Portugiesischer Felsen

Übermorgen spielt der FC Bayern wieder international. In Portugal.

Das musste ich nach der Auslosung aber auch erstmal lernen, dass Braga dort liegt.

Man lernt nie aus. Gestern kam noch eine Neuigkeit hinzu.

Braga ist der Verein, der vor der Felswand spielt. Der Felswand, die wir staunend bei der EM 2004 betrachteten…

Auf jeden Fall ein Grund am Donnerstag nicht zu lange zu arbeiten. Anstoss um 21:00.

T Minus 21: FC Bayern – VfL Wolfsburg

Ende der Krise. Hui.

Ist mir, ehrlich gesagt ziemlich schnuppe. Ich habe einen FC Bayern gesehen, der über weite Strecken den Gegner ganz schön dominiert hat. Aber das war schon gegen Frankfurt und Bolton so. Und da hatten wir ja noch diese sog. Krise.

Gegen die Magath-Kicker war allerdings so einiges nicht wirklich rosa. Speziell die Leistung eines Lahm oder Altintop. Und Klose stand auch lange neben sich. Generell würde ich lügen, wenn mir das gesamte Defensivspiel der Bayern gefallen hätte. Gerettet haben uns die Energieleistungen eines Ribéry. Offensichtlich unser Pech, dass derlei nicht schon gegen Frankfurt, Bolton oder den VfB geklappt hat. Kann man nix machen.

Immerhin sind wir immer noch Spitze. In der Tabelle. Ununterbrochen. Ist doch auch was. Wäre zumindestens für alle anderen was.

Anyway.

Irgendwie wird mir langweilig bei dem Gedanken, noch mehr über das Spiel zu schreiben. So langweilig wie Magaths Trainertätigkeit am Ende bei uns war. Zuletzt las ich bei den 11F, dass Magath nur missverstanden wurde. Oder so.

Sicher.

Das Wichtigste war eben der Sieg, denn die Abstände in der Tabelle sind eng genug. Bis nächste Woche. Denn dann spielen Werder und HSV gegeneinander. Und nur einer darf weiter die Bayern „jagen“. Oder die beiden spielen Remis und die Roten siegen „auf der Alm“. Was quasi die Herbstmeisterschaft bedeuten würde.

Oder?

Heimat im Exil

Im Pokal kommt es bekanntermaßen zum Aufeinandertreffen meiner alten Heimat und meiner Liebe. Fußballerisch gesprochen.

Das Team aus meiner ehemaligen Heimatstadt hat sich nun entschlossen den Heimbonus aufzugeben und wenigstens große Kasse zu machen, falls es mit der nicht minder großen Sensation doch nicht klappen sollte.

Das Achtelfinale des WSV gegen den FC Bayern findet in der Arena in Gelsenkirchen statt. Man „habe schon über 40.000 Kartenanfragen“, dass im Umbau befindliche Zoo-Stadion fasst aktuell aber nur 16.500 Zuschauer. Klare Sache.

Bleibt die Frage, ob das wirklich so klug war, denn so können natürlich auch mehr Bayern-Fans in den Genuss einer Karte kommen. Potential gibt’s im Bergischen Land und im Ruhrgebiet genug…

Ganz davon abgesehen gönne ich dem WSV selbstverständlich jeden Euro an Mehreinnahmen, den Erfolg allerdings umso weniger.

Einen an der Klatsche!

Wer? Er.

Verletzt seit 03.04.2007. Und zwar langwierig. Gesund und voll belastbar erst wieder seit einigen Wochen. Zwei Spiele in der Regionalliga. Aufbau. Standard beim FC Bayern.

Heute zum ersten Mal wieder im Kader der Profis. Und was macht Sagnol? Er dreht durch.

„Ich habe den Verein schon vor einigen Wochen darum gebeten, dass ich ihn im Winter verlassen kann.“

Aha. Geht’s noch?

Hier gibt es jetzt insgesamt zwei Möglichkeiten:

1. Vertragsende 2010. Ergo 2,5 Jahre auf der Tribüne.

2. Abschied im Winter.

Beide Möglichkeiten haben Charme. Für Möglichkeit 1 spricht, dass Sagnol mit seinen 30 Jahren nach einem Tribünenaufenthalt 33 Jahre und dann 2-3 Jahre ohne Spielpraxis wäre. Würde mich interessieren, welcher europäische Top-Verein dann noch was von ihm wissen will.

Möglichkeit 2 hingegen hätte den Vorteil, dass wir einen der letzten Großverdiener der alten Garde von der Payroll bekommen.

Wie war das damals noch? Sagnol war schon so gut wie bei Juve, spielte auf Top-Niveau. Und die Bayern machten die Geldbörse auf. Sagnols Spiel dagegen geriet danach immer mehr in Schieflage.

