Wanderpokal oder heisse Kartoffel?

Kleines, dickes Ailton ist mal wieder im Gespräch. Vor einiger Zeit noch in Duisburg, jetzt plötzlich in Rostock.

Doch nun erwägt der Ostseeklub die Verpflichtung von „Kugelblitz“ Ailton. […] „Wenn ein solcher Spieler auf dem Markt ist, muss man sich damit beschäftigen.“

Naja, bei seinen Schulden, muss kleines, dickes Ailton nehmen was er kriegt. Schlimm. Irgendwie.

Und Rostock hat ja nach dem Verscherbeln des Stadionnamen auch wieder genügend frisches Kapital.

Gibt Ailton gar sein Comeback in der Allianz-Arena?

Königsblauer Frust

Irgendwie ist mit der verpassten Meisterschaft bei Schalke 04 einiges zerbrochen. Zumindestens bei Ex-Spielern.

Trat zunächst Sündenbock Lincoln nach

„Natürlich bin auch ich schuldig, dass wir jetzt nicht Meister wurden. Aber alle waren daran mitschuldig. Und zu allen gehört natürlich auch der Trainer […] Es reichte jetzt, für mich war die Zeit in Schalke einfach abgelaufen. Immer wenn es nicht lief, war plötzlich ich der Schuldige. Mir hat es sehr wehgetan, wenn die Fans mich ausgepfiffen haben.“

…kommt jetzt auch Altintop um die Ecke:

Der Zwillingsbruder von Schalke-Stürmer Halil Altintop fühlte sich in Gelsenkirchen lange verkannt – auch vom ehemaligen Trainer Mirko Slomka. „Auf Schalke war es für mich ein bisschen schwer, weil die Trainer nicht so auf mich standen. Wenn man auf meine Qualitäten setzt, kann ich das auch zurückzahlen.“

Ferner sieht er „die Meisterchancen von Schalke minimal“.

Abwarten.

Ansonsten sind die Sprüche unter die gleiche Rubrik einzuordnen wie…

„Ich bin froh hier zu sein […] Es war immer mein Traum hier zu spielen […] Ich will mit xy Titel gewinnen […] etc.“

Sommerpause olé.

Isch Roque Bosporus

Ich geb’s auf. Ich fange erst an mich zu freuen, wenn endlich mal die Tinte unter einem neuen Vertrag von Santa Cruz trocken ist. Egal wo.

Aktuelle Gerüchte sprechen von Galatasaray Istanbul.

Da ist Karl-Heinz Feldkamp Trainer und der holt sich gerade jede Menge Spieler aus der Bundesliga.

Ob Galatasaray allerdings mit Roque „die Vorherrschaft von Fenerbahce in der Türkei brechen“ kann, bleibt abzuwarten.

Auf der anderen Seite ist RSC inzwischen 25 Jahre alt, vielleicht gelingt ihm ja nach 8 Jahren in der Bundesliga in der türkischen „Süper Lig“ der Durchbruch…

Bei uns hat er zumindestens keinen Kredit mehr. Gibt es irgendein Beispiel aus der Bundesliga, dass ein Verein einem Spieler 8 Jahre lang eine Chance gegeben hat?

FC Bayern-Spieler des Jahres: Roy Makaay

Na das war doch mal ein schönes Abschiedsgeschenk:

Roy Makaay ist der Mythos-Bayern.de – Bayern-Spieler-des-Jahres!

Ganze 6 Stimmen Vorsprung vor Mehmet Scholl sicherten ihm zum dritten Mal in den letzten vier Jahren den Titel.

Glückwunsch.

Hier das komplette Ergebnis:

1. Roy Makaay (20,11%, 493 Stimmen)
2. Mehmet Scholl (19,87%, 487)
3. Oliver Kahn (11,63%, 285)
4. Willy Sagnol (10,89%, 267)
5. Lukas Podolski (10,44%, 256)

Gleichzeitig wurde natürlich die Wahl zum Bayern-Spieler-des-Jahres 2007/08 gestartet.

Hamburger Weg etwas länger als gedacht

Irgendwie hatte ich das anders in Erinnerung. Das mit dem UI-Cup. Und deshalb konnte ich die anfängliche Begeisterung einzelner HSVer auch durchaus verstehen.

