Von Löwen, Schweinen und Fußballfans

Am Samstag, im Rahmen des Gastspiels der Fohlen in München, kam es zu Aktionen in der bayerischen Fankurve, über die mal wieder die halbe deutsche Fußballwelt diskutiert.

Auch ich habe dazu natürlich eine Meinung. Wie auch zu den Neuer-Protesten im Rahmen des Schalker Pokalspiels oder die Haupttribünen-Proteste von Teilen des harten Bayern-Fans-Kern nach verstärkten Einlasskontrollen.

Um das mal ganz klar zu sagen:

Ich bin für Meinungsfreiheit. Sogar, wenn die geäußerte Meinung nicht die meine ist.

Ich kann – bis zu einem gewissen Punkt – die Beweggründe der protestierenden Bayern-Fans nachvollziehen. Wenn ich mich in ihre Welt hineinversetze.

Ich kann verstehen, dass man gegen eine Verpflichtung Manuel Neuers, gegen eine Rettung der Löwen ist. Prinzipiell bin ich als Bayern-Fan das ja sogar selbst (gegen die Rettung der Löwen).

Der Punkt ist – und da hörte es bei mir am Samstag eben auf – dass man bei all diesen Protesten (und davon gab es in der letzten Zeit eben eine ganze Menge) nicht vergessen sollte, worum es eigentlich geht.

Zum Beispiel als Fan seine Mannschaft zu unterstützen. Jederzeit. Bedingungslos. Und vor allem, wenn die das mal braucht. Ansonsten wäre man ja nur ein „Erfolgsfan“. Nichts liegt doch den Ultras ferner, oder?

Bei Ultràs handelt es sich um fanatische Anhänger, deren Ziel es ist, ihren Verein „immer und überall bestmöglich zu unterstützen.“

Hmm. Am Samstag sah das ein wenig anders aus. Hauptsächlich war man – einmal mehr – mit anderen Dingen beschäftigt. Mit den Ein- und Ausrollen und Tragen von Transparenten.

Wer den Blauen Millionen zuschiebt, hat unser Vertrauen nicht verdient. Hoeneß, du Lügner.

Darüber kann man streiten. Wenn man in dieser Schwarz-Weiß-Welt lebt. Und man allein auf öffentliche Aussagen zurückgreift. Ob Hoeneß in diesem Punkt allerdings gelogen hat (allein die Wortwahl halte ich für kritisch), vermag ich nicht zu beurteilen.

Fest steht beim Thema 1860 übrigens eins: Wenn der FC Bayern auf eine Insolvenz der Löwen abzielt, verliert er definitiv eine Menge Geld (andersherum hat er zumindest eine Chance es wiederzusehen). Zweitens gäbe es ohne die Partnerschaft mit dem TSV unsere Allianz-Arena gar nicht. Gäbe es ohne die Arena den aktuellen FC Bayern? Die aktuellen Spieler, diese Gehälter? Wäre das eher im Sinne der Kritiker?

Blaue Schweine schlachtet man und rettet sie nicht. Und du willst Metzger sein, Uli?

Das ist für mich eines der übelsten Plakate in der Südkurven-Geschichte. Und es entspricht eindeutig nicht der Wortwahl und Gesinnung, die ich einem FC Bayern zuschreiben würde. Ist es vielleicht gar ein versteckter Aufruf oder zumindest eine Tolerierung einer Gewaltanwendung?

Klar ist man im Stadion, in der Kurve gerne mal emotional. Und entstehen Fangesänge aus eben diesen Emotionen. Wer wüsste das besser als ich und aus meinem Mund war damals auch nicht immer alles spruchreif. Aber erstens ist so was ja ohnehin nicht das Ding der Ultras (spontane Aktionen aus der Emotion/Spielsituation heraus) und zweitens war derlei bei mir nach dem Verlassen des Stadions zumeist vorbei. Die Trennung von Mensch und Fußball-Fan. Eine Unterscheidung, auf die ich zuletzt in einem anderen Zusammenhang noch einmal hingewiesen wurde.

