Weltklasse in der Bundesliga

Dieser Spruch ist nicht von mir, galt aber mal Miro Klose. Besagter Klose wechselte vor Wochen für max. 15 Millionen Euro von Werder Bremen zum FC Bayern.

Allen Unkenrufen zum Trotz herrscht in Werders Offensive nun ein kleines Loch. Die restlichen Stürmer sind ja ganz nett und vielleicht auch irgendwie gefährlich. Championsleague-Niveau haben sie allerdings bisher noch nicht.

Handlungsbedarf also. Schwierig dagegen bei einem überhitzten Transfer-Markt. Daran sind die Bayern vor allem in Deutschland nicht ganz unschuldig. Sorry schon mal dafür. Anders ist allerdings die Personalie Sanogo nicht zu erklären.

Werder hat dem HSV allen Ernstes diesen Stürmer abgekauft.

Einen Stürmer, der vor Jahrenfrist für 3,8 Millionen Euro aus Kaiserslautern an die Alster gekommen war. Damals hielt ich diesen Preis schon für maßlos übertrieben. Die letzte Saison im HSV-Trikot hat mich da keines Besseren belehrt (31 Spiele, 4 Tore).

Jetzt zahlt Werder unbestätigte 5 Millionen plus einen Nachschlag von 350.000 Euro für jede Championsleague-Teilnahme Werders bis 2010. Im Extremfall also über 6 Millionen Euro.

Gutes Geschäft für die Hamburger würde ich sagen. Vor allem wenn man bedenkt, dass Werder einen Zidan in die entgegengesetzte Richtung ziehen ließ.

Für Werder kann man dank Diego und Alberto nur eins hoffen: Erfolg trotz Sturm…

Sturmfreie Buden

Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass den Bayern die Stürmer ausgehen und man es gegen Bremen noch verschleiern konnte. Nein, jetzt sind wir tatsächlich doch noch auf RSC angewiesen.

Wie bitter ist das denn jetzt bitte?

Die Bayern wollen RSC nicht mehr (zu Recht), er will weg, er soll weg. Und jetzt geht es darum, wer im Ligapokal-Halbfinale die Lücke neben Sandro Wagner schließt.

Man zeigt sich von Vereins Seite relaxed. Aber es kann ja durchaus mal vor wirklich ernsthaften Spielen passieren, dass Toni, Klose, „Poldi“ oder „Schlaudi“ verletzt, gesperrt oder was auch immer sind, oder?

Und dann?

Mit Amateur Wagner zum UEFA-Pokal-Sieg?

Ok. Wenn wir diesbzgl. alles im Griff haben, ist’s ja gut. Allein die Frage bleibt, ob sowas planbar ist…

Mein Ligapokal: Die Bayern

Nach dem Sommerfußball zum Auftakt war ich gestern mehr als gespannt, was die Bayern anbieten würden und ob uns die Bremer tatsächlich fertig machen würden, entsprechende Sprüche gab es ja genug.

Das Spiel ging gut los, die Bayern laufbereit, schnell und mit massivem Pressing. Schon merkwürdig diese neue Zeitrechnung. Es lag wohl daran, dass genug Spieler auf dem Platz standen, die die „Lässigkeit“ der letzten Saison nur vom Hören sagen kennen.

Auch die Führung der Bremer – wie aus dem Nichts – änderte offenbar nichts an der Überzeugung der Mannschaft das gestrige Spiel gewinnen zu wollen.

Bloß ich hatte mit Schmähungen und Schadenfreude einiger weniger in unserem Block zu kämpfen. Es gab allerdings so eine Vermutung, so ein kleines Klingeln im Hinterkopf, das mir suggerierte: „Moment mal, irgendwas ist anders, gleich geht’s hier mächtig ab.“

Und so kam es auch. Kurze Zeit später brachen alle Dämme. Die Bayern spielten die Bremer an die Wand. Minutenlanger Ballbesitz war die Folge. Einer der wuchtigsten Klose-Kopfbälle in seiner Bayern-Zeit, Wieses Weltklasse-Parade und Schweinsteigers Abstauber-Ausgleich zeigten die Richtung und kurz drauf folgen Tim – ichreissdenMundaufverliereabertrotzdem – Wiese noch zwei Bayern-Böller um die Ohren.

