„Wenn der Trainer Thomas Kraft am Sonnabend aufstellen sollte, ist das seine exklusive Entscheidung und damit Ende“
Bayern-Rummenigge, vorsitzendes Alphatier
Schlagwort: Rückrunde
Ich bin müde zu diskutieren dieses Thema
So langsam reicht es mir.
Einerseits beginnt es mich zu langweilen, andererseits frisst es zu viel Zeit. Und im Kreis drehen wir uns sowieso.
Worum es geht?
Um die Themen aller Themen. Also den FC Bayern, seinen Trainer, dessen Entscheidungen und all die Diskussionen drumherum.
Mir ufert das alles zu sehr aus.
Da gibt es Bayern-Fans, die haben zu viel Zeit und offenbar zu viel Energie. Die gründen Facebook-Gruppen und starten sogar Petitionen. Petitionen! Dabei geht es hier nicht um den Atomausstieg sondern um einen möglichen Bayern-Torhüter Manuel Neuer.
Da gibt es Bayern-Fans, die diskutieren den ganzen Tag auf Twitter nur über dieses Thema.
Alles schön.
Aber ich habe für so was eigentlich keine Zeit. Und mir vergeht ob dieser „Übermacht“ auch die argumentative Lust.
Eigentlich sollte das die schönste und wichtigste Winterpause seit Jahren werden. Mit der Rückkehr unseres Messi(as). Herrn Robbens.
Mit einem Neuzugang Gustavo, der offenbar wirklich eine Verstärkung im Defensivverbund darstellt. Und einfach mit Vorfreude, dass es nächsten Samstag endlich wieder losgeht mit der Bundesliga.
Stattdessen verstricken wir Bayern-Fans uns in endlosen Disputen und Grabenkämpfen. Dabei haben wir doch alle nur ein Ziel: Den Erfolg unseres Vereins, des FC Bayern.
Nur scheint es zu diesem Ziel mehrere Wege zu geben. Und jeder ist mit unzähligen argumentativen Minen bestückt.
Damit das niemand falsch versteht:
Ich würde diesen Weg gehen, würde eigene „Der beste deutsche Torwart muss beim FC Bayern spielen“-Facebook-Gruppen gründen und sie ähnlich bewerben, würde jedem der es hören will oder nicht, die Richtigkeit meiner Argumente um die Ohren hauen. Würde. Schaff‘ ich aber nicht. Und will ich nicht.
Denn das würde mich zu sehr runterziehen.
Also blende ich es aus.
Blende ich aus, dass ich in Sorge bin. Ob der Weg, den unser Trainer gehen will, der richtige ist. Ob das alles klappt mit unseren Saisonzielen. Nach dieser Hinrunde. Und mit diesem Druck. Oder ob es im Desaster endet (Platz 4).
Ich lasse es einfach alles geschehen, springe über meinen Schatten und wünsche all denen, mit denen ich nicht einer Meinung bin, alles Gute.
Wünsche ich Thomas Kraft eine tadellose Rückrunde, wünsche ich van Gaal, dass er am Ende Recht behält.
Denn wünschen darf man sich alles.
Fortan konzentriere ich mich auf positive Gedanken.
Auf einen Flügelflitzer Robben, die geschlossene, zuvor lückenhafte linke Defensivseite, den 6er- oder 8er-Schweinsteiger und auch sonst noch jede Menge Helligkeit in diesem Winter, Frühling und Frühjahr. Vor allem nach soviel Dunkelheit in diesem Spätsommer, Herbst und Winter.
Ansonsten dürft Ihr über mich und diese Zeilen denken was Ihr wollt…
Der Luiz, der Dietmar, der Ralf und der David
Erst mal ein frohes neues Jahr. Man kommt ja zu nix. Noch nicht einmal zum Bloggen.
Ansonsten hätte ich schon längst mal zu unserem einzigen (Zitat Nerlinger) Wintertransfer geschrieben. Und zu den Umständen und dem Scherbenhaufen in Hoffenheim.
Inzwischen ist dies aber in der Szene alles schon geschehen. Was bleibt mir da noch?
Meine Freude zum Ausdruck zu bringen, dass ein solcher Spieler, dem ein solcher Ruf vorauseilt, nun beim FC Bayern spielt. Das ist zumindest besser als andersherum. Hoffenheim ist nicht München, aber wenn Gustavo dort der „wichtigste Spieler“ gewesen sein soll, dann kann das für den FC Bayern nicht schlecht sein.
