Weihnachten steht vor der Tür!

Vergesst Wortmanns Sommermärchen – das hier ist die einzig wahre Fußball-Dokumentation!

Und gemacht wurde die, da war Wortmann keine 20…

Ich zitiere aus dem Klappentext:

„Das deutsche Sommermärchen geht weiter! Nach Sönke Wortmanns Filmreportage kommt nun die Mutter aller Fußball-Dokus: „Profis“. Regisseur, Kameramann und Autor Christian Weisenborn „verfolgte“ Uli Hoeneß und Paul Breitner eine Saison lang mit der Kamera zäher als jeder Manndecker.“

Und das hier ist mit Sicherheit der Höhepunkt der DVD:

„Paul Breitner trägt beim Spiel gegen den HSV ein Funkmikrofon, welches das Keuchen, Stöhnen, Schreien, Fluchen des Profis so authentisch wiedergab, wie es bislang noch nie gehört“

Hach, genau das Richtige für mich…

Deutscher Catenaccio!

Gestern haben die Bayern mit einem 2:1 gegen Aufsteiger Cottbus den Anschluss an die Tabellenspitze gehalten!

Eine im Grunde eher nüchterne Meldung enthält auf den zweite Blick viel mehr.

Cottbus war, neben Gladbach, Hannover, Nürnberg und Co. eine weitere Mannschaft, die der deutschen Ausprägung des ur-italienischen Catenaccio zu immer größerer Perfektion verholfen hat.

Das ist im Prinzip ja nicht zu verurteilen, haben diese Mannschaften nun einmal keine größeren spielerischen Mittel, schlimmer finde ich, dass es den Bayern nicht viel häufiger gelungen ist diesen 8-1-1-Abwehrriegel zu knacken.

Was da über weite Strecken von Seiten der Bayern abgeliefert wurde, war, gemessen an den Ambitionen, deutlich zu wenig!

Und noch schlimmer: Ich habe das alles schon letzte Woche angeprangert

Zwar hat Schweinsteiger das 1:0 „erzielt“ (Peblica ist mit Fug und Recht der legitime Nachfolger des Bremer Pannen-Olli) und das 2:1 vorbereitet, aber was vor allem vor dem ersten Tor von ihm kam, war mit dem Prädikat „B-Jugend und schlapp“ noch geschmeichelt:

Nicht einen Pass konnte er fehlerfrei zum Mitspieler kicken, nicht einen Zweikampf wollte er für uns gewinnen!

Ebenso war die Seite von WM-Held Lahm offen wie eine Scheunentor (über Lahms Seite fiel schon das Gegentor gegen Gladbach) – wann kommt für die beiden endlich die Erlösung / Winterpause?

Magath will es offenbar auf die Spitze treiben und für Lahm und Schweinsteiger neue Kalenderjahr-Pflichtspiel-Rekorde aufstellen…

Sagen wir so: Es ging ja noch einmal gut und es gab auch Positives zu berichten:

– Daniel van Buyten hat endlich sein erstes Pflichtspiel- und Kopfballtor für die Bayern erzielt.

– Die Bayern haben Cottbus, ebenso wie Gladbach im Grunde klar beherrscht (nein, Bela Rethy, nicht umgekehrt! Rethy scheint doch kein Gladbach-Fan zu sein, nein, er mag einfach nur die Bayern nicht (und verpackt dies in sog. „kritische“ Berichte))

– Der Abstand zu Werder blieb gleich, nur drei Punkte und die werden wir ja wohl spätestens im Heimspiel gegen Bremen aufgeholt haben.

Verliert Schalke heute das Derby, haben wir zumindest schon Platz 3 sicher, oder?

Was mich natürlich maßlos geärgert hat, war das späte Schwaben-Tor! Nicht nur, dass ich kurz vor Schluss noch mal durch die Arena-Kanäle gezappt war und mit einem dortigen 0:0 in den Schlusspfiff ging, nein, erstens haben die Praktikanten von Arena mal wieder die Tabelle vor den Endergebnissen eingeblendet (was mich verwirrt zurückließ, da ich Bayern ja vor dem VfB wähnte), zweitens was das Spiel dort offensichtlich noch schlechter als unseres…

Das späte Tor in Gladbach hat mich dagegen ganz anders erfreut, erstickte es doch die durch unsere Trägheit ermöglichte aufkeimende Hoffnung in Gladbach direkt wieder im Keim – danke Mainz, allerdings können wir Euch die Dankbarkeit erst in der übernächsten Woche zeigen.