Mein neuer Liebling Ribéry erfüllte mir meinen ersten Herzenswunsch der Saison und erzielte ein Tor – der Wahnsinn! Die Erinnerung an derlei Emotionen hatte ich fast verloren. Sie kam wieder.

Es waren ja nicht nur die drei Tore nach dem Rückstand, es war die Dominanz, die die Bayern ausgeübt haben. Ein Zé Roberto als Arbeiter und Verteiler im defensiven Mittelfeld, ein Altintop, der offensiv zauberte und ein Spiel zeigte, dass ich von ihm noch gesehen habe. Ob einige Schalker so etwas von ihm erwartet hätten/kennen?

Und zu allem Überfluss dann ein Ribéry, der vor der Partie noch fraglich, nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war und trotzdem schon so stark, mit so viel Zug zum Tor spielte.

Wohin soll das noch führen?

Ok. Wir wollen mal nicht übertreiben. Zwar fehlen bei uns Leute wie Toni, Sosa, Sagnol, Podolski und Co. und vor allem noch die Eingespieltheit, aber bei Bremen eben Spieler wie Diego, Naldo und dieser Alberto – größere Lücken, als die Bayern gestern zu schließen hatten. Ferner hatten die Bayern noch Defizite in der Defensiv-Abteilung. Jansen spielte auf links eine ordentliche Partie, begann allerdings nervös und verschuldete das 0:1 durch seinen Stellungsfehler zumindestens mit (neben Lucio, der den Ball vor die Füße Borowskis klärte).

Wenn die Bayern in vier Wochen in Bremen so auftrumpfen, unterhalten wir uns wieder. Bis dahin sollten wir den Deckel auf den Emotionen lassen.

Frühform heißt so, weil sie vielleicht zu früh kommt.

Aber bitte: Freuen darf man sich als Bayern-Fan doch auch mal über derlei geile Spiele, oder?

Was man hat, hat man und jetzt geht’s gegen Stuttgart um den Finaleinzug. Die haben zwar das Spiel schon aufgegeben, aber gespielt werden muss es trotzdem noch und bei einer Niederlage wäre der erste Zauber schon wieder weg!

Mein Ligapokal: Der Auftakt

Mal ganz im Ernst: War das wieder typisch Schalke?

Nein. Eigentlich nicht. Denn man hadert dort ja in der Regel mit dem Fußballgott. Im gestrigen Ligapokal-Viertelfinale allerdings hatten die Kicker aus Gelsenkirchen ihn zumindestens nicht als Gegner.

Die Zweitliga-Meister aus Karlsruhe haben den Vizemeister über weite Strecken der Anfangsphase beherrscht. Der Elfmeter war anhand der Druckphase nicht unverdient. Allein, die Vollstreckung war mehr als zweitklassig. Und so konnte Schalke solange weiterwurschteln, bis sie die Linie des Spiels gefunden hatten. Richtig gefährlich war das allerdings in der ersten Halbzeit trotzdem nicht, das Tor mehr als ein Geschenk der badischen Abwehr. Sommerfußball kam mir da als Floskel in den Sinn.

Die einzige Aufregung lieferte dann erst wieder Karlsruhe in den Endphase vor dem Pausentee. Aber zwei, drei 100%tige Chancen wurden nicht genutzt und so ging die clevere Mannschaft mit der Führung in die Pause.

Von der zweiten Halbzeit habe ich aufgrund der Service-Wüste LTU-Arena nur bedingt etwas gesehen, aber es wurde mir berichtet, ich hätte auch nichts verpasst.

Was noch zu sagen wäre:

Karlsruhe hatte gegen Ende des Spiels erneut einige Chancen, die durchaus zu einem Tor hätten führen können und bei den Fans hatte der KSC ebenfalls ein Übergewicht. Die Performance des Aufsteigers stellte die der königsblauen Anhänger in den Schatten. Welche wiederum trotzdem Dritter wurden vor den Bremern, später dazu mehr.

Was uns das jetzt für die Saison zeigte?

Nix. Bei Schalke fehlten Leute wie Kuranyi (gesperrt) und Jones (wohl noch ausser Form), man sah also noch nicht die letzte Ausbaustufe des Slomka-Teams.

