T Minus 10: FC Bayern – Bayer Leverkusen

FC Bayern gegen FC Adler zwei zu eins.

So könnte man das gestrige „Spitzenspiel“ der Bundesliga zusammenfassen. Ein Spitzenspiel war’s allerdings nicht. Denn dafür braucht es zwei Spitzenmannschaften, oder zumindestens zwei Mannschaften, die spielen. Leverkusen tat dies zwar phasenweise durchaus, aber über 90 Minuten war das nur Durchschnitt, nach dem 0:2 sogar Arbeitsverweigerung.

Vom Ergebnis her mag es ein enges Spiel gewesen sein und hätte Kahn in der 30. Minute nicht in Weltklasse-Manier pariert, hätte Bayer den Ausgleich schaffen können. Aber das waren schon zwei Konjunktive. Eindeutig zuviel für den bisherigen Dritten der deutschen Bundesliga.

Auf deutsch: Das 1:2, überhaupt ein Tor für Bayer, war ein Witz. Ein Hohn, wenn man sich die zweite Halbzeit der Bayern anschaut.

Soviel Fahrlässigkeit bei den Bayern macht mich rasend. Und das ist nicht das erste Mal, dass ich sowas in dieser Saison sehen muss. Bei einigermaßen seriöser Chancenverwertung hätten die Bayern statt der bisherigen 43 wohl schon eher so um 60-70 Tore erzielt.

Anyway.

Bayer hat mit dem Titel in diesem Jahr nix mehr zu schaffen. Meine Meinung. Wäre auch eine Beleidigung für die sonstigen Kandidaten. Das war schwach, schwach, schwach.

Schwach auch die Leistung einzelner Bayern-Spieler. Immer noch. Aber es wird besser.

Lucio lässt sich von einem Weltklasse-Demichelis mitziehen. Lahm hat keine entscheidenden Fehler gemacht, vielmehr sogar die Vorlage zum Toni-2:0 geliefert. Immerhin.

Das die Entscheidung von Hitzfeld, die Rotation abzuschaffen, korrekt war, sah man an den Einwechselspielern. Hielt Schweinsteiger noch so einigermaßen das Niveau der zuvor Spielenden, fiel Podolski doch ein wenig ab.

Es ist ja ganz lustig, dass er immer noch so viel Spaß bei den Bayern hat und alles so supi ist, während er zumeist von der Bank ins Spiel kommt. Aber an den beiden vergebenen Chancen, nur Minuten nach seiner Einwechslung, kann man erklären, weshalb er noch überhaupt keine Tore im Bayern-Dress nach einer Einwechslung erzielt hat!

Ein bißchen mehr Ernsthaftigkeit und Konzentration wären hier durchaus von Vorteil gewesen.

Überhaupt.

Wenn ich das immer höre.

„Es war halt sein schwacher rechter Fuß.“

Bullshit.

Dann soll er seinen „schlechten“ rechten Fuß trainieren. Bis der mindestens so treffsicher ist, wie sein „guter“ linker Stumpen.

Haben wir jetzt aufgehört, uns zu verbessern? Ist das jetzt der neue Trend im modernen Fußball?

Aber ich will nicht polemisch werden, sonst fang‘ ich wieder von 8-Stunden-Tagen für Fußballprofis an.

Wir haben gewonnen und nun erstmal 7 Punkte Vorsprung.

Kann man sich auch drüber freuen. Verletzt sich jetzt kein Bayern-Spieler bei den gesammelten Länderspielen und holen die Hitzfeld-Kicker auch beim taumelnden Club aus Nürnberg die drei Punkte ab, dann sieht’s wohl ganz gut aus, oder?

Eine Vorhersage ist das aber noch nicht. Die kommt erst nach dem Bremen-Spiel.

Überlegenes Tohuwabohu und schwachgelbe Europapokalträume

Die Bayern stehen im Pokalfinale. Zum 16. Mal.

Im Grunde keine Überraschung und auch das, was ich im Vorfeld erwartet, gar gehofft hatte.

Abgesehen von den ersten 5-10 Minuten gefiel mir die erste Halbzeit im gestrigen Pokal-Halbfinale ganz und gar nicht. Dabei ging es so gut los. Zum ersten Mal war ich seit Monaten mit der von General Gnadenlos gewählten Aufstellung mehr als zufrieden, wenn nicht begeistert.

Leistungsprinzip.

Es spiegelte sich wider. Lahm auf der Bank, Sagnol irgendwo auf der Tribüne. Fein.

