Die 70-Mio-Euro-Strategie

Oder so.

Es musste sich was ändern.

Platz 4 in der Liga bedeutet für den FC Bayern sowas wie Platz 18 für denClub.

Das Experiment mit all den jungen 2006-WM-Helden-Hüpfern schlug fehl. Man kann’s ja mal probieren. Die Erwartungshaltung (Ballack-Ersatz, Double-Verteidigung nebst Championsleague-Zielen) war wohl einfach eine Nummer zu groß.

Beim Klub und seiner Führung setzte somit ein Umdenken ein. Man wollte die alten Pfade verlassen, nahm einen Schwung vom Festgeldkonto und schmiss es auf den Markt.

Das Resultat: Die wohl größte Investition im deutschen Fußball. Und in der Folge eine gewisse Dominanz. Aber nicht nur das. Womit wir beim Thema wären.

War die Strategie richtig?

Also jetzt nicht mit den 70 Millionen, nur vom Spielprinzip.

Man entschied sich gegen einen Spielmacher und setzte stattdessen auf ein (neues) Flankenspiel mit kopfballstarken Stürmern im Zentrum. Deshalb wurden ja auch Ribery, Altintop, Jansen, Sosa (Flanken), Toni und Klose (Kopfballstärke) und all die anderen geholt.

Jetzt sind wir auf der Zielgeraden und alles sieht auf den ersten Blick perfekt aus. In der Meisterschaft mit einigem Vorsprung kurz vor dem Titel, im Pokalfinale und im Europapokal ebenfalls kurz davor.

Aber wie kam das alles zustande?

Auf jeden Fall nicht aufgrund der Überzahl der vielen präzisen Flanken, die punktgenau die Stürmer fütterten. Meiner Meinung nach.

Getafe war dafür einmal mehr ein gutes Beispiel.

Das solche Spiele trotzdem gewonnen wurden, kam imho nur deshalb zustande, weil es die individuelle Klasse des Einzelnen und dessen blitzgescheiten Moment gab.

Sicher. Flanken gab’s genug. Aber was für welche! Kann mir keiner mit alten Ballack-Mechanismen erklären – der war auch keine 1,50 Meter groß!

Und wenn man dann lauter Flanken-Fußballer im Team hat, wird’s zäh, wenn man Kurzpassspiel zelebrieren will, oder?

Klappte zwar phasenweise auch nicht schlecht, aber dazu siehe wieder Thema „individuelle Klasse“.

EIN Argument will ich hier trotzdem gelten lassen: Die Uneingespieltheit.

Gleichzeitig meine größte Hoffnung für die neue Saison.

Wie Hoeneß das gestern im Sportstudio sagte, man hat die Probleme in diesem Punkt viel größer eingeschätzt. Die guten Leistung zu Saisonbeginn haben uns alle da wohl ein wenig die Augen getrübt.

Ich will also nicht allzu schwarz malen. Vielleicht schafft es ja Klinsmann Lahm, Sagnol, Sosa und Co. beizubringen, solche Flanken zu schlagen, wie ich sie in dieser Saison zumeist nur von Fußballgott Toni Kroos gesehen habe.

Wir geben die Hoffnung einfach nicht auf und freuen uns, ebenso wie Uli Hoeneß, auf die neue Saison!

FC Bayern-Transfergerüchte 0708#008

Es gibt Neues an der Transfergerüchte-Front. Hätte mich auch gewundert, wenn da länger nix passiert wäre.

Daniele de Rossi vom AS Rom soll beim FC Bayern der nächsten Saison auf der Liste stehen. Sagt Springer. Na dann. Für van Bommel.
Und für Toni. Den der muss ja laut des großen Meinungsführer-Blattes „bei Laune gehalten werden“.

30 Millionen Euro Ablöse sind schließlich schon mal gleich gar nicht und sowieso kein Problem…

Es bleibt alles wie es ist: Wenn der Tag lang ist, spekuliert BILD viel…

Schnell, schnell, bevor es zu spät ist

Puh. Gerade noch geschafft. Bevor die die Mauern hochziehen an der Säbener Straße. 😉

Der letzte Ferientag in vielen Bundesländern lockte am Sonntag bei herrlichem Frühlingswetter noch mal knapp 2.500 Fans zum Training des FC Bayern an die Säbener Straße. Die sahen auf dem Platz zwar nur die Reservisten und nicht eingesetzten Spieler vom Derby in Nürnberg, wurden dann aber von Luca Toni und Co. mit ausgiebigen Autogrammeschreiben mehr als getröstet.

Road to Manchester: RSC Anderlecht – FC Bayern

Null zu fünf. Alter. Das erinnert ja bald schon an den europäischen Triumphzug 1995/96.

Zugegeben. So deutlich sah es über lange Strecken der ersten Halbzeit nicht aus. Auch wenn die Bayern Spiel und Gegner da schon zumeist im Griff hatten.