Über die Ablöse müssen wir nicht streiten. Der Winterschlussverkauf ist immer teurer als der im Sommer. Plus die bekannte Bayern-Zulage, die wir ja immer extra bezahlen. Wenn nicht in Ablöse, dann in Gehalt oder sonst was.
Was dieser Transfer nun bedeutet?
Na zumindest mehr Feuer für die Sportskameraden van Bommel und Contento. Und das ist gut. Gustavo ist gelernter LAV und – offenbar – ein sehr guter 6er. Ganz nebenbei auch noch Linksfuß. Ergo hatte wohl selbst unser General keine Argumente mehr, sich gegen diesen (oder ganz allgemein gegen) Transfer(s) auszusprechen.
Herzlich willkommen, Luiz, mögest Du Deinem Ruf gerecht werden.
Was seinen alten Arbeitgeber Hoffenheim betrifft, habe ich kein Mitleid. Die TSG wollte und will im Konzert der Großen mitspielen und waren und sind auf das Hopp’sche Geld angewiesen. Ergo muss man daraus die Konsequenzen ziehen und derlei Dinge akzeptieren.
Respekt nötigt mir Herr Rangnick ab. Was schwer genug ist. Konsequenz nennt man dies. Andererseits sickern so nach und nach immer mehr Details durch, die das Ganze in einem etwas anderen Licht darstellen. Auch die Kommunikationsstruktur in Hoffenheim so ganz allgemein.
Wie auch immer.
Ebenfalls ganz gut finde ich, dass Herrn Alaba die Chance gegeben wird unter Wettkampfbedingungen Spielpraxis zu bekommen. Wenn er denn vom neuen Trainer eingesetzt wird. Aber bei seiner Klasse (von der immer alle reden) ist das ja keine Frage.
Hoffen wir nur für ihn, dass er nicht das gleiche Schicksal wie sein Kollege Breno erleidet, der ja nicht minder in den Himmel gelobt wurde und wird und sich nach wenigen Einsätzen im Rahmen seiner fränkischen Ausleihe das Kreuzband riss.
Alles Gute, David, komme gesund und (spiel)stärker wieder zurück!
Gruppenphasenrekord oder Ribéry-Festspiele?
Besser spät als nie. Also der Bericht zum Basel-Spiel und Abschluss der diesjährigen Gruppenphase.
Wir haben einen neuen Rekord erzielt. An erzielten Toren und gewonnenen Spielen. Ist doch so, oder?
Insgesamt hört sich das sehr gut an. Trotzdem bizarr.
Denn schaut man sich die Gruppenspiele im Einzelnen und im Vergleich die Bundesliga im speziellen an, dann wirken diese Zeilen wie Hohn.
In der Königsklasse scheinen wir heuer das Glück gehabt zu haben, was uns in der Bundesliga fehlte. Da gewannen wir Spiele, obwohl unsere Abwehr ebenso schwamm wie in der Liga. Da erzielte der Gegner auch gerne mal die Tore, wenn wir selbst das nicht hinbekamen.
Ich erinnere mich an weniger Pfostenschüsse oder unberichtigt abgepfiffene Abseitstore.
Kurzum: Alles super. Oder?
Naja, sagen wir mal so: Besser so souverän in die Gruppenphase einziehen, als kläglich auszuscheiden und sich nur daran erfreuen zu können, den – nur noch ein Schatten seiner selbst gewesenen – Titelverteidiger zu schlagen.
Wenn wir ehrlich sind.
Und die K.O.-Runde startet eben erst in der so dermaßen mit Hoffnungen vollgeladenen Rückrunde, wie es noch nie eine zuvor beim FC Bayern gab.
Hoffnung zum Beispiel auf einen starken Ribéry, wie man ihn schon im Basel-Spiel sah. Wenn man nicht das Spiel gesehen, sondern nur die Berichte der Print-Journalisten gelesen hat.
Er hat zwei Tore erzielt, dass ist zunächst mal sehr gut. Beim ersten Tor stand er allerdings einfach nur mal richtig im Raum. Die wirkliche Leistung erbrachte hier Herr Contento, der tatsächlich in einem Monsterspurt den Ball noch von der Seitenauslinie kratzte und zum Franzosen spielen konnte. Großes Kino. Wie der Prä-WM-Jahr Lahm oder Herr Lizarazu. Egal.
Nein. Das war noch nicht wieder alte Ribéry. Denn abgesehen von den beiden Toren war da, vor allem in der ersten Halbzeit, noch viel heiße Luft und viel Festrennen gegen 2-3 Gegner.
