfalt von miasanrot.de. Klasse, macht so weiter Jungs!

Eine ganz andere Erweiterung meines Horizontes gaben mir die Erben Collinas. Auch ich habe „früher“ oft und intensiv über die Schiedsrichter geschimpft. Völlig verständlich übrigens aus meiner Fan-Sicht. Die regelmäßigen Erklärungen der beiden Protagonisten aus Schiedsrichter-Sicht änderten die Perspektive. Jede strittige Szene des eigenen Vereins anhand der Regeln seziert zu bekommen hilft enorm. Es hilft, Spiele des eigenen Vereins entspannter zu betrachten. Vor allem in Hinsicht auf die Entscheidungen der Schiedsrichter. Wer gerne weiter schimpfen können will, sollte auf keinen Fall diesen Podcast konsumieren.

Zum Abschluss schließt sich nun der Kreis. Der Rasenfunk. Ein Podcast zweier – aus meiner Sicht – immer gern gehörter Gäste des obigen Fehlpass-Podcast. Die ersten Tage der Präsenz des Rasenfunk konnte ich aus zeitlichen Gründen nur am Rande verfolgen. Die ersten beiden Ausgaben sind inzwischen nachgehört und ich habe die Sprachlosigkeit und Irritationen überwunden. Seit heute weiß ich, was mich nicht in die allgemeinen Lobeshymnen zum Start des Podcast einstiegen ließ. Ich vermutete erneut den oben schon erwähnten und erklärten Neid. Tatsächlich ist es das Gefühl gewesen, dass es sich hier – meiner Meinung nach – um den Prototyp eines Podcast handelt!

Es gibt Struktur, einen souveränen, mit durchaus trockenem Humor ausgestatteten Moderator, Gäste, die interviewt werden und die vom Moderator nicht nur Fragen vorgelesen, sondern auch passende Nachfragen gestellt bekommen, zugeschaltete Experten, einen Sidekick, der social Media Feedback unterbringt und und und.

Im Rahmen des Nachhörens der zweiten Ausgabe kamen mir heute urplötzlich diese Gedanken und ich erfuhr etwas, von dem ich vorher noch nicht wusste, dass ich es genau so sehen würde:

Exakt so habe ich mir immer einen perfekten Podcast für mich vorgestellt und besser könnten es die sog. klassischen Medien auch nicht machen! Glaubt ihr nicht? Dann hört mal selber rein.

Danke @gnetzer und @helmi.

BL 2014/15 #02 FC Schalke 04 – FC Bayern

Die letzten fünf Spiele (Historie):

Saison 2013/14
21.09.2013 FC Schalke 04 – FC Bayern 0:4 (0:2)
Saison 2012/13
22.09.2012 FC Schalke 04 – FC Bayern 0:2 (0:0)
Saison 2011/12
18.09.2011 FC Schalke 04 – FC Bayern 0:2 (0:1)
Saison 2010/11
04.12.2010 FC Schalke 04 – FC Bayern 2:0 (0:0)
Saison 2009/10
03.04.2010 FC Schalke 04 – FC Bayern 1:2 (1:2)

Aufstellung:

Neuer – Alonso, Lewandowski, Shaqiri, Boateng, Götze, Rode, Lahm (K), Müller, Alaba, Badstuber

Auswechselbank:

Reina – Dante, Pizarro, Gaudino, Bernat, Hojbjerg, Green

Was zu erwähnen wäre / Nachbericht:

– Verdientes Remis, Bayern kann aktuell (noch) nicht über 90 Minuten dominieren

– Alonso ist Weltklasse. Der muss sich nirgendwo eingewöhnen. Wahnsinn, der Typ. Klasse, dieser Transfer!

– Manchmal habe ich in dieser jungen Saison den Eindruck, dass ausgerechnet die Nicht-WM-Fahrer nicht 100% fit sind (Alaba!).