Mit ein bißchen Glück hätten die Belgier schon in den ersten 45 Minuten den Ausgleich erzielen können. Die Unkonzentriertheiten im Team kosten uns vielleicht irgendwann noch einmal Kopf und Kragen. Nicht so heute Abend. Anderlecht war einfach zu schwach (umso erstaunlicher, dass die Bordeaux rausgehauen haben…). Und mit 10 Mann erst recht nicht in der Lage den aktuellen Bayern Paroli zu bieten. Den Bayern der zweiten Halbzeit. Als Hitzfeld mal eben 37 Mio. Euro einwechselt und die Bayern richtig aufdrehen. Phasenweise zaubern.

Und ja, auch hier muss man ergänzen, dass sich spätestens nach dem 0:3 im Vorort-Team aus Brüssel Auflösungserscheinungen breit machten.

Trotzdem muss man sagen, dass einen ausgeruhten Ribéry weder Ochs noch Esel aufhalten!

Allein. Wir können es uns, je weiter wir im UEFA-Pokal kommen sollten, sicherlich nicht mehr leisten unseren Superstar 45 Minuten auf der Bank zu schonen…

Wie schon gegen Schalke machte unser kleine Franzose auch hier wieder den Unterschied. An allen Toren der zweiten Halbzeit war er direkt beteiligt. Zweimal perfekter Vorbereiter und einmal Kunstschütze mit Traumfreistoß. Berauschend wie gefährlich zugleich. Abhängigkeit kann süß und bitter sein. Im gleichen Moment.

Ich beginne langsam mich daran zu gewöhnen. Man muss sich offenbar nur einfach dieser Tatsache stellen. 25 Mio. sind 25 Mio. und er ist jeden Euro wert. Nicht weniger und nicht mehr. Punkt.

Zum Spiel:

Lahm fiel mir unangenehm auf, da seine Fehlpassquote irgendwann richtig weh tat. Beim Zuschauen. In der ansonsten sicheren Abwehr gab es ferner einige haarsträubende Fehler und in der Offensive wurde mal wieder jede Menge direkter Offensivgelegenheiten ausgelassen. Verbesserungswürdig.

Der Rest war heute Abend aber durchaus ansprechend. Wirklich. Sogar ein Schweinsteiger spielt nicht schlecht. PrinzPoldi wusste ebenfalls zu gefallen. Und Luca Toni? Gelbe Karte. Gesperrt. Spontan dachte ich: „Supi“. Spätestens nach dritten Tor allerdings: Ok. Wird schon klappen, ohne ihn… 😉

Das Rückspiel sollte also als weitere Entspannung einer weiteren englischen Woche dienen, zumal es ein Mittwochsspiel werden wird. Glücklich, wer solche Chancen bekommt. Oder lehne ich mich zu weit aus dem Fenster, wenn ich nicht glaube, dass Anderlecht gegen uns 5 oder 6 Tore schießt? In München? Und selbst wenn. Dann müssten sie ja derart offensiv spielen, wie wir Bayern das in der Arena seit Monaten von keinem Gegner mehr gesehen haben. Was uns dann sicherlich ebenfalls so um 4-8 Tore bringen dürfte.

Wieso nicht? Würd‘ doch Spaß machen.

Der Spaß hört dann spätestens im Viertelfinale auf. Ich bin da ganz realistisch. Wenn ich an das Rückspiel gegen Aberdeen und an heute Abend denke, dann muss ich sagen, dass der Wettbewerb für uns Bayern jetzt erst ernsthaft losgeht, oder?

Schön.

Pokal-Derby, Elfmeter und Schwerkraft

Die Bayern stehen im Halbfinale des DFB-Pokals. Immerhin. Von allen möglichen Titeln sind wir hier also schon am weitesten. Wird ja auch allgemein so definiert. Der einfachste Weg in den Europapokal. Allerdings nicht für uns. Noch ein Jahr UEFA-Pokal brauche ich nicht…

Zum Spiel.

Bayern war Favorit. Bayern war Gastgeber. Bayern „machte“ also. Und zwar das Spiel. Immer wieder die gleiche Leier. Mit gleichem Ergebnis. Bayern rennt an. Gegner xy verteidigt. Hinzu kam noch, dass es das erste Derby unter Wettbewerbsbedingungen war. Allerdings befinden sich die Löwen schon lange nicht mehr auf Augenhöhe. Finanziell wie spielerisch. Das 1:1 im Freundschaftsspiel war nur der Trägheit der Bayern geschuldet.

In diesem Spiel war einmal mehr das Defizit der Bayern an Kaltschnäuzigkeit das Thema. Hätte Kroos völlig frei vorm Tor den Ball in eben jenes gezimmert und nicht 5 Meter drüber, wäre es ein anderes Spiel geworden. Hat er aber nicht und wurde es auch nicht. Pech gehabt.