Andererseits: Es ist eine Entwicklung erkennbar. Irgendwie. Und vielleicht, wenn die Kurve bis zum Rückrundenstart Mitte Januar weiter in der Weise ansteigt, ja, dann könnte es vielleicht soweit sein. Aber man weiß es nicht.
Und was soll ich groß nachtreten? Die Gruppenphase ist gespielt, wir haben – ergebnistechnisch – eine sehr gute, eine ausgezeichnete Leistung abgeliefert. Punkt.
Jetzt noch die restlichen drei Pflichtspiele gegen St.Pauli und den schwäbischen VfB abziehen und gut iss.
Dann atmen wir alle mal tief durch, pflegen Robbens Oberschenkelmuskelloch und gehen in uns.
Was es alles braucht für eine erfolgreiche Rückrunde.
Aber was ist eine „erfolgreiche Rückrunde“?
Für mich?
Erreichen der Championsleague. Entweder direkt oder über eine sichere Qualifikation. Also eher Platz 2, notfalls aber auch P3.
Und in den Pokalwettbewerben?
Also DFB-Pokal ist so eine Wundertüte. Im Prinzip würde ich da sagen: Gewinnen. Aber so was hängt eben von vielen Faktoren ab. Zum Beispiel einem Robben wie im Halbfinale in der letzten Saison. Andererseits ist ein Ausscheiden auch kein echter Mehrwert bzgl. Erholung. Sind ja kaum Spiele…
Tja und was ein Weiterkommen in der Championsleague betrifft bin ich diesmal eher skeptisch. In der letzten Saison gab es neben Glück, Toren zu richtigen Zeitpunkten und Hammertreffern a la Robben (2:3 ins Florenz und Manchester) doch auch jede Menge Willen. Und einen Klose, der im Florenz die deutlichste Abseitsstellung der Fußballgeschichte zu seinem Vorteil nutzen konnte…
Vielleicht sollten wir in beiden Wettbewerben nur von Runde zu Runde denken und in der Liga wie gesagt auf Platz 2 schauen.
Sonst noch was zum Basel-Spiel?
Unsere Innenverteidigung stand soweit sicher. Muss man in diesen Tagen ja besonders hervorheben. Die Flügel machten ab und an sogar Dampf, ein Ribéry phasenweise mit Geniestreichen und gutem Stellungsspiel.
Unser Kapitän sucht immer noch. Und zwar seine Passsicherheit und Form. Herr Kraft zeigte erneut, dass er aktuell schon ein guter Backup ist.
Schweinsteiger wie immer Dreh- und Angelpunkt, Gomez mit ganz, ganz wenigen Bällen, Kroos mit noch weniger Schüssen.
Es hat gereicht und nur das zählt ja wohl.
Jetzt die Weltpokalbesieger besiegen und in den schwäbischen Abschluss dieses Fußballjahres 2010 starten.
Auf geht’s, Ihr Roten!
Weil es weh tut, geil und Länderspielpause ist
Ich kann nicht anders. In dieser trüben Stimmung (herbstlich jetzt) und mit der miesen Perspektive, derlei erst wieder 2011 sehen zu dürfen, muss ich einfach auf diese drei Schmankerl verweisen.
Leidet und erfreut euch mit mir.
Einmal, zweimal, dreimal.
So gewinnt der FC Durchschnitt keinen Blumentopf
Was ist der Unterschied zwischen dem heutigen Spiel in Dortmund und dem letzten?
Ribéry und Robben.
Das klingt platt, ist aber so gemeint.
Dem aktuellen FC Bayern fehlt es an offensiver Inspiration, an Geschwindigkeit, an Anarchie vor dem Tor.
Kurz, an allem, was Ribéry und Robben auszeichnet.
Den Kollegen, die die beiden vertreten, fällt diesbezüglich nichts, aber auch gar nischt ein.
Und hinten gibt es in jedem Spiel immer und immer wieder einen Kollegen, der den üblichen Bock schießt und somit seine Mannschaft auf die Verliererstraße bringt.
Die berühmt-berüchtigte Bayern-Philosophie „lass die hinten mal offen wie ein Scheunentor sein, wir machen vorne schon unsere Buden“ ist tot.
Wie soll das auch gehen, wenn wie aus dem Nichts ein Mario Gomez zum Gastspiel in Dortmund der Hoffnungsträger ist?
