Der Vestenbergsgreuth-Vorbericht. Nicht.

Kann eigentlich noch irgendjemand diese Vorberichtsbilder zum anstehenden Pokalspiel der Bayern sehen?

Immer wenn man glaubt, es geht nicht flacher, kommt’s von irgendwo noch platter daher.

Ja. Klar. Die Bayern sind im Pokal oft ausgeschieden. Kunststück. Nehmen ja auch jedes Jahr daran teil. Selbst den europäischen Fahrstuhlmannschaften der Bundesliga ist das hier gegönnt. Aber beim FCB ist das halt immer ein Event.

Geschenkt. Und dass das bayerische Fernsehen damit eine ganze Sendung zu füllen versucht, ebenfalls.

Nein. Der FC Bayern spielt morgen gegen die Nachfolger Vestenbergsgreuths. Gegen Greuther Fürth. Dem Vereinskonstrukt.

Dabei wird der Kader ein wenig verändert. Zum Vergleich der zuletzt ebenso schönen wie erfolgreichen Elf.

Butt, van Buyten, Schweinsteiger, Klose raus. Dafür Ribéry, Timo, Pranjic, etc. rein.

Bei allem Respekt. Wenn diese „B-Bayern“ es konzentriert und vor allem konsequent in der Chancenverwertung angehen, dann brauchen wir uns keine Sorgen machen. Wenn.

Für mich gibt’s ohnehin nur ein Problem: Rechtzeitig zu Hause sein am letzten Arbeitstag vor’m Urlaub.

Mainz bleibt Mainz, wie es spielt und verliert?

Tätää,tätää.

Im Ernst: Am Samstag ist der Spaß vorbei. Mit diesem Karnevalsverein. Aus Mainz.

Wegen der Hinrunde. Weil wir mal wieder vor Bayer vorlegen müssen (und die ja sowieso gegen Freiburg gewinnen werden). Und nach dieser Phase in der Hinrunde nix (mehr) zu verschenken haben.

Sicher. Man könnte ihnen auch dankbar sein. Wegen Robben. Bin ich aber nicht. So.

Nicht nach dieser ersten Halbzeit.

Ausserdem gibt’s ein Jubiläum. Da kann man keinen Punktverlust gebrauchen. Auf der anderen Seite, geht’s mit diesem Rekord ja laufend weiter

Passender Rahmen für des Königs Comeback am eigenen Hof. Wenn auch nicht von Anfang an. Noch dazu, wo Mainz nicht weiß wo ihnen defensiv der Kopf steht.

Im Grunde also alles klar, Jungs, oder?

van-the-Mania, reloaded

Ich weiß ja noch wie das war. Mit unserer van-the-Mania.

Und deshalb habe ich die Gerüchte um einen Transfers van Nistelrooys zum HSV auch nicht ernst genommen.

Bis mir wieder die Hintergründe einfielen.

Herr van Nistelrooy hatte 2006 (Alter, wie die Zeit vergeht) den FC Bayern nur als Druckmittel für Real Madrid benutzt. Zwecks Poker um Gehalt, Handgeld, etc.

Das war seinerzeit eine bittere Erkenntnis. War aber so. Davon abgesehen: Ein van Nistelrooy in der Verfassung von 2006 war für den FC Bayern ohnehin eine Nummer zu groß.

Kaum vier Jahre später sieht das alles anders aus.

RvN ist körperlich – zumindestens war er es in den letzten Monaten – ein Wrack. Bei Real nur noch Stürmer Nummer 4.

Umso erstaunter war ich ob der Ergebnisse der sportärztlichen Untersuchung durch die Rauten-Doktoren.

Ergo müssen wir uns also doch ernsthaft mit diesem Thema beschäftigen.

van-the-Man passt zunächst mal in die Alterstruktur von Neuverpflichtungen beim HSV. Gerade jugendlich wirkt er da mit seinen 33 Jahren.

Er hat eine beeindruckende Historie. Ob seine Zukunft in Hamburg ebenso aussehen wird, muss man offensichtlich abwarten.

Wieviele Spiele, gar Tore es bis zum Ende seines Vertrages im nächsten Jahr werden, steht in den Sternen. Ebenso wie der Zeitpunkt seines ersten Ballkontaktes.