Und irgendwie, irgendwie gehört er gar nicht zum neuen FC Bayern. Er hat ja noch nie mit Ribéry und Co. gespielt.

Klar. Das klingt jetzt ein wenig extrem. Und tatsächlich würde ich gerne erstmal sehen, ob Sagnol in diesem Umfeld nicht wieder zur alten Top-Form findet. Gleichzeitig ist er aber auch ein schwieriger Charakter. Erinnern wir uns nur an seine Aussagen rund um die Hitzfeld-Demission 2004.

Warten wir also mal einfach ein paar Tage ab. Lassen wir unseren Vorstand mit Herrn Sagnol ein paar ernste Worte sprechen. Und wenn er dann immer noch weg will / darf schauen wir weiter.

Rund um die letzten Lahm-Gerüchte steht uns natürlich auch ein worst-case-Szenario bevor: Beide sog. Top-Flügelzangen verlassen den Verein. Auf der anderen Seite: Gerade diese beiden standen in der letzten Saison für Stillstand, bzw. Rückschritt auf dieser Position.

Eine Runderneuerung also als Chance?

Alles eitel Sonnenschein an der Waterkant

So könnte man meinen. Haben doch Bremen und HSV beide am Wochenende die Chance auf die Tabellenführung in der Bundesliga und die Bayern von eben dieser zu stürzen.

Läuft doch alles super.

Warum dann also sowas? Der Stress der Hamburger ist ja bekannt. Schon vor der drohenden Tabellenführung. Da gibt’s also nix Neues zu berichten…

Eben nicht nur die üblichen Verdächtigen

Das hätte so einfach sein können. Völler ist eh nur ein verbitterter Motzki und Hoeneß hat sowieso nicht alle Tassen im Schrank.

Perfektes Lagerdenken.

Jetzt kritisieren allerdings auch (viele) andere Vertreter der Liga, gemeinhin gar seriöse Gutmenschen (vor allem Magath, der ja nach seiner Bayern-Demission wieder zu den Guten gehört…) den Berufsschwiegersohn und seine ungefragt geäußerten Weisheiten.

Ob Duisburgs Trainer Rudi Bommer, Wolfsburgs sportlicher Chef Felix Magath oder Stuttgarts Manager Horst Heldt – die Liga hat unisono kein Interesse an Bierhoffs Philosophien. „Das ist alter Wein in neuen Schläuchen“, meinte beispielsweise Bommer.

Man kann nun generell über die Kommunikation der Herren Nationalmannschaftsvertreter diskutieren, aber allein schon zwischen Löw und Bierhoff besteht ein großer Unterschied. Selbst wenn beide am Ende des Tages das gleiche sagen, kommt es bei Herrn Bierhoff tatsächlich zumeist oberlehrerhaft rüber. Als hätte er eben nun den modernen Fußball in Deutschland erfunden. Mit Klinsmann war es da für OB noch einfacher. Der fischte im gleichen Argumentationsmeer.

Selbstverständlich ist völlig klar, dass beide Parteien nicht ohne einander auskommen. Bierhoff und Co. können ohne die Spieler aus der Liga nicht auskommen und nicht ernsthaft glauben, dass der Unterschied in den Betreuungszeiten zwischen Nationalmannschaft und Bundesliga zu leugnen ist und somit überhaupt gleichwertige Arbeit geleistet werden kann. Die Liga wiederum muss wissen, dass erfolgreich und attraktiv spielende Nationalspieler im Rahmen von Großturnieren auch den (Markt-)Wert der Liga erhöhen…

Oft bewirkt eben ein kurzer Satz, eine schnippige Bemerkung, bei derart eitlen Protagonisten ’ne ganze Menge. Also Vorsicht. Explosiv!

Eigentlich…

wollte ich noch einmal einen Beitrag über Uli Hoeneß schreiben. Als Reaktion auf Kais Beitrag. Und einige andere Artikel in den Medien zu diesem Thema.

Wie gesagt, eigentlich.

Aber jetzt ist sein BS-Interview auch schon wieder drei Tage her und irgendwie substanziell neues kam dabei für mich auch nicht heraus. Ferner fehlt mir irgendwie für dieses Thema inzwischen die Motivation. Ich wüsste nicht, was ich da noch zu schreiben könnte, was ich nicht schon gesagt habe. Einen Beitrag schreiben um des Beitrags willen? Sowas habe ich mal zu Anfang meines Blog-Lebens gemacht. Weil alles so neu und spannend war und ich dachte, ich würde meinen Blog sonst nicht voll kriegen.

Ein, zwei Sachen sind mir aber dann noch zu diesem Thema eingefallen.