Insgesamt wurde aus den Reihen dieser Fans jede Menge Energie auf die Erstellung und Präsentation der Plakate verwendet. Ich war nicht live dabei, aber Augen- und Ohrenzeugen bestätigten mir, dass in diesem Spiel darauf das Hauptaugenmerk gerichtet war. Ein Widerspruch, den ich in dieser Form in fast 35 Jahren Bayern-Fanseins noch nie erlebt habe.

TSV und Uli H.: Restlaufzeit verkürzen

Hier wollte man sowohl aktuell als auch witzig sein? Hat nicht geklappt. Was die asiatischen Bayern-Fanclubs wohl über derlei Äußerungen denken?

Insgesamt deckte man die gesamte Bandbreite der Themen ab.

Neuer im Tor ist für uns wie Trainer Daum und Manager Lemke für Dich.

Leute, wo ist hier der Zusammenhang?

Was hat uns Manuel Neuer getan? Er hat mit einer Eckfahne gewedelt. Er ist/war Schalker Ultra. Hui. Und? Wen stört das außerhalb der Ultra-Welt, die sich ohnehin zumeist mit sich selbst und anderen Ultra-Gruppierungen beschäftigt?

Hat Manuel Neuer irgendein Mitglied der Bayern-Familie in der Öffentlichkeit durch seine (Lebens-)Lügen derart in Bedrängnis gebracht und der gesamtdeutschen Öffentlichkeit zum Abschuss freigegeben, dass die eigene Familie unter Polizeischutz gestellt wurde und sie somit „die schlimmste Zeit des Lebens“ erleben musste?

Und hat Manuel Neuer etwa über Jahre hinweg mit, teilweise politisch motivierten „Klassenkampf“-Parolen die Stimmung mehr als unangenehm gegen die Bayern aufgeheizt?

Mir ist derlei nicht bekannt. Aber vielleicht bekomme ich ja auch nicht alles mit. Denn schließlich bin ich ja kein richtiger Fan.

Deshalb kann ich wahrscheinlich einzelne Kommentare auch hier auf meinem Blog nicht nachvollziehen. Die die Aktionen und Proteste der letzten Wochen für mehr als legitim, sinnvoll und notwendig halten.

Vor dem Spiel hatte ich trotzdem noch eine gewisse Sympathie für die Form des Protestes gegen die Löwenrettung und die mehr oder weniger offensichtliche Beteiligung des FC Bayern. Das ist nun anders.

Noch einmal: Es gibt durchaus inhaltliche Überschneidungen in den Protesten und meiner Überzeugung, meiner Meinung zu diesen Themen. Teilweise. Aber die Form ist nun endgültig völlig inakzeptabel geworden und das ist endgültig auch nicht mehr meine Protest- und Streitkultur, meine Südkurve oder mein Niveau. Sorry. Aus genau diesem Grund halte ich mich nun mit weiteren Bewertungen und persönlichen Einschätzungen der Protestler zurück.

Hier wurde eine Grenze überschritten. Bei allem Verständnis, dass man irgendwie – auch wenn es schwer fällt – für diese Denke entwickeln könnte.

Es reicht.

DIE Bayern-Fans – von denen ja immer wieder verallgemeinernd die Rede ist – sollten sich in dieser Saison-zum-Vergessen endlich auf das Wesentliche konzentrieren: Die Unterstützung der Mannschaft. Die braucht das nämlich gerade. Wie man mehr als deutlich am Samstag sehen konnte.

Alles andere ist aktuell uninteressant! Und wer seinen Verein in dieser Situation nicht unterstützen will, der soll momentan nicht ins Stadion gehen, sondern seinen Platz räumen und zwar für die, die noch den FC Bayern und nichts als den FC Bayern im Sinn haben. Bei aller berechtigten Kritik. Denn über die können wir von mir aus nach diesen letzten sechs Spielen diskutieren. Ausführlichst.