Dritte Runde UI-Cup gegen irgendwelche Luschengegner und schon ist man im UEFA-Pokal.

Nun. Inzwischen sind wir schlauer.

Zwar spielen die Huub-Kicker in der 3.UI-Cup-Runde wohl gegen den FC St. Gallen, aber mit einem Sieg in den beiden Spielen erreicht man zunächst einmal nur die 2.Qualifikationsrunde des UEFA-Pokals.

Übersteht der HSV diese beiden Spiele ebenfalls, darf er an Hin- und Rückspiel der 1.Runde des UEFA-Pokals teilnehmen.

Und erst danach fängt der UEFA-Pokal richtig an. Mit der Gruppenphase.

Komplizierter geht’s nimmer.

Den Bayern bleiben zumindestens die ersten 4 Spiele des HSV erspart. Immerhin. Meine Begeisterung für den Cup der Verlierer ist aber nicht minder groß, allerdings haben wir ja auch etwas andere Ziele als die Hanseaten.

Europaliga über die Hintertür

Warum können Leute wie Platini nicht einfach offen sagen, was sie meinen?

Unser neuer UEFA-Präsident will die Championsleague „reformieren“. Hat er vor seiner Wahl nämlich versprochen. Soso.

Hingegen will Platini die Clubs aus den Ländern der „Big Five“ (England, Italien, Spanien, Deutschland, Frankreich) schon früher in Qualifikationsspiele zwingen und ihnen dadurch garantierte Startplätze streichen. […] So soll den Cup-Siegern – und nur denen, aber nicht unterlegenen Finalisten – ein Startrecht in der Qualifikation zur Champions League eingeräumt werden.

Warum sagt nicht einfach jemand, dass wir hier die Europaliga über die Hintertür einführen?

Dann müsste man auch nicht die Pokalsieger auf-, den UEFA-Cup ab- und die Championsleague neu bewerten.

Was soll ich sonst von dieser Reform halten?

Wieso muss man die Pokalsieger aufwerten und weshalb in die Championsleague? Weil die ja auch irgendwie Champions sind?

Jede dieser Reformen ist für die Tonne. Entweder man führt eine allgemeine Europaliga ein oder man reduziert die Championsleague wieder auf die Meister des jeweiligen Landes, womit auch dem Ansatz eines jeden neugewählten Präsidenten geholfen wäre, die „kleinen Nationen“ ins Boot zu holen, die eigentlich immer ziemlich unwichtig sind, nur bei der Präsidentenwahl nicht, denn gegen „die Kleinen“ kann man eben nicht ins Amt gewählt werden.

Dann allerdings wäre der Widerstand der „Big Five“ ja wieder gegeben, denn von Real, Barca, Chelsea, Arsenal, ManU, Milan, Inter und Co. könnte ja dann auch jeweils nur ein Team pro Land teilnehmen, was wiederum den Gründungsgedanken der Championsleague ad absurdum führen würde.

So sieht’s doch aus!

Doch noch ein bayerischer Titel

‚Hätte ich jetzt beinahe vergessen: Der FC Bayern hat ganz zum Schluss doch noch einen Titel in der Saison 2006/07 errungen.

Am Samstagnachmittag holten sich die U 17-Junioren den Titel.

Würde mich jetzt nicht näher tangieren, aber gewonnen wurde gegen Borussia Dortmund und zwar auf „heiligem Grund“:

Vor 7.000 Zuschauern im Dortmunder Stadion „Rote Erde“ […] erzielte FCB-Stürmer Yannick Kakoko elf Minuten vor Spielende den entscheidenden Treffer (69.).

Wer sich jetzt wundert ob der Zeitangaben: In der B-Jugend spielt man nur 80 Minuten. Was mir allein deshalb bekannt war, weil meine eigene fußballerische Karriere nur bis zur B-Jugend reichte.

Bleibt nur die Frage: Wen dieser Meister-Spieler sehen wir in zwei Jahren bei Bayern II wieder?

Aufgabe schon vor dem Anpfiff

Wacker Burghausen, seines Zeichens bayerischer Pokalherausforderer in der ersten Runde, erwägt einen Umzug. Das ist zunächst einmal nichts Ungewöhnliches, denn bei Bayern-Gastspielen stoßen regelmäßig ganz andere Stadien an ihre Kapazitätsgrenzen. Aber dieser Umzug hat dann doch etwas Skurriles: der Ort.