Persönlich glaube ich ja, dass die Hanseaten – in der aktuellen Form (wenn man mal keine Abseitstore wie vor einer Woche geschenkt bekommt) – dann soviel Abstand zur Meisterschaft haben werden, dass auch die (erhofften) Tore des Holländers, kaum etwas an einer erneut knappen Europa League-Qualifikation ändern werden.

Aber wer weiß, vielleicht hat RvN ja einen Wunderheiler gefunden und der HSV überollt nun die gesamte Liga.

Zumindestens wird die Bundesliga aktuell immer oranger…

P.S. Ein besonderes Schmunzeln hat mir bei meiner kurzen Recherche die Meldung beschert, dass der HSV auch schon 2006 an van Nistelrooy „dran war“. Ui.

P.P.S. Gerade lese ich, dass er in dieser Saison sage und schreibe 12 Minuten gespielt hat. Diesen Wert sollte er in Hamburg übertreffen.

Grün-weiße Rache ist Blutwurst oder Na endlich!

Dieser Bericht ist ein Vorgeschmack auf die neue Saison. So wie es nämlich aussieht, werde ich mich ja von den Apothekern bei Sky verabschieden und somit auch von allerlei Live-Spielen meiner Bayern.

Ergo folgt dieser Beitrag den Betrachtungen und Erkenntnissen allein aus Zusammenfassungen.

Im Rahmen dieser Zusammenfassungen hörte ich doch tatsächlich den Begriff „Angstgegner Bremen“. Also für den FCB jetzt.

Von den Zahlen her mag das stimmen. Aber ich habe all die letzten Spiele gesehen. Und wenn ich allein an das Hinspiel denke, dass ja offiziell als Auftakt dieser ach so sagenhaften Werder-Serie galt, muss ich immer noch lachen. Bitterböse.

Was war das schlecht von Werda, was war das defensiv.

Gestern dagegen spielte Werder zeitweise mit. Wenn Bayern das wollte. Nein. Das wäre vielleicht zu verkürzt. Werder hat ja durchaus Qualitäten.

Bayern war eben einfach zu stark. Die haben die Nordlichter förmlich überrannt. Wobei ich hier natürlich nur die Zusammenfassung als Maßstab ansetzen kann. Aber offenbar gibt es ja einen Konsens, dass wesentlich mehr als diese drei Tore der Bayern möglich und realistisch gewesen wären…

Da waren sie wieder, die Hinrunden-Bayern. Chance auf Chance vergeben.

In der Rückrunde sieht die Welt aber anders aus. Da lassen sich die Bayern von zwei Toren aus heiterem Himmel – vor dem 1:0 muss es doch schon 2:0 oder 3:0 stehen – nicht schocken. Man spielt einfach weiter und hatte einen Robben auf Weltniveau (kam – in dieser Form – bislang selten genug in dieser Saison vor), der – trotz fehlendem Pendant auf der linken Seite – die hüftsteife Werder-Defensive schon alleine aus den Angeln hob.

Zusätzlich noch diverse weitere Offensivkräfte, die ebenfalls wie federleicht durch die rote Zone der Schaaf-Kicker pflügten.

Was hätte ich dafür gegeben, derlei Demütigung live zu erleben, allein familiäre Verpflichtungen standen diesem Erlebnis im Wege.

Warum ist mir derlei so wichtig? Weil es gegen Werder genügend Niederlagen oder Punktverluste gab, die a) unnötig oder b) völlig lächerlich waren. Häme eingeschlossen. Nicht nur aus Bremen.

Kausalität. Mehr sag‘ ich nicht.

Spaß gemacht hat es also. Uns allen.

Was aber, wenn es wirklich ein 10:2 gegeben hätte?

Das Boulevard hätte sich überschlagen und einige Spieler wären mit Sicherheit in die Versuchung gekommen, sich davon anstecken zu lassen.

Im nächsten Spiel kommt Mainz. Da ist erstens noch eine dicke Rechnung offen. Und andererseits sind solche Gegner immer gefährlich.

Gut, wenn man diesen Spielen wie gestern in Bremen noch nicht über den Weg traut.

Zumindestens solange, bis auch der letzte Widersacher abgehängt wurde.

Ganz nebenbei ist sicherlich erfreulich, dass auch an diesem Spieltag wieder einzelne, kleine Ziele erreicht wurden.

Werder distanziert (+11P.), Vorsprung auf HSV ausgebaut (+5P.) und Schalke überholt.

Na also, geht doch.