Mit der Einwechslung von Ribery wurde es, wie schon gegen Hamburg, ein anderes Spiel. Plötzlich lief alles irgendwie schneller beim FC Bayern. Erschreckend also, dass es tatsächlich an einer Person hängt. Phasenweise sahen wir dann die üblichen Verhaltensmuster. 3-4 Gegner stürmen auf Ribéry und trotzdem sind nicht ebensoviele Bayern frei und helfen ihm. Ballverlust. Irgendwie ein-dimensional. Egal.

Abgesehen von Unzulänglichkeiten der Hitzfeld-Kicker trug der Schiedsrichter seinen Teil zum Spiel bei.

Um eins aber vorweg zu schicken: Der Schiedsrichter war nicht schuld daran, dass die Bayern sich so in die Verlängerung gequält haben, aber z.B. war das Foul an Lucio kurz vor Schluss der regulären Spielzeit imho ein klarer Elfer. Desweiteren hatte ich während des gesamten Spiels den Eindruck, das Gagelmann zwanghaft zeigen wollte, dass er kein Heimschiedsrichter ist.

Naja. Er hatte wohl einfach einen schlechten Tag.

Ob man nämlich Luca Toni beide gelben Karten geben muss, würde ich auch nicht unbedingt unterschreiben. Toni ist imho kein Stinkstiefel. Er spielt authentisch, steht ohnehin permanent unter Beobachtung. Sicherlich mag er ein wenig Frust gehabt haben, ob der Spielweise seiner Gegenspieler, die ihm permanent auf den Füßen standen. Aber auch hier wäre es hilfreich gewesen, wenn Toni ein, oder zwei wirklich gute Pässe in den Fuß bekommen hätte, dann müssten wir uns jetzt gar nicht mehr darüber unterhalten. Weder über seinen Platzverweis noch über besagte Verlängerung.

Diskutieren kann man dagegen über den ersten Platzverweis für die Löwen. Ribéry zeigte da ein Verhalten, dass ich so von ihm bisher noch nicht gesehen habe. Schinden. Imho lag das an der Atmosphäre, die Gagelmann durch seine Entscheidungen geschaffen hatte. R. hat spontan die Möglichkeit erkannt und sich fallengelassen. Verurteilungswürdig. Ob man es ihm in dieser Situation vorwerfen kann? Zumindestens nicht, bevor wir uns über vergleichbare Entscheidungen gegen uns beschweren…

Ohnehin war der späte Zeitpunkt im Rahmen der Verlängerung für das Spiel fast irrelevant. Die Löwen versuchten sich da schon ins Elfmeterschießen zu retten und die Bayern hätten den folgenden Elfer wohl auch so bekommen.

(Dagegen war der zweite Platzverweis ohne Diskussionen fast noch klarer als Gelb-Rot. Imho hätte man sich von Seiten der Löwen da auch nicht über Rot beschweren können. Dass sie trotzdem diskutierten, lag vielmehr daran, dass sie sich zu diesem Zeitpunkt schon verschaukelt fühlten…)

Apropos Elfer:

In der ersten Wiederholung sah es so aus, als ob das Foul vor der Linie geschah, in der zweiten eben auf der Linie. Und die Linie gehört nun einmal zum 16-Meter-Raum. Kann man imho also durchaus geben.

Sowieso kam der Höhepunkt des gesamten Spiels erst mit der Ausführung des Strafstoßes. Mal ganz im Ernst: Ist der Ribéry ’ne coole Sau, oder nicht?

In solch‘ einer Situation, in der 122. Minute eines Pokalspiels, einen Strafstoß wiederholen zu müssen und dann wie gegen WerderWiese?

Wahnsinn.

Jedem anderen Bayern-Spieler wäre da wohl das Herz in die Hose gerutscht!

Ihm nicht und deshalb stehen wir jetzt in der Vorschlussrunde.

T Minus 16: FC Bayern – Werder Bremen

Geschwächt durch Grippe, Fieber und sonstige Schmerzen, fielen im Vorfeld des Bundesliga-Gipfels sämtliche Vorberichte flach. Wieso sollte es denen besser gehen als mir. Abgesehen davon hätten die eh nur ein Thema gehabt – wer ersetzt Ribéry und geht das überhaupt?

Nun. Inzwischen sind wir schlauer. Es geht nicht und Herr Schweinsteiger kann es gleich gar nicht. Ich würde sogar soweit gehen – sehr gerne lasse ich mich hier eines Besseren belehren – das mit ihm und dem FC Bayern wird nichts mehr. Soll er doch zu den Wunderheilern und Psychologen nach Bremen gehen, hier raubt er mir, uns nur den letzten Nerv.

Apropos Psychologen: Muss ich mir das jetzt noch bis Ende der Saison anschauen und auf die neuen Trainer rund um Klinsmann warten, oder bekommen wir das irgendwie bald mal selber hin, dass man einem Herrn Klose erklärt, wie das mit der Torgefährlichkeit so geht?