Eins ist allerdings immer noch glasklar:

Der FC Bayern ist größer als Uli Hoeneß, als seine Spieler, als seine Fans, als ich und eben auch als alle Ultras und sonstige Gruppierungen.

Oder fühlt sich jemand nicht an dieses Grundgesetz gebunden?

DANN SCHLEICHTS EUCH!

Wenn aus Bayer Bayern wird wird aus Weiß Schwarz

Jupp Heynckes wird ab Sommer neuer Trainer des FC Bayern.

Das mag einige im Bayer-Umfeld betrübt haben, eine Überraschung war es dann am Ende nicht. Verschnupft ist der eine oder andere trotzdem. Obwohl man sich doch sonst soo souverän gibt.

Jetzt kam heraus, dass Heynckes Co, Peter Herrmann, seinem aktuellen Chef nach München folgt. Da reißt bei den Verschnupften der Faden der Selbstbeherrschung.

Bei Fans kann ich das ja noch schmunzelnd akzeptieren. Bei Verantwortlichen stößt mir dies dagegen schon eher auf.

Wir bedauern, dass Peter Hermann Bayer 04 Leverkusen Richtung München verlässt.

So Bayer-Boss Holzhäuser.

Peter Herrmann ist seit 1976 bei Bayer 04 tätig. Ein sogenanntes Urgestein. Und dieser Satz ist alles, was Herrn Holzhäuser dazu einfällt? Mit der Betonung FC Bayern. Ist das vielleicht noch schlimmer, als wenn er nach Dortmund, Köln oder Pusemuckel gewechselt wäre?

Peter Hermann „reizt der FC Bayern“.

Es war eine schwere Entscheidung für mich. Aber die Bayern sind noch einmal eine richtige Herausforderung. Ein echtes Highlight […] Ich war ja in meiner Karriere fast nie weg von Leverkusen. Bald startet ein ganz neuer Abschnitt. […] Jupp hat großen Wert darauf gelegt, dass ich nach München mitkomme. Das freut mich ungemein. Wir arbeiten sehr gut zusammen. Wir haben die gleiche Denke im Fußball. Das passt einfach mit Jupp. […] Das neue Angebot von Bayer war völlig in Ordnung, aber ein Klub wie Bayern klopft bei einem halt auch nicht jeden Tag an.

Derlei scheint schwer zu akzeptieren zu sein. Für einen wie Holzhäuser.

Aber was ist denn überhaupt passiert?

Trainer und Co-Trainer verlassen den Verein. Mehr oder weniger nach Ablauf Ihrer Verträge. Eine Verlängerung dieser fand nicht statt. Daran hatte doch bestimmt auch Bayer 04 seinen Anteil, oder?

Das Leben ist halt kein Ponyhof (und das mussten wir alle beim Thema Ballack 2006 auch schon erfahren).

Aber wenn es um den FC Bayern geht, wird aus Weiß halt schnell mal Schwarz.

Schade. Aber wiederum für uns Bayern-Fans keine Überraschung.

Paules Entertainment-Lücke

Spontan war ich erschrocken.

Als ich von meinem aktuellen Internet/Telefon-Flat-Anbieter erfuhr, wann mein aktueller Vertrag ausläuft.

12.08.2011.

Früher kann ich – bei Rufnummer-Mitnahme – nicht wechseln. Weg von den alten hin zu den neuen Anbietern.

Und dann las ich gestern, wann die Bundesliga-Saison 2011/12 anläuft…

Ob sich das jemand vorstellen kann oder nicht: 05.08.2011!

Unfassbar wie spät das nächste Saison losgeht und das in einem EM-Jahr. Gibt wohl jede Menge englische Wochen.

Sei es drum. Aber meine Entertainment-Lücke wird somit nur sieben Tage betragen. Uff.

Der Paule bittet um Eure Mithilfe

Das ist jetzt mal ganz ernst gemeint und ich frage mich, weshalb ich da nicht schon viel früher drauf gekommen bin.