Weitere Links:

Miasanrot.de

Spielverlagerung.de

BL 2014/15 #01 FC Bayern – VfL Wolfsburg

Die letzten fünf Spiele (Historie):

Saison 2013/14
28.09.2013 FC Bayern – VfL Wolfsburg 1:0 (0:0)
Saison 2012/13
25.09.2012 FC Bayern – VfL Wolfsburg 3:0 (1:0)
Saison 2011/12
28.01.2012 FC Bayern – VfL Wolfsburg 2:0 (0:0)
Saison 2010/11
20.08.2010 FC Bayern – VfL Wolfsburg 2:1 (1:0)
Saison 2009/10
29.08.2009 FC Bayern – VfL Wolfsburg 3:0 (1:0)

Aufstellung: Neuer – Dante, Lewandowski, Robben, Gaudino, Bernat, Götze, Lahm (K), Müller, Alaba, Badstuber

Auswechselbank: Reina – Shaqiri, Pizarro, Scholl, Rode, Hojbjerg, Green

Was zu erwähnen wäre / Nachbericht:

– Wo stünde der FC Bayern nur ohne Arjen Robben?
– Für Xherdan Shaqiri wird es das entscheidende Jahr beim FC Bayern
– Robert Lewandowski hat noch ein Stück vor sich bei der Umstellung auf die Spielsysteme des FC Bayern

Weitere Links:

Missanrot.de

Spielverlagerung.de

Drittklassiger Meisterschaftsaufstiegsendspiel-Käse

Heute spielen die Amateure des FC Bayern um den Aufstieg in die dritte Bundesliga. Gegen Fortuna Köln. Womit wir schon mitten im Thema sind. Denn eigentlich sind sowohl die Bayern-Amateure als auch die Kölner Südstädter längst Meister ihrer jeweiligen Regionalliga. Ein Fehler im System. Der Verbände. Denn es gibt einfach „zu viele“ Regionalligen für die drei freien Plätze in der höchsten Klasse im Verantwortungsbereich des DFB. Erstes Problem.

Ein zweites Problem sind für viele Fans in diesem Land die „Zweitvertretungen“ von Bundesligisten in der dritten Bundesliga. Die würden „richtigen“ Mannschaften die Plätze weg nehmen. Darauf komme ich ebenfalls später zurück.

Als drittes „Problem“ ergab sich rund um das Hinspiel in Köln das übliche Schubladendenken rund um uns Bayernfans. Einige waren schnell auf Betriebstemperatur („Bayernkunden“, „Bauern“) – überrascht ob dieser Reflexe auch auf dieser unteren Ebene, hatte ich wiederum spontan Probleme, hier ebenfalls in den Oliver-Kahn-Modus zu schalten („alle sind gegen uns – herrlich“). Ferner musste ich mir – obwohl es sich um den FC Bayern handelt – anhören, dass „ich mich ja bis gestern gar nicht für diese Mannschaft interessiert hätte“.

Der Reihe nach.

1. Wer will ausgerechnet uns Bayernfans das Recht absprechen, keinen Unterschied bei der Zuneigung zwischen Amateuren und Profis zu machen? Klar, ich kenne tatsächlich Bayern-Fans persönlich, die aufgrung der Salewski-Ära beim FC Bayern den Mittelpunkt ihres Fanherzens ein wenig Richtung Hermann-Gerland-Kampfbahn (HGK) verschoben haben. Aber bitte, am Ende des Tages ist es immer noch mein, unser Verein. Und die dortigen Spieler sind – hoffentlich – die zukünftigen Schweinsteiger, Lahms, Müllers und Badstubers. Noch ein eigenes Thema.

2. Was kann ich dafür, dass mein Lebensmittelpunkt – aus vielen Gründen, die zumeist wenig mit Fussball zu tun haben – nicht München ist und ich somit kaum eine Chance habe, Spiele der Amateure live im Stadion zu verfolgen? Wir haben 2014. Und diskutieren immer noch über „richtige“ und „falsche“ Fans? Warum man Fan von Verein xy wird, obwohl man doch gar nicht in dieser Stadt lebt? Get over it, Leute.

Ich bin den sozialen Medien vielmehr unendlich dankbar, dass ich über diese Kanäle Menschen, Bayern(amateure)fans kennen lernen durfte, die mich voller Herzblut auf dem Laufenden halten, was Höjberg, Green, Schöpf und Co. so machen. Danke dafür!

3. Ja, ich habe gelernt, dass „der Kölner“ ansich offenbar nicht zwischen „dem Effzeh“ und „der Fortuna“ unterscheidet. Es gibt hier keine Konkurrenz. Man hat scheinbar die Rollenverteilung (FC = großer Bruder, Fortuna = kleine Schwester mit Zahnspange) akzeptiert. Von daher sind mir jetzt die Reflexe einiger kölscher FC-Fans hinsichtlich des Hinspiels am Donnerstag klarer.

