Der Jogi, der FC Bayern und Länderspiele in der Vorbereitung

Der BundesJogi kam nun also doch den Vereinen der WM-Fahrer entgegen.

Gut. Alles andere hätte für mich auch keinen Sinn gemacht. Wie dieser Termin so insgesamt. Aber naja, da ist halt die Fifa im Spiel. Und der Fifa geht es schon lange nur darum, den eigenen Kontostand konstant weiter wachsen zu lassen.

Klar war ich ebenfalls und phasenweise in WM-Stimmung. Aber längst steht für mich wieder mein Verein im Mittelpunkt. Sieht das irgendjemand anders?

Das unser aller Bundestrainer nun ein Einsehen hat (ob Bierhoff, Zwanziger und Co. das alles genauso sehen?), war sicherlich seine Entscheidung. Vielleicht sogar nicht unbeeindruckt der Diskussion aus der Liga. Nicht nur vom FC Bayern ausgehend.

Wenn ich aber nun parallel gestern im Videotext lese, dass der DFB sich mal wieder über einen gelungenen Deal freut und mit Stolz verkündet, dass der nächstjährige (nicht minder sinnlose) Termin schon wieder vergeben ist („Klassiker“ gegen Brasilien), dann kommt es mir wirklich hoch.

Einsicht oder Rücksicht bei Löw hin oder her – was denkt der DFB mit wem er hier redet?

Wo ist der Versuch des DFB bei der Fifa vorstellig zu werden um diesen Länderspieltermin abzuschaffen?

Nicht vorhanden.

Alles klar. Aber dann soll der DFB sich bitteschön auch nicht wundern, wenn in Zukunft die Vereine, die ja bekanntlich dieses ganze Spielermaterial herstellen, bezahlen und frei Haus liefern, irgendwann ebenfalls nur noch auf’s Geld schauen. Nämlich auf ihres und die Geschäftsbeziehungen sich mehr und mehr in die Rechtsabteilungen verlagern.

Rede ich gerade wie unser AG-Boss?

Ja. Sorry. Tut mir leid. Aber ich bin schließlich Fan. Meines Vereins. Und nicht des DFB.

Weisheiten #145

„Es handelt sich um eine erhebliche Verletzung. Es ist unverantwortlich, dass man das bei der holländischen Nationalmannschaft nicht genauer diagnostiziert hat und ihn bei der WM spielen ließ. Ich hatte mehrmals meine Unterstützung angeboten, aber die wurde nicht in Anspruch genommen. Durch den Muskelriss steht Robben jetzt acht Wochen nicht zur Verfügung.“

Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt zur Robben-Verletzung.

Der erste Titel der Saison für den FC Raúl 04

Glückwunsch.

Der FC Schalke hat den ersten Titel der Saison geholt. Im Finale dieses Sponsoren-Cups schlugen sie den FC Bayern mit 3:1. Alles ganz legal. Und bestimmt gut für die Stimmung in Schalke.

Keines der beiden Spiele habe ich live gesehen. Familienfeiern.

Das gestrige Spiel per HDD als Aufzeichnung.

Ich muss jetzt keine Niederlage schönreden, aber welche andere Mannschaft in Deutschland/Europa hat eine ähnlich, sagen wir mal, komplizierte Vorbereitung wie der FC Bayern?

Mit einem Trainer van Gaal haben wir uns ja inzwischen daran gewöhnt, öfter mal neue Gesichter zu sehen und auch ganz neue Namen zu hören. Per se finde ich das alles gut. Weil der FC Bayern nun endlich auch mal so etwas wie eine Philosophie zeigt. Wie all die Gutmenschen-Teams, die jeder toll findet (nicht das ich darauf angewiesen wäre).

Aber was ich im gestrigen Team für Namen las, habe ich – ehrlich gesagt – noch nie gehört. Das müssen alles Spieler von Bayern II sein, die in diesem Jahr den Sprung aus der Jugend geschafft haben.

Haas, Erb, Hajdarovic, Mujic, Sansone? Oder arbeitet einer von denen bei uns im Trainerstab?

Von diesem Turnier habe ich mir persönlich nix versprochen. Morgen kommen die echten Säulen des Teams (abgesehen von Olic & Co.) erst aus dem WM-Urlaub zurück. Morgen. Wie kann man da erwarten, dass diese jungen Hüpfer gegen die meisten Stammspieler der Schalker ernsthaft was erreichen?

Der – inzwischen vieldiskutierte – WM-Fluch. Iss so.

Schmunzeln musste ich allerdings, dass der kölsche FC – ebenfalls mit mehr oder weniger Stammbelegschaft – es tatsächlich nicht geschafft hat, diese bayerische C-Mannschaft zu besiegen.

Meine Meldung des Wochenende.