Der Bock in Rostock zeigte uns ja offenbar schon die Richtung für ihn an, aber wieso traut er sich plötzlich nicht mehr die Elfmeter zu schießen? Da muss tatsächlich dann ein ital. Weltmeister ran, der mit seiner gefühlten Schuhgröße 60 nicht nur körperlich wie ein Tolpatsch am Elfmeterpunkt wirkt? Selten hat sich der Schmerlappen im Werder-Tor wohl schon während der Ausführung eines Strafstoßes so dermaßen kaputtgelacht – geht gar nicht Miro (und willst Du so etwa auf Deine 25 Tore in dieser Saison kommen und werden Interviews im Bayern-Magazin inzwischen frei erfunden (von wegen, „wir werden brennen“ und anderer Stuss)?)!

Apropos Luca Toni: Weltmeister-Bonus, Herr Hitzfeld?

War Klose über 90 Minuten nur ein Schatten, konnte sich unser ital. Weltmeister noch hinter ihm verstecken – und durfte trotzdem durchspielen? Stolper- und Fehlpassfestival olé. Ok. Wenn der Schiedsrichter nicht gewesen wäre – war er aber…

Apropos Schiedsrichter: Ganz ehrlich: Während des Spiels war ich gedanklich ganz klar. Anspannung pur, Erkältung ausgesetzt. Wie kann es also sein, dass Typen wie Werders Kaputzenmann – mal wieder – die böse, böse Welt (der Schiedsrichter) für all das Unheil in der Werder-Welt verantwortlich macht? Er konnte nicht widerstehen, er musste einmal mehr wilde Verschwörungstheorien spinnen. Wie um alles in der Welt kommt Herr Schaaf auf das schmale Brett, die, zugegeben krasse Abseitsstellung der Bochumer vor dem letztwöchigen 1:2, mit dem angeblichen van-Bommel-Foul vor dem mehr als verdienten bayerischen Ausgleich zu vergleichen, gar auf eine Stufe zu stellen?

War doch klar zu sehen, dass van Bommel den Ball spielt, und erst danach auch den Fuss des Gegenspielers trifft, desweiteren spielte sich diese Szene an der Mittellinie ab und erst 4-5 bayerische Ballkontakte und unzählige Bremer Abwehrspieler später kommt es zum Torschuss…

Ich kann Ihnen da Paracetamol empfehlen, Herr Schaaf, das senkt das Fieber!

Eigentlich wird sogar umgekehrt ein Schuh draus: Das zweite Jahr in Folge erduseln sich die Waterkant-Kicker in München ein 1:1. Diesmal mit Hilfe der Schiedsrichter – Assistenten, denn das 2:1 durch Luca Toni war sowas von gleiche Höhe, gleicher geht’s nicht!

Der Rest – zum Spiel – ist schnell zusammengefasst: Bärenstarke 10-15 Anfangsminuten im Wirbel der roten Fehlpassorgie und eine Weltklasse-Aktion von Diego reichen Bremen zum Punktgewinn in München. Das ist bitter. Für die Bayern. Denn davon abgesehen kam von Werder nichts. Musste ja auch nicht, denn die Bayern sind – womit ich leider Recht behalten sollte – ohne Ribéry nur die Hälfte wert. Kaum Überraschungen, kaum Tempoverschiebungen.

Ein Glück, dass die sog. Verfolger, abgesehen von Schalke, ebenfalls Federn ließen.

Womit wir bei der Strategie für Februar wären: Durchwursteln, Abstände halten, K.O.-Runden überstehen und auf französischen Beistand hoffen.

P.S. Den Mantel des Schweigens lege ich besser auch mal über die Leistung diverser sonstiger bayerischer „Leistungsträger“ – ansonsten steigt mein Fieber wieder an!

P.P.S. Reminder für mich: E-Mail an Ottmar schreiben. Inhalt: In Zukunft persönliche Aufwärmbetreuuung für Ribéry und ab sofort tägliche Einzelgespräche inkl. Video-Tor-Studium für Klose.

Road to Manchester: FC Bayern – Aris Saloniki

Alter.

Beinahe hätte es mächtig was auf die Augen gegeben. Hier. Das letzte Gruppen-Spiel machte nach anfänglich starken 5-10 Minuten wieder den Anschein genauso fad und derbe zu werden wie so viele andere Spiele in der jüngsten Vergangenheit. Der Höhepunkt: Kahns Fußspitzen-Rettung in der 13.Minute gegen Ivic. Schockzustand. Nicht schon wieder.

Einen Unterschied zum sonstigen Murmeltiertag gab es dann aber doch: Kostas Chalkias. Seines Zeichens Nationaltorhüter. In Griechenland (das lässt hoffen).

Stand gegen Frankfurt, Duisburg und Co. jeweils nur der einmalig starke Torhüter den Bayern im Weg (neben der eigenen Unfähigkeit Tore zu erzielen), war Chalkias Bayerns 12.Mann.

Sowas habe ich wirklich in all meinen gemeinsamen Europapokalabenden mit den Bayern noch nicht erlebt. Ein oder zwei Patzer kann man einem Keeper ja mal verzeihen. Aber 5 von 6 Toren zu verschulden? Mir soll’s recht sein. Endlich gab es für uns Fans mal wieder Spaß. Ein Hauch von August. Von Werder-Demontage.

