BL 2013/14 #10 FC Bayern – Hertha BSC

Spiel: FC Bayern – Hertha BSC
Wettbewerb: Bundesliga
Historie: Spiele gegen Berlin

Saison 2011/12
15.10.2011 FC Bayern – Hertha BSC 4:0 (3:0)

Münchner Preußen in Bayern. Chancenlos.

Jetzt mal ehrlich, Freunde der Sonne. Dieser Gast vom gestrigen Samstag ist der Gegner, der den sog. amtierenden Deutschen Meister in Dortmund geschlagen und die ach so heimstarken Bremer in arge Schwierigkeiten gebracht hat? Diese Hertha aus Berlin? Das kann nicht sein, da müssen am Samstag die Doppelgänger auf dem Platz gestanden haben. Oder lag es vielleicht doch ein ganz klein wenig am FC Bayern?

Lag es am FC Bayern, dass die Berliner in den ersten 13 Minuten nicht wussten, wo hinten und vorne ist? Oder hatte die Hertha einfach nur „einen schlechten Tag“ erwischt? So wie alle bisherigen Gegner des FC Bayern in dieser Saison? Ich denke, dass selbst das Boulevard sich so langsam an diesen Gedanken gewöhnen muss: Der FC Bayern macht heuer ernst. Wir Fans können das ja selber noch nicht so richtig glauben. Haben immer noch nach diesen unsäglichen Länderspielpausen arge Bedenken und Zweifel.

Saison 2009/10
19.12.2009 FC Bayern – Hertha BSC 5:2 (3:0)

Und noch einmal: Die Herbstmeisterschaft wird nur über den FC Bayern entschieden.

Fußballfans sind so. Immer wird der eigene Verein beschissen. Ist der eigene Verein der perfekte Aufbaugegner für Gegner x. Ist der eigene Verein das Zentrum des Universum. Recht so. Also darf ich auch behaupten, dass, wenn der FC Bayern die beiden aufeinanderfolgenden Heimspiele gegen Schalke und Leverkusen gewonnen, statt nur remis gespielt hätte, nun der FC Bayern von der Tabellenspitze grüßen würde, oder? Behaupten darf ich das.

Zu dumm, dass mein Verein zu dieser Zeit mitten in seiner sog. Krise steckte. Deshalb ist es so wie es ist. Am Samstag endete im Heimspiel gegen Tasmania Berlin eine Hinrunde der vergebenen Chancen. Auch in diesem Spiel war das so. Aber wieso, wenn man dem Gegner fünf Tore einschenkt und ihn nach Strich und Faden beherrscht? Weil ein reines 5:0 bei gleichzeitigem Remis von Leverkusen (wo es phasenweise so stand) gereicht hätte, die Farbenstädter in der Tabelle zu überholen.

Hätte.

Natürlich kann ich mich jetzt mit dem Abstand von ein paar Tagen hinstellen und davon reden, dass es schon ein starkes Stück ist, dass der FC Bayern es gegen Ende der Hinrunde überhaupt noch geschafft hat, die zweitbeste(!) Tordifferenz der Bundesliga zu erreichen.

Saison 2008/09
31.08.2008 FC Bayern – Hertha BSC 4:1 (1:0)

Der richtige Gegner zur rechten Zeit!

So langsam wird das lustig. Hertha BSC beim Auswärtsspiel in München. Jedes Jahr aufs Neue, nehmen sich die Berliner in München was vor. Und jedes Mal wirds schlimmer. Habe ich zumindestens den Eindruck. Vor allem seit den Hauptstadt-Gastspielen in der Allianz-Arena. Hätte der Schiedsrichter nicht über weite Strecken des Spiels die Hand über die Berliner gehalten, hätte es durchaus ein Debakel werden können. Oder zumindestens einen dritten Elfer (klares Trikot“zupfen“ gegen Toni im Strafraum) und einen Platzverweis (klare rote Karte nach Schlag von Rafael gegen Ottl) gegeben.