Und was einige, nun sicherlich wieder hochfliegende Schalker Herzen betrifft: Wir sehen uns am 04.12. wieder (abgesehen vom Super-Cup nächste Woche – mit wohl ähnlichem Ergebnis). Zu einem Zeitpunkt, wenn unser Post-WM-Loch mit Sicherheit überwunden sein wird und die Schalker eine Championsleague-Vorrunde in den Knochen haben.

DAS wird ein Spaß.

Geduld und Beharrlichkeit zahlen sich aus. Auch als Pay-TV-Kunde.

Na also Sky, geht doch.

Bis zum letzten Tag habe ich gewartet statt eines dieser tollen Angebote anzunehmen.

Warum?

Weil mich heute (1 Tag vor Vertragsende) ein neues Angebot erreichte.

Sky Welt plus Bundesliga für 16,90 Euro im Monat. Für die nächsten 12 Monate.

Das nenne ich ein Angebot (jetzt nicht wegen Sky Welt (will das jemand sehen?)). Denn mir war klar, dass ich Bundesliga und Championsleague so nicht mehr zusammen zum alten Preis behalten würde. ‚Hätte stattdessen sogar nur Bundesliga für den alten Preis akzeptiert.

Jetzt bleibt also doch alles wie es war. Bis auf vielleicht ein paar Bayern-Spiele in der CL-Vorrunde, die ich nicht sehen werde, weil SAT1 sie nicht überträgt. Aber wenn die Bayern in der K.O.-Runde wieder der letzte deutsche Vertreter sein werden, bin ich dann über’s Free-TV dabei. 😉

Alles wird gut – wenn man nur Geduld und Beharrlichkeit beweist.

Es ist da – 11-Freunde-Bundesliga-Sonderheft-Verlosung

Es macht ja wieder die Runde, deshalb also auch bei mir und für alle die, die anderswo zu spät dran waren oder es einfach nur haben wollen:

Das 11-Freunde-Bundesliga-Sonderheft.

Die ersten drei Kommentare hier bekommen es.

Auf die Plätze, fertig, los!

P.S. Für die Juristen unter uns Bloggern: Ist das jetzt Schleichwerbung?

Von Länderspielen, van Gaal, dem FC Bayern und dem Rahmenplan der Fifa

Bayern-Trainer van Gaal hat vor einigen Tagen mal wieder für einen Skandal gesorgt. Unklar ist, ob es ein „Skandal“ war, weil es darum ging, was er gesagt hat, oder weil er Bayern-Trainer ist.

Angesprochen auf das Freundschaftsspiel der deutschen Nationalmannschaft am 11. August in Kopenhagen gegen Dänemark sagte van Gaal, dass „er sich wünschen würde, dass seine acht deutschen WM-Teilnehmer kollektiv auf eine Teilnahme verzichten.“

Unerhört!

DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach erteilte derweil postwendend einer möglichen Absage eine Absage:

Das Länderspiel zu einem solch frühen Zeitpunkt ist für niemanden ideal. Aber es steht im internationalen Terminkalender, den alle akzeptiert haben. Für den Bundestrainer ist das Spiel in Dänemark die einzige Möglichkeit, vor Beginn der EM-Qualifikation sein Team zu testen. Natürlich kommt eine Absage des Spiels in Kopenhagen nicht in Frage.

Mhm.

Wer hat diesen Terminkalender akzeptiert? Die Vereinstrainer? Die Vereine, die diese ganzen Nationalspieler bezahlen und den Rest des Jahres trainieren und ihre Länderspielblessuren behandeln? Sieht wohl nicht so aus.

Dieser Termin ist wirklich an Überflüssigkeit nicht zu überbieten.

Und Rummenigge weiter:

Der Erfolg der deutschen Mannschaft, die das Turnier am Kap mit dem dritten WM-Platz abgeschlossen hatte, sei auch ein Produkt der Nachwuchsarbeit. Diese werde „exklusiv“ von der Bundesliga geleistet.

Und hier geht es auch nicht nur um den FC Bayern.

Angesichts der Terminplanung der Fußball-Weltorganisation Fifa hat aber auch Magath keine Lust mehr auf Streit, er sehe keine Mittel gegen diese Praktiken, sagt er, und meint damit: die Angewohnheit der Fifa, Freundschaftsländerspiele immer so zu legen, wie sie ihm und seinen Trainerkollegen in der Bundesliga nicht passen. […] Magath will beobachtet haben, dass das Verhältnis von Geben und Nehmen zwischen Verbänden und Klubs schon vor langer Zeit durcheinander geraten sei.

Er meint damit auch die Beziehung der Klubs zum Deutschen Fußball-Bund, der die Nationalmannschaft verwaltet, und genau das ist ein Problem.