Wenn jetzt Hoffenheim „ausgerechnet“ gegen Bayer zurück in die Spur findet, wäre es ein klassischer Bayern-Spieltag. Das Gegenteil hatten wir in der Hinrunde oft genug.

Deshalb war die Tabelle ja so schief mit all diesen europäischen Fahrstuhlmannschaften an der Spitze…

Gibt es sonst noch was zum gestrigen Gastspiel auf der Baustelle Bremen zu sagen?

Vielleicht das Rensing – trotz allem – eine gute Nummer abgab und in HZ2 solide gehalten hat?

Oder das Lahm inzwischen offenbar doch ganz gute Flanken schlagen kann? Oder zumindestens so merkwürdig, das aktuell nur seine Mitspieler damit was anfangen können…

Noch was?

Input bitte von den Live-Zeugen.

Du bist echt nie zufrieden!

So meine Frau nach dem gestrigen Schlusspfiff in Bochum.

Ihr Einwand ist verständlich. Hatten die Bayern doch zuvor eine erneute Galavorstellung abgeliefert und 5:1 beim überforderten Verein für Leibesübungen Bochum 1848 abgeliefert.

Und ja. Heute sehe ich das schon wieder entspannter. Vor allem weil im gestrigen Abendspiel eigentlich die falsche Mannschaft gewonnen hat. Wenn man das Programm des letzten Spieltages und eine mögliche Herbstmeisterschaft des FC Bayern betrachtet.

Aber…

…die Bayern führten schon in der 56. Minute, also erst 11 Minuten nach Anpfiff der zweiten Halbzeit, mit 5:0. Auswärts. Und die Herrlich-Kicker waren damit noch gut bedient. Hatten die Bayern, die gestern, nach der Turin-Demonstration, schon wieder aus einem Guss spielten, doch auch noch jede Menge Gelegenheiten liegen lassen, oder waren am starken Bochumer-Keeper gescheitert.

Sowas geht nicht.

Schlendrian hatten wir lange und oft genug in dieser Hinrunde. Aus genau diesem Grund stehen wir ja aktuell auch nur auf Platz 3!

Und gegen so einen Gegner, der sich so dermaßen als Kaninchen vor der Schlange präsentiert (ja, ich kann auch mal zugeben, dass ein Sieg des FC Bayern überwiegend von der Schwäche des Gegners abhing), muss man dann auch mal 10 Tore machen.

Nur so hatte es ja Werder Bremen zuvor geschafft, eine derartige Tordifferenz aufzubauen. Mit einem Schlachtfest. In Freiburg. Nach diesem Spieltag sieht das Verhältnis nämlich plötzlich gar nicht mehr berauschend für Werder aus. Egal. Nur ein Nebeneffekt.

Nimmt man die letzte halbe Stunde des Spiel, dann hat nämlich Bochum das Spiel mit 1:0 gewonnen. Noch dazu mit einem Freistoß in den Winkel, dessen Zustandekommen lächerlicher nicht sein konnte.

Und wer war schuld? Herr Demichelis. Es ist schon eine Kunst, in dieser Mannschaft, die in diesen Tagen uns Bayern-Fans alle so dermaßen berauscht, noch solch‘ eine Leistung abzuliefern. Respekt. Ich glaube, Micho, Deine Zeit ist wohl langsam gekommen.

War noch vor Wochen Herr Schweinsteiger (aus meiner Sicht, zu Recht) das Objekt meiner Hauptkritik, sieht sich nun unser argentinischer Innenverteidiger dieser ausgesetzt. So schnell kann das gehen.

Überhaupt, Schweinsteiger.

Unmittelbar nach dem 5:0 ausgewechselt, gab es für mich danach einen Bruch im Spiel der Bayern. Irgendwie. Seltsam genug, dass ich sowas mal sagen würde, aber mit der Einwechslung Robbens, fühlte ich mich plötzlich an die Saison 2001/02 erinnert. Als die Bayern einen fulminanten Saisonstart hinlegten (10-1-1). Und dies ohne den Maximo Leader Effenberg. Was dazu führte, dass alle Beobachter nur noch sagten: „Was soll erst noch passieren, wenn jetzt auch noch Effenberg zurückkommt?“

Antwort: Nix mehr.

Die Bayern verloren bei seinem Comeback in Bremen mit 0:1. Warum? Weil wohl alle im so erfolgreichen Kollektiv dachten, dass man mit der Anwesenheit „Stefans des Großen“ nicht mehr kollektiv spielen müsse. Denkste.

