„Wir spielen – bei allem Respekt – nicht gegen Hoffenheim, Nürnberg und so weiter.“
Joachim Löw, Realist
Schlagwort: FC Bayern
Auf ewig miteinander verbunden.
Leute, mein Fan-Teil muss Euch noch ein wenig quälen. Kennt Ihr das? Man erlebt etwas Entscheidendes in seinem Leben und erinnert sich in diesem Zusammenhang immer an ein bestimmtes Lied?
Eben.
Und genau so erging, bzw. ergeht es mir mit diesem Lied.
Dieses Lied wurde im Vorfeld des #FinaleDahoam gespielt. Und es gab mir ein gutes Gefühl, kannte ich es doch schon vorher aus meiner iPhone-Playlist.
Höre ich es heute, habe ich immer noch Gänsehaut. Aufgrund des Gefühls als ich es hörte und aufgrund dessen, wann dann später noch folgen sollte.
Ihrso?
Herzlich Willkommen, Mitchell!
Und das nächste Talent, dass beim FC Bayern auf der Bank versauert. Wirklich?
Gegenthese: Wer die Klasse hat, sich beim FC Bayern durch zu setzen, setzt sich durch. Egal wie alt er ist. Punkt.
Sollte dieses Video kein Einzelfall sein, gehe ich davon aus, dass er nur für kurze Zeit unserer zweiten Mannschaft zur Verfügung stehen wird. Bevor er den Kollegen aus „der Ersten“ Druck macht.
[Inhalt entfernt]
Aber schön ein Schritt nach dem anderen. U-17-Bundesliga ist das eine – Regionalliga etwas anderes.
Herzlich Willkommen, Mitchell!
Weisheiten #209
„Wir haben ja keine Katastrophensaison gespielt. Wir müssen nur aufpassen, dass wir „Mia san mia“ nicht nur überall hinschreiben, sondern es auch auf dem Spielfeld zeigen. Wenn es nach mir geht, halten wir uns mit „Mia san mia“ etwas zurück, bis wir es wieder demonstrieren. „Mia san mia“ heißt nämlich auch, erfolgreich zu sein.“
Uli Hoeneß, demütig.
Weisheiten #208
„Denken Sie an die Minuten nach unserem 1:0. Wenn da mal einer richtig draufgegangen wäre und den Ball auf die Tribüne geschossen hätte… Du musst auch mal mit der Axt dazwischen hauen. Das war und bleibt meine Meinung. Allerdings ist das ein allgemeines Problem im Fußball. Es gibt diese Typen kaum mehr.“
Uli Hoeneß, Ball-auf-die-Tribüne-Drescher
Fast ein Held. Fast ein Moment für die Ewigkeit.
Faszinierend. Da musste ich doch glatt mal wieder den IE benutzen, um Youtube vernünftig benutzen zu können. Verrückt.
Wie auch immer. Anbei eins meiner Videos aus München. Das Wichtigste. Zumindestens hätte es das werden können. Wenn wir noch fünf Minuten länger Herrn Drogba in Schach gehalten hätten.
Sei es drum.
Warum das Video so spät startet? Weil der Regisseur nach seinen Tränen zunächst wieder um Fassung und Haltung ringen musste. ‚Hoffe es kommt rüber.
Man beachte auch die Stimme unseres Stadionsprechers. #brüchig #Emotionen
Ultra-Paule mit Explosion oder Kein Barcelona
Es war die 18.Spielminute im #FinaleDahoam. Ich weiß das, weil ich auf die Stadionuhr geschaut habe. Zu diesem Zeitpunkt merkte ich zum ersten Mal, dass dieser Abend schwer werden würde.
Warum? Weil ich nach 20 Jahren mal wieder mitten im Fanblock des FC Bayern stand und bis an die Grenzen meiner Belastbarkeit ging. Wie damals. In all den Gastspielen meines FC Bayern bei denen ich anwesend sein durfte.
Das Problem: Es waren dies eigentlich immer nur irgendwelche Bundesliga- oder Pokal-Spiele. Kaum ein Spiel hatte eine gleiche Erschöpfung zur Folge wie dieses Championsleague-Endspiel im eigenen Stadion.
Wie auch? War ich doch in dieser 18.Spielminute schon ca. zwei Stunden im Stadion auf meinem Platz und hatte ich schon zu diesem Zeitpunkt schon jede Menge Support hinter mir. Aber die Anspannung, die dieses Finale mit sich brachte, gepaart mit der Tatsache, dass ich jetzt tatsächlich auch 20 Jahre älter bin, ließ mir fast die Beine wegsacken.