[…] prüft der Verein nun eine Verlegung der Partie am 4. oder 5. August in die Münchner Allianz Arena.

Der Amateurverein Burghausen spielt mit dem Gedanken sein Heimrecht abzugeben, da nach dem Abstieg in die Regionalliga „die Zusatztribünen schon abgebaut wären“!

Hitzfeld sieht die Sache allerdings neutral:

„Es spielt keine Rolle, ob wir in Burghausen oder in München spielen. Wir sind der Favorit und wollen eine Runde weiterkommen.“

Mehr gibt es nicht zu sagen.

Weltpokalsiegerbesieger und treffende Neuzugänge

Der FC Bayern hat heute morgen das millionenschwere Freundschaftsspiel in Hongkong gewonnen.

Kann man den Kurztrip nach Asien noch kritisch sehen (obwohl der FC Bayern das nicht als Problem sieht, denn die Vorbereitung hätte ja noch nicht begonnen…), die Ergebnisse können sich sehen lassen:

– 1.5 Mio. Euro im Gepäck
– Präsenz gezeigt
– Erstes Tor von Klose im Bayern-Trikot
– Erstes Tor von Altintop im Bayern-Trikot
– Keine verletzten Spieler
– Endlich habe ich mal ein halbes Dutzend Regionalliga-Spieler der Bayern auf dem Platz gesehen…

Ferner sind wir jetzt Weltpokalsiegerbesieger. So ein bißchen St-Pauli.

Davon abgesehen: Das Spiel war zu Anfang ziemlich schlecht. Warum?

Bayern im Jetlag und ohne jegliches Spielverständnis. Sao Paulo ging es da nicht anders, befindet sich der Verein doch mitten in der Meisterschaft und trat mehr oder weniger offiziell mit einer B-Elf an.

Irgendwie aber passend, dass die Bayern zur Pause mit 0:1 zurücklagen.

Eine Steigerung nach dem Wechsel und ein Kopfball von Klose brachte den Umschwung. Im Spiel und in meine Morgenmüdigkeit.

Ein typisches Klose-Tor. Per Kopf. In der Rückwärtsbewegung. Macht das Geschmack auf mehr? Und wie.

Das Altintop dann sogar noch das 2:1 per abgefälschten „die-Mauer-steht-nur-5-Meter-vom-Ball-entfernt“-Freistoß erzielt, war Bonus – Klose hätte ohne das Foul allein vor dem Tor die Bude sicherlich schon selber gemacht.

So macht sogar ein 30-Stunden-Trip nach Asien Spaß.

Jetzt schnell wieder zurück nach München, den Jetlag aus den Knochen schütteln (Hitzfeld hat direkt nach Ankunft ein Training angesetzt…) und die Vorbereitung wirklich starten.

Kindergarten-Lothar

Na was ein Glück, dass sein Fürsprecher weder im Bayern-Vorstand was zu sagen hat, noch über 2009 hinaus dem Aufsichtsrat vorstehen wird.

„Ich bin ein Kind der Bundesliga, so sehe ich mich, und deshalb möchte ich auch gern dahin zurück. Ich würde mir den FC Bayern schon zutrauen. Es ist ja nicht so, dass ich bisher nur im Kindergarten trainiert habe.“

So ein gewisser Lothar M. im Interview. Franz B. kann sich Lothar M. durchaus auf dem Trainerstuhl der Bayern vorstellen. Das ist schön, dass Herr B. so eine große Fantasie hat, meine stößt da an ihre Grenzen.

Zu dumm, dass Lothar M., bisher 5x als Trainer tätig, überall vorzeitig gehen musste. Zu Recht, wie ich finde. Zu Unrecht, wie er glaubt.

Der 150-malige Nationalspieler glaubt, dass ihm sein Ruf als flatterhafter Lebemann mit Nähe zum Boulevard den ein oder anderen Job gekostet haben könnte.

Wie abwegig. Nein, im Ernst. Das liegt einfach daran, dass Lothar M. als Trainer einfach gar nicht geht, auch wenn er steif und fest glaubt, bei all seinen Stationen „ein Fundament hinterlassen zu haben. Er würde „ja keine Märchen erzählen.“

Ach Loddar.