Weiter, immer weiter. Wurschteln.

Was für ein gebrauchter Tag.

Heute morgen mal eben in die Kinderambulanz und später dann erstens den Anpfiff verpasst und bis zur 30. Minute überhaupt keine Bilder, weil meine Smartcard lt. Sky falsch eingesteckt war (was zum Einen Quatsch war und ich zum Anderen nicht zum ersten Mal lesen durfte). Kurz bevor ich an der Sky-Hotline ausfällig geworden wäre, kamen dann doch die ersten Szenen. Vom Jubel über’s 1:0.

Na fein.

Bis dahin kommen meine Betrachtungen also kompett aus der Retorte. Weder hatte ich zuvor was vom Lahm-Interview, der Aufstellung oder sonstwas mitbekommen.

War vielleicht auch ganz gut.

Meine Gedanken und Emotionen rund um das Spiel sind schnell zusammengefasst.

Erstens war ich schockiert, dass es insgesamt nur 2 Minuten Nachspielzeit gab und die auch noch zu früh abgepfiffen wurden. Dies vor allem deshalb, weil die Schalker in der zweiten Halbzeit komplett auf Defensive umgestellt hatten und in bester Köln-Manier das eigene Tor vernagelten. Ein derartigen Zeitspiel über 47 Minuten hätte ich nicht erwartet. Und dabei reden wie hier vom Tabellenvierten, der heute die Chance hatte auf Platz 2 zu springen und letzten beiden Punkteteilungen in ihrer Remisserie mit begeisternden Offensiv-Spiel erkämpft hatten.

Von Teams wie Köln und Co. erwarte ich ja nix ausser diesem Destruktiv-Fußball – aber Schalke?

Parallel fiel mir auf, dass die ja nicht das erste Team waren, die so gegen uns gespielt haben. Werder Bremen, aktuell Tabellenzweiter, hat das in der Arena ganz genauso praktiziert.

Wenn jetzt Leverkusen in 14 Tagen auch noch so bei uns auftritt und wider der eigenen Natur spielt, höre ich mit dem Fußball auf!

Am schlimmsten ist natürlich, dass diese gegen uns so erfolgreiche „Spielweise“ inzwischen europaweit bekannt und beliebt ist. Ätzend.

Zweitens war ich erstaunt, dass viele der Schalker Jugendspieler auf dem Platz nichts von Thomas Müllers Spiel in Bordeaux gelernt hatten. Dessen Übermotivation in Sachen Körperlichkeit hatte entsprechende Folgen. Ausser ein paar gelben Karten war das bei den jungen Knappen anders.

In diesen Bayern-„Dusel“-Tagen hab‘ ich das nicht anders erwartet.

Gibt es zwei Meinungen zum Thema Robben? Als Schalker forderte man reflexartig Rot. Klar. Verstehen kann ich das durchaus. War Robben doch in Halbzeit 2 der einzige Grund, richtig Angst vor den Bayern zu haben (auch hier freue ich mich (mit Robbery) schon auf das Rückspiel).

Ich denke, er hätte sich über derlei nicht beschweren können.

Wenn ich er gewesen wäre, hätte ich definitiv Rot und eine längere Sperre bekommen.

Warum?

Ich hätte, nachdem mich dieser Grünschnabel dort so und in der Nähe meiner, seit Wochen beschädigten körperlichen Problemstelle mit voller Absicht getroffen hätte, zugeschlagen. Für mich hatte das etwas von diesen Jagdszenen, denen sich ein Ribéry zu seiner Anfangszeit beim FC Bayern ausgesetzt sah.

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf, kann man zumindestens etwas mehr Verständnis für seine Reaktion aufbringen. Und ja. Ich weiß, politisch korrekt sind derlei Gedanken nicht. Aber ich bin nun einmal kein Gutmensch. Sonst wäre ich ja Bremer…

Drittens war ich einmal mehr frustriert. Über meine Bayern. Und das erneut ein Gegner soviel Dusel hatte, in entscheidenden Szenen, doch noch einen Fuß, eine Fingerspitze und sonstwas zwischen Ball und Torlinie zu bekommen.

So geschehen im Rahmen der bayerischen Monsterchance kurz vor der Halbzeit, als erst Bordon seinen Fuß ins Spiel brachte und Neuer mit seiner Fingerspitze Toni den Ball vom Fuß nahm. Bitter.

Langsam nerven mich auch diese ganzen Zahlen und benutzen will ich sie auch nicht mehr. 700 Ballkontakte? Super. 70% Ballbesitz. Astrein. Aber Tore? Wieder Mal (nur) van Buyten?

Geht einfach gar nicht. Am Ende wär’s mir aber egal gewesen.

Erneut haben wir also eine Chance verpasst, näher an die Tabellenspitze zu kommen. Stattdessen sind wir zwei Plätze abgerutscht. Platz 8! Am liesten würde ich bis zur Winterpause gar nix mehr sagen. Zu den immer gleichen Themen, fällt einem irgendwann nichts Neues mehr ein, oder?

Mit der Herbstmeisterschaft war es das zumindestens jetzt mal. Endgültig. Im Gegensatz zum Umfeld des FC Bayern habe ich da heute nämlich ganz und gar keine Entwicklung gesehen. Gegen Bordeaux fehlten Müller und van Buyten. Mussten wir Brafheid und Pranjic ertragen. Klare Kausalität. Mehr nicht.

Zum Thema Lahm und dessen Themen sag‘ ich hier zunächst mal noch nix, deshalb gehen wir an dieser Stelle mal davon aus, dass es rund um die Münchner durchaus ein System gibt.