Kurze Zeit später dann die Ernüchterung: Lell und vor allem Jansen auf den Aussenbahnen reinste Nervenbündel. Ach Du Scheiße. Haben wir überhaupt keine Flügelspieler mehr, die man risikolos einsetzen kann? Es hatte den Anschein.

Die Bayern in der Folge zwar optisch feldüberlegen und mit Torchancen, Wolfsburg merkte man aber an, weshalb sie zuletzt gegen Schalke, Hamburg und Bremen gewonnen hatten. Da ist inzwischen viel Spielintelligenz vorhanden. Kein reines Mauern wie es Frankfurt und Duisburg in München präsentierten, kein Harakiri, wie viele der letzten Europapokalgegner und erst recht kein Dusel wie zuletzt bei den Arena-Gästen aus dem Norden.

Nein. Einfach nur extrem schwer zu spielen mit konsequenten Verteidigern und schnellen Flitzern in der Offensive.

Eigentlich logisch, dass es zur Halbzeit 0:0 stand. Wie sollte es anders sein, wenn die Bayern diesen Wolfsburgern mit einem Schlafwagenfußball par excellence begegneten.

Meine Güte.

Irgendwie war da die Angst vor einem Konter und Rückstand bis auf den dritten Rang zu spüren. Und dann das alte Muster: Gib‘ Ribéry den Ball, schau‘ zu, was er macht und bleib‘ selbst stehen wo Du bist.

Die Pause erlebte mich mit leicht erhöhtem Puls.

In der Kabine gab es wohl den richtigen Tee inklusive einiger Worte vom General und schon lief’s besser. Das 1:0 war die Konsequenz aus dieser Veränderung. Das 2:0 ein Nachlegen, dass wir in den letzten Spielen oft vermisst hatten (abgesehen vom UEFA-Pokal).

Natürlich hat’s mich besonders gefreut, dass Klose dieses Tor gelungen ist. Sein Jubel und seine Körpersprache zeigte eine gewisse Erleichterung. So als ob eine Last von seinen Schultern genommen wurde. Tatsächlich hatte ich im Nachgang den Eindruck, dass sein Selbstvertrauen von Minute zu Minute wuchs. Zweikämpfe wurden gewonnen, ebenso wie Bälle erkämpft. Wollen wir hoffen, dass dieser zarte Aufwärtstrend im Spitzenspiel gegen Leverkusen seine Fortsetzung findet – wir brauchen Kloses Tore!

Überhaupt kann man nur hoffen, das sich gegen den neuen Tabellendritten so einiges fortsetzt. Zum Beispiel die offenbar nur schleichend rückkerende Gesundung eines Zé Roberto. Auch gestern war ihm noch deutlich anzusehen, dass seine Magen- und Darmgrippe Spuren hinterlassen hat. Körperlich jetzt. Von der Fitness.

Auch die Flügelzangen müssen sich fangen. Aber nach der zweiten Halbzeit gestern traue ich Jansen (klasse Flanke vor dem 2:0) und Lell das zu. Zu dem eingewechselten Ottl sag‘ ich besser nix…

Keinerlei Beanstandungen gab es dagegen bei Demichelis (Weltklasse-Partie), Lucio (mal keine Fehler), Kahn (beschäftigungslos, ansonsten fehlerlos), van Bommel (wachsam, aber ausbaufähig), Altintop (solide Partie) und Podolski (klasse Technik vor dem 2:0, ansonsten bemüht – besser als Toni und Klose zuvor) zu vermelden.

Freude über den Sieg kam ja nicht nur in München, sondern auch in Dortmund auf. Der UEFA-Pokal lässt grüßen. Wie die Jungfrau das Kind. Und trotz mehr als unterdurchschnittlicher Liga-Saison. Dabei steht doch noch gar nicht fest, ob die Bayern sich überhaupt für die Championsleague qualifizieren… 😉

Wie auch immer. Den Pokal können wir also bis zum Finale am 19.04. abhaken. Volle Konzentration auf Liga und UEFA-Pokal!

P.S. Hat jemand Schweinsteiger vermisst?

Männergespräch, Das

Na bitte. Geht doch. Man hat sich ausgesprochen. Unter Männern.