Ignorieren wir jetzt mal, dass es zwischen 13. und 25. Minute einiges Gewackel im Bayern-Team gab, so war ich vom Spiel mächtig begeistert. Mag auch an dem Entzug der letzten Wochen gelegen haben…

Selbst einige Motivations- und Leistungsleichen der letzten Zeit überwanden ihr Tief und steigerten sich um mind. 120%.

Philipp Lahm:

Kaum ein Fehler und ein Zuckertor zum 6:0. Strange. Die Qualität der Freistöße und Eckbälle hat sich ferner zumindestens nicht weiter verschlimmtetr. Ist doch auch was.

Franck Ribéry:

Trotz Kälte agil wie lange nicht. Dazu noch aggressiv und trickreich im Zweikampf gegen zumeist, wie immer, 2-4 Gegenspieler. SO stell‘ ich mir das vor. Klasse.

Luca Toni:

Nur einmal im Abseits! Dazu jede Chance verwertet. Kein Gestolpere. Bravissimo.

Willy Sagnol:

Nach jeder Einwechslung hatte ich bisher den Eindruck, er spielt mit angezogener Handbremse. So gehemmt. Als wolle er mit aller Macht seine Knochen schützen. Wie in Zeitlupe. Völlig unrund. Die böse Variante der Erklärung: Er spielt unter Protest und mit Absicht so. Will seinen Rauswurf provozieren.

Nach seinem plötzlichen und eigentlich nicht überraschenden Bekenntnis zum FC Bayern (aufgrund unserer bisherigen Erfahrung mit ihm), steht dieser Ansatz wohl ausser Frage. Stattdessen zog Sagnol kurz vor Schluss eine derartige Maßflanke auf den Kopf von Toni, dass ich erst die Zeitlupe abwarten musste, um zu glauben, was ich zuvor gesehen hatte (und davor zuletzt von Toni Kroos)…

Wenn er da weitermacht, habe ich ihn vielleicht im Laufe der Rückrunde doch wieder lieb.

Beinahe wäre übrigens auch meine Prognose zu dieser Zwischenrundengruppe wahr geworden: Bragas 1:0 gegen Belgrad und unser gleichzeitiges 0:0 gab genau dieser Theorie Nahrung. Das 6:0 zum Abschluss war ergo das einzige Spiel in dieser Gruppe das aus dem Raster fiel…

Jetzt also Gruppensieger. War eigentlich schon bei der Auslosung das Ziel. Allein der Weg war anstrengender als gedacht. Selbst schuld.

Im Sechzehntelfinale bekommen wir nun einen Tabellendritten. Zunächst auswärts. Besser jedenfalls als einen der CL-Absteiger. Bis jetzt stehen somit folgende potentielle Gegner fest:

– FC Zürich
– RSC Anderlecht
– Galatasaray Istanbul

Ferner sehr wahrscheinlich:

– Brann Bergen
– AEK Athen
– FC Kopenhagen

Eventuell gar die Clubberer. Oder gibt’s im UEFA-Pokal auch ’ne „deutsche“ Klausel wie in der CL?

Morgen ist Auslosung. Dann sind wir alle schlauer…

T Minus 18: Hertha BSC – FC Bayern

Nein.

Heute mal keine Hetze gegen eigene Spieler, den Trainer (noch nicht, später) oder sonstwen. Bald ist Weihnachten. Da soll man besinnlich sein. Versuchen wir das mal.

Ich habe mich entschlossen einmal ganz emotionslos Pro und Contra gegenüberzustellen.

Pro:

1. Herbstmeister.

2. Seit 4 Spielen ungeschlagen.

3. Von 17 Spielen nur 1 verloren.

4. Insgesamt nur 8 Gegentore, davon gar nur 2 zuhause.

5. Gegen Hertha lief kein Bayern-Spieler ins Abseits.

6. Kein Spieler hat sich (beim Schuhezubinden oder Nasebohren) verletzt.

7. Miro Klose hat kein Eigentor verschuldet.

8. Rensings Serie hält.

9. Kein Bayern-Spieler ist am oder im Rasen festgefroren.

10. Die Frisur der meisten Spieler hat der Berliner Kälte standgehalten.

Ist doch ’ne Superbilanz…

Jetzt zur anderen Seite der Medaille:

Contra:

1. Die Euphorie und angstverbreitende Kaltschnäuzigkeit der Bayern ist sowas von verflogen.

2. Die Bayern schießen einfach keine Tore mehr – 27 Toren bis Spieltag 10 (Quote: 2,7), folgten in 7 weiteren Spielen nur noch 4 weitere (Quote 0,57).

3. Miro Klose inzwischen 325, Luco Toni 364 Minuten ohne Tor.

3.1 Klose 8 Tore in den ersten 6, Toni 8 in den ersten 9 Spielen, danach jeweils nur eins in 901 (Klose), bzw. 639 (Toni) Minuten.