Gestern lief es nach der Einwechslung des Magiers Robben ähnlich. Man gab ihm Ball und schaute voll freudiger Erwartung zu, was er damit so veranstaltete.

Dumm, dass die Bochumer aus diesem Umstand kaum Kapital schlugen, was allein daran lag, dass sie die 57 Minuten von den Bayern mit zumeist über 70% Ballbesitz (auswärts!) und fünf Toren – eins schöner als das andere – so gedemütigt wurden, dass sie vor lauter Aufregung den Schalter zum Umlegen nicht mehr fanden.

Es wäre schade, wenn wir gegen Hertha, oder spätestens (oder hoffentlich, wenn Rib&Rob beide – parallel – mal länger gesund sind) in der Rückrunde feststellen sollten, dass die Münchner Bayern in einem Kollektiv der Namenlosen erfolgreicher spielen, als mit den Künstlern und Virtuosen Ribéry und Robben.

Warten wir das mal ab und wollen wir bitte nicht auf diesem sphärisches Niveau jammern.

Nein. Im Grunde sollte man mit diesem Ergebnis und seinem Zustandekommen zufrieden sein. Und das Herr Demichelis stark und Herr Müller ein wenig abfielen in der Gesamtleistung der Mannschaft, machten alle anderen Spieler mehr als wett. Sowas nennt man nun einmal Kollektiv.

Jetzt sind es nur noch zwei Punkte auf Leverkusen und ein Punkt (bei besserem Torverhältnis) auf Schalke.

Aber welcher Bayern-Fan hätte noch vor 14 Tagen überhaupt davon geträumt, dass wir uns nun in dieser Situation befinden? Ich hatte es erhofft, aber geglaubt definitiv nicht!

Schalke jetzt gegen Mainz im eigenen Stadion, ebenso gegen Mönchengladbach. Dazu die Bayern gegen eine Berliner Hertha, die offenbar gerade rechtzeitig zum Abschluss der Hinrunde wieder das Punkten anfängt – das wird wohl doch nix mit der Herbstmeisterschaft.

Immerhin ist Norden abgehängt. Noch etwas, dass ich mir vor Tagen noch nicht vorstellen konnte. Jetzt im direkten Duell gegeneinander. Da öffnet sich für die Bayern gar die Chance, den Abstand auf die ehemaligen Überflieger Liga noch zu vergrößern.

Alles rosarot in diesen Tagen.

Glaskugel 0910 # 01

Die entscheidenden Wochen auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft stehen an.

Jetzt nicht für den FC Bayern. Dafür liegt zuviel Holz vor unserer Hütte. Aber so insgesamt. Und für die van-Gaal-Kicker gilt es eben bis zum Winter den Abstand zur Spitze nach Möglichkeit so gering wie möglich werden zu lassen.

Ist-Situation:

1. Leverkusen 13 26:09 +17 27 Punkte
2. Werder Bremen 13 29:10 +19 26 Punkte
3. FC Schalke 04 13 21:12 +09 25 Punkte
4. Hoffenheim 13 24:11 +13 23 Punkte
5. Hamburger SV 13 27:17 +10 23 Punkte
6. 1. FSV Mainz 05 13 19:17 +02 22 Punkte
7. FC Bayern 13 19:11 +08 21 Punkte
8. Wolfsburg 13 25:23 +02 21 Punkte

Mir ist natürlich klar, das uns solche Spielchen in den letzten Jahren nur Unglück gebracht haben. Aber vielleicht ist das alles nur Einbildung und auf der anderen Seite ist das Restprogramm der letzten vier Spieltage mehr als interessant…

Leverkusen – Stuttgart
Hannover 96 – Leverkusen
Hertha BSC – Leverkusen
Leverkusen – Mönchengladbach

Werder Bremen – Wolfsburg
1. FC Köln – Werder Bremen
Werder Bremen – FC Schalke 04
Hamburger SV – Werder Bremen

Mönchengladbach – FC Schalke 04
FC Schalke 04 – Hertha BSC
Werder Bremen – FC Schalke 04
FC Schalke 04 – 1. FSV Mainz 05

Hoffenheim – Dortmund
Hamburger SV – Hoffenheim
Hoffenheim – Frankfurt
VfB Stuttgart – Hoffenheim