Das Problem: Es steht und fällt mit Ribéry. Fehlt er, sehen wir Resultate wie in den letzten Wochen. Wann er wieder dabei ist, steht in den Sternen (zuletzt habe ich was von einer Zahnbehandlung gehört, weil man den Entzündungsherd ganz woanders als in den Beinen vermutet…), ergo auch Spiele wie gegen Wolfsburg und in Dortmund.

Und Pokalauftritte wie gegen Oberhausen und in Frankfurt scheinen die Ausnahme zu sein, denn wieso sollten diese Spieler mal mit Einstellung spielen und mal ohne?

Nein.

Ich bin weiter der Ansicht, dass wir uns nun bis zur Winterpause weiter durchwurschteln werden/müssen. Und dann geht’s los.

Erstes Fazit, erste Entscheidungen, erste Anpassungen.

Für eine Rückrunde, die uns alle in die richtige Richtung bringen wird.

Was anderes bleibt uns jetzt ohnehin nicht mehr übrig.

Denn eins steht fest: Spielen wir gegen Leverkusen wie gegen Schalke oder gar gegen Bordeaux und spielt Leverkusen wie Leverkusen und nicht wie Bremen oder Schalke (oder, oder, oder), dann nehmen die uns auseinander. Und wir erleben ein neues Werder-Debakel.

P.S. Zur Einzelkritik habe ich heute keinen Bock.

Dutts Druck und Robbens Rückkehr – Bayern im Breisgau

Freiburgs Trainer Robin Dutt will gegen die Bayern „mutig auf drei Punkte spielen“.

Nur zu. Anti-Fußballer habe ich für diese Saison schon genug gegen uns spielen sehen.

Die Analyse Dutts ist nicht so falsch. Ich sehe es allerdings so, dass, wenn die Bayern endlich mal Ernst machen würden und die Spieler neben ihren unbestrittenen Fähigkeiten eben auch Laufbereitschaft, Willen und Kampf an den Tag legen würden, einfach mal wieder geil auf Tore und Punkte sein würden, dann, ja dann hat kaum ein Team in der Bundesliga überhaupt die Chance gegen uns auf drei Punkte spielen zu können.

Das klingt überheblich? Überheblich war zuletzt vor allem die Einstellung oder Einschätzung der eigenen Leistung einzelner Spieler im bayerischen Kader.

Wie wäre es nun, nach der gefühlten 100. Länderspielunterbrechung, mit dem Start einer Serie? Schon wieder?!

Stören würde es nicht.

Natürlich können wir auch gerne versuchen einen neuen Bundesliga-Rekord aufzustellen: Meister zu werden mit einem möglichst großen Rückstand nach Ende der Hinrunde. Wo liegt hier der Rekord?

Egal.

Im Spiel gegen die Freiburger wird es ganz offensichtlich zu diversen Comebacks kommen.

Kapitän van Bommel steht wieder zur Verfügung – das Ende für Tymo und Ottl auf dessen Position? Abwarten.

Ebenso wird – hoffentlich – die Ex-Tormaschine im Trikot des FC Bayern – Luca Toni – eine echte und vor allem erste Chance in dieser Saison erhalten. Schlimmer kann’s ja nicht werden. Was die Torausbeute betrifft. Wieso dann nicht mal einen frustrierten und hungrigen Wühler in das Getümmel werfen?

Ferner kommt es, glaubt man den Meldungen der letzten Tage, zu einer Blitzrückkehr kommen. Arjen Robben – nur 14 Tage nach seiner Knie-OP – soll wieder auf der Bank sitzen. Für einen möglichen Kurzeinsatz.

Wahnsinn.

Wahnsinn vor allem für Leute wie van Bommel und Toni, denen van Gaal Wochen der Rückkehr und Einarbeitung ins Thema verordnete. Wird da mit zweierlei Maß gemessen?

Auf der anderen Seite: So wichtig wie Robben scheint im Kader kaum ein Spieler zu sein. Da hätte ich schon Verständnis, wenn es da Unterschiede gäbe. Im Gegenzug muss Robben dann aber auch die erwartete Leistung zeigen. Kein Gala-Auftritt wie gegen Wolfsburg, aber zumindestens ein paar Überraschungsmomente, die ein Ribéry offenbar noch längere Zeit nicht anbieten kann.

Endlosthema.

Zurück zu Freiburg.

Dort haben die Bayern, seit dort Bundesliga-Fußball gespielt wird, durchaus mal die eine oder andere Packung bekommen. Allerdings auch mal deftig im Pokal getroffen (7:0, 2004/05).

Alles ist möglich. Und nix genaues weiß man nicht. Macht es Dutt wahr und lässt er seine Breisgau-Buben von der Kette, werden wir definitiv ein anderes Spiel erleben als gegen die kölschen Fußball-Verhinderer.

Mit dieser Aufstellung?

Butt

Brafheid (Lahm) – Badstuber (Demichelis) – van Buyten (Demichelis) – Lahm (Altintop)

Müller – van Bommel – Schweinsteiger – Pranjic (Robben)

Toni – Klose

Update: Robben bricht Abschlusstraining ab. Comeback eventuell auf Mittwoch verschoben. Na dann.

Zwei Wochen. Drei Wochen. Sechs Wochen.

So lange werden unsere Offensivkünstler Ribéry, Robben und Olic wohl noch ausfallen.

Somit können wir das 4-3-3 für den Rest der Hinrunde vergessen, oder?