Selbst die Gutmenschen aus Bremen sind verschnupft.

Der Termin passt absolut nicht. Ein Länderspiel nach einem solch langen Turnier anzusetzen ist nicht sinnvoll. Wir verzichten auf unsere Spieler in der Vorbereitung und nehmen damit Rücksicht auf die Nationalmannschaft. Es wäre schön, wenn das umgekehrt auch der Fall wäre.

So.

Ich weiß schon, was der eine oder andere nun dringend mal loswerden will.

„Wer sich keine Nationalspieler leisten kann, soll sich keine zulegen.“

Schon klar.

Aber gerade bei dieser WM spielten sich viele deutsche Spieler in den Vordergrund, die zuvor von ihren Vereinen aufgebaut wurden, die als Nicht-Nationalspieler zu ihren Vereinen gekommen sind.

Thomas Müller, Badstuber, Özil – sind das alles Spieler, die von der Nationalmannschaft herbeigezaubert wurden?

Im Prinzip sind wir uns ja einig, Es ist ein Geben und Nehmen. Die Nationalspieler steigern in der Nationalmannschaft ihren Marktwert, worüber sich wiederum die Vereine freuen. Und die Nationalmannschaft ist ihrerseits auf gute Spieler angewiesen, die über’s Jahr vernünftig in den Vereinen gefördert werden. Nur im Nationaltrikot gute Leistungen abzurufen, klappte in der Geschichte der Nationalmannschaft nur bei einem gewissen Lukas Podolski.

Der Punkt ist: Wer trägt hier die Hauptlast und wer bekommt die meiste Kohle?

Eine sehr reduzierte Sichtweise, sicherlich. Aber wenn ich Meldungen wie diese und diese („Die FIFA hat erstmals beim Eigenkapital die Schallmauer von einer Milliarde US-Dollar (1,061 Milliarden) durchbrochen.“) lese, dann kommt es mir eben hoch.

Der Weltverband mit Sitz in der Schweiz erwartet Einnahmen von insgesamt 2,6 Milliarden Euro. Südafrikas Organisationskomitee hingegen benötigte erst kürzlich wieder finanzielle Zuschüsse in Höhe von 78 Millionen Euro.

Und weiter:

Die Kosten für die WM berechnet der Weltverband mit rund 1,2 Milliarden Euro. Davon hat die FIFA den Löwenanteil von rund 800 Millionen Euro übernommen. Der OK-Haushalt der Südafrikaner wuchs durch den jüngsten Zuschuss auf 426 Millionen Euro.

1,8 Mrd. Euro Gewinn für die Fifa.

Aber man beteiligt ja jetzt erstmals die Vereine. Also die, die der Fifa die ganzen Spieler für ihre WM liefern.

Der Fußball-Weltverband wird bei der WM-Endrunde in Südafrika ein Tagegeld für jeden Spieler der 32 teilnehmenden Nationen von umgerechnet 1300 Euro (1600 US-Dollar) zahlen.

Super.

Aber wie bekomme ich jetzt den Bogen zurück zum Anfang?

Wenn all die Euphorie um das dritte Sommermärchen in Folge („gähn“) abgeklungen ist, dann werden wir – also alle Vereine, die Spieler zu dieser WM abgestellt haben – den Blatter-Kater spüren. Dann werden wir hautnah spüren, welcher Fußball für uns mehr Bedeutung hat. Der Blatter-Fußball oder der unseres Vereins.

Für mich gibt es an dieser Stelle keine zwei Meinungen.

Und obwohl van Gaal für mich nach der letzten Saison der Größte ist und ich es ihm fast noch zutraue, selbst diese Vorbereitung zu einem guten Ende zu führen, habe ich trotzdem die größten Bedenken, wenn ich an den Start der Bundesliga denke.

Vor allem, wenn unsere reduzierte und mit Amateuren aufgefüllte Truppe am zweiten Spieltag zum Flutlichtspiel auf dem Betzenberg antritt.

Was denkt ihr, muss man sich da Sorgen machen?

Das größte anzunehmende Funktionärs-Schwergewicht

So die SZ zur anstehenden Kandidatur Uli Hoeneß für den Liga-Vorstand am 18.08.2010.

Überraschend kommt das jetzt nicht, schwebt es doch seit April schon über uns.

Ebenfalls passt es zum neuen Hoeneß, der eher präsidial aktiv ist.

Gleichwohl ist es natürlich DIE Bombe im deutschen Fußball dieser Sommerpause.

Alle, die ohnehin ihre Vorbehalte gegenüber dem FC Bayern ihr Leben lang in der Schublade bereithalten, holen sie nun wieder einmal hervor.

Dagegen kann man nix machen, das war Hoeneß aber wohl auch klar.