1. FSV Mainz 05 – Hamburger SV
Hamburger SV – Hoffenheim
1. FC Nürnberg – Hamburger SV
Hamburger SV – Werder Bremen

1. FSV Mainz 05 – Hamburger SV
Frankfurt – 1. FSV Mainz 05
1. FSV Mainz 05 – VfB Stuttgart
FC Schalke 04 – 1. FSV Mainz 05

Hannover 96 – FC Bayern
FC Bayern – Mönchengladbach
VfL Bochum – Bayern München
FC Bayern – Hertha BSC

Werder Bremen – Wolfsburg
Wolfsburg – SC Freiburg
Wolfsburg – Dortmund
Frankfurt – Wolfsburg

Tja. Witzig irgendwie. Für mich geht die Herbstmeisterschaft klar an Leverkusen. Bei dem Programm keine Frage. Vor allem weil sie mit „leichten“ Gegner wesentlich weniger Probleme haben, als der FC Bayern. Der ein ähnlich „einfaches“ Programm zu bewältigen hat.

Was aber bitte ist das ein Programm für Werder und den HSV? In drei von vier Spielen geht es noch gegen direkte Konkurrenten. In der Tabelle zumindestens. Klarer Vorteil hier für Werder, die zum einen Lauf haben und denen zum anderen, im Vergleich zum HSV nicht so entscheidende Spieler wie Zé Roberto fehlen. So leid mir das tut *hüstel*, aber der HSV wird bis zur Winterpause noch ein paar Plätze durchgereicht. Meine Meinung.

Selbst Schalke und Mainz spielen immerhin noch die Hälfte ihrer Spiele gegen Tabellennachbarn.

Kommen einem die Aussage von Uli Hoeneß nach dem Stuttgart-Spiel immer noch so komisch vor? Jetzt mal abgesehen davon, dass die Bayern dafür auch mal hätten selbst gewinnen müssen?

Hier meine Vorhersage für die Herbstmeisterschaft:

Jemand anderer Meinung?

Und wieder geht's gegen die hessische Wand.

Ich bin ja immer wieder begeistert. Von den Fans der Frankfurter Eintracht. Deren Support ist für mich der Beste der Liga. Da können sich all die anderen – selbsternannten – Könige unter den Fans ’ne Scheibe von abschneiden.

So sehr mich dieser Teil begeistert, so sehr gehen mir die hessischen Profis auf die Nüsse.

Immer wieder. Sicher, es gibt Ausnahmen.

Ich werde aber dieses Spiel einfach nie in meinem Leben vergessen.

Wieviele Torchancen waren das damals? 40? Auf jeden Fall Bundesliga-Rekord.

Da kommt es mir immer noch hoch, wenn ich daran zurückdenke.

Teils aufgrund der Funkel’schen Destruktivität im Spiel, teils aufgrund der lächerlichen Chancenverwertung meiner Bayern.

Für Morgen befürchte ich das Schlimmste.

Zum Einen weil wir nach dem Spiel in Bordeaux vom Kopf her vielleicht woanders sind und zum Anderen weil uns einfach offensive Kreativität abgeht. Im Moment.

Frankfurt wird’s nicht stören. Die Mauer wird stehen.

Oder macht Herr Skibbe tatsächlich alles anders? Er will ja die Eintracht aus dem Mittelfeld führen. So sein Ansatz. Aber wie will er dies verwirklichen? Indem er sein Team am Spiel teilhaben lässt? Das wäre mal ein Unterschied zu den sonstigen Auftritten der Frankfurter in München.

Aber was reg‘ ich mich schon vorher auf. Solche Mannschaften muss es ja auch geben. Habe ich inzwischen eingesehen. Und es liegt tatsächlich nur an uns, ob wir solche Gegner überrennen oder ein Grusel-0:0 erzielen.

Erstaunlich, aber selbst derlei Sätze gehören inzwischen zu meinem Portfolio.

Wenige Tage später gibt’s ohnehin ein ganz anderes Spiel gegen die Eintracht. Am Mittwoch nächster Woche. Im Pokal. In Frankfurt. Da muss die Skibbe-Truppe was anbieten, will sie nicht schon nach Anpfiff nur auf’s Elfmeterschießen gehen.

Dem Funkel-Team hätte ich das zugetraut.