4. In den letzten 10 Spielen 6-7 Punkte und 20(!) Tore (in der Differenz) auf Werder Bremen verloren.

5. Ribéry seit Wochen mit durchschnittlich bis erschreckend schwachen Leistungen, abgesehen von Phasen im Wolfsburg- und Bielefeld-Spiel.

6. Lahm nach seiner Rückkehr wie zuvor eigentlich nur noch schlecht.

7. Hitzfeld zunehmend hilfloser (oder?), fatal erinnernd an das Frühjahr 2004.

8. Diverse Spieler zunehmend lustloser…

9. Die Mannschaft auf dem Level von 2006 (in fast jeder Hinsicht).

10. Die Mannschaft untrainierbar?!

Bleibt jetzt nur die Frage, welche von beiden Listen schwerer wiegt?

Man kann natürlich die Contra-Liste einfach ignorieren und sich auf Punkt 1 der Pro-Liste zurückziehen. Aber hätten wir dafür WIRKLICH 70 Mio. Euro investieren müssen? Und müssen wir in der Winterpause jetzt erneut im zweistelligen Mio.-Bereich nachlegen, um endlich wieder das zu sehen, was wir 6-7 Spiele zu Anfang der Saison gesehen haben?

Keine Ahnung.

Für mich war im gestrigen Spiel eine Szene symbolhaft für die Hinrunde nach dem Spiel in Bochum: Als Ribéry frei vorm Tor aus ca. 7 Meter lieber noch einen Haken schlägt und den Ball verliert, als einfach nur das Einfache zu wollen und den Ball über die Linie zu drücken, von mir aus mit der Picke!

Einfach, Leute! Wie wäre es mal mit einem einfachen Spiel? Zur Abwechslung. Wir sterben in Dominanz und Schönheit! Auch gestern wieder ein Gegner, der genau wusste, dass er aus eigener Kraft kaum etwas gegen uns ausrichten kann und sich deshalb mit Mann und Maus in den eigenen Strafraum zurückzog. Gemeinhin sagt man da als Beobachter: „Na wenn das mal gut geht!“

Geht es. Und zwar vor allem gegen uns Bayern. DAS Rezept. Kann man gut oder schlecht finden. Und anfangs habe ich darüber ja auch ausgiebig meine Meinung zum Besten gegeben.

Das Problem: Nicht diese Mannschaften. Nein. Wir ganz alleine sind das Problem!

Wieso fällt uns Spieltag für Spieltag keine Lösung ein? Man kann mal so einen Tag haben wo der Ball nicht ins Tor will. Ja. Aber eine halbe Hinrunde???

Und vor allem versucht man es dann immer wieder mit den gleichen Rezepten. Die immer wieder schiefgehen. Aber über unlogisches, kindliches Verhalten hatte ich ja schon letzte Woche referiert.

Wieso versucht man es also immer wieder, wo man doch mal langsam merken muss, dass es nicht klappt??

Wer ist dafür verantwortlich??

Eben.

Aber unser General stellt sich ja nach einem Spiel wie gegen Hertha lieber hin und gibt den Medien für diese Aussenwirkung die Schuld. Dominanz ist das eine, lieber Ottmar, aber Deine Argumentationslinie kann ja wohl nicht sein, sich nur auf Pech zurückzuziehen, oder? Immer wieder.

Whatever. Jetzt ist Winterpause. Und ich hoffe inständig, dass unsere „müden“ Helden sich noch ein einziges Mal im UEFA-Pokal zusammenreissen und wir wenigstens einen versöhnlichen Abschluss dieser Hinrunde hinbekommen.

Apropos „Müdigkeit“:

Wovon sind unsere Spieler eigentlich so müde?

Ich würde das ja verstehen, wenn man nacheinander gegen Real, Milan und Chelsea Bombenspiele gemacht und sich auch in der Bundesliga die Seele aus dem Leib gelaufen hätte – aber so?

Vielleicht verstehe ich das nur einfach nicht, weil ich so ein doofer Fan bin der 10 Stunden am Tag arbeitet und gar nicht einschätzen kann, wie anstrengend das ist, wenn man 2, 3 Stunden am Tag über ein Stück grünes Rasen traben muss und danach noch jede Menge Foto- und Werbetermine anstehen…

Jetzt bin ich doch noch polemisch geworden. Toll. Wollte ich eigentlich gar nicht…

Ist mir im Grunde auch schnuppe. Wenn die Bundesliga wieder anfängt bin ich wahrscheinlich ohnehin schon Vater – das ist wichtig!

Fragt mal meine Frau…
😉

T Minus 19: FC Bayern – MSV Duisburg

Es arbeitet in mir. Schon während eines Spiels. In meinem Kopf kursieren die Worte für derlei Berichte. Ich schreibe den Bericht schon vor. Dann verwerfe ich alles und fang‘ von vorne an. Je schlimmer das Spiel, desto öfter. Unzählbare erste Worte habe ich allein für diese ersten Sätze parat gehabt. Entschieden habe ich mich für das hier:

Murmeltiertag.