Ich hielt durch. Bis in die Halbzeit. Und musste mir zu allem Überfluss noch anschauen, wie die Bayern im Prinzip dieses Spiel dominierten und beste Chancen liegen ließen. Beim Halbzeitpfiff hätte ich eigentlich dringend etwas trinken müssen, aber ich konnte nicht mehr tun, als mich auf meinen Sitz fallen lassen und die 15 Minuten Pause zu nutzen, die mir geboten wurden. Dabei war ich gleichzeitig wie berauscht von der Stimmung in unserer Südkurve, von der roten Wand, die wir in diesem einen Spiel endlich einmal waren, der Wand, die wir uns doch alle schon viel länger erträumt hatten in München. Und ich war ein Teil davon. Nicht nur von der beeindruckenden Choreo. Aber selbst da taten mir nach drei Minuten schon die Arme weh. Auch hier: Ich hielt durch.
Wie ich auch nach der Rückkehr der Mannschaften mich wieder von meinem Sitz erhob und selbst nach dem Stimmungsabbruch nach den Bengalows im Nachbarblock 315 wieder in die übergreifenden Anfeuerungen einstimmte. Alternativlos. Wieder Chancen, wieder ergebnislose Eckbälle, wieder Konterversuche der Engländer, die unsere Aushilfs-Defensive klären konnte. Irgendwann musste doch mal dieses Tor fallen.
Dieses Tor zur Glückseligkeit.
Dann die 83.Minute. Vor der Südkurve. Nach einer dieser unzähligen Strafraum-Wuseleien unserer Offensive. Teilweise zu verspielt, teilweise zu lässig, teilweise einfach nur fahrlässig. Und dann kam Müller. Und Esktase, Freude, Schreie – eine Explosion. Wildfremde Menschen lagen sich in den Armen.
Selbst solche – zuvor schon mehr oder weniger deutlich als Südkurven-Touristen erkennbare – Bayern-Fans, die aber jeden Support mehr oder weniger mit machten.
Mitten drin der Paule. Der Paule, der seit vielen Jahrzehnten Fan dieses Vereins ist. Der in dieser Zeit viele Meisterschaften, viele Pokalsiege und fünf Championsleague- oder Landesmeister-Cup-Endspiele gesehen hat und hier nun endlich einmal dabei war. Der Paule weinte. Er weinte wie 2001. Als wir nach 25 Jahren zum ersten Mal wieder diesen Henkelpott in einen Nachthimmel recken konnten. Hemmungslos möchte ich hinzufügen.
Alles erschien perfekt, alles richtig.
Und dann die Dusche. Eine eiskalte zudem. In Gedanken war ich noch dabei, zu überlegen, ob das jetzt tatsächlich die erste Ecke für den Gegner war. In der 88.Minute. Der Ausgleich. Der Stich ins Herz, schnelltrocknende Tränen. Und die Gedanken an „Barcelona“. An die Auswechslung Matthäus‘ und die späten Tore. Die Angst, jetzt ähnliches zu erleben, weil der Gegner plötzlich Oberwasser gewinnt. Die Gedanken, weshalb man nicht entweder all diese Chancen verwertet hat oder einfach nur mal das eigene Tor verriegelt, zunagelt.
„Wie soll ich nur diese Verlängerung überstehen?“ Einfach immer nur weiter, immer weiter. Am Ende haben wir doch unseren Neuer. Gedanken über Gedanken und die Erkenntnis, dass unsere Mannschaft sichtlich geschockt ist und jetzt kurz davor steht, den entscheidenden Treffer zu kassieren.
Als der Elfmeterpfiff ertönt keine Freude. Keine Freude wie beim 1:0. Eher Sorge. Und ungläubige Hoffnung. Dann die Beobachtung der Szenerie, dass wohl kein Effenberg a la 2001 auf dem Platz steht.
Die Körpersprache zwischen Gomez und Robben, die sich den Ball zuschieben lässt mich zweifeln.
Dann der Anlauf und das Hin- und Hergerissen sein zwischen Dortmund, Madrid und Dortmund. Und die Schockstarre. Warum, Arjen, warum?
Der Rest ist Hoffen, Bangen, Erschöpfung, Mobilisierung der letzten Reserven. Eigentlich müsste ich das Stadion verlassen, mich irgendwo hinlegen, ausruhen, erholen, davon rennen. Aber wem würde das helfen?