Sicher, er machte seine Sache mehr als gut, war fast noch bester Münchner auf dem Platz der ersten Halbzeit. Vor allem, weil man ihm anmerkte, dass es besser wurde, je länger er machen durfte. Aber von Mario zu erwarten, dass er sämtliche zwei, drei Chancen eiskalt verwandelt – nach dieser Vorgeschichte? In dieser Saison?
Also bitte.
Andererseits hätte es den BVB der zweiten Halbzeit wohl nicht gegeben, wenn Gomez getroffen hätte.
Wir werden es nicht erfahren. Stattdessen wurde Herr Demichelis zum besten Borussen. Was für ein „Comeback“. Unfassbar. Ob van Buyten den Ball vor dem 0:1 genauso im eigenen Strafraum zum Gegner geköpft hätte? Wahrscheinlich. Also drehen wir uns ohnehin im Kreis. Sein Handspiel vor dem Traumfreistoß zum 0:2? Geschenkt.
Überhaupt. War die Borussia jetzt wirklich so stark oder die Bayern so schwach? Allwöchentlich die gleiche Frage.
Sowohl als auch.
Inzwischen hat wohl der letzte Gegner begriffen, dass man die Bayern einfach spielen lassen darf. 80-90% Ballbesitz? Kein Thema, irgendjemand semmelt den Ball schon für uns in die Maschen und davon erholen sich die Bayern nicht…
Vier erzielte Tore in sieben Spielen. VIER!
So was nennt man Durchschnitt. Und das wird sich auch nicht ändern bis zum ominösen 10.Spieltag. Von Seiten des FC Bayern und seinen Fans will man ja die Tabelle vorher nicht anschauen. Na dann viel Spaß.
Es mag verbittert klingen, aber ich würde eher darauf tippen, vor der Rückrunde keinen Blick darauf zu verschwenden. Bis dahin sind es dann eher 20 Punkte Abstand. Oder so.
FC Durchschnitt.
Wie soll man das anders nennen, wenn wir ein System spielen lassen, für das wir nicht die Spieler haben (Thema Ribéry & Robben) und mit aller Macht unser Trainer Louis van Ratlos trotzdem einfach so weiterspielen lässt?
Butt (solide, keine Fehler, bei den Toren machtlos),
Lahm (rennt seiner Form immer noch und immer langsamer hinterher),
van Buyten (diesmal nicht den entscheidenden Fehler gemacht – immerhin),
Badstuber (hölzern und ungeschmeidig – wie immer, trotzdem den Ball vor dem 0:1 unhaltbar abgefälscht),
Braafheid (noch mit die beste Leistung von ihm im Bayern-Dress, zumeist die Position gehalten, an keinem Tor beteiligt gewesen (oder?)),
van Bommel (am stärksten immer noch nach dem Spiel am Mikro – beim Verteidigen seines Spiels und seiner Mitspieler),
Pranjic (Mr. Durchschnitt),
T. Müller (sein schwächstes Spiel seit langem),
Schweinsteiger (verschenkt auf der 10),
Kroos (Leistung seiner zweiten Bayern-Zeit wird immer unverschämter),
Gomez (Respekt – beste Leistung seit Wochen, fehlte noch ein wenig die Sicherheit und Präzision),
Demichelis (ohne Worte) und
Olic (wo ist der Olic der Vorsaison?).
Was aber bei all dem schlimmsten ist?
Wenn man keine Zauberer, keine Anarchen mehr auf dem Platz hat – wo sind dann die Arbeiter, die Läufer, die Kämpfer?
Einige Spieler sind nach dieser Vorsaison wohl so selbstverliebt und den Robben-Schatten so sehr gewöhnt, dass sie gar nicht merken, wie sie sich lächerlich machen, wenn man eben dieses immer noch einräumt.
Also genug zu laufen, zu kämpfen und Einsatz bis zum Umfallen an den Tag zu legen.
Ist es wirklich nur das Pech, dass wir vorne das Tor nicht treffen?
All das ist ja momentan schlimmer als unter Magath und Hitzfeld, als wir diesen Langweiler-Erfolgsfußball spielten. Und selbst dieses Gerede vom „Kaputtspielen des Gegners“ zieht doch inzwischen nicht mehr.
Irgendwann muss man dann eben doch mal ’ne Bude machen, sonst verliert man beim Gegner den Respekt. Zum Beispiel beim BVB.
Ob die wussten, dass hinten ohnehin nix anbrennt und sie sich deshalb im ersten Spielabschnitt geschont haben?
Es hatte fast den Anschein. Erschütternd.
Und was passiert jetzt?