Auf der anderen Seite: Viel mit Kunst wird unsere Aufholjagd bis zur Winterpause ohnehin nicht zu tun haben.

Da ist Kampf, Laufbereitschaft und Einsatzwille gefragt!

Wie wär’s mal damit, Kollegen?

Schon am Samstag beim SC in Freiburg könnten wir damit anfangen.

Wieder mit 4-4-2? Toni und van Bommel in der Startelf? Vorwärts in die Vergangenheit?

Warum eigentlich nicht. Die sind ausgeruht, vom Robbery-Zauber gänzlich unberührt. Eher vom Typ Arbeiter. Womit wir wieder beim Thema sind.

Die ganze Hinrunde eine Umstellung. So fing es an und so hört es wohl auch auf. Ganz zu schweigen von der Winterpause…

Es wird Zeit.

Für Bundesliga.

Und erzählt mir bloß nicht, wir haben bis Jahresende nochmal so’ne Länderspielpause. Dann flipp‘ ich aus.

Eigentlich.

Eigentlich müsste ich mal wieder bloggen.

Eigentlich müsste ich längst was zum Spiel gegen Juve zum Besten gegeben haben.

Eigentlich fehlen da von mir noch ein paar Worte zu den Verletzungen unserer Starspieler in der Offensive.

Eigentlich.

Auf der anderen Seite lässt meine Erkältung nicht zu, dass ich für sowas einen klaren Kopf habe.

Zusätzlich sind meine Wut und mein Frust direkt nach dem 0:0 schon wieder ein wenig verraucht.

Als Überschrift hatte ich sowas im Kopf:

„Eine Mischung aus HSV und Köln“

Wer drauf kommt, wieso, scheint hier Stammleser zu sein.

Das nach dem Spiel unsere Weltklasse-Offensive ausfällt – geschenkt. Passt zu diesen Tagen der herbstlichen Depression. Musste ja fast so weit kommen. Sonst könnte das Boulevard das Wort „Glasknochen“ ja nicht bringen. Wartet man schließlich seit 31.08. drauf…

So wie im Übrigen diese Woche gelaufen ist, verlieren wir sehr wahrscheinlich auch gegen Köln noch Punkte. Zuzutrauen ist es dem FC Bayern dieser Tage.

Dabei war das letzte Spiel gegen die Kölner schon unerträglich!

Zum Wochenabschluss geht’s jetzt in einen Kurzurlaub. Ursprünglich anders geplant, wird er jetzt zum Kururlaub. Doof nur: Kein Sky und wahrscheinlich weder Sportschau noch Sportstudio.

Naja. Vielleicht auch besser so. Bis Sonntag.

Da haben die Bayern in Hamburg endlich mal einen guten Schiedsrichter…

…und es reicht trotzdem nicht.

Wurden wir in der letzten Saison noch verschaukelt, lief das Gastspiel im Ergebnis doch wieder als Déjà-vu-Erlebnis ab. Na toll.

Nein. Über den Schiedsrichter konnte man diesmal wirklich nicht meckern. Auch wenn HSV-Bruno im Sky-Interview allen Ernstes seinerseits dieszgl. Andeutungen machte. Na klar.

Meckern musste man ausschließlich über unsere Spieler selbst.

Hatten sie doch die Heimmannschaft im Rahmen der ersten Halbzeit und da vor allem in den ersten 30 Minuten so dermaßen im Sack, dass es den üblichen Verdächtigen bestimmt weh getan hat. So tat es uns allen aber nicht minder weh, diese Bayern-übliche Chancenverwertung mit anzuschauen.

Unerträglich, wie fährlässig da vorgegangen wurde.

Sicher. Der Robben-Ball hätte wahrscheinlich nur wenige Centimeter gebraucht, um doch noch im Tor zu landen und das Spiel frühzeitig für uns zu kippen – hat er aber nicht.

Anderseits:

Eines unserer Probleme vom Saisonstart scheint gelöst. Und zwar langfristig. Für diese Saison.

Herr Butt hat uns mit zwei „Kahn“-Paraden im Spiel gehalten. So um die 30. Minute rum, als der HSV in HZ 1 mal mitspielen durfte.

Sehr gut.

Bleiben die Defensiv-, Kreativ- und Chancenverwertungsprobleme.

Macht ja nix. Ist ja noch genug Zeit zum Üben. Bis Mai 2010.

Apropos Üben.

Die Woche ist rum. Das nächste Schweini-Bashing steht an.

Muss man überhaupt noch was sagen?

Zu seinen Ecken, Freistößen und Ballverlusten auch im heutigen Spiel?

Nein. Spricht alles für sich: Herr van Gaal, BITTE übernehmen Sie!

Zurück zum roten Faden.

Das es ein Heimsieg für den HSV wurde, hätte nie, nie, nie passieren dürfen.

Was war das denn für eine fehlerhafte Kette vor dem 0:1?

Ribéry verliert ein Laufduell? Gomez muss in den Defensiv-Zweikampf gegen Zé Roberto? Vier Verteidiger verlieren parallel Herrn Petric aus den Augen??

L.ä.c.h.e.r.l.i.c.h.

Klar war der Zweikampf von Herrn Gomez ein Witz – aber wie Herr Effenberg bei Sky erwähnte: Der ist STÜRMER! Was soll der da?

Wahrscheinlich die Lücke schließen, die Herr Breno mal wieder gerissen hatte.