Apropos aufkeimende Hoffnung

Damit wären schon 5 der 9 geforderten Punkte flöten, Herr Beiersdorfer – was sagt Ihnen das? Und was machen Sie für sich persönlich daraus?

Die Winterpause rückt näher

Und schon sprießen die Transfergerüchte wieder ins Kraut!

„Nach Werder Bremen hat angeblich auch der deutsche Fußball-Meister FC Bayern München Interesse an einer Verpflichtung von Nationalspieler Jan Schlaudraff.“

Na fein – haben wir im Sturm unser Hauptproblem?

Und haben wir zu wenig Diven im Kader?

Unabhängig davon, ob wir eine vermeintliche Charakterbratze wie Schlaudraff benötigen, ist der ohnehin nicht im Winter zu haben…

Bayern – Gladbach, Teil 2

Na dann wollen wir mal!

Die Bayern haben die große Chance verpasst, sich ganz nah an eine mögliche Herbstmeisterschaft zu manövrieren wenn man die Ergebnisse des Wochenendes betrachtet, das kann man als Bayern-Fan schlimm finden, für mich passt es irgendwie ins Bild dieser Hinrunde!

22:7 Torschüsse und 12:5 Ecken sprechen auch gegen Mönchengladbach wieder eine eindeutige Sprache, aber zu mehr als einem 1:1 reichte es nicht – Aufbaugegner waren wir so einmal mehr und in doppelter Hinsicht…

Im Grunde könnte ich es natürlich wie UH halten und niemandem mehr als Heynckes diesen Punkt gönnen, schließlich hat er damals mit uns denDaum zum Däumling gemacht, aber ich bin gefräßig, ich will immer gewinnen, gegen jeden Gegner und nur in ganz, ganz wenigen Ausnahmen kann ich mich mit Niederlagen abfinden – aber ich schweife ab!

Die Bayern waren den Gladbachern insgesamt haushoch überlegen, auch wenn Bela Rethy, offenbar ausgewiesener MG-Fan, im ASS-Bericht das anders sah und den Punktgewinn der Bayern allen Ernstes als glücklich herausarbeiten wollte, nur waren sie nicht in der Lage das entscheidende zweite Tor zu erzielen – mal lag es an Latte und Pfosten, mal am angeschossenen Keeper-Keller und ab und zu auch an schierer Unfähigkeit!

Damit meine ich neben einigen Aktionen unserer Stürmer z.B. die immer wieder gleiche Vorgehensweise eines Willy Sagnol: Flanke von rechts in den Strafraum oder das Halbfeld – nur das da kein Ballack oder vergleichbarer Spieler mehr steht und auch bei Standards hat bisher DvB noch kein Kopfballtor erzielt!

Wieso also immer wieder dieses stereotype Verhalten (wieder hat übrigens UH Recht!)?

Sei es drum, mit ein wenig mehr Glück hätte es zu einem Sieg gereicht, wären wir nur noch einen Punkt von der Tabellenspitze entfernt gewesen, aber hätte, wäre, könnte…

Ich bin mir sicher, dass wir bis zur Winterpause mindestends noch Schalke überholen, da die im Derby die entscheidenden Punkte lassen (oder der BVB bekommt ’ne Klatsche, also eine klassische winwin-Situation für mich *g*)!

Viel mehr gibt es jetzt nicht mehr zu sagen, schließlich habe ich mich inzwischen schon wieder abgeregt, also weiter im Text…

„Traditionen sind dazu da, um eingehalten zu werden…“

Dem kann ich nur zustimmen

Alles andere als gut sind die Voraussetzungen für den daheim immer noch sieglosen HSV, ausgerechnet gegen den FC Bayern die Trendwende einzuleiten: Gegen kein anderes Team in der Liga haben die Hanseaten zu Hause mehr Niederlagen einstecken müssen (12/10/19), gewannen gegen die Münchner gar nur eines der letzten zehn Heimspiele.

Und was waren da schöne Siege dabei…
😉

Ein neuer Paule?

Wie zuletzt von mir thematisiert fehlt(e) den Bayern zuletzt ein neuer Paule, ein Spieler der die Ärmel hochkrempelt und die anderen mitreisst!

Nach den Spielen in Schalke und in Leverkusen konnte man die Trendwende noch an keinem bestimmten Spieler festmachen, aber die erneute Aufholjagd, die zum wiederholten Male mit purer Willenskraft erzielt wurde und schließlich zum Sturz des schwäbischen Tabellenführers führte, brachte uns/mich da dem Ziel der Suche schon eindeutig näher:

Mark van Bommel!