Ottmar Hitzfeld hob am Montag die Suspendierung des argentinischen Nationalspielers auf und berief diesen ins Aufgebot für das DFB-Pokalhalbfinale am Mittwochabend gegen den VfL Wolfsburg. „Er hat sich entschuldigt. Damit ist die Sache erledigt.“

Demichelis bekommt somit die Gelegenheit, die gegen Cottbus wackelige Defensiv-Abteilung zu verstärken. Das er das kann, belegt die Statistik in dieser, seiner besten Saison:

Mit Demichelis kassierte der FCB in 31 Pflichtspielen nur 16 Gegentore, ohne ihn in zehn Spielen 12 Gegentreffer.

Ein Problem weniger (1,2 Gegentreffer gegenüber 0,52 – das ist deutlich).

Felix, you made my day!

Nicht zu fassen. Da blamieren sich die Bayern beim Tabellenletzten und der bisherige Tabellenzweite Bremen verliert tatsächlich sein Heimspiel. 0:1 gegen den bayerischen Pokal-Halbfinalgegner.

Die Bremer mögen mir verzeihen, dass ich mir ein Schmunzeln oder leichtes Grinsen nicht verkneifen kann.

Jetzt spielen die Bayern gegen eben diese Wolfsburger, die in Bremen richtig gut waren und schon in Schalke aufgetrumpft haben und danach gegen die nun drittplatzierten Leverkusener, die aktuell auch mehr als gut in Form sind.

Hört sich böse an, wenn man an die gestrigen Bayern denkt.

Allerdings, und da bin ich ganz sicher, solche Bayern wie in Cottbus sehen wir in dieser Saison (hoffentlich) nie wieder!

Moment mal, Herr Pagelsdorf!

Was können wir dafür, dass Ihre Rumpelfußballer gegen eine Berliner Hertha keine 3-4 Tore schießen, weshalb Sie sich gezwungen sehen, den Schiedsrichter für das 0:0 verantwortlich zu machen?

„Ich bin ein Fan des Videobeweises. Man sollte sich nicht dagegen sträuben, wenn damit Situationen klargestellt werden und man etwas korrigieren kann. Es geht um viel. […] Das war das fünfte klare Tor, das uns in dieser Saison nicht gegeben wurde.“

Sein Zitat endet hier. Im Videotext habe ich aber das Ende noch mitbekommen. Da faselt er weiter und benennt namentlich die betroffenen Spiele. Ein Bayern-Spiel soll auch dabei gewesen sein.

Daraufhin habe ich mir beide Spielberichte noch einmal durchgelesen. Gefunden habe ich bzgl. einer Fehlentscheidung gegen die Ostdeutschen da aber leider nichts.

Und jetzt, Herr Pagelsdorf?

Fehlt eigentlich nur noch die übliche Phrase:

„Wenn man uns nicht in der Liga haben will, muss man das sagen!“

Kommt bestimmt noch.

Weisheiten zum Wochenende

Wenn die Bayern verlieren ist immer Alarm. An allen Fronten. Plötzlich hat jeder was zu sagen.

Ein paar Dinge waren aber mehr als richtig. Hier sind sie. Herr Effenberg, z.B.:

„Bei Bastian Schweinsteiger kommen mir immer größere Zweifel, ob er diesen Schalter umlegen kann. Seit der WM 2006 hat er es jedenfalls nicht geschafft.“

und weiter, ganz allgemein..

Laut Effenberg könnten die Bayern-Bosse bei harten Spielen wie der 0:1-Niederlage in Cottbus am besten sehen, auf wen sie sich verlassen können.

So sieht es aus. Auf die Spitze bringt er seine Einschätzung über Schweinsteiger aber auch noch.

„Er ist in seiner Entwicklung nicht nur stehen geblieben, nein, er hat sich sogar zurückentwickelt.“

Nie sah Effenberg hier klarer als in diesem Satz.

Den Durchblick hat auch unser Trainer.

„Ich werde in Zukunft keine Zugeständnisse mehr machen. Es spielt nur noch derjenige, der sich aufdrängt.“

Danke, Ottmar. Jetzt noch meine Wunschliste berücksichtigen (insofern sich diese Spieler aufdrängen…) und alles wird gut.

T Minus 11: Energie Cottbus – FC Bayern

Peinlich, pomadig und penetrant lethargisch.

So könnte man die erste Halbzeit der Bayern in Cottbus beschreiben. Beim Gastspiel bei einem Verein, der zu Recht Tabellenletzter war und am Dienstag noch gegen den amtierenden Deutschen Meister eine Leistung gezeigt hat, die sicherlich nicht einmal für die Regionalliga reichen würde.

Schlimm.