Inspiriert durch eine Frage eines Twitterers, der wohl vor dem gleichen Problem oder Anforderung steht, kam mir gestern dieser Gedanke.

Rund um das Veröffentlichen von Beiträgen treibt mich immer wieder Frage um, ob ich meine Worte nicht optisch vielleicht ein wenig aufhübschen könnte.

Damit sind Bilder gemeint.

Womit wir schon beim Problem wären: Die Rechte. An den Bildern.

Viele scheren sich ja nicht um derlei Nebensächlichkeiten. Von denen liest man dann aber irgendwann Sachen wie: Wurde abgemahnt, Hilfe.

So was passiert mir nicht. Nicht in diesem Zusammenhang und deshalb bin ich da eher zurückhaltend.

Aber wieso sollte ich nicht Bilder verwenden, an denen ich die Rechte habe oder die mir von den Rechteinhabern zur Verfügung gestellt wurden?

Eben.

Und da kommt Ihr, meine lieben Leser nun ins Spiel.

Ich bin offen für jegliche Zusendung von Bildern rund um Fußballspiele des FC Bayern, an denen Ihr die Rechte besitzt. Also zumeist selbstgemachte Bilder.

Wer mir diese zwecks Publikation zur Verfügung stellen will, ist hiermit dazu aufgerufen.

Was bekommt Ihr dafür?

Ruhm und Ehre. Und eine Erwähnung im Beitrag.

Fotoreporter für Breitnigge.de – wer hat Lust? 😉

DonJupp und seine Führungskräfte

Ich bin ja irgendwo auch so etwas Ähnliches wie ein Journalist. Deshalb die Sorgfaltspflicht. Die letzten Wochen haben ferner in mir diesen Drang noch verstärkt.

Alles zu dokumentieren, was unsere Führung so sagt/macht.

Mein Beitrag wird ansonsten keinerlei Wertung enthalten, es geht ausschließlich um Zitate. Und dass diese nicht verloren gehen, bzw. man sie den entsprechenden Verantwortlichen später einmal – in dem absolut unwahrscheinlichen Fall, dass DonJupp kein Messias mehr ist – vorzuhalten. Zwecks Rückfragen.

Wie auch immer. Los geht’s.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir mit ihm eine Einigung über einen Zweijahres-Vertrag erzielen konnten. Ich bin überzeugt, dass wir mit Jupp Heynckes eine erfolgreiche Zusammenarbeit haben werden.“

Karl-Heinz Rummenigge

„Er war der Wunschtrainer von uns allen. Auch der Aufsichtsrat hat dem total zugestimmt.“

Uli Hoeneß

„Er war unser 1-A-Kandidat, wir haben mit keinem anderen Trainer gesprochen.“

Uli Hoeneß

„Wir sind ein erfolgsorientierter Verein und wollen nächstes Jahr wieder Titel gewinnen. Wir werden gute Chancen haben.“

Uli Hoeneß

„Der erfolgreichste Trainer ist über 70 Jahre alt. Alex Ferguson bei Manchester United. Natürlich ist Jupp Heynckes 65, aber wenn er vor einem steht und spricht, dann weiß man, dass das Feuer in ihm noch brennt.“

Karl-Heinz Rummenigge

„Es hat noch nie einen Trainer gegeben, dem wir reingeredet haben.“

Uli Hoeneß

😉

DonJupp: Der, die, das Dritte

Ich bin spät dran. Aber damit hatte ich mich ja schon beschäftigt.

Unser neuer Trainer wird Jupp Heynckes heißen. Keine Überraschung mehr. Und passt auch ins Bild. Die Zeiten der Experimente sind beim FC Bayern endgültig vorbei. Zurück zum Bewährten. Und vermeintlich/hoffentlich erfolgreichen FCB.

Kein anderer Trainer war in der internen Lostrommel (abgesehen von dem üblichen Hitzfeld vielleicht). Sagt man. Wir glauben es mal.

