Dann ist da wohl doch was Wahres dran, oder?

Zunächst dachte man ja, dass der FC Bayern da ein wenig überreagiert.

Sah die UEFA anfangs genauso. Aber nur kurz, denn dann kam es zum Gespräch und die Herren wurden nachdenklich.

Und was lesen wir vorgestern?

UEFA-Ermittler Robin Boksic wird entlassen. Über die Zukunft von Herrn Limacher wird noch spekuliert.

Scheinbar entbehrt die Reaktion des FC Bayern dann wohl doch nicht jeder Grundlage, oder?

Meine Güte, was war der FC Bayern in den letzten Wochen schlecht.

Wie kann das sein?

War der FC Bayern zuletzt wirklich soo schlecht?

Muss wohl, denn wie könnte man ansonsten erklären, dass die diesmal-nicht-nur-hinten-drin-steh-und-zerstören-Bremer nach dem bei uns gehaltenen 0:0 gegen Mainz und Hannover auseinandergenommen und teilweise vorgeführt wurden?

Oder die destruktiv-wie-immer-Kölner ebenfalls gegen Mainz so gar kein Land sahen? Obwohl man sich nach dem 0:0 bei uns schon wieder in der Championsleague sah?

Keine Frage, dass muss am FC Bayern selbst gelegen haben. Was es nicht besser macht. Aber trotzdem irgendwo Hoffnung macht. Irgendwie.

Zum Piepen. Wir Fans.

Aus gutem Grund meide ich seit Monaten, gar Jahren gewisse Blogs. Einfach so. Eine friedliche Koexistenz ist gesünder als sich ständig zu zoffen.

Heute habe ich mich trotzdem mal wieder verirrt.

Weil ich mich hier verlinkt fand und ich dort hiervon las.

Ich will weder etwas bewerten noch mich sonst irgendwie äußern, allein das Folgende fand ich schlichtweg zum Piepen. Vielleicht, weil ich mich selbst ein wenig darin wiederfand.

Zitat:

„Nachdem mir alle immer erzählt haben, was das Millerntor für ein Hexenkessel ist… Nun ja. Ganz ehrlich? Das war heute allenfalls ein Hexenespressotässchen. Ich habe die Heimfans genau zweimal gehört: Bei der Einwechslung von Asamoah und beim Einsnull. Sonst war nix. Okay, und bei unsren Wechselgesängen mit dem gegenüberliegenden USP-Block, aber das zählt nicht, da waren wir ja ruhig um auf sie zu warten.“

Replik:

„Ich tue es nicht gern, aber ich mag Dir widersprechen: Die Südtribüne war selbst in ihren leisen Momenten immer lauter als die HSVer, selbst Euer „Pauli wir hören nix“ war kaum zu hören. Das mag auch der beschissenen Akustik der Bruchbude geschuldet sein, aber generell war Pauli deutlich lauter, als von Dir beschrieben.“

Replik 2:

„Im Gästeblock war es aber weite Strecken so laut, daß ich keinen großartigen Heimsupport ausmachen konnte. Daß sich das im Rest des Stadions und im TV anders dagestellt haben mag – geschenkt.“

Entspannte Replik 3:

„[…] das stadion wird mal richtig schön, und wenn die zuhause spielen wackeln hier im viertel jetzt schon die wände, so laut ist das! das ist schon cool.“

Warum ich darüber so schmunzeln kann?

Weil doch jeder Fan seine Welt für die einzig wahre hält, oder? Das ist bei uns Bayern ganz genauso. Wenn wir auch beim Thema Lautstärke im eigenen Stadion sowieso kaum mitreden können. Es sei denn, man steht direkt in der Lärmquelle, dann hört man natürlich nix von ausserhalb.

Es geht eben nichts über eine gepflegte selektive Wahrnehmung…

Breitnigge spricht mal wieder. Auswärts.

Na wenn man selbst schon nicht mehr dazu kommt, seinen eigenen Podcast weiterzuführen, dann soll man sich wenigstens interviewen lassen.

Habe ich. Von den diesbzgl. Kollegen vom Fehlpass.

Wer also meinen eigenen Podcast immer gerne gehört und meine Stimme somit vielleicht vermisst hat – reinhören.

Mir hat es auf jeden Fall jede Menge Spaß gemacht!

Sind wir nicht alle ein wenig Berater?

Giovane Elber ist kein Berater mehr beim FC Bayern. Ui.