Mein Ligapokal: Der Event

Es ist ja nicht so, dass ich nicht schon einmal in der LTU-Arena gewesen wäre. Im Winter 2004/05 durfte ich dort zwecks Freundschaftsspiels gegen die ortsansässige Fortuna bei geschlossenem Dach und 15 Grad Innentemperatur verweilen.

Die bunten Sitze sind in Bezug auf die Fortuna ohnehin eine gute Sache, sieht das Stadion so doch auch halb noch voll aus.

Aber diesmal war’s ja voll. Kunststück, wenn Schalke und Bayern teilnehmen statt Bochum und HSV. Aber der Ligapokal ist eben zumeist auch Spiegelbild der Vorsaison, unter diesem Aspekt also kein Ruhmesblatt für die Bayern am „Viertelfinale“ teilnehmen zu müssen/dürfen.

Endloser Raum

Was es in Düsseldorf im Rheinstadion in der LTU-Arena definitiv nicht gibt ist ein Kapazitätsproblem bei den Parkplätzen. Es werden einfach die Messeparkplätze mitbenutzt. Und dieser Parkraum ist unendlich. Scheinbar.

Von der Autobahn ist man schnell auf dem Parkplatzzubringer, die Einweisung in die Reihen ist dann allerdings Glückssache. Man parkt dort hintereinander, was einem längere Abende bescheren kann, wenn man Pech hat und die umliegenden Fahrzeugführer die Abfahrt eher gemütlich angehen.

Ich dagegen hatte Glück und stand ziemlich am Ende einer Reihe. Wieso das Glück war, dazu später mehr.

Generell sind die Parkplätze aber nichts für fußkranke Zeitgenossen. 10-15 Minuten strammen Marsches liegen da noch zwischen einem selbst und der Arena.

Der Eingangsbereich und die Tore sind seit meinem letzten Besuch offensichtlich noch einmal angepasst worden: Mehr Platz, mehr Eingänge, schnellere Abfertigung. Lernfähigkeit. In Düsseldorf. Respekt.

Block-Blindheit

Auch die Beschilderung klappt ganz gut. Ausserhalb zumindestens. Erreicht man den Eingang des Blocks fällt man eine nicht ganz unwichtige Entscheidung: Block 130 oder 129?

Auf den ersten Blick birgt dies keine besondere Brisanz, aber weit gefehlt.

Abstraktionsvermögen ist nicht jedem gegeben. Erlebt man ja auch immer wieder im Kino. Besonders wenn der Film schon angefangen hat („Sie sitzen auf unseren Plätzen.“ „Nein. Sie stehen vor der falschen Reihe.“).

Zugeben muss man aber auch, dass es schwierig wird, wenn man unten (130 vs. 129) die falsche Entscheidung getroffen hat, da oben keine eindeutige Blockgrenze (Zaun, Glas, Farbe, etc.) existiert.

Grenzwertig wird’s dann allerdings für Fans, die schon das erste Spiel über auf ihren „Platz 1 und 2“ – Plätzen saßen und vor dem Bayern-Spiel eine 6-8-köpfige Familie ankommt und auf ihr Platzrecht pocht. Eine energische Mutter flößt nämlich auch noch so harten, teilalkoholisierten KSC-/Bayern-Fans Respekt ein. Kurzer Widerstand, Kartenvergleich, Erkenntnis („Scheiße, falscher Block“), Verleugnung und verbales „mit-dem-Fuß-Aufstampfen“ und dann Abzug.

In sicherer (akustischer) Entfernung wird weiter geschimpft, aber genug Mut, selbst auf die korrekten Sitzplätze zu beharren ist dann doch nicht mehr vorhanden. Wilde, harte Fans.

Esktase und Schweigen

Einen anderen Aspekt lieferte eine Gruppe von zwei Pärchen, die direkt neben uns saßen. Offenbar hatten die ihre Karten nicht über’s Internet gekauft, denn ansonsten hätten sie gewusst, dass zwischen Platz 5 (neben mir) und 6 ein fetter Gang liegt. Die Verblüffung beim Eintreffen untermauert diesen Verdacht.

Aufgrund der Tatsache, dass ich im neutralen Zustand wohl ganz sympathisch rüberkomme, fühlte sich der weiblichen Part des Platz 5-6-Pärchens veranlasst neben mir Platz zu nehmen. Ein erster Fehler.

Ein zweiter war der Smalltalk, den sie unüberhörbar für mich mit Nr. 6 führte, dass „sie ja eigentlich nicht so viel für Fußball übrig habe und wenn dann nur für den FC“ (in Düsseldorf!).