Sieg trotz Schiedsrichter. Naja. Dafür waren die Bayern einfach zu überlegen. Pech für die Herthaner, dass die Bayern sich offenbar gerade gestern endlich wieder gefangen hatten. Wie von Klinsmann gesagt (und mir erhofft) begann gestern für den FC Bayern die Saison. Obwohl ich eigentlich behaupten mag, dass von den bislang gezeigten sechs Halbzeiten vier richtig gut waren. Die erste gegen den HSV, die zweite in Dortmund und gestern beide. Klar.

BL 2013/14 #09 FC Bayern – Mainz 05

Spiel: FC Bayern – Mainz 05
Wettbewerb: Bundesliga
Historie: Spiele gegen Mainz

Saison 2012/13
15.09.2012 FC Bayern – FSV Mainz 05 3:1 (2:0)

Von Schongängen, Umschaltern und Mr. Perfect

Ich fühle mich komisch während ich hier sitze und den Bericht zum gestrigen Heimsieg gegen Mainz verfasse. Komisch, weil mir einfach nix einfallen will, was ich zu kritisieren hätte. Die Bayern haben die ersten 20 Minuten in dieser Begegnung einen perfekten Fußball gespielt gegen eines von diesen Teams, die uns – bislang – angeblich so wenig liegen sollen. Also extrem gut in der Defensive gestaffelt (inklusive Extrem-Nachlaufing) und bei Ballbesitz explosionsartig in Richtung unseres Tores rennen, um auf direktem Weg den Abschluss zu suchen.

Von Mainz – gerüchteweise als Angstgegner tituliert – sah man derlei nur sehr selten. Und selbst in den Phasen, als die Bayern schon im Schongang waren und Mainz „mal machen ließen“ – auf Deutsch: Wir durch unseren Schlendrian in „Gefahr“ gerieten – war unsere eigene Defensive zumeist Herr der Lage. Stark, was die Sportskameraden Neuer, Lahm, Boateng, Dante und Badstuber ablieferten. Nicht minder erwähnenswert die Leistung der Herren Schweinsteiger und Gustavo (hört, hört).

Saison 2011/12
14.04.2012 FC Bayern – FSV Mainz 05 0:0 (0:0)

Sandwich-Wochen beim FC Bayern, Die

Die Saison biegt auf ihre endgültige Zielgerade. Und schon ist die Luft raus aus der Meisterschaft. Kaum erholt vom Gastspiel in Dortmund, enttäuschte uns Schalke 04 mit seiner Heimniederlage und gipfelte alles im Heim-Remis unseres Vereins gegen den Karnevalsverein aus Mainz. Die schwarzgelbe Borussia braucht noch einen (oder von mir aus zwei aufgrund der Tordifferenz) Punkt zur Titelverteidigung. Eine Gratulation kommt dann, wenn es fest steht. Respekt muss man allen Beteiligten aber jetzt schon zollen.

Den Dortmundern für ihre unfassbare Serie. Und hier ist nicht gemeint, dass sie so lange ungeschlagen sind (eine Niederlage ist schließlich kaum schlechter als ein Remis), nein, diese vielen Siege stehen für die Dominanz der bekloppten Kicker. Ein „abgeschlagener“ Zweiter mit inzwischen schon 64(!) Punkten am 31.Spieltag (am Ende um die 70 Punkte möglich!) sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache.

Saison 2010/11
25.09.2010 FC Bayern – FSV Mainz 05 1:2 (1:1)

Wer keine Ziele mehr hat erfreut sich am Leid der Anderen

Im Moment würden zehn Bundesliga-Teams gerne mit uns tauschen. Aber was bringt es uns, mit dem Finger auf anderen Mannschaften zu zeigen, denen es noch schlechter geht? Lautern, Werder, Nürnberg, Köln, Gladbach, Schalke oder Stuttgart? Wir stehen auf Platz 8 und haben nach dem 6.Spieltag 10 Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze. Das klingt hart. Es werden aber bis zum 34.Spieltag noch 84 Punkte vergeben. Abgesehen davon ist die Bundesliga doch aktuell mehr als quer, oder?