Vom Anpfiff an waren die Bayern dann eigentlich nicht mehr auf dem Platz. Im Gegensatz zu Energie Cottbus. Die gaben einen Rückblick in ihre eigene Vergangenheit: Kampf-Fußball mit allen Mitteln.

Nix gegen solche Methoden. Mich wundert es nur, dass Schiedsrichter Kinhöfer gerade hier und in diesem Spiel die internationale Europapokal-Linie verfolgte und fast alles laufen ließ. Dabei hätte gerade Sörensen schon in der Anfangsphase Gelb-Rot verdient gehabt. Im Gegensatz dazu wurde jede (tatsächlich jede Szene, oder?) gegen Luca Toni zurückgepfiffen.

Komisch.

Ferner wurde seinerzeit im Pokal-Viertelfinale gegen 1860 ein Ribéry-Elfer zurückgepfiffen, weil diverse Spieler zu früh hineingelaufen waren – Kinhöfer sah Mitreski noch nicht einmal, als er bei Ribérys Schuss schon fast neben diesem stand.

Wie wäre das Spiel gelaufen, wenn Ribéry beim zweiten Versuch diesen Elfer, vielleicht sein ganzes Spiel ernster genommen hätte?

Womit wir wieder beim Thema wären!

Am Ende kann nur der FC Bayern den FC Bayern auf dem Weg zur 21. Meisterschaft aufhalten. Genau dies ist heute geschehen.

Niemals. Wirklich niemals hätte eine Gurkentruppe wie Energie Cottbus die Bayern teilweise derart vorführen können, wenn nicht mind. 5-6 Hitzfeld-Kicker mit ihren Gedanken ganz woanders gewesen wären!

Wer das in Abrede stellt, ignoriert die bisherige Saison.

Die Bayern haben ihre zweite Saisonniederlage nämlich nicht dem Schiedsrichter oder der plötzlichen „Stärke“ der Lausitzer zu verdanken. Nein. Das haben sie sich selber zuzuschreiben.

Grund 1: Demichelis.

Seine Suspendierung ist zum einen mehr als konsequent und richtig zum anderen der Anfang vom Ende gewesen. So war nämlich Hitzfeld gezwungen im defensiven Mittelfeld für van-Bommel-Ersatz zu suchen. Zé Roberto kam nach wochenlanger (Magen-Darm?)Grippe, offenbar lange noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte, zurück und spielte tatsächlich (habe ich gegen Ende des Spiels begriffen) neben einem Schweinsteiger im defensiven Mittelfeld (Wo war Ottl? Der hat das zumindestens gelernt).

Folge: Angriff über Angriff, Konter über Konter rollten fast völlig unbehelligt auf Lucio, van Buyten und Kahn zu. Das kann nicht gut gehen.

Grund 2: Die Einstellung

Schon gegen Anderlecht war in diesem Zusammenhang einiges in Schieflage. Das verdrängte man danach schnell, denn schließlich war man auch so eine Runde weiter. Fatal. Das Gift der Überheblichkeit konnte sich so weiter fortpflanzen.

Aber auch diese Erklärung greift zu kurz, wenn ich mir die Leistung anschaue, die Spieler wie Lahm, Klose, Schweinsteiger oder Toni seit einigen Spielen abliefern. Ok. Stürmer leben von Flanken. Und was Aussenläufer wie Lahm oder Sagnol da speziell gegen die belgischen Vorstädter angeboten haben, entschuldigt diese natürlich ein wenig. Trotzdem war einmal mehr eine Szene von z.B. Klose symptomatisch: 89. Minute, fast alleine vorm Tor, freie Schussbahn und Klose vollführt trotzdem eine recht komplizierte Körperdrehung, um auf Toni zu passen, der parallel von ca 3-4 Cottbuser Spielern förmlich zugedeckt wird…

Und erst Lahm. Was erlauben Lahm?

Ich bin mir nicht sicher, ob er überhaupt einen Zweikampf gewonnen hat? Von seinen Ballverlusten, Geschwindigkeitsdefiziten und fehlerhaftem Stellungsspiel in der Defensive ganz zu schweigen. Wieso muss z.B. ein Innenverteidiger wie van Buyten vor dem 0:1 an der Aussenlinie verteidigen, während Lahm aus 10-15 Metern Entfernung zuschaut, wie die Flanke nach innen kommt und nur noch ein IV sich zwei Gegenspielern gegenübersieht?