1. Der BR und Blickpunkt Sport:

Kai ist schockiert ob der journalistischen Qualität von IMR und dem generellen journalistischen Umfeld in dieser Sendung. Ich nicht. Schaue ich diese Sendung doch schon seit Jahren (bzw. eben nicht mehr). Mir ist bekannt, dass dort nicht mit kritischem Hinterfragen oder investigativen Ansätzen zu rechnen ist (wie übrigens in keiner dieser Dritt-Programm-Sportsendungen). Das ist argumentativ und vom Stil der Interviews her ganz weit unten in der Skala. WENN ich diese Sendung mal geschaut habe, dass nur um einen weiteren Bayern-Bericht im TV zu sehen, da ich dann oftmals noch eine weitere Perspektive (bildlich gesprochen) vom Spiel sehen kann. Meine Erwartungshaltung geht gar nicht in die Richtung professioneller Interview-Führung. Wo „Waldi“ und „Rubi“ noch volkstümlich rüberkamen, endete es spätestens bei Marianne Kreuzer in der totalen… naja wie drück‘ ich das jetzt aus… auf jeden Fall konnte ich das irgendwann nicht mehr ertragen. Regelrecht wütend wurde ich, als der BR anfing, die Bayern-Berichte immer zu unterschiedlichen Zeiten in die Sendung einzubauen, und man sich folglich fast die ganze Sendung antun musste…

2. Hoeneß-Aussagen über den Club Nr.12:

Da war ich ehrlich gesagt auch ein wenig irritiert und kann es mir nicht vollends erklären, wie er darauf kommt, im Laufe des Tages in der Geschäftsstelle ein Gespräch mit Vertretern der „12“ (und FCB-Vorstandskollegen) zu führen, die eine Pressemitteilung zur Folge hat, die erklärt, dass „von beiden Seiten festgehalten wird, dass es beim ‚Club 12‘ keine Anzeichen für Gewaltbereitschaft gibt“, er aber im Rahmen der Sendung wohl genau das wiederholt hat. So zumindestens Kais Zitate, ich selbst habe die Sendung ja aus obigen Gründen nicht gesehen.

Ob dieses „kleinen“ Widerspruchs bin selbst ich als Hoeneß-„Verteidiger“ irritiert. Aber vielleicht war da auch nur der Übersetzer schuld…

Das Hoeneß nun sogar von Rücktritt spricht, naja, was soll ich dazu sagen. Vielleicht sollten wir alle mal in die Deeskalationsgruppentherapie gehen…

Epiphysenfuge, Real und die Clubberer

Spanische Medien sind doch immer für einen Schmunzler gut. Aber vielleicht ist die Wahrheit ja noch viel lustiger.

Der vom FCB umworbene brasilianische Verteidiger Breno ist Real zu athletisch. Zumindestens für seine 18 Lenze. Jetzt will man die Epiphysenfuge an seiner Hand untersuchen lassen. Bei unter 18-jährigen kann man so das Alter bestimmen lassen. Erwachsene habe diese Fuge nicht. Die ist dann zugewachsen.

Breno ist davon gar nicht begeistert. Ob dadurch die Chancen der Bayern steigen ist ungewiss. Auf jeden Fall soll es so oder so gut aussehen beim Transfer. Eventuell sogar schon im Winter. Wäre nicht schlecht, denn Ismael, der auf einmal Hitzfeld ganz doof und die Nürnberger(!) ganz toll findet, will weg. In der Winterpause. Und Mats Hummels, eines der größten deutschen Talente auf dieser Position, bricht nicht nur sein Abitur 6 Monate vor Ende ab, nein, er wird auch schon vom dollen Trainer beobachtet.

Andererseits kein Wunder: Bei der Grotten-Rentner-Abwehr rund um den Borsigplatz…

Bayern-Spiele im TV

Also sowas.

Da verzichtet die ARD doch tatsächlich auf die Live-Übertragung des Achtelfinal-Spiels der Hitzfeld-Kicker im DFB-Pokal und der eine oder andere verliert den Wind in seinen Argumentationssegeln (war eben keine Frage, dass WSV-FCB eventuell weniger attraktiv ist als BVB-Werder, aber das hat ja früher ARDZDF auch nicht gestört) – und dann das: Bayern zum Rückrundenstart live im Free-TV!

Schon ganz schön bitter. Vor allem da diese „Ehre“ normalerweise dem aktuellen Meister vorbehalten ist. Pech für die Öffentlich-Rechtlichen, dass das heuer eben nicht der FCB ist (obwohl man doch immer diese Wahnsinns-Spannung propagiert…). Klassische Quotenfalle.

Naja. Das Bayern-Gastspiel in Rostock ist natürlich ’ne Hammerpartie. Die MUSS unbedingt im Free-TV laufen!

Ein Schelm wer da einen Zusammenhang zwischen Pokalspielübertragungsverzicht und Rückrundenstartbildern sieht… 😉