Wie sonst sollte man erklären, dass die Stuttgarter zuhause gegen Leverkusen 4:1 verlieren, wo sie doch in der Woche zuvor an gleicher Stelle die Gladbacher mit 7:0 zerlegt haben. Die Gladbacher übrigens, die in Leverkusen mit 6:3 gewannen? Wie erklären, dass Bremen 3:2 gegen den HSV gewinnt, nachdem sie zuvor in Hannover 1:4 demoralisiert wurden, die ihrerseits zuvor in Wolfsburg 0:2 verlieren, die damit nach drei Niederlagen den ersten Sieg feierten?

Ode an Pep oder Emotionen sind emotional

Meine Blogbeiträge sind in meinem selbst gewählten Sabbatical reduziert. Mein Leben als Fan geht aber trotzdem weiter. Emotional wie eh und je. Apropos Emotionen. Nach dem Spiel gegen Bayer 04 twitterte ich. Ohne Filter. Einige irritierte das. Lest selber.

…oder…

Wohlgemerkt direkt nach dem Spiel. Früher bloggte ich gar zu solch frühen Zeitpunkten. Man merkte es den Beiträgen an. Adrenalin pur. Als ich am Samstag auf dem Weg nach Hause war, kam ich runter. Ließ mir das Spiel und die Gesamtsituation noch einmal durch den Kopf gehen. Wie ich es früher auch immer tat, um meine Gedanken für den ausstehenden Blogbeitrag zu sammeln, zu sortieren. Aktuell kommen dabei dann Tweets wie die folgenden zustande:

Die Essenz aus einem epischen Blogbeitrag. In jeweils 140-Zeichen-Häppchen.

Aber ist es nicht tatsächlich so, dass uns allen bei den Spielen in Manchester und Leverkusen kollektiv die Münder offen standen? Ob dieser Spielweise unserer Mannschaft? Wie war das noch in einem der Pep-Interviews? Er sagte, dass er gemerkt habe, dass es in der Bundesliga wichtig sei, dass man die schnellen Konter verhindern müsse. Ja. Sicher. Eben. Die Waffe der Dortmunder, Hannoveraner oder wer sonst noch diese Strategie fährt. Und Pep identifiziert das Problem (für uns Bayern) und löst es. Er verändert die Dinge, die noch fehlen in unserer Mannschaft. Dinge, die vielleicht viele andere Trainer auch sehen würden, aber Trainer wie er haben die Fähigkeit hier tatsächlich auch Mechanismen zu entwickeln, die als Gegenmittel funktionieren.

Was habe ich früher vor dem Fernseher oder im Stadion die bayerische Beherrschung des Spiels bewundert. Allerdings nicht ohne die Angst im Hinterkopf zu haben, dass gleich der Gegner den Ball erobert, uns überrennt und das Kontertor erzielt. Ballbesitz-Rekord hin oder her. Diese Angst ist seit Manchester & Leverkusen verschwunden. Und DAS Gefühl ist wirklich epochal. Wir sind nun wieder einmal an dem Punkt, an dem die Angst der Berichterstatter greift, dass den Bayern irgendwann die „ernsten“ Gegner ausgehen. Manchester war ein „erster Prüfstein“. Dann Leverkusen. Die Überraschung der Saison. Überraschung im Sinne von: Tolles Spiel, klasse Weiterentwicklung und Eindringen in die Bayerisch – Westfälische Liga-Dominanz der letzten Jahre. Am Ende des Tages bleibt diesen Experten dann nur noch die Floskel, dass die Gegner halt einen schlechtan Tag erwischt hätten, oder Ähnliches. Im Hintergrund die Furcht, dass Pep auf dem Weg ist, die „perfekten Bayern“ zu kreieren. Horror für die Spannungsfanatiker.