Jeden Spieltag, jedes Spiel erlebe ich in diesen Wochen wie den/das letzte/n. Alles wiederholt sich. Immer und immer wieder. Das macht mich krank (ok, letzte Woche war ich einfach nur so krank, wenn man das Bayern-Leiden mit Antibiotika behandeln könnte, wär’s einfacher)!

Die schlimmsten Schimpfwörter hatte ich mir zurechtgelegt. Zum Leidwesen meiner schwangeren Frau auch auf’s Lauteste herausgelassen. Heute weiß ich: Ribéry und Co. können mich nicht hören. Kümmert mich aber nicht, dabei geht’s ja jeweils auch nur um mich und meine Wut, meinen Frust.

Wut und Frust scheinen Bayern-Spieler und -Verantwortliche nicht zu empfinden. Sonst würden wir Fans uns nicht Woche für Woche immer wieder im Hamsterrad wiederfinden.

Ich habe mich gerade spontan dazu entschieden, all die Italiener-, Ex-Baustellenarbeiter-, Millionarios-, Schönwetterfußballer- und wasweißichnoch-Schimpfwörter nicht zu benutzen. Ich werde unseren Stürmern keine psychologische Behandlung empfehlen, mich nicht über Hitzfeld ewig gleiches Gerede auslassen und erst recht nichts über Methoden eines MSV Duisburg sagen, in München einen Punkt zu holen.

Das führt alles zu nichts, das sind Dinge, die sich nicht ändern werden oder lassen. Vermeintlich. Ein paar Sachen werde ich erwähnen. Zum Beispiel, dass ich es merkwürdig finde, dass unsere beiden Innenverteidiger die gefährlichsten Stürmer waren und die meisten und besten Chancen des Spiels hatten. Ich werde erwähnen, dass ich nicht verstehen kann, dass ein ital. Weltmeister es nicht fertigbringt über knapp über 75 Minuten auch nur einen Ball zu stoppen und auch ansonsten all zu schmerzlich an einen 2006er-Spieler wie Claudio Pizarro erinnerte. Ich werde mein Missfallen darüber zum Ausdruck bringen, dass der inzwischen fast 108 Jahre alte Verein FC Bayern in der Gegenwart von der Laune eines kleinen französischen Fußballers abhängig ist. Hat er Lust, schießt er ein Tor und man besiegt Gegner wie Bielefeld oder Wolfsburg, hat er keine Lust verliert man Punkte in Braga oder gegen Duisburg. Ich werde erwähnen, dass es imho einfach nicht sein kann, dass man als Spieler des FC Bayern keine Einstellung zu solch einem Spiel finden kann. Wenn wir heuer ein Kopfproblem haben, dann sollten wir in unseren Trainerstab doch noch einen Psychologen oder von mir aus auch Neurologen aufnehmen.

Reden wir hier mit 4-jährigen? Denen man alles immer wieder erklären muss und die das trotzdem jedes Mal vergessen haben und heulend davonlaufen? Kann ich ja ab nächstem Jahr mit meinem eigenen Kind ausprobieren.

Ich weiß es nicht. Und ich bin auch müde zu verteidige diese Spieler.

Was aber der größte Witz dieser Saison ist?

Die Bayern haben es fertiggebracht, mit der gestrigen Leistung der Herbstmeisterschaft einen großen Schritt näher zu kommen! Die Bremer und Hamburger sind nämlich nicht weniger dumm.

DAS ist das Schlimmste: Das solch eine Fan-Folter für die Spieler überhaupt keine Konsequenzen hat. Was haben die Stars eigentlich im Sommer für Verträge unterschrieben? Pauschal-Verträge?

Klar. Ich bin weltfremd. Ich weiß. Die ganz Großen, also die Kategorie Toni und Ribéry bekommt man nicht mit leistungsbezogenen Verträgen. Dieser Zwiespalt ist es ja, der mich Woche für Woche zum Austicken bringt…

Ein paar Worte zum Trainerstab:

Im Grunde ist mir völlig egal, was die Herren Profis so die Woche über machen. Von mir aus brauchen die auch gar nichts zu machen. Fototermine können Werbeterminen folgen. Mir schweißegal. Wenn die Leistung oder wenigstens die Ergebnisse stimmen. Tun sie nicht. Also gehen wir zurück zum Wochenpensum.

Was, was geht wirklich im Kopf des Hauptverantwortlichen, Ottmar Hitzfeld vor sich? Moderne Trainingsmethoden? Irgendwas an Verbesserungen für jeden Einzelnen? Ich merke davon nichts.

Ich mach‘ jetzt hier nicht das Fass auf, dass andere Arbeitnehmer in diesem Land auch mind. 8 Stunden am Tag arbeiten müssen und wenn ich Profi wäre… blah, blah… nein, das wäre zu billig.