Und ist es von Herrn Lahm zuviel verlangt, dass er nur mal kurz die Augenwinkel überprüft wo sein Gegenspieler herumschleicht? Herr Lahm ist nämlich – zufälligerweise – Abwehrspieler von Beruf.

Trotzdem.

So ein Gegentor bekommt man in Hamburg immer. Ob berechtigt, unberechtigt, geschenkt, oder wie auch immer. Sowas passiert, umso bitterer, dass wir an dieser Stelle nicht vorgesorgt haben!

Wie oben erwähnt, darf Herr Robben aus dieser Position den Ball ins Tor schieben, ebenso wie Herr Olic aus 5 Metern Herrn Rost nicht anschießen muss und auch Herr Klose darf sich mal zurückhalten, wenn Herr van Buyten, der Herrn Klose inzwischen das Goalgetter-Gen abgejagt hat, so frei vor Herrn Rost zum Schuss kommen kann. Aus abseitsfreier Position. Im Gegensatz zu Herrn Klose!

So langsam bin ich’s echt leid. Jedes Jahr muss ich mir diesen Mist anschauen und dabei zusehen, dass sich die üblichen Verdächtigen aus dem HSV-Umfeld einreden, sie würden sich gegen uns in einer Serie befinden.

Ich möchte endlich mal wieder einen klaren Sieg. Demütigung inklusive. In der ersten Halbzeit war ich guter Hoffnung.

Und dann verletzt sich ein HSVer und das (angeblich) überraschende Ajax-Aufstellungskonzept, dass die Hamburger wie das Kaninchen vor der Schlange erstarren lässt, bricht zusammen, weil Labbadia für einen defensiven Spieler, einen zweiten Stürmer bringt? Ist das wirklich so einfach?

Na dann gute Nacht.

Was mich zunehmend auch immer mehr stört:

Das unsere (auf dem Papier Weltklasse-)Offensive immer mehr und immer öfter in Schönheit stirbt. Wo ist da sowas wie Effizienz? Abgesehen von Gegnern wie Oberhausen. Aber da war es ja auch nur die B-Offensive.

Man muss allerdings, neben der so leichten Polemik in diesem Zusammenhang, noch ein, zwei Dinge erwähnen.

Ein Klose ist noch nicht wieder in der Form vergangener Tage (aber wann war er das zuletzt eigentlich mal?), ein Gomez braucht offenbar dringend mal ’ne Pause, oder jedes Spiel über 90 Minuten, keine Ahnung.

Luca Toni spielt gar aktuell nur in der dritten Liga. Bliebe Herr Olic, der zwar von allen am meisten rackert und am schnellsten den Bällen hinterherläuft, aber ein Brecher, ein Vollstrecker, wie ein Gomez oder Klose in Topform, ist er nicht.

Herr Robben macht und tut, bekommt aber – komischerweise – seit der Gala gegen Wolfsburg kaum noch Freiräume für sein Spiel und Herr Ribéry?

Herr Ribéry spielte ab der 70. Minute, oder so, nur noch auf Reserve. Alter Schwede. Was hab‘ ich den heute gegen Spielende pumpen sehen!

So mit 10 Mann und ohne die Geschwindigkeit unseres kleinen Franzosen (die er zuvor hatte – sein bestes Saisonspiel), war nach dem 0:1 fast Hopfen und Malz verloren.

Hab‘ ich was vergessen?

Butt hatte ich schon erwähnt, Breno auch. Robbery ebenfalls.

Herrn van Buytens Leistung vielleicht noch: Ebenfalls nahe an seiner Bestform. Kaum ein Fehler, jede Menge Übersicht und beinah wieder mal ein Tor – wenn Herr Klose nicht gestört hätte.

Respekt. Und das in dieser Atmosphäre, gerade für ihn. Auf der anderen Seite zeigt dies eigentlich eher, wieviel Angst man vor ihm hatte. Hätte er sich nach seinem Klinsi-Desaster-Jahr auch nicht träumen lassen.

Womit wir eine weitere Baustelle im Kader gelöst haben dürften.

Eine andere wurde heute verschlimmert. Unser Weltklasse-6er bekam heute die Höchststrafe.

Herr Timoschtschuk wurde in der 63. Minute gegen Herrn Ottl ausgewechselt. Herrn Ottl!

Ich befürchte, sobald Herr van Bommel (wieviele Wochen haben ich eigentlich diesen Namen nicht mehr geschrieben?) wieder (irgendwie) einsatzbereit ist, sitzen beide auf der Bank. Unser 6er-Bayer und sein ukrainischer Backup.

Schlimm.

Gerade fällt mir doch noch ein Satz zu Herrn Schweinsteiger ein. Von Herrn Reif. Im Rahmen der ersten 30 Minuten des Spiels:

“ Dieses Spiel ist einfach zu schnell für ihn.“

Ein perfekter Schlusssatz.

Bis vielleicht auf: Wir freuen uns jetzt schon auf das Rückspiel, HSV!!

B-Bayern ballern Richtung Berlin

Ich bin spät dran. Ist klar.

Vor allem, weil hier schon jede Menge diskutiert wurde.

Über Bayerns Pokal-Schlacht. Gegen die Himmelsstürmer. Aus Oberhausen.

Oder so.

Muss irgendwie am Stress liegen. Im Büro. Habe deshalb auch den Anpfiff verpasst. Und die Chance, zeitnah was zu schreiben.

Egal. Jetzt bin ich ja da.

Die Bayern haben keine Fragen offen gelassen. Vom Ergebnis her.