Ein Trainer van Gaal brachte uns die Grundlagen. Ein Trainer Heynckes optimierte dieses Grundgerüst und führte uns so zum Triple. Und der Trainer Guardiola? Kopierte eben nicht (wie kurzsichtig herbei geschrieben) das Barca-System nach München. Lässt doch kein eintöniges Ballbesitzspiel a la van Gaal spielen. Nein. Ein Trainer Guardiola etabliert seine Vorstellungen von Fußball und passt sie permanent sich verändernden Rahmenbedingungen an. Hier als Zeitzeuge dabei zu sein, beeindruckt mich und ließ mich am späten Samstag abend tatsächlich demütig werden. Und dankbar.

Seit diesem Wochenende habe ich mir vorgenommen, mich nicht mehr von „Rückschlägen“ wie gegen Wolfsburg oder anderen Spielen dieser Hinrunde von der Überzeugung abbringen zu lassen, dass mein Verein mit diesen Trainer auf einem guten Weg ist. Punkt.

Mehr bleibt mir nicht zu sagen. Lest vielleicht noch, was andere – von mir geschätzte Schreiber – sich so gedacht haben:

Spielverlagerung: Bayer 04 Leverkusen – Bayern München 1:1

Der Bayern Blog: Bayer 04 Leverkusen – FC Bayern 1:1 (1:1)

Miasanrot: FC Bayern in Leverkusen – Die Geschichte vom Schwanenkönig

Fernglas FCB: Klassenunterschied

BL 2013/14 #08 Leverkusen – FC Bayern

Spiel: Leverkusen – FC Bayern
Wettbewerb: Bundesliga
Historie: Spiele gegen Leverkusen

Saison 2012/13
16.03.2013 Bayer Leverkusen – FC Bayern 1:2 (0:1)

Bayerns Ernst, Bayers Dusel und Paules Erinnerung

Ich war offenbar lange nicht mehr da. Im Ulrich-Haberland… in der BayArena. Das Dach, das über die Bismarkstraße reicht. Die Schleusen vorm Gästeblock. Der Außenaufgang(!) zum Block. Diese unfassbare Sichtbehinderung während man in G4 sitzt. Und diese Hechtsuppe. Was haben wir gefroren. Ich war bei Gastspielen in Leverkusen, da stand rechts noch die alte Kurve und waren direkt daneben die Heimfans untergebracht. Ja, ja, die Gästefans standen damals auch mal kurz auf der anderen Seite der Haupttribüne. Andererseits: Wo auch immer wir damals standen, ein Aufenthalt in der Farbenstadt war immer sehr zwiespältig und bot eigentlich im Rückblick die gesamte Bandbreite.

Saison 2011/12
03.03.2012 Bayer Leverkusen – FC Bayern 2:0 (0:0)

Das Ende. Vom Ende des Endes des Endes der Krise.

Ich bin es irgendwo leid. Hier immer wieder das gleiche zu schreiben. Also im Wochenwechsel entweder die neue Krise zu beschreiben oder das Ende der selbigen. Es geht mir an und auf die Nerven, dass in der letzten Woche alles gut und jetzt wieder alles schlecht ist. Oder sein soll. Fußball ist so. Und der Hauptunterschied im heutigen Spiel lässt sich an zwei Szenen festmachen. Zuerst ist Herr Gomez wirklich einen Bruchteil einer Sekunde vor dem 1:0 – verhindert wird dies durch Herrn Friedrich, der nicht aufgibt und den Ball von der Linie kratzt. Auf der Gegenseite unterläuft zwar Herr Neuer die Flanke bleibt aber die GESAMTE Abwehr, also vier Mitspieler, komplett stehen und ermöglicht so den Leverkusenern die Führung.