Seit der offiziellen Bestätigung und auch den deutlichen Buschtrommeln zuvor, ist nun doch noch einiges an Zeit vergangen. Zeit zum Nachdenken.

Und tatsächlich bin ich inzwischen eher amerikanisch unterwegs.

Nach der Präsidenten-Wahl schart sich das ganze Land hinter den Gewählten. Es ist auf einmal „der Präsident aller Amerikaner“.

So sollten wir nun endlich einmal vorgehen.

Für mich sind die Grabenkämpfe vorüber. Ich bin auch zu müde, um weiter über van Gaal zu lästern, ihn permanent zu kritisieren oder am neuen Trainer – DonJupp – herumzumäkeln.

Was bringt das? Wem sollte das helfen?

Die Würfel sind gefallen und wir sollten uns nun darauf konzentrieren, die aktuelle Saison seriös zu Ende zu bringen (d.h. entweder P2/P3 oder P6) und dann in der neuen Saison neu und gestärkt anzugreifen.

So sieht meine Strategie für die nächsten Wochen aus.

Der Vorstand und alle anderen Entscheider in meinem Verein stehen hingegen für mich unter Beobachtung und agieren auf Bewährung. Dafür war deren Vorgehen in den letzten Wochen und Monaten einfach nicht mehr in der Richtung, die ich für meinen Verein für die richtige halte.

Und ja, Herr Hoeneß, dass „liegt auch an diesem Internet, bei dem plötzlich alle mitreden wollen“.

Derlei nennt man Zukunft, Fortschritt, Weiterentwicklung!

Ach ja, DonJupp: Herzlich willkommen zurück und viel Erfolg!

Ausgetippt.

Wie in einem anderen Beitrag bereits erwähnt, geht die Konsolidierung innerhalb meiner Web-Aktivitäten weiter.

Das nächste „Opfer“?

Mein Tippspiel.

Ganz ehrlich? Irgendwie war es mir zuletzt fast schon eine Last. Und nicht nur einmal habe ich selbst das Tippen vergessen. Also seid mir nicht böse, dass es ab der nächsten Saison kein eigenes Breitnigge-Tippspiel mehr gibt, ok?

Der Zauber dieser Tippspiele ist ja ohnehin schon länger ein wenig verflogen… 😉

Wer aber weiterhin derlei tun will, findet da bestimmt was Passendes.

All denen, die sich über Jahre mit uns / mit mir duelliert haben sei gesagt: Schön wars und Danke fürs Mitspielen!

Die Rettung der Anderen, die wo keiner will. Außer uns.

Unseren fußballerischen Nachbarn steht einmal mehr das Wasser bis zum Hals. Von Insolvenz, von Zahlungsunfähigkeit ist die Rede. Dabei hat der FC Bayern in den letzten Jahren den TSV 1860 München nicht nur einmal aus vergleichbaren Situationen gerettet.

Ich persönlich bin mittlerweile an dem Punkt, an dem ich denke: Schluss.

Der FC Bayern sah dies vor kurzem ebenfalls noch so.

Von uns ist keine Hilfe mehr zu erwarten. Das geht nicht, wir können dem Verein ja nicht acht Millionen Euro schenken. Wir haben das Ganze ja auch nicht verursacht.

Das beruhigte mich, obwohl ich es nicht glauben konnte.

Meine Unruhe diesbezüglich wurde bestätigt. Heute las und schrieb ich dies hier.

[…] sollen ein ausländischer Investor, eine Geschäftsbank aus Deutschland, die Landesbank, die Stadtsparkasse und der FC Bayern München ein Rettungspaket für die Löwen geschnürt haben.

Argh!

Und warum?

Ausgerechnet der FC Bayern soll die Rettung vorangetrieben haben. […] Freilich nicht ohne Eigennutz. Sollte der TSV 1860 München tatsächlich zahlungsunfähig sein, entgingen dem FC Bayern bis 2025 in etwa 50 Millionen Mietzahlungen der Löwen für die Allianz Arena.

Wie naiv ist unsere Führung?