Oder wie würdet Ihr seine Aktion vor dem 2:1 durch Pizarro einordnen?

Für mich ein reiner Paule!

„…über den Kampf zum Spiel finden!“

Die Bayern haben (einmal mehr) den aktuellen Tabellenführer der Bundesliga gestürzt!

Zauberfußball war das natürlich nicht, aber das ist in der aktuellen Lage der Bayern auch nicht das Thema – zwar würde ich mir das wünschen, aber wenn ich sehe wie einzelne Spieler über den Platz trotten (Lahm und Schweinsteiger, weil sie endgültig platt sind, andere weil sie einfach nicht anders spielen können) dann mache ich mir ernsthafte Sorgen…

Zum Glück gibt es aber andere Spieler wie z.B. van Bommel oder van Buyten, die den Kampf verinnerlicht haben und andere mitreissen können (womit ich eindeutig nicht den unabsichtlichen Tritt von DvB meine!)!

Ferner gelang es den Bayern auch noch zum wiederholten Male und vor allem in Serie einen Rückstand aufzuholen und das Spiel danach sogar noch zu gewinnen (in Schalke hätten wir ja eigentlich auch gewonnen) – eine Einstellung und Fähigkeit, die die Bayern lange Zeit in dieser Saison vermissen ließen!

Ich bin mit dieser aktuellen Einstellung mehr als zufrieden, denn zaubern können wir in der Rückrunde immer noch, wenn bei den WM-Spielern der Akku wieder aufgeladen ist und all die Verletzten wieder an Bord sind…

Jetzt am Samstag noch schnell in Hamburg die zufälligen und irrtümlichen Ergebnisse der letzten Saison aus der Welt geschafft und dann kann die Winterpause kommen!
😉

Wenden, 9-Punkte, Häme und Bundesliga-Untauglichkeit!

Das hatten sich einige hier ja schön zurechtgelegt und ich hatte schon die Kommentare in den Ohren – allein, die Bayern verloren nicht ihr fünftes Saisonspiel und nein, sie haben am Sonntag abend auch keine 9 Punkte Abstand auf Werder – dumm gelaufen…

War das gestrige 3:2 der Bayern bei Bayer jetzt die Wende?

Auf jeden Fall war es ein sehr, sehr wichtiges Spiel, denn zum ersten Mal in dieser Saison schafften es die Bayern ein Spiel wirklich zu verändern, zu drehen!

Bisher führten die Bayern oder lagen sie zurück, zu ihren Gunsten konnten sie ein Spiel bisher aber noch nicht verändern – Schalke war da ein erstes, kleines Signal, Hannover das Gegenteil!

Aber jetzt kann sich das Team, kann sich jeder einzelne Spieler daran erinnern, wie sie es geschafft haben die Depression, nach einem 1:0 mit 1:2 zurückzuliegen, überwunden zu haben und das Spiel erneut zu einem 3:2 zu drehen!

Ab jetzt sollte sich die quere Liga Sorgen machen, insofern die Bayern es wirklich schaffen, die gestrigen Ereignisse zu verinnerlichen!

Es war auch für mich das Spiel der Anstrengungen, sah ich doch über insgesamt 70 Minuten starke bis dominierende Bayern und hatte ich über die ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit große Sorge, dass die Bayern wieder in altes Fehlverhalten zurückfallen…

Komisch, dass ausgerechnet einer wie Pizarro, in meinen Augen auch diesmal wieder einer der schlechtesten im Team, den entscheidenden Treffer erzielt – das ein Demichelis diesen Kopfball in die Maschen drischt, hat mich schon weniger überrascht, spürte man doch gestern bei ihm den Willen, die Schmach vom Mittwoch zu tilgen – Mission erfüllt (nein, ASS, die Bayern-Abwehr war gestern kein Torso!)!

Nun, auch wenn ich mir seit Mittwoch angewöhnt habe, nur noch auf eigene Siege zu schauen (zumindest so lange, bis wir wieder punktgleich mit der Tabellenspitze sind), gibt es ja zu allem anderen auch noch eine Menge zu sagen, oder?

Zum Beispiel darüber, dass die Schalker mit einem 4:0 Mainzer nach Hause schicken, die jetzt hoffentlich jedem bewiesen haben, dass sie dieses Jahr (so leid es mir tut) wohl nicht mehr bundesliga-tauglich sind, von daher erscheinen auch andere Kantersiege (z.B. der Bremer) gegen die Klopp-Kicker in einem ganz anderen Licht…

Schalke scheint sich offenbar gefangen zu haben (wie sollte man das anders bezeichnen nach 6 Punkten und 6:0 Toren in zwei Spielen), wenn auch gegen schwache Teams – jetzt geht es nach Cottbus, mal schauen.