Saison 2010/11
20.11.2010 Bayer Leverkusen – FC Bayern 1:1 (1:1)

Der FC Kindergarten tritt auf der Stelle

Soll ich mich wirklich noch darüber aufregen? Das der FC Bayern, seine Verantwortlichen und Spieler weiter von der deutschen Meisterschaft faseln und das so was „einer Spitzenmannschaft nicht passieren darf“? Könnte ich, aber diese allwöchentliche Schallplatte hat einen Sprung. Ich bin da – zur Abwechslung – mal ganz bei Herrn Beckenbauer. Was der FC Bayern gerade abliefert ist nicht tauglich, sich als Meisterschaftskandidat oder Spitzenmannschaft zu bezeichnen. Klar kann man durchaus noch Meister werden und sicher wird dieser große Abstand auf Dortmund so nicht bis zum Saisonende bestehen bleiben. Aber dann muss man auch entsprechend auftreten. Auf dem Platz. Wenn man wirklich die deutsche Meisterschaft gewinnen, verteidigen will.

BL 2013/14 #07 FC Bayern – VfL Wolfsburg

Spiel: FC Bayern – VfL Wolfsburg
Wettbewerb: Bundesliga
Historie: Spiele gegen Wolfsburg

Saison 2012/13
25.09.2012 FC Bayern – VfL Wolfsburg 3:0 (1:0)

Hungrig nach Wölfen oder Weiter, immer weiter.

Felix Magath wollte in München beim Gastspiels seines Wolfsburger VfL „was mitnehmen“. Aus einer massiven Abwehr auf Konter setzen. Kein neues Konzept, aber in der jüngeren Vergangenheit nicht selten eine erfolgreiche Taktik gegen unseren FC Bayern. Nun, diese Zeiten scheinen vorbei zu sein. Woche für Woche zerlegen die Münchner nun schon Gegner um Gegner. Den geneigten (Bayern-)Fan erfreut dieser Umstand. Entschädigt er doch für so einige Erlebnisse der letzten Jahre. Das Spiel war phasenweise sogar so einseitig, dass ich die Konzentration verlor und abschweifte.

Saison 2011/12
28.01.2012 FC Bayern – VfL Wolfsburg 2:0 (0:0)

Gegen die Wolfswand, den Schiedsrichter und die eigene Blockade

Meine Güte, der FC Bayern hat es dieser Tage aber auch nicht leicht. Man spielt gegen zumeist tief stehende Gegner und findet einfach kein Mittel, das inzwischen ebenso allgemein gültige wie erfolgreiche Vorgehen gegen die oft so grandios aufspielenden Hinrunden-Münchner zu eliminieren. Man spricht von fehlender Kreativität, von fehlender Frische, Spritzigkeit. Himmel! Hinter uns liegt eine 9-tägige Rückrunde. Die Anstrengungen noch weit vor uns. Und weshalb dann immer diese Marketing-relevanten und geschliffenen Phrasen vom „besten Trainingslager aller Zeiten“?

Saison 2010/11
20.08.2010 FC Bayern – VfL Wolfsburg 2:1 (1:0)

Vieles ändert sich, manches aber nicht: Die selektive Wahrnehmung

Die Bayern haben am Freitag das Auftaktspiel der neuen Bundesliga-Saison gewonnen. Knapp. Mit 2:1. Am Ende sprachen die üblichen Verdächtigen einmal mehr vom „berühmten Bayern-Dusel“. Jeder Bayern-Fan kann diese Phrase nicht mehr hören, für jeden Nicht-Bayern-Fan stellt diese aber die Grundlage für das eigene Weltbild dar. Zwei Fronten. Ebenso unveränderlich stehen sich die selektiven Wahrnehmungen im Fußball gegenüber. „In der ersten Halbzeit standen wir einfach zu tief, waren zu passiv. Nach dem Wechsel lief das besser und wir hätten den Sieg verdient gehabt.“

Le roi d’Europe

Wer öfter auf Breitnigge zu Besuch ist, der hat vielleicht schon einmal von diesem Twitter-Dings gehört. Ich treibe dort auch mein Unwesen. Viele Breitnigge-Leser nicht. Das ist weder schlimm noch hier das Thema. Twitter ist ein schnelles Medium und vereinigt viele Menschen, die meine Gedanken zum Fußball teilen. Und die weitaus kreativer sind als ich. Selbst wenn ich viele meiner aktuellen Probleme nicht hätte. Zeit zum Beispiel.