Und das mit der B-Elf. Gegen allerdings am Ende dann doch überforderte Zweitligakicker.

Was wäre mit der Top-Elf möglich gewesen?

Noch egaler. Und umso besser. Die Stars für’s wichtige Gastspiel in Hamburg geschont. Perfekt.

In solchen Spielen sieht man ferner, wer für das Team unverzichtbar ist.

Lahm, van Buyten, oder Ribéry. Der Rest ist, war austauschbar. Ist auch passiert.

Kurzzeitig hatte ich deshalb mal Bedenken. Als ich einschaltete und die Feldspieler sah. Sosa? Altintop? Ottl? Breno? Braafheid?? Auf der anderen Seite: Wann wenn nicht in solch‘ einem Spiel?

Eben. Und hat ja auch funktioniert.

Mehr muss man nicht dazu sagen. Der einzige, der meiner Meinung nach was erreicht hat war Sosa. Einstaunlich genug. Aber seine Ecken, seine Vorstöße hatten mehr Zug zum Tor, als ich von Herrn Schweinsteiger bisher in dieser Saison gesehen habe.

Zwar klingt das immer noch nach Bashing, aber irgendwie kann ich da nicht aus meiner Haut. Sorry.

Ob ein Sosa trotzdem eine Chance hat, einen Robben auf seiner Position zu gefährden? Sicher.

Aber darum ging es ja auch nicht. Stimmung ist das Thema. Die Backups bei Laune halten, auch mal auf den Rasen zu lassen. Könnte ja mal schnell dazu kommen, dass man auf den Einen oder Anderen angewiesen ist.

Später. Irgendwann in der Saison.

Ansonsten: Ein Schritt näher in Berlin. Nicht mehr und nicht weniger.

Besser als andersherum.

Spielerkritik im Einzelnen?

Nö. Diesmal nicht. War ja eh‘ nur die B-Elf…

Die Beta-Bayern im Bayern-Derby

In der Softwareentwicklung gibt es ja nicht ohne Grund diese verschiedenen Stati. Und weil ich damit beruflich irgendwie zu tun habe, sind mir die geläufig.

Letztes Jahr waren meine Bayern im Status „experimental“. Allenfalls „alpha“.

Heuer ist’s wohl „beta“.

„Beta“ kann sehr viel sein. Manche Dienste im Web 2.0 sind dauerhaft „beta“. Die Bayern unter van Gaal hoffentlich nicht.

Im gestrigen Bayern-Derby gegen die Nürnberger zeigte sich dieser Zustand einmal mehr überdeutlich.

Das die Clubberer sich mit 11 Mann rund um den Strafraum postieren und ihr Heil in gelegentlichen Kontern suchen würden, war ja jetzt keine wirkliche Überraschung. Und, mal ganz im Ernst, was will man auch erwarten, wenn man vier 19-jährige auf dem Platz stehen hat und auch sonst recht junges Gemüse dieses sog. Traditionstrikot trägt.

Ist halt so. Alle paar Jahre kommt’s beim Club zum Neuanfang. Wieso auch nicht, wenn man so regelmäßig auf- und wieder absteigt.

Ich schweife ab.

Die Bayern von Beginn an im Ballbesitz. Das Spiel machend.

Sicher ist Ballbesitz von über 70 Prozent ’ne feine Sache, aber wenn man’s nicht schnell macht, bringt’s eben auch nichts. Zumindestens keine Gefahr. Für’s gegnerische Tor.

Und so plätscherte das Derby lange Zeit vor sich hin. Die – sich selbst vor dem Spiel stark geredeten – Franken fuhren ein, zwei Konter auf das Bayern-Tor, was – natürlich – direkt zur Gefahr wurde, da die Bayern in der Rückwärtsbewegung immer noch nicht die Allerschnellsten sind und phasenweise sogar ein Olic von vorne nach hinten rennen musste, um dem Gegenspieler den Ball abzunehmen. Pranjics Gegenspieler wohlgemerkt!

Eigenes Thema.

Hätte, wäre, könnte.

Gomez‘ Ball hätte auch hinter die Linie fallen können. Ein so frühes 1:0 hätte dem Spiel sicher gut getan. Ist er aber nicht. Hinter die Linie gefallen jetzt.

Und so „retteten“ sich die Clubberer in die Pause.

Wohl in dem Irrglauben, dass in Halbzeit zwei dann noch was gehen könnte.

Mit welcher Begründung? Was brachten die Bayern denn bitteschön in ihren zweiten Halbzeiten seit ihrem persönlichen Saisonstart gegen Wolfsburg zustande?

Eben.

Und so kam es auch.

Mit Ribéry wurde das Spiel zumindestens auf den ersten Blick besser. Die Nürnberger hatten zumindestens permanent das Gefühl, dass von Ribéry jederzeit etwas Spielentscheidendes kommen könnte, allein dies schafft ja schon Räume für die restlichen Mitspieler.

Apropos restliche Mitspieler.

Ich habe ja noch nie verstanden, weshalb – schon zu Solo-Ribéry-Zeiten – nicht parallel zwei bis drei Bayern tatsächlich frei anspielbar sind, wenn drei bis vier Gegenspieler Ribéry attackieren.

Analog diverse Szenen aus der ersten Halbzeit mit Hauptdarsteller Robben.

Wieso nicht, Herr Schweinsteiger??

Womit wir bei diesem Thema sind.

Ich geb’s zu, ich hab‘ mich ein wenig auf den lieben Bastian eingeschossen.