Aber wo sind die Spieler, die, wie von Kahn unter der Woche thematisiert, 30 Minuten früher oder länger auf dem Platz stehen, um an ihren Defiziten zu arbeiten? Wie? Schon wieder weltfremd? Von mir aus. Ist auch nur meine Meinung.

Spontan würden mir da einige Spieler einfallen, die diese 30+ Minuten ganz gut gebrauchen könnten. Grundlegend würde ich aber allen Spielern mal empfehlen dringend am Passspiel zu arbeiten. Hat jemand eine Statistik über die gestrige Fehlpassquote? So insgesamt. Bei allen Spielern? Und könnte irgendjemand mal Luca Toni erklären, was es bedeutet im Abseits zu stehen? Ich mein‘ es ist ja nicht so, dass er wie Roy Makaay an der Linie wartet, dass es sein Spiel wäre, nein, er schaut, merkt es einfach nicht. Toni steht einfach nur im Abseits. Nicht mehr und nicht weniger. Ist aber Weltmeister. Hört, hört.

Müde bin ich auch hier jede Woche so etwas wie einen Grundsatzbericht zu schreiben. Worüber soll ich denn dann noch in der Winterpause resumieren?

Gibt’s noch was zum Spiel selbst zu sagen?

Duisburg hat das gespielt, was es kann. Oder eben nicht. Aber Leute: Das war klar. Es war klar, dass sich die Wedau-Kicker mit Mann und Maus hinten reinstellen würden. Lernen wir das eigentlich nicht, dass das die Methode der Wahl für derlei Teams ist? Müssen wir uns von einem anderen Top-Trainer die Lösung für solche Problem-Teams vorsagen lassen?

„Gegen solche kompakten Mannschaften muss man hohes Tempo gehen und saubere Bälle spielen.“

Danke, Huub. Das ist Ottmar offensichtlich noch nicht eingefallen. Ganz zu schweigen von unseren Spielern.

Eine Frage hatte ich in diesem Zusammenhang nämlich ebenfalls die ganzen 90 Minuten im Kopf: Wovon sind unsere Spieler so müde? Seit Wochen berichte ich hier über Spiele mit Schlafwagen-Fußball. Wofür schonen sich unsere Starspieler? Für die EM? Ab Oktober?

Fragen über Fragen.

Nächsten Spieltag geht es zum nächsten Problem-Team. Hertha BSC. Wäre doch gelacht, wenn wir denen nicht auch ein Erfolgserlebnis gegen uns gönnen würden, oder? Und zum Abschluss fliegen wir gegen Saloniki aus dem UEFA-Pokal. Das Team ist aber trotzdem top fit und ausgeruht. Klasse.

P.S. Nein, Franck. Ich werde hier nicht fordern, dass die Bundesliga ab der nächsten Saison nur noch im Sommer / Kalenderjahr spielt. Gibt’s in Frankreich, in Marseille keinen Winter?

HalloBayernween

Süßes oder Saures?

Süßsauer, würde ich sagen.

Die Bayen stehen im Achtelfinale. Verdient? Würde ich so sehen. Die Gladbacher haben in erster Linie von ihrer Frische (letztes Spiel am Freitag) und der Schlappheit der Münchner profitiert. So legten die Borussen vom Anpfiff an direkt mal los wie die Feuerwehr. Ohne zählbaren Erfolg. Und imho auch nicht wirklich gefährlich. Meine Meinung.

Uns fehlte in erster Linie das Besprochene: Ein Ribéry. Und Frische.

Aber woher soll’s kommen? 3 Spiele in 6 Tagen. Wer soll da gesunden?

All das stand allerdings schon vorher fest. War bekannt. Trotzdem gab’s eine eher verschlafene erste Halbzeit. 0:0. Das Schlimmste war zu befürchten. Trat aber nicht ein. Die Bayern nach dem Wechsel gefährlicher. Und mit dem inzwischen standardisierten 1:0 durch Toni. Ein Towartfehler? Nicht mehr oder weniger als beim Ehrentreffer der Gladbacher.

Nein. Rund um die Bayerntore waren eben diese richtig stark. Nach dem Tor für eine kurze Zeit die Ziege-Truppe. Ähnlich wie übrigens die Dortmunder am Sonntag, als die Hitzfeld-Kicker phasenweise wie abgeschnitten „spielten“.

Die Entscheidung durch Klose – Klasse. Überhaupt. Wie befürchtet schonte Hitzfeld einige erschöpfte Stars. Spricht nicht unbedingt für Gladbach. Aber die Taktik war spätestens klar, als van Bommel für Zé Roberto und Klose für Toni eingewechselt wurden (Nein, Herr Wark, nicht Klose für Lucio).

Und was wir von unseren Stars ausgeruht erwarten können, zeigte gerade Klose, der über den Platz und hinter den Bällen hinterher sprintete wie ein junger Gott – faszinierend anzuschauen.

Kurzum: Verdient gewonnen. Im Pokal überwintern. Nächstes Thema. Samstag. Spiel gegen Frankfurt.