In den letzten Tagen entdeckte ich in meiner Twitter-Timeline eine Perle. Mir ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht die komplette Hintergrund-Geschichte präsent, aber das Werk, welches auf Basis einer Idee von kreativen Köpfen entstand, will ich euch nicht vorenthalten. Bitteschön:

*schnipp*

Jens Peters ist Sportblogger der ersten Stunde. Ferner Mitglied weiterer fabulöser Projekte wie z.B. Fokus-Fußball. Herr Kamke ist… unbeschreiblich. Viele Twitterer hängen an seinen 140 Zeichen. Auch ich. Seine Tweets und sein Blog stellen eine Bereicherung für uns alle dar. Aus vielerlei Gründen.

Beide haben per se mit Herrn Ribéry nicht viel zu schaffen. Herr Peters ist Leverkusen-, Herr Kamke Stuttgart-Fan. Derlei Versäumnis minderte meine Gänsehaut beim Konsum dieses… Kunstwerkes in keinster Weise.

Bildet euch. Ein eigenes Bild.

BL 2013/14 #06 FC Schalke 04 – FC Bayern

Spiel: FC Schalke 04 – FC Bayern
Wettbewerb: Bundesliga
Historie: Spiele gegen Schalke 04

Saison 2012/13
22.09.2012 FC Schalke 04 – FC Bayern 0:2 (0:0)

Kroos’er Superstar und Königsblaue Illusionen.

Unser aller FC Bayern eilt in diesen frühen Saisontagen von Sieg zu Sieg. So auch im gestrigen Gastspiel in Schalke. Lange sah dies nicht unbedingt so aus und ich will es gerne zugeben, dass ich vor dem Spiel leichten Respekt vor Jones, Huntelaar und Co. hatte. Hatte ist hier das Zauberwort. Spätestens nach dem Doppelschlag zum 0:2 war es um die Königsblauen geschehen. Und von da an machte mir das Spielchen der Bayern noch einmal mehr Spaß. Aber der Reihe nach.

Saison 2011/12
18.09.2011 FC Schalke 04 – FC Bayern 0:2 (0:1)

Der nächste schwächste Gegner oder Blackout bis zum Tor

Es war knapp. Verdammt knapp. Ich war schon auf Stufe 2 von 3 im Gespräch mit der Sky-Hotline. Und wenige Sekunden nachdem ich den Receiver mit einem Komplett-Reset dazu bringen konnte, diese falsche Smartcard-Fehlermeldung einfach mal zu ignorieren und mir das Spiel meiner Bayern in Schalke zu zeigen, fiel das 1:0 durch Herrn Petersen. Glück gehabt, liebe ostdeutsche Callcenter-Sky’erIn. Egal. Dann habe ich halt die ersten 20 Minuten dieses Spiels verpasst. Die relevanten Szenen konnte ich in der Zusammenfassung sehen.

Saison 2010/11
04.12.2010 FC Schalke 04 – FC Bayern 2:0 (0:0)

Unchlaublicher Königsblauer Dusel und der Abschied vom Titel. Vorerst.

Es ist ja inzwischen bekannt, dass in mir zwei Seelen schlummern. Die eine ist während eines Bayern-Spiels aktiv, die andere davor und danach. Mit der einen ist nicht gut Kirschen essen, die andere schreibt gerade dieses Bericht. Früher – vor den Kindern – habe ich mich vorm Bildschirm gerne auch mal wie im Stadion aufgeführt. Verbal wie körperlich. Da nimmt man sich als Vater irgendwann zurück. In dieser Hinrunde fällt dies allerdings zunehmend schwerer. Während des Spiels. Nach dem Spiel kommt mehr und mehr das Gefühl der Resignation.