Die Tatsache, dass ich während des ersten Spiels kaum spürbare Reaktionen zeigte und auch neutral gekleidet war wiegte sie in Sicherheit. Das Unheil nahm seinen Lauf.

Meine Esktase deutete sich mit dem Einmarsch und dem Spielstart an. Stufe eins war die erste Klose-Chance zu Beginn und nach einem kurzen Aufflackern ihrer FC-geprägten Schadenfreude ob des Bremer 1:0 schwieg sie für den Rest des Spiels, als die Bayern ernst machten und innerhalb kürzester Zeit den Ausgleich und die vorentscheidende Führung herausballerten.

Ich ging sogar eher davon aus, dass spätestens nach dem Ribéry-Tor, als ich vor wilder Freude fast über den vor mit liegenden Wellenbrecher geflogen wäre und die Hälfte meiner Stimmbänder rissen, Paar 5-6 die Plätze tauschen würde.

Sie war tapfer und hielt durch. Bis zur 80. Minute, als sie im üblichen Konsum-Fan-Verhalten, mit ihrer Kombo den Ort des Geschehens verließ. Für genug Gesprächsstoff war ohnehin gesorgt.

Davon abgesehen hätte ihr eigentlich klar sein müssen was sie erwartet, als ich wohl temperiert vom ersten „ich-hol-uns-mal-was-zu-trinken“ zurückkam.

Service in Zeitlupe

Ehrlich. Sowas geht gar nicht. Zum ersten Mal ist das Ligapokal-Düsseldorf-Viertelfinal-Event ausverkauft und der Service an den Bier-Würstchen-Cola-Boxen dümpelt noch auf Regionalliga-Niveau.

Was soll ich von 35 Minuten Anstehen halten? Mag ja sein, dass die Mitarbeiter des Dienstleisters irgendwelche Valium-Extrakte in ihrem Kaffee hatten, aber wieso lässt man die dann auf die Kunden los?

Auf der anderen Seite: Mir ging’s dabei noch ganz gut, denn meine Begleitung stand sage und schreibe 65 Minuten für zwei Würstchen, eine Cola und eine Apfelschorle an.

Nicht zu fassen. Hatten andere anwesende Blogger ähnliche Erfahrungen?

Liga-Choreografie

Was ebenfalls nicht geht ist das DFL-Ligapokal-Event-Rahmenprogramm.

Wer sich während der Übertragung im TV über diese merkwürdige Acht rund um den Mittelkreisrasen gewundert hat: die enstand, als vor dem/jedem Spiel dort 4,5 trendige Jungs und Mädels mit diesen hippen Stehrollern und Fahnen in den Händen über den Rasen rasten.

Kinder dürfen natürlich auch nicht fehlen. Deshalb stolperten die mit wechselseitig blau-weißen, weiß-blauen, rot-weißen oder grün-weißen Stoffbahnen über den Rasen und wedelten brav damit.

Wie auch immer. Das ist alles Beiwerk. Die Spiele gaben genug Anlass zu Gesprächen. Später mehr.

Abfluss

Die Heimreise ging zügiger über die Bühne als gedacht. Der Abfluss der Massen aus dem Stadion klappt immer noch flott, allein auf dem Weg vorbei am Fortuna-Trainingsplatz und hin zu den Parkplätzen wird’s was eng, aber dafür hatte ich eben das Glück, dass ich in oben erwähnter Parkreihe recht weit hinten stand, diverse PKWs hinter mir schon abgefahren und somit logischerweise zwei, drei Ketten geöffnet waren. Ich also Rückwärtsgang eingelegt und raus auf die Zufahrt der Ausfahrt. Diverse Fans, die vorne in der Reihe parkten, hatten sicherlich noch einen schönen Abend im Auto, denn im „offiziellen“ Abfahrtsraum gab’s Stau.

Rundherum also mehr gute als schlechte Punkte beim Event LTU-Arena. Und bei euch?

Mein Sommerinterview – ohne Politik, mit Freunden und zwar 11

Wie andere Blogger auch, wurde ich Anfang Juni angesprochen, ob ich an einem Interview im 11Freunde-August-Sommerheft interessiert wäre.