Peinlich übrigens auch hier das ASS, die – in Person der Schnapsdrossel Töpperwien – penetrant versuchten, die am Mittwoch hochkochende „Jubel“-Affäre, in ihren Bericht zu retten!

Dumm nur, dass es durchaus „Berührungen“ zwischen Slomka und Torschützen (Kuranyi) und sogar zwischen Slomka und Müller gab (auch wenn man es nur klein und im Hintergrund sehen konnte) – da muss man dann die Bilder schon besser auswählen, Toppi, oder hattest Du da schon was gebechert (aber spätestens im Slomka-Interview, oder?)?

Ob es die Hanseaten rund um das dolle Team aus Hamburg schon einmal mit Alkohol probiert haben, bleibt ihr Geheimnis, aber nachdem auch das gestrige Heimspiel gegen die erwiesenermaßen auswärtsschwachen Gladbacher (bisher jedes Auswärtsspiel verloren!) nicht mit dem erhofften und so sehnsüchtig herbeigeredeten Befreiungsschlag endete, wäre das vielleicht noch eine Möglichkeit, nachdem Doll seine letzten Patronen inzwischen verschossen hat und sich alle im und um den Verein nur noch im Kreis drehen…

Als HSVer würde ich mich von aller platten Bayern-Häme lösen (über was hätte man sich in dieser Woche auch sonst freuen sollen?) und vielmehr ab sofort nur noch gegen Abstieg kämpfen!

Von daher ist das gestrige 1:1 gegen einen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf vielleicht sogar ein Erfolg, auch wenn er glücklich zustande kam und nur aufgrund eines Gladbacher Eigentores und der Abschlussschwäche brasilianischer Alibi-Stürmer gesichert werden konnte…

Nächste Woche geht es nach Mainz und – jetzt mal ganz im Ernst – wenn jemand aktuell schlecht drauf ist, dann die Mainzer (s.oben)!!

Sollte der HSV gegen diese Mainzer nicht haushoch gewinnen, dann sollte Doll wirklich zurücktreten, oder gleich das ganze Team mit ihm, allein, aufgrund der Rauten-Verunsicherung befürchte ich das Schlimmste – jetzt ist auch noch Trochowski verletzt, in dieser Tagen mag man kein HSV-Fan sein…

Sonst noch was?

Vielleicht, denn nach dem 3:3 der Bochumer(!) in Berlin sollte sich der HSV wirklich beeilen wieder so etwas wie eine Form zu bekommen, denn ein Sieg des bisherigen Tabellenletzten wäre durchaus greifbar gewesen und wenn jetzt da unten alle wieder anfangen zu gewinnen, sieht es bald ganz duster aus – obwohl, glaubt jemand allen Ernstes, dass die Hannoveraner – am Mittwoch noch gefeierte Helden – zuhause gegen Stuttgart auch nur einen Punkt holen?

Das würde ja geltenden Gesetzen widersprechen!
😉

Kaufmann, konservativ und Sicherheitsfanatiker

In der letzten Zeit und über all die Jahre wurde und wird immer wieder das Transferverhalten der Bayern als räuberisch gebrandmarkt!

Man wolle die Konkurrenz nur schwächen und habe selbst kein Interesse an dem Spieler selbst!

Ganz so abwegig mag dieses Vorurteil nicht sein, wenn man sich die Reihe der (Top-)Transfers in den letzten Jahren anschaut:

Ballack, Zé Roberto, Lúcio, Frings, Ismaël, van Buyten und Podolski!

Podolski?

Wieso sollte der FC Bayern den FC aus Köln schwächen wollen, vor allem nachdem dieser ohnehin inzwischen nur noch eine Fahrstuhlmannschaft ist?

Nun, Podolski passt nicht in die Theorie der Verschwörungsfanatiker, wie auch, gibt es diese Verschwörung ja gar nicht!

Des Rätsels Lösung ist etwas ganz Anderes:

Uli Hoeneß ist ein Kaufmann – wer die aktuellste Bayern-Biografie gelesen hat wird dies bestätigen – und als solcher ist er zusätzlich nicht nur konservativ, sondern liebt er ferner das sichere Geschäft und mag Überraschungen überhaupt nicht!

Was bedeutet das jetzt für die Transferpolitik der Bayern?

Dass die Bayern und Hoeneß bei ihren Transfers immer auf Nummer Sicher gehen wollen!