Ok. Diesbezüglich hat sie wahrscheinlich sogar die Prise Realitätssinn, die ihr beim Thema Strategie, Trainer und Co. abgeht, aber mal im Ernst:

Wer glaubt denn bitteschön, dass wir in absehbarer Zeit nicht wieder vor den gleichen Problemen mit unserem Untermieter stehen?

Eben.

Und das Beste: Die Löwen(-Fans) wollen gar nicht gerettet werden.

Unchlaublich!

Ich weiß es bringt Unglück. Ich mache es trotzdem.

Und zwar einen Blick in die Glaskugel zu werfen.

Was soll groß passieren? Die Saison des FC Bayern ist schon den Bach runter, also kann – abgesehen von Platz 4-6 – nichts Schlimmeres mehr kommen.

Aber solange es noch Chancen auf P2-3 gibt, sollten wir uns doch damit beschäftigen dürfen.

Unsere Gegner sind Leverkusen, Hannover, Mainz und von mir aus auch Nürnberg.

Hier die restlichen Partien:

FC Bayern

SC Freiburg – FC Bayern
FC Bayern – Borussia M’gladbach
1. FC Nürnberg – FC Bayern
FC Bayern – Bayer Leverkusen
Eintracht Frankfurt – FC Bayern
FC Bayern – FC Schalke 04
FC St. Pauli – FC Bayern
FC Bayern – VfB Stuttgart

Bayer Leverkusen

Bayer Leverkusen – FC Schalke 04
1. FC Kaiserslautern – Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen – FC St. Pauli
Bayern München – Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen – 1899 Hoffenheim
1. FC Köln – Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen – Hamburger SV
SC Freiburg – Bayer Leverkusen

Hannover 96

Hannover 96 – 1899 Hoffenheim
Borussia Dortmund – Hannover 96
Hannover 96 – FSV Mainz 05
Hamburger SV – Hannover 96
SC Freiburg – Hannover 96
Hannover 96 – Borussia M’gladbach
VfB Stuttgart – Hannover 96
Hannover 96 – 1. FC Nürnberg

FSV Mainz 05

Borussia Dortmund – FSV Mainz 05
FSV Mainz 05 – SC Freiburg
Hannover 96 – FSV Mainz 05
FSV Mainz 05 – Borussia M’gladbach
1. FC Nürnberg – FSV Mainz 05
FSV Mainz 05 – Eintracht Frankfurt
FC Schalke 04 – FSV Mainz 05
FSV Mainz 05 – FC St. Pauli

1.FC Nürnberg

1.FC Nürnberg – Werder Bremen
1. FC Köln – 1.FC Nürnberg
1.FC Nürnberg – Bayern München
1. FC Kaiserslautern – 1.FC Nürnberg
1.FC Nürnberg – FSV Mainz 05
Borussia Dortmund – 1.FC Nürnberg
1.FC Nürnberg – 1899 Hoffenheim
Hannover 96 – 1.FC Nürnberg

Puh. Also ich denke mal, dass am 30.Spieltag entschieden sein könnte, ob das mit der CL-Quali für uns was wird. Wir spielen zuvor in Nürnberg und gegen Leverkusen. Gewinnen wir beides sind wir am Ende mindestens Dritter. Andererseits könnten wir mit Punktverlusten dann aber auch endgültig ins Niemandsland abgerutscht sein.

Der Club ist in dieser Liste sicherlich die Wundertüte. Hat er doch imho das schwerste Restprogramm. Alter Schwede, was sind das denn alles für Auswärtsspiele? In den Heimspielen gibt es (nur) die Brocken Bayern und Mainz. Bremen und Hoffenheim sollten kein Problem darstellen – in der momentanen Verfassung.