Aber wie sollte man auch nicht, wenn man SEIT JAHREN dessen Eckbälle und Freistöße sieht. Wenn man mitanschauen muss, wie ein Schweinsteiger permanent das Spiel verlangsamt, weil er immer noch mal eher auf dem Ball tritt, um sich zunächst einen Überblick zu verschaffen, wer noch so alles in der Mannschaft mitspielt.

Sowas hat man uns selbst in der Jugend erzählt. Das derlei zu einem großen Spielmacher gehört. Aber das waren die späten 70er und frühen 80er. Seit diesen Tagen hat sich die Spielgeschwindigkeit um einige Durchschnittskilometer in der Stunde erhöht.

Und was läuft da im übrigen so insgesamt zwischen Herrn Schweinsteiger und Herrn van Gaal?

Wieso darf der immer wieder durchspielen??

Die einzige Erklärung: Es gibt aktuell immer drei andere Spieler, die noch schlechter sind als er.

Meine Hoffnung: Sind Rib&Rob endlich beide parallel topfit und eingespielt, ferner irgendwann unsere Backups a la Altintop ebenfalls wieder auf der Höhe ihrer geistigen und körperlichen Frische, dann, ja dann darf sich derBastian endlich mal einen besseren Überblick über das Spiel verschaffen. Von draussen.

Sorry. Aber selten zuvor hat mich derlei in den letzten Jahren so wütend gemacht. Während eines Spiels.

Zurück zum Spiel.

Der Sieg sollte – im Rahmen einer allgemeinen Übereinstimmung – als verdient zu bezeichnen sein. So doof das der eine oder andere finden mag.

Wirkliche Gefahr ging von den Clubberern nicht aus. Das Tor war zwar nicht Weltklasse, wie es einige Kommentatoren gesehen haben wollten, aber es war clever, da es die offensichtlichen Defensiv-Probleme der Bayern einmal mehr schonungslos offenlegte.

Mit Lahm sind wir auf dem rechten Flügel zwar wesentlich besser und sicherer geworden und ich könnte mir vorstellen, dass diese Seite, im Zusammenspiel mit Robben und vor allem aufgrund der Tatsache, dass Lahm, wie ich gestern erfuhr, der Flankenkönig der Liga sein soll (muss nur noch ein bißchen üben), eine neue Paradeseite werden kann. Zu dumm, dass wir dafür die linke Seite aus der Weltklasse, die sie früher mit Lahm, Zé Roberto und Ribéry mal war, auf guten Durchschnitt heruntergezogen haben.

Pranjic scheint nach dem England-Spiel von der Rolle zu sein, Brafheid war noch nie drauf. Dafür Zé fahrlässig (muss man wohl inzwischen so sehen) abgegeben und ein Ribéry, der scheinbar noch einige Spiele braucht, um wieder Normalform zu haben. Aktuell lebt dieser noch von seinem Image.

Dumm gelaufen, oder?

Naja. Gegen den Wiederl-mal-Aufsteiger reichte es ja auch so. Hätte aber nicht sein müssen. Das wir es am Ende noch mal so spannend machen.

Meine „Kritik“ an Robben nach dem letzten Spiel ziehe ich übrigens eindeutig zurück. Seine Flanke vor van Buytens Siegtreffer war Weltklasse. Sowas will ich sehen. Das kam mit einer Leichtigkeit daher, dass man dachte: Ja. Der weiß, was er da macht. Der kann das steuern.

Bei Schweinsteiger denke ich mir immer: Alter. Kannst Du nicht mal versuchen, eine Ecke oder einen Freistoß höher als 1,5 Meter zu schlagen?

Nach diesem vierten Pflichtspielsieg sind wir weiter auf einem guten Weg. Zumindestens gefällt mir das alles inzwischen wesentlich besser als noch nach der Mainz-Niederlage.

Wir befinden uns aktuell auf Platz 3. Heute spielen ferner der Siebte (Frankfurt) gegen den Ersten (Hamburg) und der Zweite (Leverkusen) gegen den Neunten (Bremen).

Gewinnt Hamburg, bleiben wir auf Platz 3. Bei einem Remis ebenfalls und reduzieren wir zusätzlich den Abstand auf dem HSV – in der nächsten Woche Gegner im samstäglichen Topspiel – auf nur noch drei Punkte. Nur noch zwei Punkte wären es bei einem Heimsieg der Frankfurter, auch wenn wir dann auf Platz 4 zurückfallen.

Keinen direkten Einfluss auf unsere Platzierung hat das Spiel in Leverkusen (es sei denn, Werder gewinnt dort 5:0). Aber bei einem Remis oder Auswärtssieg reduziert sich auch gegenüber den Heynckes-Kickern der Abstand zur Spitze.

Auch deshalb war der Arbeitssieg gestern wichtig.

Als Ribery ging, nahm das Spiel Fahrt auf.

Schlimme Schlagzeile. Aber besser als „Königsklassen Grottenkick“?

Ein Tag ist inzwischen vergangen und nur der Stress im Büro hat mich ein wenig Ablenkung finden lassen. Ablenkung von diesen anstrengenden 90 Minuten der Bayern in Israel.

Anstrengend weil ich die ersten 20 Minuten-Bayern in unfassbarer Überlegenheit sah, aber nicht minder geschockt war ob der unfassbaren Harmlosigkeit vor dem Tor.

Gegen diesen Gegner.

Jetzt nix gegen Maccabi Haifa. Die haben gespielt was sie konnten. Schlimm ist’s nur, dass wir Bayern aus unserer Überlegenheit nix Zählbares gemacht haben.