Sie geben 1.) kein Geld aus, das sie nicht haben und 2.) nur für Spieler die sie kennen!

Daher kauft der FC Bayern auch zumeist in der Bundesliga – die ausländische Konkurrenz kauft überall.

Klar hätte ich z.B. einen Diego gerne im Bayern-Team, aber Bremen ist zum einen auf diese Transfers unbekannter Spieler angewiesen (positives Transfersaldo) und geht zum anderen eben dadurch auch mehr Risiko.

Die Bayern wollten dieses Risiko in dieser Saison auch einmal gehen – van-the-Man sollte mehr internationalen Glanz bringen, allein die sich immer höher schaukelnde Transfersumme im Wettbieten mit Real ließ Hoeneß und die Bayern die Reissleine ziehen!

Mit dieser Einstellung sind die Bayern natürlich der Gegenentwurf zu Vereinen wie Real oder Chelsea, die nicht mit der Wimper zucken, wenn ein Spieler einen zweistelligen Mio.-Betrag gekostet hat, sich dann aber als großer Flop herausstellt – die Bayern bevorzugen statt dieser Risikoinvestition die sichere Anlage. Wird ein interessanter Spieler mehrmals beobachtet und für nicht gut, oder konstant genug bewertet, dann kaufen ihn die Bayern nicht – sollen es doch die anderen probieren…

Der Kern der Geschichte ist: Hoeneß gibt nicht acht Millionen Euro für einen Spieler aus, wenn er sich nicht absolut sicher ist. Ähnlich geht die Geschichte mit Sergio Agüero, der als Riesentalent des argentinischen Fußballs gilt. „Alle haben gesagt, dass der fantastisch ist“, sagt Hoeneß. Also fuhr er hin, und was sah er? „Der hatte in 90 Minuten zwei Ballkontakte. Das ist ein ganz fauler Hund. Am Ball war er super, aber sonst?“

Felix Magath fuhr dann noch einmal hin, sah ein Spiel, flog zurück und sagte: „Was soll ich sagen über einen, der zweimal am Ball war?“ Agüero wechselte für angeblich 23 Millionen Euro zu Atletico Madrid, und nun sagt Hoeneß: „Es kann sein, dass der in zwei, drei Jahren richtig gut ist. Aber so lange haben wir nicht Zeit. Wenn wir einen Transfer dieser Größenordnung machen, dann muss der sitzen.“

Das sagt im Grunde alles über die Bayern-Politik aus.

Aber Hoeneß schließt derlei Aktionen nicht völlig aus, vielmehr wartet er nur darauf:

„Ich stelle mir einen 25-Jährigen mit einem tollen Charakter vor“, sagt er, „von der Qualität her einen jungen Ronaldinho. Da kann man dann schon mal an 25, 30 oder 40 Millionen Euro denken.

Alle müssten von ihm überzeugt sein, und er müsste sagen: Ich will zum FC Bayern. Dann müsste man mit Sponsoren reden und ihn als Figur aufbauen. Wenn das alles passt – dann kann man schon einmal so einen Höllenritt machen.“ Was Hoeneß beschreibt ist allerdings eher ein Höllenritt unter Umgehung der Hölle – es ist ein nachgerade himmlischer Transfer. Ein Traum.

Ein Traum den alle in der Bayern-Familie haben, hoffen wir weiter!

Was hätte Paule wohl getan?

Der FC Bayern spielt aktuell nicht wirklich gut und erfolgreich auch nicht mehr so unbedingt – da stellt sich doch anhand des Namens dieses Blogs die Frage:

Was hätte Paule wohl getan?

Nun, die Antwort ist schnell gegeben:

Ärmel hoch und Stutzen runter!

Wie kaum ein anderer verstand es Breitner zu seiner zweiten Bayern-Zeit eine Mannschaft mitzureissen, sie anzutreiben und weiter nach vorne zu bringen. Er war lange vor Effenberg, Ballack und Co. ein, der Leader im Team des FC Bayern!

Brauchen wir solch einen Spieler im Moment?

Eindeutig ja!

Wir brauchen einen mit Ecken und Kanten, der den Gegner reizt, der polarisiert, der es einfach drauf hat – Kahn als Feldspieler und vor ein paar Jahren wäre so einer gewesen, ein Ballack niemals.

Aber was hilft all das Klagen, wir haben solche Spieler nun einmal nicht mehr und müssen mit dem auskommen was auf der Lohnliste steht…

Warten wir Winterpause und Genesung einiger Stammspieler ab und schauen, ob es tatsächlich nicht besser geht oder der Kopf das Problem ist – schlimm, falls es so wäre!