„Für unsere August-Ausgabe wollen wir jeweils einen Fan jedes Bundesligisten nach seinem persönlichen Rückblick auf die vergangene und Ausblick auf die kommende Saison befragen.“

Wer fühlt sich nicht geehrt an einem Kicker Sonderheft 2.0 teilzunehmen und da sowas ja irgendwie zum klassischen Sommerpausenprogramm gehört, habe ich einfach mal in die Tasten gehauen – (ungekürztes) Resultat anbei:

Wie wird die Saison?

Einzigartig mit berauschenden Spielen und traumhaften Momenten. Oder zum Heulen mit einem neuen FC Hollywood und dem Versagen auf der ganzen Linie. Auf jeden Fall großes Kino!

Dein größter Held der abgelaufenen Saison?

Mehmet Scholl. Ohne Frage. Aber nicht nur der letzten Saison. Der ganzen 15 Jahre. Weil es so jemanden nicht mehr geben wird.

Ein unvergesslicher Moment der abgelaufenen Spielzeit?

Die 63. Minute am 34. Spieltag in der Allianz-Arena. Scholl beendet seine Abschieds-Ehrenrunde vom Fußball, 15 Jahre laufen am geistigen Auge vorbei und Khedira köpft in Stuttgart das 2:1 – Gänsehaut pur.

Und der schlimmste?

Der schlimmste? Die schlimmsten! Und zwar jede Menge. Dafür würde der Platz hier nicht ausreichen und außerdem will ich nicht darüber reden.

Ein passender Spitzname für Deinen Klub?

FC Dem-Uli-sein-Festgeld?

Freunde?

Des FC Bayern? Wahrscheinlich alle, die keine Feinde sind. Ist bei uns ganz einfach. Es gibt keine Grautöne – zum Glück.

Und Feinde?

In der neuen Saison wahrscheinlich ein paar mehr. Das bringen die Millionen so mit sich. Wahrscheinlich kommen die schlimmsten Feinde aber sogar aus dem Inneren der eigenen Mannschaft.

Gesetzt den Fall, Du kannst am Samstag nicht im Stadion sein, wo wärst Du am liebsten?

In einer Fußball-Kneipe, oder mit Freunden zuhause, aber auf jeden Fall nicht mit Spontanfans beim Public Viewing!

Dein größter Wunsch für die kommende Saison:

Mehr Liebe, weniger Hiebe. Einfacher läßt es sich nicht ausdrücken.

Welchen Bayernspieler hättest Du gerne in Deiner Mannschaft?

Erstmal schauen, wieviel noch auf dem Festgeldkonto ist – schließlich sind wir nicht beim Monopoly.

Meister wird:

Im Ernst? Der FC Bayern! Ansonsten Werder. Vielleicht aber auch Schalke. Dann wird die Salatschüssel vergoldet und der Fußballgott findet endlich seinen Frieden…

Und was macht Schalke?

Feiern. 50 Jahre sind Grund genug.

Im Original nachzulesen als Beilage zur Sonderausgabe Heft#69.

P.S. Spannend zu sehen, wie andere, mir schon länger bekannte Blogger tatsächlich aussehen…

Dafür!

„Ich finde es vollkommen in Ordnung, dass Leistungssportler gutes Geld verdienen und Anerkennung für ihre Leistungen ernten, aber wenn dann eben ein solcher Profi vollkommen desolat aus der Pause zurückkehrt, dann muss es auch möglich sein, ihm knallharte Geldstrafen zu verpassen.“

So Oliver Schmidtlein im Interview mit den 11 Freunden. Einfach mal reinlesen. Der Mann hat es nicht nur in den Händen, sondern auch im Kopf.

Ich will jetzt nicht schon wieder auf dem Thema herumreiten, aber ich kann durchaus verstehen, dass er zur Bayern-Zeit von vor einem halben Jahr den Entschluss gefasst hatte, den Verein zu verlassen und neue Wege zu gehen.

Wer würde das nicht, wenn man mit derlei Ideen im Kopf einen ehemaligen Feldwebel als Hauptverantwortlichen für die Fitnessarbeit im Verein vor die Nase gesetzt bekommt?

Eben.

Danke Ulle, danke Rolf, danke Patrik!

Ich hatte zunächst gar nichts davon mitbekommen, dass es heute einen weiteren Dopingfall bei der Tour de France gab, da ich nach der Arbeit mehr oder weniger direkt in die Spielvorbereitungen der Bayern eingestiegen bin.