Trotz Rib&Rob in der Startelf.

Womit wir schon beim Problem und meiner Überschrift wären.

Wie schlecht war gestern eigentlich Herr Ribéry?

Es scheint in seiner aktuellen Verfassung tatsächlich einen Unterschied zu machen, ob er nach einer Halbzeit auf der Bank ausgeruht auf dem Platz geht, in HZ2 Gas geben kann oder in der Startelf steht und von dort aus Gas geben muss.

Seine Leistung ging gestern ja mal gar nicht.

Kaum Dribbling, kaum Tempo, unterirdische Zweikampfbilanz und so gut wie keine Bindung zum Spiel.

Dadurch mehr Probleme, Dynamik ins Spiel der Bayern zu bringen.

Unerklärlich.

Nicht minder, dass ich irgendwie den Eindruck habe, dass Herrn Robbens Kurve seit der zweiten Halbzeit gegen Wolfsburg nach unten zeigt.

Ergo war der FCB gestern flügellahm. Durch die Mitte ging ebenfalls nix. Zu viel Verkehr.

Sowas merkt irgendwann auch der schlechteste Gegner. Wird mutiger, ergreift seinerseits die Initiative.

Gegen Ende der Halbzeit konnten wir eigentlich froh sein, dass uns unsere Lethargie nicht in Rückstand gebracht hat.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Nur dass dann noch nicht einmal mehr Olic rannte. Wie zuvor. Die Seele war wohl raus. Aus dem Leib.

Bis, ja bis Ribéry – entkräftet – Herrn Gomez Platz machte. In der 64. Minute.

Olic auf links, Robben rechts, Gomez in die Mitte. Das Spiel begann sich zu ändern. Die Bayern – so hatte es den Anschein – wurden gefährlicher. Kunststück, wenn man plötzlich wieder mit 11 Mann auf dem Platz steht.

Ebenfalls nicht unerheblich muss wohl die Tatsache gewesen sein, dass die Gastgeber ungefähr zu diesem Zeitpunkt mehr und mehr ihrer restliche Kräfte verloren.

Die Tore waren da offenbar nur noch eine Frage der Zeit.

Kann man das 1:0 noch als Frage des Willens kennzeichnen, waren der Müller-Doppelpack wohl schon das Sahnehäubchen.

Am Ende bleibt wenig haften.

1. Hauptsache gewonnen.

2. Noch viel Luft nach oben (gerade bei Ribéry).

3. Starke Einzelspieler entscheiden das Spiel (Butt, Müller, etc.).

4. Drei Punkte, sind drei Punkte, sind drei Punkte.

5. Achja. Hauptsache gewonnen.

Noch was?

Gut, dass unsere „stärkeren“ Gegner in dieser Gruppe sich schon mal gegenseitig die Punkte abgenommen haben.

Robb'n'Roll, Baby. Robb'n'Roll!

Jetzt nur beispielhaft.

Mir fallen spontan noch jede Menge weiterer Überschriften zum 5:1-Sieg der Bayern beim schwachgelben BVB ein.

Dabei war ein derart deutlicher Sieg nach dem Start der Borussen und dem berechtigten 0:1 nicht unbedingt zu erwarten.

Allerdings zu erhoffen. Und befürchtet. Je nach Sichtweise. Der Bayern oder der restlichen Bundesliga.

Die Dortmunder direkt nach Anpfiff wacher, schneller, zielstrebiger. Alte Klopp-Schule. Oder Normalität im Heimspiel gegen die Bayern. Aller Gegner.

Das wissen die Münchner. Eigentlich. Sollte man meinen.

Oder wie van Gaal nach dem Spiel meinte:

Ich habe ihnen gesagt, was für ein System sie spielen sollen. Sie haben es aber nicht gemacht.

Mit „Sie“ sind seine Spieler gemeint.

So einfach kann das sein.

Ganz ehrlich: Ich weiß nicht mehr so genau, ob auch ich nach dem Mainz-Spiel Bedenken hatte. Bedenken bzgl. der Entscheidungen, die wir im Sommer so getroffen haben. Bezüglich Kader, Trainer und Philosophie.

Aber scheinbar – und das hatten wohl alle anderen eben auch befürchtet, wie sonst waren die Meistertipps zu deuten – war’s richtig.

Zumindestens auf van Gaal zu setzen. Denn der hat einen Plan. Und kennt die Auswirkungen. Weil er ein erfahrener Trainer ist.

Die beste Entscheidung im Rahmen der Kaderbildung war Robben.

Auch nicht schwierig. Aber darauf musste man erstmal kommen und brauchte es den schlechtesten Bayern-Start seit was weiß ich.

Mit Robben gibt es e n d l i c h ein Pendant zu Ribéry. Und umgekehrt.

Es reicht dem Gegner nun nicht mehr einen Ribéry mit 4-5 Spielern zuzudecken und schon hat er das Bayern-System im Griff, nein, jetzt bräuchte es schon 8-9 Spieler, die unsere beiden Top-Stars bewachen.

Schließlich sah man Halbzeit 1 ja auch deutlich, wie schwer es einem Robben alleine fällt. Dürfte Franck bekannt vorkommen.

Jetzt ist’s sogar so, dass der Gegner selbst vor’m Freistoß zum 3:1 nicht mehr weiß, was passieren wird.

Ribéry oder Robben?

Rechts oder links in den Winkel?

Herrlich.

Keine 1,5 Meter Schweinsteiger-Freistöße mehr!