Schauen wir einfach mal, wo wiederum der FC Bayern nach diesen Tagen voller Eintracht steht…

Dutts Druck und Robbens Rückkehr – Bayern im Breisgau

Freiburgs Trainer Robin Dutt will gegen die Bayern „mutig auf drei Punkte spielen“.

Nur zu. Anti-Fußballer habe ich für diese Saison schon genug gegen uns spielen sehen.

Die Analyse Dutts ist nicht so falsch. Ich sehe es allerdings so, dass, wenn die Bayern endlich mal Ernst machen würden und die Spieler neben ihren unbestrittenen Fähigkeiten eben auch Laufbereitschaft, Willen und Kampf an den Tag legen würden, einfach mal wieder geil auf Tore und Punkte sein würden, dann, ja dann hat kaum ein Team in der Bundesliga überhaupt die Chance gegen uns auf drei Punkte spielen zu können.

Das klingt überheblich? Überheblich war zuletzt vor allem die Einstellung oder Einschätzung der eigenen Leistung einzelner Spieler im bayerischen Kader.

Wie wäre es nun, nach der gefühlten 100. Länderspielunterbrechung, mit dem Start einer Serie? Schon wieder?!

Stören würde es nicht.

Natürlich können wir auch gerne versuchen einen neuen Bundesliga-Rekord aufzustellen: Meister zu werden mit einem möglichst großen Rückstand nach Ende der Hinrunde. Wo liegt hier der Rekord?

Egal.

Im Spiel gegen die Freiburger wird es ganz offensichtlich zu diversen Comebacks kommen.

Kapitän van Bommel steht wieder zur Verfügung – das Ende für Tymo und Ottl auf dessen Position? Abwarten.

Ebenso wird – hoffentlich – die Ex-Tormaschine im Trikot des FC Bayern – Luca Toni – eine echte und vor allem erste Chance in dieser Saison erhalten. Schlimmer kann’s ja nicht werden. Was die Torausbeute betrifft. Wieso dann nicht mal einen frustrierten und hungrigen Wühler in das Getümmel werfen?

Ferner kommt es, glaubt man den Meldungen der letzten Tage, zu einer Blitzrückkehr kommen. Arjen Robben – nur 14 Tage nach seiner Knie-OP – soll wieder auf der Bank sitzen. Für einen möglichen Kurzeinsatz.

Wahnsinn.

Wahnsinn vor allem für Leute wie van Bommel und Toni, denen van Gaal Wochen der Rückkehr und Einarbeitung ins Thema verordnete. Wird da mit zweierlei Maß gemessen?

Auf der anderen Seite: So wichtig wie Robben scheint im Kader kaum ein Spieler zu sein. Da hätte ich schon Verständnis, wenn es da Unterschiede gäbe. Im Gegenzug muss Robben dann aber auch die erwartete Leistung zeigen. Kein Gala-Auftritt wie gegen Wolfsburg, aber zumindestens ein paar Überraschungsmomente, die ein Ribéry offenbar noch längere Zeit nicht anbieten kann.

Endlosthema.

Zurück zu Freiburg.

Dort haben die Bayern, seit dort Bundesliga-Fußball gespielt wird, durchaus mal die eine oder andere Packung bekommen. Allerdings auch mal deftig im Pokal getroffen (7:0, 2004/05).

Alles ist möglich. Und nix genaues weiß man nicht. Macht es Dutt wahr und lässt er seine Breisgau-Buben von der Kette, werden wir definitiv ein anderes Spiel erleben als gegen die kölschen Fußball-Verhinderer.

Mit dieser Aufstellung?

Butt

Brafheid (Lahm) – Badstuber (Demichelis) – van Buyten (Demichelis) – Lahm (Altintop)

Müller – van Bommel – Schweinsteiger – Pranjic (Robben)

Toni – Klose

Update: Robben bricht Abschlusstraining ab. Comeback eventuell auf Mittwoch verschoben. Na dann.

Offiziell interessiert mich die Nationalmannschaft ja nicht mehr, aber

vielleicht schau‘ ich mir das Gestolper auf diesem russischen Kunstrasen doch mal an…

Darüberhinaus gilt das gleiche Prinzip wie immer:

Hoffentlich verletzen sich keine Bayern-Spieler in den Länderspielen…

Update: Die wichtigsten Spieler sind ja schon verletzt. Von daher: Länderspielpause – super!

Update 2: Wird ja immer besser: van Bommel ist wieder da. Und Toni ebenfalls bald wieder…