Ebenso wie die Tatsache, dass Präsident des FC Bayern zu sein eine Sache ist. Liga-Präsident und Stellvertreter von DFB-Theo Zwanziger zu werden eine ganz andere.

Wenn ein Hoeneß hier aber seinen Hut in den Ring wirft, dann macht er dies bestimmt nicht leichtfertig. Stattdessen wird er sich mit Sicherheit Gedanken darüber gemacht haben, dass er als Liga-Vorstand ab und an auch Interessen vertreten muss, die nicht unbedingt dem FC Bayern zum Vorteil gereichen.

Eine Erfahrung übrigens, die dem aktuellen Vorstand bekannt sein dürften. Oder sind vom BVB-Rauball etwa Gewissensbisse überliefert?

Aber das ist ja ohnehin etwas ganz anderes. Wenn ein Nicht-Bayer Liga-Vorstand ist, ist das natürlich total ok. Sollte es dagegen Hoeneß werden, ist es der Untergang des Abendlandes.

Nein, wir wollten uns ja nicht auf dieses Niveau begeben.

Persönlich habe ich dazu (noch) keine Meinung. Ich kann nicht einschätzen, ob derlei gut oder schlecht für den FC Bayern ist.

Die, die denken, es sei schlecht für die Liga, sollten lieber man darüber nachdenken, ob aus München – mit einem dort ansässigen Liga-Boss – immer noch so viele „Störfeuer“ kommen werden und ob nicht vielmehr der Branchenführer eher auf die vorherrschende Sozialismus-Linie der Liga gebracht werden würde…

Auch hierzu: Keine Ahnung, was besser für den FC Bayern wäre (Status quo oder spanische Verhältnisse).

Ihr?

Wie immer alles nur ein Missverständnis

Für mich persönlich ist das hier kein Tabuthema. Mir ist völlig egal, ob mich ein hetero- oder schwul-veranlagter Bayern-Spieler zur Meisterschaft schießt!

Ich kann allerdings verstehen, wenn ein schwuler Fußballer Probleme befürchtet, sollte er – gerade wohl in diesem Sport – zu seiner Neigung, seinen Gefühlen stehen und diese offen bekennen.

Die Reaktion der sog. Fans auf den Rängen ist da sekundär, da trauen sich einige in der Masse viel mehr, als ausserhalb des Stadions in ihrem eigenen, eher reduzierten Leben.

Schlimm ist wohl das Umfeld. Beruflich. Also der Verein, die Mitspieler, etc.

Gäbe es da Stress, würde der Begriff Spießrutenlauf sicher nicht hinreichend beschreiben, vor welchen Problemen ein solcher Spieler steht.

Worauf ich aber – um zum Punkt zu kommen – so überhaupt gar nicht kann, sind diese Andeutungen, Sätze, Phrasen oder was auch immer von Herrn Becker. Mit derlei Themen spielt man nicht. Wenn er was zu sagen hat, soll er es sagen. Wenn nicht, einfach mal die Fresse halten!

Und hinterher ist er dann natürlich total falsch verstanden worden. Klar.

Ist das die Publicity, die sich Herr Ballack im Herbst seiner Karriere von seinem Berater wünscht?

Der FC Bayern räumt ab!

Naja.

Es ist jetzt auch nicht wirklich eine Überraschung, dass der FC Bayern bei den VDV-Wahlen zum besten Spieler, besten Trainer, besten Neuling abräumen würde.

Nach dieser Steigerung in der Rückrunde, nach diesen Titeln.

Ob es allerdings ein Trost für Robben (zwei Finals verloren) oder Müller (ein Finale verloren, eins erst gar nicht erreicht) ist?

Trotz all der sonstigen Ehrungen?

Vielleicht.

Aber auf jeden Fall muss man sich noch Ziele bewahren. Beides ist unseren erfolgreichen Bayern-Spielern in dieser Saison dann doch gelungen.

Auf ein Neues!

Umfrage: Noch einmal ein Breitnigge-Tippspiel?

Hallo Breitnigge-Kicktipp-Tippspieler,

da ja ohnehin gerade Sommerpause und Saure-Gurken-Zeit ist, kann man sich doch auch direkt mal mit den Meta-Themen beschäftigen, oder?

In den letzten Tagen und Wochen habe ich mich mit dem Gedanken beschäftigt, ob ich in der nächsten Saison mein Kicktipp-Bundesliga-Tippspiel überhaupt noch einmal reaktivieren soll.

Persönlich kann ich überhaupt nicht einschätzen, wie groß bei Euch allen da das Interesse (noch) ist.

Deshalb diese kleine Umfrage:

Soll es auch in der nächsten Saison noch ein Breitnigge-Kicktipp-Tippspiel geben?

Antworten bitte in die Kommentare.

Danke.