Das hier ist historisch! Daran wirst Du Dein Leben lang denken.
Elfmeterschießen. Unsere letzte Patrone, unser letztes Ass. Neuer.
Wir spielen vor der Süd. Das ist gut. Chelsea fängt an. Neuer hält, er hält! Unfassbar. Schon wieder.
Gedankenblitze. Kahn. 2001.
Dann die nächsten Elfmeter. Lahm, Chelsea, Gomez. Es läuft. Es läuft gut. Da kann doch jetzt nicht mehr schief gehen, da darf doch jetzt nichts mehr schief gehen!
Dann der nächste Bayern-Schütze. Aber wo bleibt er denn? Will denn keiner? Was soll das denn? Was winkst Du so, Gomez? Wie, Neuer? Neuer?? WTF? Neuer läuft an, mir rutscht endgültig das Herz in die Hose… NEUER! Er trifft!! Wie geil ist das denn? 3:1 für uns. DREIZUEINS. So. Und jetzt Neuer, halt den nächsten. Halt ihn! Neuer!! Ach, Mist. Ok. 3:2. Jetzt kommt Olic. Ok, Ivica. mach es, hau das Ding einfach rein. Er läuft an. Und… …verschießt! Bitte nicht. Lass das nicht wahr sein. Dann halt bitte den nächsten, halt ihn, Neuer! 3:3. Ausgleich. Ok, es geht weiter. Und wer kommt jetzt? Ok, der Schweinsteiger. Alles klar. Das geht klar. Hau ihn rein, Schweini. Wie in Madrid! Hau ihn! Was macht der denn da? Wieso machst Du so Spielchen, schieß! Der Ball geht… er geht… an den Pfosten… …und geht… …nicht ins Tor! Er geht nicht ins Tor! Oh Gott. Bitte lass‘ das nicht wahr sein. Neuer, halt jetzt bitte den letzten! Wer schießt den denn? Was, der Drogba? Oh nein, bitte nicht. Lass‘ das nicht wahr sein. Drogba läuft an, er schießt… UND…
[…]
Das Video, dass das Elfmeterschießen zeigt bricht ab. Überhaupt bricht alles ab. Ich setze mich endlich auf meinen Sitz. Wir alle setzen uns hin. Die ganze Südkurve, alle Blöcke. Während ca. 100 Meter vor uns die Hölle losbricht. Ich weine nicht. Ich kann nicht weinen. Komischerweise kann ich nie weinen in solchen Momenten. Ich bin leer. Der Resetknopf wurde gedrückt. Der Fan-Teil von mir bricht zusammen.
Der Rest hat seine Augen geöffnet, schaut hingegen ins Leere. Ich bleibe sitzen. Bis zum Schluss. Bis zum bitteren Ende. Bis ich den Pokal sehe. Den Pokal, der eigentlich für uns sein sollte.
Ich denke an gar nichts mehr. Ich schaue nur. Ich brauche das jetzt. Es ist Teil eines körperlichen Reflexes. Ich könnte mich jetzt gar nicht bewegen. Der Kopf löst sich vom Geist, vom Körper. Erst eine unbekannte Zeit später sammelt sich alles wieder und ich lasse mich in einer schweigenden Masse aus dem Stadion fort treiben. Auf meinen Weg weg. Weg von diesem Ort, der mir eine ganze Championsleague-Saison der Ort der Freude und Hoffnung war. Mein roter Faden durch diese merkwürdige Saison 2011/12.
Es ist zu Ende. Alles ist zu Ende. Geht es weiter? Ja sicher. Wie immer. Aber vorstellen kann ich mir dies nicht. Der Nicht-Fan-Teil meines Körpers macht was er soll. In die U-Bahn, S-Bahn, ins Auto, ins Hotel, ins W-LAN, nach Twitter. Erst langsam komme ich wieder zu mir. In dieser Nacht, in den Tagen, während ich diese Zeilen schreibe.
Ob es irgendwann heilt? Im nächsten Jahr in London? Im dortigen Championsleague-Finale? Ganz ehrlich? Das ist mir immer noch scheiß egal! Jetzt. Lasst mich einfach noch ein wenig in Ruhe. Mit diesem Fußball.
