DerLoddar beklagt sein Bayern-Image.
Der Arme.
Breitnigge.de – Ärmel hoch. Stutzen runter.
Das Weblog über Bayerns Traumduo der 80er, die Bundesliga und den ganzen Rest.
DerLoddar beklagt sein Bayern-Image.
Der Arme.
„Ich habe ihn in der Halbzeit gefragt, ob er runter möchte wegen der Kraft, aber er meinte nur: Ne, Tore, Tore, Tore.“
Ottmar Hitzfeld über Luca Toni.
Nach dem Debakel der Schwachgelben am gestrigen Sonntag gibt es Stimmen, die behaupten, dass Doll seine Spieler wie weiland Sepp Herberger eingestellt hat, um den großen Favoriten dann im Finale zu besiegen.
Interessante These.
Ob’s funktioniert?
Schlaudraff will weg.
„Jan hat uns gebeten, den Verein verlassen zu dürfen. Wir haben seinem Wunsch zugestimmt.“
Allerdings nicht nach Bremen. 😉
Zuletzt waren Hannover, Dortmund, Stuttgart und Hertha als Interessenten des Stürmers genannt worden.
Schmidtlein kommt definitiv wieder (weiß ich doch schon längst). Görlitz nur vielleicht. Und Lahm? Tja Lahm wird nach der Leistung gegen den BVB wohl wieder was teurer…
Oder so.
Es musste sich was ändern.
Platz 4 in der Liga bedeutet für den FC Bayern sowas wie Platz 18 für denClub.
Das Experiment mit all den jungen 2006-WM-Helden-Hüpfern schlug fehl. Man kann’s ja mal probieren. Die Erwartungshaltung (Ballack-Ersatz, Double-Verteidigung nebst Championsleague-Zielen) war wohl einfach eine Nummer zu groß.
Beim Klub und seiner Führung setzte somit ein Umdenken ein. Man wollte die alten Pfade verlassen, nahm einen Schwung vom Festgeldkonto und schmiss es auf den Markt.
Das Resultat: Die wohl größte Investition im deutschen Fußball. Und in der Folge eine gewisse Dominanz. Aber nicht nur das. Womit wir beim Thema wären.
War die Strategie richtig?
Also jetzt nicht mit den 70 Millionen, nur vom Spielprinzip.
Man entschied sich gegen einen Spielmacher und setzte stattdessen auf ein (neues) Flankenspiel mit kopfballstarken Stürmern im Zentrum. Deshalb wurden ja auch Ribery, Altintop, Jansen, Sosa (Flanken), Toni und Klose (Kopfballstärke) und all die anderen geholt.
Jetzt sind wir auf der Zielgeraden und alles sieht auf den ersten Blick perfekt aus. In der Meisterschaft mit einigem Vorsprung kurz vor dem Titel, im Pokalfinale und im Europapokal ebenfalls kurz davor.
Aber wie kam das alles zustande?
Auf jeden Fall nicht aufgrund der Überzahl der vielen präzisen Flanken, die punktgenau die Stürmer fütterten. Meiner Meinung nach.
Getafe war dafür einmal mehr ein gutes Beispiel.
Das solche Spiele trotzdem gewonnen wurden, kam imho nur deshalb zustande, weil es die individuelle Klasse des Einzelnen und dessen blitzgescheiten Moment gab.
Sicher. Flanken gab’s genug. Aber was für welche! Kann mir keiner mit alten Ballack-Mechanismen erklären – der war auch keine 1,50 Meter groß!
Und wenn man dann lauter Flanken-Fußballer im Team hat, wird’s zäh, wenn man Kurzpassspiel zelebrieren will, oder?
Klappte zwar phasenweise auch nicht schlecht, aber dazu siehe wieder Thema „individuelle Klasse“.
EIN Argument will ich hier trotzdem gelten lassen: Die Uneingespieltheit.
Gleichzeitig meine größte Hoffnung für die neue Saison.
Wie Hoeneß das gestern im Sportstudio sagte, man hat die Probleme in diesem Punkt viel größer eingeschätzt. Die guten Leistung zu Saisonbeginn haben uns alle da wohl ein wenig die Augen getrübt.
Ich will also nicht allzu schwarz malen. Vielleicht schafft es ja Klinsmann Lahm, Sagnol, Sosa und Co. beizubringen, solche Flanken zu schlagen, wie ich sie in dieser Saison zumeist nur von Fußballgott Toni Kroos gesehen habe.
Wir geben die Hoffnung einfach nicht auf und freuen uns, ebenso wie Uli Hoeneß, auf die neue Saison!
Ist das wirklich wahr, dass Ronaldinho für 20.000.000 Euro von Barca zu Milan wechselt? 20 Mio?
Kann ich kaum glauben. Ist ja ein Schnäppchen. Was ist bloß in den letzten Jahren passiert?
Das wären fast schon Dimensionen, die sich der FC Bayern leisten könnte…
Scheinbar scheint er in Barcelona aber sowas von in Ungnade gefallen zu sein, denn ich erinnere mich nur an eine vertragliche Garantie-Ablösesumme im dreistelligen Millionen-Bereich.
Wahrscheinlich liegt’s einfach daran, dass Berlusconi Milan bereit ist für sein Spielzeug die geforderten 11 Mio. Euro Netto-(!)Gehalt zu bezahlen.
Ob er das (noch) wert ist?
Ein anderer Ronaldo (ohne „inho“) wechselt demnächst wohl ebenfalls den Arbeitgeber.
Cristiano Ronaldo.