Apropos Schweinsteiger.

Die neue Umgebung scheint auch diesen zu beflügeln. Zumindestens in HZ2 war’s das Beste, was ich vom ihm seit langer Zeit gesehen habe. Geht doch.

Offenbar braucht’s aber Robbéry, um einem wie ihm die Freiräume zu schaffen, den Hammer zum 2:1 auszupacken.

Klar tut mir das für die Dortmunder auch ein bißchen leid. Hatten sie sich doch tatsächlich was ausgerechnet. Vor dem Spiel. Nach dem 1:0.

Aber es reicht eben nicht. Gegen die Rib&Rob-Bayern. Nicht über 90 Minuten.

Plötzlich sieht die Welt wieder viel besser aus.

Was 25 Mio. so alles bewirken können.

Plötzlich gehen uns allen die Augen auf. Was da immer gefehlt hat.

Da bleibt einem die Spucke weg.

Und es hört auch keiner auf. Wäre ja auch noch schöner. So früh in der Saison.

Nein. Da wird weitergespielt. Und die Tordifferenz verbessert sich in zwei Spielen mal eben um 7 Tore…

Ferner Platz 4. Im Moment. Klar. Morgen ziehen Schalke und Bremen wieder vorbei. Aber bis zum 10.Spieltag ist das ohnehin alles Kokolores.

Lasst uns einfach noch ein wenig den Moment genießen. Es gab Schwierigeres zu bewältigen in den letzten Wochen.

Jetzt Championsleague. Dann Nürnberg, Oberhausen. Und erst dann nach Hamburg.

Da sollten wird es doch hinbekommen, die Fitness, das System, die Laufwege, die Harmonie und all das ein wenig zu optimieren, oder?

Zu hoffen wäre es. Denn trotz 5:1 war noch nicht alles Gold was glänzt!

Was vergessen?

Wir haben imho immer noch ein Defensiv-Problem. Nach der NM-Arie war van Gaal plötzlich Pranjic nicht mehr gut genug und er setzte Brafheid auf links. Allein dem Spielverlauf ist es meiner Ansicht nach geschuldet, dass dies ohne größere Folgen blieb.

Lahm zwar sicher und souverän, aber definitiv nicht so gut, wie auf links. Siehe Mittwoch-Spiel.

Und auch innen war – siehe 0:1 – nicht wirklich alles gut.

Noch viel zu tun.

Den passenden Schlusssatz habe ich gerade auf Twitter gelesen.

Abwehr kann man trainieren, Kreativität nicht.

So!

Und jetzt Eure Kommentare

Als wäre es schon Lichtjahre her. Die Bundesliga.

Ganz im Ernst. Mich nervt diese Nationalmannschaft.

Ich geb‘ das gerne zu. Ich bin Vereinsfußballfan. Keiner dieser WM-EM-Ich-find-Fußball-jetzt-mal-ganz-toll-Fans.

Sorry. Ist so. Erwähne ich auch nicht zum ersten Mal.

So. Diese tolle Pause (Danke Fifa/Uefa) hatte zur Folge, dass mir das letzte Bundesligaspiel schon ewig weit weg vorkommt.

Mag vielleicht auch am Stress im Büro liegen, aber, naja, wir sind ja bald erlöst.

Am Samstag spielt der FC Bayern beim schwachgelben BVB. In Dortmund.

Den Borussen geht’s jetzt aktuell auch nicht soo gut. Gleiche Bilanz wie die Bayern, allein die Tordifferenz hält uns vor den Pottkickern.

Und jetzt der Restart. Nach NM-Pause. Nach der Robbery-Gala gegen den sog. Deutschen Meister.

Ob das gut geht?

Kommt darauf an.

Wie geschlaucht die bayerischen Nationalspieler von ihren nationalen Aufgaben zurückkehren.

Rib & Rob haben beide gespielt. Unterschiedlich erfolgreich. Was daran liegen mag, dass Robbens Holländer schon längst qualifiziert sind, Frankreich dagegen noch kämpfen muss.

Wie auch immer – sonst noch irgendwelche Verletzte? Ich hab‘ nix gehört. Ferner keine Stammkräfte in den Untiefen Südamerikas unterwegs. Gut.

Kann also losgehen.

Borussen-Kloppo erklärt die Bayern zum Favoriten. Kunststück. Und irgendwie langweilig. Ist ja immer so.

Persönlich sehe ich das ein wenig anders.

Erstens weil’s ein Heimspiel für die Dortmunder ist, zweitens weil die Bayern jetzt fast zwei Wochen nicht mehr miteinander trainiert haben und drittens weil sowas immer so eine Sache ist.

Nach einer solchen Pause. Mit der Mentalität mancher Spieler.

Denke ich dabei an die Aussagen eines Schweinsteigers nach dem Südafrika-Spiel kommt es mir immer noch hoch.

Wie sieht’s mit der Heilung unserer Verletzten aus? Keine Veränderungen, oder?

Na dann sähe meine Wunschaufstellung am Samstag immer noch so aus:

Butt – Pranjic, Badstuber, van Buyten, Lahm – Timoschtschuk, Altintop – Ribery, Robben – Olic, Gomez

Geht das auf?

Eins steht so oder so fest:

Für den Sieger kann’s ganz nach oben gehen. Maximal Platz 3 (ich schätze aber eher, dass für uns Platz 6 nach dem Spieltag drin wäre). Aber nach diesem Start wären wir Bayern wohl schon mit kleinen Schritten zufrieden.

Solange sie nach oben gehen.