Aber die ergänzenden Gerüchte rund um die Vertragsverlängerung der Telekom als Hauptsponsor des FC Bayern haben mich schon vor Tagen aufhorchen lassen.

T-Mobile erwägt Ausstieg als Team-Sponsor

Ganz davon abgesehen, für wie gut oder schlecht man diesen Schritt hält (ich finde ihn gut), hätte er weitreichende Konsequenzen. Das Sponsorengeld könnte in größerem Maße Richtung München fließen.

Uli Hoeneß vom FC Bayern München mutmaßt, dass „sich die Telekom bei dem ganzen Theater um den Radsport noch mehr auf das Fußballgeschäft konzentrieren wird. Ich denke, der FC Bayern wird einen noch größeren Schwerpunkt im Sportsponsoring bilden, als das in der Vergangenheit der Fall war“, so Hoeneß.

„Rund um den FC Bayern solle ein riesiges neues Paket geschnürt“ werden.

Glauben werde ich das erst, wenn ich die Unterschriften sehe, aber völlig abwegig ist es nicht, profitieren die Bonner bei all ihren Sportsponsoring-Aktivitäten, von dieser Partnerschaft am meisten. Und Enttäuschungen und Imageschädigungen sind mir bisher auch nicht bekannt geworden.

Es ist ja nicht so, dass ich mich über Doping im Radsport freue, aber meiner Meinung nach hat ja ganz offensichtlich niemand besagte Athleten gezwungen, zu lügen und zu betrügen, oder?

Warten wir also die nächsten Wochen und Monate ab. Mehr bleibt uns in diesem Zusammenhang ohnehin nicht übrig.

Gesagt, was alle ohnehin schon wissen

Rafael van der Vaart verläßt den HSV. Nicht in dieser Saison und nicht zum FC Bayern. Aber lange vor seinem Vertragsende beim HSV. Wer es bisher nicht wusste und mir nicht glauben konnte: Er hat es heute selbst gesagt:

„Ich habe immer ehrlich gesagt, dass man im Fußball nie etwas versprechen sollte.“

2009 kann van der Vaart für festgeschriebene 1,5 Mio. wechseln. Ein Wechsel in 2008 ist also mehr als wahrscheinlich, scheiterte der Klub doch unlängst, van der Vaart diese Klausel abzukaufen(!).

Neben seinem bisherigen Traumverein Real Madrid nannte er nun weitere Ziele: Inter, Milan und englische Vereine.

Macht Sinn, denn er will nur wechseln, wenn „er bei seinem neuen Klub zu den Stammspielern zählen würde“. Deshalb kam Real auch in der Liste von heute nicht mehr vor…

Ohnehin ziemlich selbstbewußt, wenn nicht zu sagen, überheblich, bei derlei Vereinen von vorneherein einen Stammplatz zu forden. Hat ja schon fast Ballack-Züge…

Zu den Bayern will er ja bekanntlich nicht. Das freut viele HSV-Fans – wenn schon alle Stars vom HSV weglaufen, dann wenigstens nicht nur zum FC Bayern. Auf der anderen Seite: Wir brauchen ihn auch gar nicht (mehr), denn wir haben den „besseren“ van der Vaart: Toni Kroos. Jung. Talentiert. Günstig. Schon im Bayern-Trikot.

Vielleicht ist Kroos, nein, hoffentlich ist Kroos der Grund für Bayern Münchens schwindendes Interesse an der Verpflichtung eines externen Spielmachers. Kroos hat alles: die Technik, die Übersicht, den klaren Kopf. Er ist halt noch ein bisschen jung – aber das waren Manchester Uniteds Wayne Rooney und Barcelonas Lionel Messi auch, als sie im Seniorenbereich debütierten.

Ich schließe mich Markus Lotters Meinung an. Zauberte Kroos doch zuletzt schon in der Endphase der A-Jugendmeisterschaft und scheiterte er dort erst im Endspiel.

Nun. Kroos ist 17. Und wenn die Zeit, der jetzt noch neuen Superstars verblassen wird, ist Kroos wohl alt genug, eine neue 10 beim FC Bayern zu werden. Keine Ahnung, ob er das und bis dahin durchhält, aber einen Versuch wäre es wert.