125 (in Worten Einhundertfünfundzwanzig) Millionen Euro bietet Real Madrid dafür Manchester United!
Jetzt steht ManU nicht gerade im Verdacht, kein selbstverdientes Geld zu haben und somit auf das Taschengeld von Real (und seiner Baulöwen-Präsidenten) angewiesen zu sein, aber auf dieser Ebene spielt Geld offenbar nur eine untergeordnete Rolle.
Tja.
Demnächst mehr in diesem Kino.
*mehr Popcorn*
P.S. Nein. Ich bin nicht neidisch. ‚Freue mich vielmehr schon auf die nächste CL-Saison. 😉
Reminder für mich:
Festhalten, dass es erneut eigentlich beim HSV Platzverweise hätte geben müssen. Die Ringer-Einlage von Herrn van der Vaart hätte van Buytens Vater alle Ehre gemacht. Wahrscheinlich war’s dem Frust geschuldet. So generell und das er ohnehin aufgrund der fünften gelben Karte gesperrt war. Ebenso wie Atouba.
Soviel nur kurz zum Ex-Bayern-Jäger.
Ende der Durchsage. 😉
Ich will nicht. Aber irgendwie doch. Also dann.
Der Fußball schwebt nicht im luftleeren Raum. Er ist Teil der Gesellschaft. Wenn es also in eben dieser immer größere Spannungen gibt, dann gibt’s die irgendwann auch im Fußball. Meine Meinung.
Nur weil man (in der Bundesliga) jetzt seit Jahren kaum noch Krawalle auf den Rängen und Probleme mit Hooligans hatte, heißt es nicht, dass es diese Problematik nicht mehr gab oder gibt.
Sie hatten sich nur ein wenig verlagert, aber Jugendliche und Jung-Erwachsene, die kaum Perspektive haben und nur in derlei Gruppen Bestätigung erfahren, weil sich sonst niemand um sie kümmert, sind der perfekte Nährboden für die Irrungen und Wirrungen rund um diese Gesinnung.
Die Ereignisse in Frankfurt, Köln und auch phasenweise im gestrigen Bayern-Spiel in Getafe, waren unter diesem Aspekt für mich keine Überraschung.
Wir brauchen uns nicht darüber zu unterhalten, dass wir hier nicht über „Fans“ reden. Das ist völlig klar, denn die Ereignisse auf dem Rasen spielen für die Aktivitäten derlei „Ultras“ nur eine sehr untergeordnete Rolle.
Die Konfrontation ist das Ziel. Der Frustabbau.
Das findet bei uns ja genauso statt. Samstag für Samstag. Aber wir sind ja sog. „normale“ Fans. Sagt man. Solche Fans haben ein Regulativ. Die prügeln sich nicht. Die können das trennen. Leben und Fußball. Aggression und Reflexion.
Auf der anderen Seite:
Die Reaktion der Gladbacher war unter diesen Umständen nur zu verständlich. Das klaut der „Erz-Feind“ undercover die eigene Fahne, die Bewegung löst sich daraufhin auf und dann erscheint gerade dieser Stoff als Fetzen im Derby im gegnerischen Lager.
Wenn ich Teil dieser Bewegung gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich ähnlich reagiert. Das aber nur am Rande. Generell gibt es für sowas kein Verständnis von mir. Zumal man ja dadurch den Erfolg des eigenen Vereins, den man ja eigentlich voll und ganz verfallen ist, gefährdet.
Und irgendwie kann ich auch die Bayern-„Fans“ verstehen, die in Getafe kurz nach dem erneuten Rückstand und nach einer Anreise über hunderte Kilometer, dass Aus der eigenen Mannschaft vor sich sahen und sich am Mobiliar vergriffen. Innerlich war ich ob dieser Lächerlichkeit des Gegentores genauso wütend und zerissen. Aber bei mir äußert sich das eben anders. Und das hat nichts mit meinem Alter zu tun. Wahnsinnig hat mich sowas schon zu meinen eigenen Zeiten im Gästeblock gemacht. Nur geäußert hat es sich anders. In Aufschrei, Geschrei und Anfeuerung. Aber nicht in Gewalt und Sachbeschädigung (P.S. Inzwischen habe ich gelesen, dass die Sitation erst eskaliert ist, als Polizeikräfte Fans in der HZ am Verlassen des Blocks gehindert haben. Naja.).
Ich hab’s schon mal gesagt und sag es wieder:
Für mich gibt es keine Kausalität zwischen derlei Fan-„Verhalten“ und dem Thema Stimmung (was ja gerne angeführt wird). Selbst wenn es keine Ultras und Hooligans mehr im Stadion gäbe, gäbe es immer noch Stimmung. Teilweise anders, ja. Und vielleicht weniger choreografisch. Aber der Kern des Fußballs wird es seinen Anhängern auch in Zukunft immer wieder ermöglichen völlig aus sich raus zu gehen. Seine Leidenschaft zu äußern, sein Wehklagen zu vermitteln.
Dazu braucht es sowas wie zuletzt nicht.
Aber es ist nun mal ein Problem und Probleme muss man lösen. Nicht unbedingt immer wie der FC Bayern oder der DFB. Denn es ist ja auch ein gesellschaftliches Problem und somit kann man seine Augen nicht davor verschließen, wie es Funktionäre gerne tun.
Was wollte ich eigentlich sagen?
Das ich mir meinen Fußball, meine Liebe, meine Emotionen, meine Gefühle nicht kaputt machen lasse. Von niemandem!