Allein, derlei ist mir fremd. Nicht weil ich damit im Rheinland nicht gerechnet hätte, nein, weil es in München nur FC Bayern oder 1860 gibt. Punkt. Schwarz und Weiß, kein Grau. Kann man gut oder schlecht finden, wird aber von Generation zu Generation weiter gegeben.

4. „Zweite Mannschaften raus aus der dritten Bundesliga!“

Ich kann mich dem Argument nicht verschließen, dass manche Zweitvertretung als Heimspielgast weniger attraktiv ist, als ein regionales Schlagerspiel, welches seit langer Zeit die eigenen Fans elektrisiert. Wie könnte ich auch. Aber ist es immer nur die Schuld „der Großen“, dass „Tradition“ den Bach runter geht? Wie viele „Traditionsmannschaften“ sind in den letzten Jahrzehnten von der Bildfläche verschwunden? Lag das immer nur an den „Bundesliga-Amateuren“? Niemals Fremdverschulden, strukturelle Fehler, Führungsschwäche? Gegenbeispiele bitte.

Fans, die obiges fordern, sollten zu allerst einmal nachschauen, ob sie Fan eines Bundesligavereins (1. oder 2. BL) sind, der ebenfalls eine „Zweitvertretung“ sein Eigen nennt und wie dieser Verein bei der besagten DFL/DFB-Abstimmung zu vorliegender Regelung abgestimmt hat. Wenn ihr mit dem Fegen vor der eigenen Haustür fertig seid, können wir weiter diskutieren.

Gerade die „richtigen“ Fans fordern doch immer möglichst viele Identifikationsfiguren aus dem Nachwuchs in der ersten Mannschaft. Wie soll das gehen ohne Spielpraxis in der zweiten Mannschaft? Als höchste Option für Jugendspieler. Je höher die Klasse, desto besser die Spielpraxis für angehende Profis. Auch und gerade beim FC Bayern ist somit ein Spielbetrieb in BL3 besonders wichtig.

Davon abgesehen muss die spezielle Situation der Bundesliga-Amateure nicht immer von Vorteil für „die Zeiten“ sein. Wie soll ein homogenes Team entstehen, wenn es immer wieder Amateure gibt, die zwischen Stammplatz in der HGK und der AA-Bank pendeln bevor sie den Sprung auf den Profi-Platz schaffen? Oder mit rekonvaleszenten Profis, die unterklassige Spielpraxis benötigen?

Ist das Jammern auf hohem Niveau? Mag sein und in der Regionalliga trat dieses Problem ob des Leistungsgefälle oft nicht zu Tage, aber ich erinnere mich durchaus noch an „Probleme“ dieser Art in der auslaufenden Zeit der dritten Bundesliga. Andere Ausprägungen des Spannungsfeldes sind die Sorgen, die wir bei den Bayern-Amateuren bekamen als die Vaterfigur Gerland zu den Profis „hochgezogen“ wurde. Nur eine Facette für unseren Abstieg und den verpassten Wiederaufstieg, aber imho sollte man es nicht unerwähnt lassen.

Gestern entbrannte dann die Diskussion erneut an genau diesem Punkt, als die Gerüchte aufkamen, dass Claudio Pizarro evtl. doch die Amateure im Rückspiel verstärken könnte. Ich persönlich halte nicht viel von dieser Option. Von Pizarros Bereitschaft zu helfen bin ich nach wie vor begeistert, aber erstens garantiert doch niemand, dass sich CP überhaupt ins Team gewinnbringend einfügen lassen würde/könnte und zweitens müssten wir Bayernfans uns – nicht komplett zu Unrecht – über längere Zeit wieder Wettbewerbsverzerrungsvorwürfe anhören.

Nein, auch ohne Profi-Verstärkung müssen die Bayern-Amateure das heutige Rückspiel gegen die Kölner Fortuna gewinnen können. Es mag für die Rheinländer aus vielen Gründen (Finanzen, Etat, Perspektive, etc.) wichtig(er) sein, heute aufzusteigen, aber auf Dauer kann auch ein FC Bayern seine Ziele in der Nachwuchsförderung nicht über die vierte Liga erreichen.

All die Aspekte und emotionalen Punkte herausgerechnet, bleibt es immer noch ein sportlicher Wettkampf auf Augenhöhe, denn beim FC Bayern stehen weder Neuer im Tor noch Lahm, Martinez, Thiago, Götze oder Robben auf dem Platz. Der Rest ist Folklore.

Auf geht’s, Ihr Roten!