Die Führungskräfte des FC Bayern werden Zeter und Mordio schreien, der Trainer in sein „Paradies“ nach Portugal(?) entfliehen und die Herren Nationalspieler stellen ihre Knochen erneut den Geld scheffelnden nationalen Verbänden zur Verfügung.
Und was mache ich?
Nix.
Als Fan kann man ja eh nix machen. Ach ne, da fällt mir doch noch was ein: Sich von der Meisterschaft verabschieden.
Wer keine Ziele mehr hat erfreut sich am Leid der Anderen
Im Moment würden zehn Bundesliga-Teams gerne mit uns tauschen. Aber was bringt es uns, mit dem Finger auf anderen Mannschaften zu zeigen, denen es noch schlechter geht?
Lautern, Werder, Nürnberg, Köln, Gladbach, Schalke oder Stuttgart?
Wir stehen auf Platz 8 und haben nach dem 6.Spieltag 10 Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze. Das klingt hart. Es werden aber bis zum 34.Spieltag noch 84 Punkte vergeben.
Abgesehen davon ist die Bundesliga doch aktuell mehr als quer, oder?
Wie sonst sollte man erklären, dass die Stuttgarter zuhause gegen Leverkusen 4:1 verlieren, wo sie doch in der Woche zuvor an gleicher Stelle die Gladbacher mit 7:0 zerlegt haben. Die Gladbacher übrigens, die in Leverkusen mit 6:3 gewannen?
Wie erklären, dass Bremen 3:2 gegen den HSV gewinnt, nachdem sie zuvor in Hannover 1:4 demoralisiert wurden, die ihrerseits zuvor in Wolfsburg 0:2 verlieren, die damit nach drei Niederlagen den ersten Sieg feierten?
Man kann es drehen wie man will – das alles hat noch keine große Aussagekraft. Und solange der FC Bayern nicht auch noch nach dem 17.Spieltag mit 10 Punkten Rückstand auf Platz 8 versauert, mache ich mir noch keine ernsthaften Sorgen um die Meisterschaft.
Soviel generell zum Thema Bundesliga und Tabelle.
Jetzt im Speziellen zum Thema FC Bayern.
Seit langer Zeit habe ich mal wieder ein Spiel meines Vereins nicht live gesehen. Vielleicht besser so. Deshalb war ich aber auf die professionellen Kommentare der sog. Sport-Journalisten angewiesen. Und was ich da hörte und sah, gab mir durchaus ein differentes Bild.
In der Sportschau sprach man von einem flotten Spiel, guten Mainzern, dominanten Bayern und einer Überraschung. Im Sportstudio von „der Rückkehr der Dusel-Bayern“, einer Sensation und lobte die Mainzer über den Klee. Derlei nehme ich allerdings schon lange nicht mehr ernst, ist das ASS doch die Haus- und Hofsendung des FSV. Wobei die Mainzer dafür gar nix können, scheint nur die Vorgabe der Redaktionsleitung zu sein.
Wie auch immer.
Persönlich habe ich ebenso flinke wie freche Mainzer gesehen (bin ich eigentlich nur einfach zu alt, oder wieso haut uns niemand den Namen „Madjer“ um die Ohren?), die unsere Abwehr vor diverse Probleme gestellt haben (ist mir sogar lieber so, denn das lenkt die Sicht auf unsere eigentlichen Probleme – die Abwehr!). Darüber hinaus zwei, drei Bayern-Chancen, die wir – natürlich – einmal mehr nicht genutzt haben.
Von der, noch einmal massiv erhöhten bayerischen Fehlpassquote habe ich nur gelesen – es muss eine Qual gewesen sein.
Aber ist das alles andererseits wirklich so einfach? Wir müssen nur unsere (wenigen) Chancen verwerten und dann ist alles gut? So einfach?
Ich glaube nicht.
Ändern können wir natürlich momentan ohnehin nix. Robben und Ribéry stehen einfach nicht zur Verfügung und der Kader kann – abgesehen von Amateuren und vertragslosen Profis – nicht erweitert oder ergänzt werden. Wir müssen bis 01.01.2011 mit diesen Spielern auskommen und das Beste daraus machen.
Was im Moment das Beste ist?
Anfangen Punkte zu sammeln und den Abstand zur Tabellenspitze so klein wie möglich zu halten!
Nicht mehr und nicht weniger.
Eine Einzelkritik muss ich mir leider verkneifen, da ich keinen Spieler über die vollen 90 Minuten sehen konnte – ihr?