Ich meld‘ mich dann wieder. [1] [2]
[1] Wer hier einen meiner üblichen Spielberichte erwartet hat, den muss ich leider enttäuschen. Soll ich hier als x. Fan noch mal das durchkauen, was alle schon durchgekaut haben? Sicher darf Robben diesen Elfmeter reinzimmern. Sicher hätte ich – danach – eher gewünscht, dass ein Alaba auf dem Platz gestanden hätte, weil der sich eventuell von dem Druck des #FinaleDahoam freigemacht hätte. Aber wer weiß das schon? Wer weiß schon, wie wir selbst agiert hätten, wenn uns der Trainer gefragt hätte, ob wir im Elfmeterschießen antreten? Wer will behaupten, dass er dieser Situation stand gehalten hätte? Am Ende des Tages sind auch unsere Spieler alles nur Menschen, oder?
[2] Auch wenn viele das so sehen – dieses Spiel war für mich nicht schlimmer als „Barcelona“. Nichts ist schlimmer als „Barcelona“. Weil wir viele Chancen hatten, dieses Spiel doch noch zu entscheiden und die Mutter aller Niederlagen eben imho nicht wiederholbar ist.
Es schöner Tag Geschichte zu schreiben. Schon wieder.
Leute, der Paule ist voller Vorfreude. Nur noch einmal schlafen und die große Reise zum Endspiel aller Endspiele geht los.
Werde auch ich noch meinen Kindern und Enkeln von diesem Spiel erzählen? Ich denke ja – so oder so. Hoffen wir also für uns alle nur das Beste.
Ich bin dann mal weg.

Schwarzgelbes Huhn. Rotes Ei.
Die Saison neigt sich dem Ende zu. Und ich bin es leid. Leid nach jedem Spiel gegen den BVB sagen zu müssen „das hätte nicht sein müssen“.
Auch dieses 2:5 hätte nicht sein müssen.
Es steht außer Frage, dass der BVB nicht nur die Meisterschaft sondern auch den Pokal völlig zu Recht gewonnen hat. Es ist ferner inzwischen mehr als – ich sag‘ mal – verwunderlich, dass es einem FC Bayern nicht gelingt, ein Mittel zu entwickeln, diese Maschine Borussia Dortmund zu besiegen.
Das System der Klopp-Kicker ist im Prinzip ja recht einfach zu entschlüsseln.
Unfassbar stabile Defensive (und hier sind nicht nur die Abwehrspieler gemeint) gepaart mit einer dieser neumodischen Umschalt-Taktiken in Schallgeschwindigkeit.
Natürlich ist das Kollektiv inzwischen in den letzten Jahren ebenfalls so stark geworden, dass es – gegen schwäche Teams – auch zu einer massiven spielerischen Überlegenheit kommt und man die Siegesserie so locker von Rekord zu Rekord führen konnte.
Damit mich keiner falsch versteht, diese Taktik ist nicht zu verurteilen. Sie ist legitim und ich kann nicht im Ansatz nachvollziehen, weshalb man sich von Seiten des FC Bayern nicht einfach ALLE Championsleague-Auftritte der Dortmunder reingezogen hat, um das passende Mittel gegen diese Mannschaft zu finden.
Zwei schwarzgelbe Welten. Bundesliga und Championsleague.
Natürlich spielt auch hier wieder eine der wichtigsten Fragen im Fußball eine Rolle:
Waren sie zu stark oder wir zu schwach?
Fakt ist, dass die Borussia die bayerischen Fehler eiskalt ausnutzte. Das vierte Tor wurde mit dem vierten Torschuss erzielt. Unglaublich. Unglaublich effizient.
Huhn oder Ei.
Hätte uns der BVB auch mit 5:2 geschlagen, wenn wir weniger oder überhaupt keine Fehler gemacht hätten?
Wir werden es nie erfahren und somit dürfen die BVB-Fans diesen Umstand auch ungestraft und vehement abstreiten.
Es hilft ja nichts. Wenn man gegen eine Mannschaft von fünf Pflichtspielen fünf verliert, dann stimmt etwas Grundsätzliches nicht, oder?
Wollen wir an diesem Umstand etwas ändern?
Ich hoffe es. Aber statt System wird hier wohl nur der Kader mit zweistelligen Millionen-Beträgen aufgepumpt. Bayern-like.
Zum Spiel.
Wie oben schon erwähnt, verliere ich zunehmend die Lust. All diese Dinge immer und immer erklären zu müssen, zu wollen.
Was Herr Gustavo zum Beispiel dazu bringt, immer wieder diese Fehler in sein Spiel einzustreuen. Wer dieses Blog schon länger konsumiert, wird meine Grundüberzeugung in diesem Punkt kennen.