„Ich arbeite nicht mehr als Berater von Bayern. Nach der WM haben die mir mitgeteilt: Wir wollen für die nächsten zwei Jahre keinen Südamerikaner mehr. Deshalb machen wir eine Pause mit dir. Das ist prinzipiell in Ordnung. Wobei es schade und falsch ist, dass sie keine Brasilianer mehr wollen.“

Falsch, Giovane, wir wollen Deine Brasilianer nicht mehr. Oder welchen (zukünftigen) Weltstar hast Du uns im Rahmen Deiner Tätigkeit geliefert? Achso.

Sowas will Elber natürlich nicht auf sich sitzen lassen und gibt jetzt kostenlose Tipps ab.

„Welchen Brasilianer würden Sie Bayern jetzt empfehlen?“

„Die beiden rechten Verteidiger Maicon von Inter Mailand und Dani Alves von Barcelona. Auch wenn ich nicht mehr für Bayern arbeite: Wenn mir ein Guter auffällt, werde ich trotzdem den Uli Hoeneß anrufen und sagen: Guckt euch den an.“

Klasse, Giovane. Auf die Spieler wären wir ohne Dich nicht aufmerksam geworden. Ich denke, dass wird noch was mit uns und Deinen Tipps…

Das ist so unfassbar – da fehlen mir die Worte

Wie bitte?

Was lese ich hier, hier und vor allem hier?

Was ist das denn für ein „Sumpf“ da bei der UEFA? Insofern es stimmt.

„Die Ermittlungen des europäischen Fußball-Verbandes Uefa brachten alarmierende Ergebnisse in Sachen Bestechung. Unter anderem sollte der FC Bayern ein Spiel verkauft haben. Der stern deckt nun auf, dass die Quelle für die Anschuldigungen ein Betrüger ist – den Uefa-Chefermittler Peter Limacher als seinen „besten Mann“ bezeichnet.“

Dieser Mann ist ein „Münchener Kroate namens Robin Boksic aus dem Umfeld der Sapina-Brüder, in Deutschland gut bekannt als Drahtzieher im Hoyzer-Skandal“.

Schön.

Wer übrigens schon vergessen hat, wer Herr Limacher überhaupt ist…

„Uefa-Disziplinarchef Peter Limacher war es auch, der im Mai 2010 dafür sorgte, dass Franck Ribéry wegen seiner roten Karte das Champions-League-Finale verpasste.“

Die Akte Robben 05/10 – das Hornberger Schießen und die Gerichte

[11.09.2010] Die mit Spannung erwarteten Gespräche zwischen dem FC Bayern und dem niederländischen Fußballverband KNVB sind zunächst ergebnislos vertragt worden.

Man traf sich bei Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt und tauschte die Argumente aus. Bayern-Boss KHR sieht inzwischen eine „moralische Betrachtung der Dinge“. Ob derlei vor Gericht Bestand hat?

Ohnehin hatten die niederländischen Herren wohl anderes im Sinn.

„Wir hatten tolles Wetter, haben Beckenbauer zum Geburtstag gratuliert, mit Arjen gesprochen, leider ein Spiel ohne Tore gesehen und gehen jetzt noch ein helles Bier trinken. Das ist das Fazit des Tages.“

[13.09.2010] Der verletzte Robben selbst, beklagt inzwischen kaum noch körperliche sondern vielmehr mentale Schmerzen.

„Es tut jedes Mal unheimlich weh. Deswegen hoffe ich, dass diese Phase meiner Karriere bald vorbeigeht […] Körperlich habe ich eigentlich keine Probleme. Ich habe keine Schmerzen im Oberschenkel. Gerade das macht es ja so schwierig für mich.“

[14.09.2010] Nachdem das Treffen der Vertreter des FC Bayern und des KNVB ergebnislos vertragt wurde, fährt Rummenigge inzwischen größere Geschütze auf.

Es ist die Rede davon, dass man – insofern man sich nicht einigen sollte – Verband und behandelnde Ärzte verklagen will (muss). Dann „gehe es juristisch zur Sache“.

[14.09.2010] Gegenwind bekommt der FC Bayern und Müller-Wohlfahrt inzwischen zunehmend aus den Niederlanden selbst.

Dortige Medien berichten, dass sich der Verband „keiner Schuld bewusst sei“, man darauf verweise, dass der FC Bayern seinerzeit einfach „vergessen habe, seinen Spieler Robben vor der WM zu versichern“ (was für alle deutschen Nationalspieler wohl geschehen sei) und folglich eigentlich „gar nicht erst zum Treffen am letzten Samstag anreisen wollte“.