Man könnte ja darüber reden, wenn das einmalige Aussetzer wären, aber, und das kann selbster der größte Lahm-Fan nicht abstreiten, sowas sehen wir von ihm seit der WM 2006 fast ununterbrochen!

Grund 3: Ribéry

Ribéry ist nur ein Mensch. Für einige mag das jetzt eine Überraschung sein. Ist aber so. Und weil er auch nur ein Mensch ist, darf er auch mal einen schlechten Tag haben. Schlimm wird’s nur, wenn dann auch der FC Bayern einen schlechten Tag hat. Heute sahen wir also nach langer Zeit mal wieder die Schattenseite des Modells Ribéry.

Soll man jetz von Seiten des Vereins einfach einen zweiten Ribéry kaufen? Nochmal 25 Mio. Euro?

Nein.

Alles ganz einfach.

Rennen, Laufen, Kämpfen. Für Ribéry. Der zahlt das zurück. Jede Wette.

Aber so und mit dieser Einstellung wird das nichts mit dem Triple. So gewinnen wir kein Spiel mehr in dieser Saison!

Das ist hier kein Wunschkonzert!

Respekt, Herr Hitzfeld.

Nie waren Sie in dieser Saison so stark im Sattel wie jetzt.

Einen der aktuell besten Defensivspieler der Bayern kalt zu stellen, braucht schon gehörigen Mut.

„Dem Spieler sind leider die Nerven durchgegangen. Da blieb mir nichts anderes übrig, als Martin nicht mit nach Cottbus zu nehmen und ihn bis auf Weiteres vom Training auszuschließen“, sagte Hitzfeld: „Ein Spieler kann sich nicht aussuchen, auf welcher Position er spielen möchte. Das ist hier kein Wunschkonzert.“ Eine Geldstrafe für den Argentinier werde es aber nicht geben. „Das ist kein Problem des Vereins, sondern eines zwischen Martin Demichelis und mir“, sagte Hitzfeld.

Irgendwie ist er da der wahre Stevens, würde ich sagen. Der wollte das ja auch durchziehen. Das mit dem Abschied und der nicht abfallenden Disziplin. Ok. Über die internen Prozesse beim HSV kann ich jetzt nix sagen, aber zumindestens ist Hitzfeld wesentlich erfolgreicher mit seiner Abschiedstour, oder?

Road to Manchester: FC Getafe

Auslosung. UEFA-Pokal-Viertelfinale. Das deutsche Duell gibt’s wohl erst im Halbfinale. Immerhin.

Wer aber ist der FC Getafe?

Schusters Ex-Klub. Und Vorortverein von Madrid. Ferner spielen wir im Rückspiel vor 17.000 Zuschauer im „Coliseum Alfonso Pérez“.

Dann hört’s aber auch schon auf.

Aber wie zuvor gesagt: Diesen UEFA-Pokal müss(t)en die Bayern heuer gewinnen. Wenn sie’s ernst nehmen.

Mein Tipp für’s Halbfinale:

Bayern – Leverkusen und Lissabon – Florenz.

Jemand anderer Meinung?

Barcelonas Visionen

Auch dort gibt’s sowas. Visionen.

Man will mal wieder ausmisten. Das haben spanische (Top-)Vereine so an sich. Vor allem wenn sie nicht Meister werden. War in den letzten ein regelrechter Sport in Madrid. Jetzt geht’s in Barcelona los.

Man will neben Diego (von mir aus), laut des „Fachblattes Sport“ neben Sagnol und Lahm auch Ribéry verpflichten.

Lahm? Da war doch mal was.

Ganz im Ernst?

Nach der gestrigen Leistung dürfen Lahm und Sagnol gerne gehen. Wenn die zuviel Geld haben. Gerne. Wie wär’s mit 30 Mio.? Für beide zusammen?

Und Ribéry wollen sie auch?

Fein. 50 Mio. Euro? Kein Problem. Da fangen wir mal an zu verhandeln. Unter 50 Mio. gibt’s noch nicht mal Verhandlungen. Und wenn wir dann bei 95-100 Mio. Euro angekommen sind, fragen wir ihn mal, was er davon hält.

War das deutlich genug?

Was mich in diesem Zusammenhang immer wieder wundert – welche Spiele schauen sich die Spanier da immer an? Archivaufnahmen von der WM? Anders kann ich mir das Interesse an Lahm nicht erklären. Und bei Sagnol? Seine Flanken auf Michael B.?

Offensichtlich.

Für mich ist das ganze ’ne Ente. Eine spanische Boulevard-Ente.