Noch größere Auswärtsaufgaben stehen da nur den Mainzer bevor. BVB, H96, Club und S04?! Ich könnte mir vorstellen, dass die Ex-Überflieger aus Mainz noch hinter die Nürnberger zurückfallen…

Für Hannover entscheidet sich ebenfalls bis zum 30.Spieltag wohin der Weg am Ende führt. Dortmund- und Hamburg-Reisen stehen Heimaufgaben gegen Hoffenheim und Mainz gegenüber. Machbar. Also die Heimspiele jetzt. Obwohl andererseits für 2011er Teams wie Hannover gerade die Spiele gegen „schwächere“ Gegner ab Spieltag 31 ein Problem werden könnten.

Das Programm der Leverkusener ist durchwachsen. Ob wir sie selber noch abfangen, hängt entscheidend von uns selbst ab. Gewinnen wir eben auch gegen Bayer, könnte es noch einmal Gefahr für die Heynckes-Kicker geben. Aber nur dann.

Meine Prognose:

P2: Leverkusen, P3: FC Bayern, P4: Hannover, P5: Nürnberg, P6: Mainz.

Eure?

We agree to disagree oder Paule konsolidiert

Die gestrige Diskussion hat mir doch zu schaffen gemacht. Mehr als ich zuvor gedacht hätte. Ich alles wäre wohl auch im üblichen Rahmen geblieben, wenn in meiner ersten Antwort der letzte Absatz ausgeblieben wäre.

Als er mir das vorwarf, überblickte ich erst was ich da – aus der Emotion heraus – gesagt hatte. Gemeint hatte ich nämlich etwas anderes.

P.S. Ich persönlich habe, nach der Tragik um Ronny, vermehrt darüber nachgedacht, ob man nicht öfter mal seine Wahrnehmung von solchen Dingen ändern, sich entspannen und zurücklehnen sollte, schließlich führt uns allen doch derlei vor Augen, wie schnell alles vorbei sein kann und das die Zeit, die wir haben vielleicht viel zu kostbar ist für derlei Dinge. Hattest Du nicht diese Gedanken?

Aber gesagt ist gesagt und Erklärungen waren im Nachgang ohnehin überflüssig, da er diesbzgl. „zugemacht“ hatte. Aus seiner Sicht verständlich.

Es gäbe noch einige Dinge, von denen ich noch gestern Abend dachte, dass ich so nicht im Raum stehen lassen will – aber andererseits: Wer mich persönlich kennt, der kann hier (hoffentlich) differenzieren. Zwischen dem Fan und dem Mensch oder auch der Mischung daraus und einer Situation, in der – nach einer gewissen Vorgeschichte – derlei dann gesagt wird.

Aber ich ging ja auch schon fehl in der Einschätzung seiner Einschätzung.

Thema durch.

Worum es mir jetzt geht: Ich muss was ändern.

Ein Vorschlag von ihm in diesem Zusammenhang war ja einfach „Kommentare und Artikel etc. nicht zu lesen, wenn du damit nicht klar kommst.“ Nun. Das war ja eines der Probleme, dass ich vielen Kommentaren eben nicht entgehen konnte, weil sie direkt in meiner Timeline auftauchten. Immer wieder. Als Konsequenz hätte ich all die restlichen Kommentare auch ausblenden müssen. Keine Option.

Blogs und Artikel, mit denen „ich nicht klar komme“, lese ich ja tatsächlich schon lange nicht mehr. Clubberer-Blogs zum Beispiel.

Was will ich also jetzt noch verändern? Konsolidieren!

Vielleicht wissen das einige gar nicht, aber in meiner knappen Zeit pflege ich immer noch drei Twitter-Accounts, vier Blogs, zwei Facebook-Profile, eine Facebook-Seite und viele, viele andere Projekte, die mehr oder weniger meiner Zeit beanspruchen. All diese Dinge betrachte ich als meine Hobbys. Neben Beruf, Familie und Freunden – der realen Welt eben.

In Zukunft werde ich von diesen Hobbies einfach ein paar (zusammen)streichen. Punkt.

Ihr werdet es dann schon mitbekommen. Oder eben nicht.

P.S. Nein, Breitnigge.de steht nicht auf der Streichliste.