Seine Beteiligung an den Gegentoren eins und drei führte zu einem emotionalen Ausbruch auf Twitter, der viele arg erschreckte. Man kannte mich bisher so nicht. Tja. Wieder etwas gelernt.
Zwischen dem Spiel und diesem Spielbericht habe ich mir – zwecks differenzierter Sichtweise – das Spiel noch einmal angeschaut. Also die Gegentore, den Rest im Schnelldurchlauf.
Hier meine Liste der Versäumnisse:
0:1 – Herr Gustavo spielt den Ball ingesamt zweimal zum Gegner, Herr Badstuber bleibt beim letzten Pass in den eigenen Strafraum – fassungslos – stehen.
1:2 – Herr Boateng ist kein Weltklasse-IV. Ansonsten würde er die – völlig zu Recht mit Elfmeter bestrafte – Aktion alternativ lösen.
1:3 – Herr Boateng verliert – eines von vielen (wenn nicht alle Kopfball-Duelle) gegen Herrn Lewandowski, Herr Gustavo verliert vollends die Orientierung.
1:4 – Herr Schweinsteiger drischt komplett eindimensional in die Dortmunder Deckung am gegnerischen Strafraum und leitet somit unmittelbar den Konter ein. Am Ende des Konters verliert wiederum Herr Schweinsteiger(!) den Zweikampf gegen Lewandowski. Erste Frage: Wo war hier Sprinter Alaba? Zweite Frage: Wie konnte Anti-Sprinter Schweinsteiger so schnell am eigenen Strafraum sein?
2:5 – Herr Neuer lässt einen sicheren Ball fallen und Herr Boateng verliert – ein Kopfball-Duell (sic!) – gegen den Sportskameraden Lewandowski.
Nach dem Studium dieser Bilder musste ich meinen Ausraster in Richtung Gustavos leicht revidieren. Herr Boateng machte mir da plötzlich wesentlich mehr Sorgen. Und das ist unser neuer Abwehrchef für das Endspiel der Championsleague? Aua.
Ab wann gilt noch einmal der Vertrag von Herrn Dante?
Meine Hoffnung für das #FinaleDahoam?
So eine Einstellung werden wir dort auf gar keinen Fall noch einmal zeigen (können). Allein deshalb weil dann die Ausrede für so einige Schlechtleistungen der letzten Wochen wegbrechen würde. Ob sich unsere Profis diese Blöße geben?
Natürlich muss man als Bayern-Fan hier darauf achten, nicht reflexartig in diese dünnhäutige Schwarz-Weiß-Sichtweise abzudriften. Auch ich neige dazu. Während eines Spiels. Während einer 41. und 45. Minute in einem Pokalfinale.
Inzwischen geht es mir wieder besser. Und deshalb ja auch jetzt erst dieser Bericht.
Mit einem Sieg am kommenden Samstag wird vieles ausgeglichen. Nicht alles. Mit einer Niederlage ist aber nicht gleichzeitig alles schlecht und müssen wir nicht alles niederreissen.
Die Wahrheit liegt womöglich in der Mitte.
Wir brauchen mehr Breite im Kader. Auch qualitativ. Ferner müssen wir über mehr Flexibilität in unserem Spiel nachdenken.
Nur eine Kopie des BVB oder gar Barca sein zu wollen, greift hier zu kurz und führt auch zu nichts. Denn da ist das Original jeweils besser.
Ich bin ja irgendwo auch überzeugt, dass Luiz Gustavo eine Leistung wie 2011 gegen Inter jederzeit wieder raushausen könnte. Das frustriert mich aber eben immer so, wenn er es nicht zeigt.
Lassen wir es besser. Der Rückblick auf diese bald abgeschlossene Saison sparen wir uns für die Sommerpause auf.
Jetzt heißt es erst einmal Umschalten. Umschalten auf die Königsklasse. Auf Chelsea. Endlich der Vorfreude freien Lauf lassen. Fokussierung. Analyse des Gegners. Stärken, Schwächen.
Wenn wir dann noch eine Form abrufen, wie wir sie in dieser Championsleague-Saison nicht nur einmal gezeigt haben, dann sollte das mit diesem hohen Ziel schon klappen. Meiner Meinung nach.
Zumindest probieren sollten wir alles. Und das wäre schon mehr als gegen Dortmund zu sehen war.
Auf geht’s, Ihr Roten!
München putzt sich raus
Da ich ja weiß, dass nicht jeder Breitnigge-Leser alle meine Social media – Kanäle so total intensiv verfolgt – bitte schön:
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