Danach wird es allerdings interessant – nämlich im Rahmen der Vermutung, dass die Vertreter des KNVB dann doch in München aufschlugen, weil sie sich so für die „Vergabe der WM 2018/2022 die Stimme eines Franz Beckenbauers sichern wollen“.

Wie bitte?

Offene Rechnungen mit grün-weißen Angstgegnern?

Ich wollte es ja nicht glauben.

Bis ich es hier tatsächlich las.

Der letzte Heimsieg gegen die Grün-Weißen liegt schon fast fünf Jahre zurück.

Denke ich allerdings nur mal kurz über die letzten Heimspiele der Bayern gegen die Grün-Weißen von der Weser nach, kommt es mir wieder hoch. Also doch: Offene Rechnungen sind zu begleichen!

Auf der anderen Seite: Es gab das Pokalfinale, es gab auch Auswärtsspiele in Bremen.

Von daher sieht es doch wohl nicht ganz so düster aus, was den Gegner Werder Bremen betrifft, oder?

Wie ist aber die aktuelle Situation?

Für Werder fängt nach der Länderspielpause die Saison wieder bei Null an. Sagt man. Muss man allerdings auch.

Nach einem Sieg gegen die kölschen Prügelknaben der Liga und einer deftigen Packung in Hoffenheim. Die Bayern liegen tabellarisch schlechter da und haben ebenfalls schon eine Niederlage zu verbuchen, gleichwohl sieht es dort doch irgendwie besser aus.

Alle Spieler im Kader – bis auf Robben – sind an Bord. Bei Werder fehlen mit Mertesacker und Pizarro zwei Stützen. Ebenso musste man kurzfristig den Abgang von Özil verkraften.

Keine guten Voraussetzungen.

Nun. Ich werde ja live vor Ort sein und mir einen Eindruck davon machen können, wie viel Vor- oder Nachteile jetzt Bayern oder Werder haben werden.

Auf geht’s, Ihr Roten!

Die Akte Robben 04/10 – und die Fifa ist wie immer fein raus

[07.09.2010] Mich überrascht beim niederländoschen Verband und seiner Nationalmannschaft inzwischen nichts mehr.

Im TV-Sender NOS wurde im Rahmen eines Berichts zum Thema Robben behauptet, das dieser „bei der Endrunde mit zwei Muselfaserrissen“ gespielt hätte.

Laut Bericht erkannten die Team-Ärzte in Südafrika nur einen, der andere Muskelfaserriss blieb unentdeckt und verschlimmerte sich zunehmend.

Ohne Worte.

[08.09.2010]

„Alle Nationalverbände haben unterschrieben, dass ihre Nationalspieler selbst versichert werden. Verbände und Clubs haben das aber nicht alle gemacht. Jetzt reklamieren die Bayern, aber es ist zu spät.“

Wie? Was? Hat Herr Blatter jetzt auf einmal Recht, oder was?

Und liegt der Schwarze Peter jetzt doch bei den Verbänden? Dann eher beim DFB oder beim KNVB?

Fragen über Fragen und am Ende will dann wieder niemand verantwortlich sein und die Zeche zahlen. Schlimmer als in der Politik.

[09.09.2010] Robbens Vater Hans ist übrigens nebenbei auch noch Arzt. Könnte man meinen. Aber er hat bloß beim FC Bayern nachgefragt. Und dieser ist Gerüchten aus den Niederlanden entgegengetreten, dass die aktuelle Verletzung das Karriereende für Robben bedeutet, bedeuten könnte.

Inzwischen sind alle Beteiligten auch ein wenig genervt.

„Es ist eine nervige Situation. Vor allem für Arjen. Wenn die Berichte so weiter gehen, heißt es bald noch, er sei mit einem gebrochenem Bein zur WM gefahren.“

Andererseits: Ich traue inzwischen den behandelnden Ärzten… ach ne, lassen wir das…

Eine neue Erfahrung für uns Bayern-Fans. Für die meisten.

In weniger als einem Jahr werden viele Bayern-Fans hoffentlich eine Erfahrung machen, die die meisten von uns nicht kennen.

Einen Aufstieg zu feiern.

Nicht dass ich in Frage stellen würde, dass die meisten Bayern-Fans Fußball-Fans sind, aber das Basketball-Projekt des Uli Hoeneß hat mein Interesse geweckt.

Kann sowas wirklich funktionieren?

Wer weiß das schon. In ein paar Monaten sind wir schlauer. Und vielleicht schau‘ ich mir in der Zwischenzeit mal ein Basketballzweitligaspiel an. Spätestens allerdings ein Heimspiel der Telekom Baskets gegen meinen FC Bayern.

Komisches Gefühl. Irgendwie.