Update: Contento jetzt ebenfalls länger verletzt? Dann bitte wieder das System der Vorsaison – Badstuber links, Demichelis rein – hilft ja nix.
Die Akte Robben 02/10 – es wird nicht besser
[29.08.2010] Arjen Robben fällt offenbar doch die gesamte Hinrunde aus und kehrt erst 2011 zurück.
„Es ist mehr als fraglich, ob Arjen in der Hinrunde noch eingesetzt werden kann.“
So Bayern-Nerlinger. Nach der Rückkehr aus seinem Sonderurlaub wurde in München festgestellt, dass sich noch immer Flüssigkeit im Muskel befindet.
[31.08.2010] Bayern-Boss Rummenigge thematisiert erneut eine Nationalspielerversicherung.
„Es gibt Gespräche, und es scheint so zu sein, dass die UEFA Bereitschaft zeigt, alle europäischen Klubs gegen solche Dinge zu versichern. Und zwar nicht nur bei den großen Turnieren, sondern bei allen Länderspielen“
[31.08.2010] Niemand im Robben-Umfeld will sich inzwischen noch auf eine definitive Zeit für seine Rückkehr auf den Fußballplatz festlegen.
„Wir wissen nicht, wie es weitergehen wird.“
So Robben-Vater Hans.
Na dann.
Grün-weiße Rache ist Blutwurst oder Na endlich!
Dieser Bericht ist ein Vorgeschmack auf die neue Saison. So wie es nämlich aussieht, werde ich mich ja von den Apothekern bei Sky verabschieden und somit auch von allerlei Live-Spielen meiner Bayern.
Ergo folgt dieser Beitrag den Betrachtungen und Erkenntnissen allein aus Zusammenfassungen.
Im Rahmen dieser Zusammenfassungen hörte ich doch tatsächlich den Begriff „Angstgegner Bremen“. Also für den FCB jetzt.
Von den Zahlen her mag das stimmen. Aber ich habe all die letzten Spiele gesehen. Und wenn ich allein an das Hinspiel denke, dass ja offiziell als Auftakt dieser ach so sagenhaften Werder-Serie galt, muss ich immer noch lachen. Bitterböse.
Was war das schlecht von Werda, was war das defensiv.
Gestern dagegen spielte Werder zeitweise mit. Wenn Bayern das wollte. Nein. Das wäre vielleicht zu verkürzt. Werder hat ja durchaus Qualitäten.
Bayern war eben einfach zu stark. Die haben die Nordlichter förmlich überrannt. Wobei ich hier natürlich nur die Zusammenfassung als Maßstab ansetzen kann. Aber offenbar gibt es ja einen Konsens, dass wesentlich mehr als diese drei Tore der Bayern möglich und realistisch gewesen wären…
Da waren sie wieder, die Hinrunden-Bayern. Chance auf Chance vergeben.
In der Rückrunde sieht die Welt aber anders aus. Da lassen sich die Bayern von zwei Toren aus heiterem Himmel – vor dem 1:0 muss es doch schon 2:0 oder 3:0 stehen – nicht schocken. Man spielt einfach weiter und hatte einen Robben auf Weltniveau (kam – in dieser Form – bislang selten genug in dieser Saison vor), der – trotz fehlendem Pendant auf der linken Seite – die hüftsteife Werder-Defensive schon alleine aus den Angeln hob.
Zusätzlich noch diverse weitere Offensivkräfte, die ebenfalls wie federleicht durch die rote Zone der Schaaf-Kicker pflügten.
Was hätte ich dafür gegeben, derlei Demütigung live zu erleben, allein familiäre Verpflichtungen standen diesem Erlebnis im Wege.
Warum ist mir derlei so wichtig? Weil es gegen Werder genügend Niederlagen oder Punktverluste gab, die a) unnötig oder b) völlig lächerlich waren. Häme eingeschlossen. Nicht nur aus Bremen.
Kausalität. Mehr sag‘ ich nicht.
Spaß gemacht hat es also. Uns allen.
Was aber, wenn es wirklich ein 10:2 gegeben hätte?
Das Boulevard hätte sich überschlagen und einige Spieler wären mit Sicherheit in die Versuchung gekommen, sich davon anstecken zu lassen.
Im nächsten Spiel kommt Mainz. Da ist erstens noch eine dicke Rechnung offen. Und andererseits sind solche Gegner immer gefährlich.
Gut, wenn man diesen Spielen wie gestern in Bremen noch nicht über den Weg traut.
Zumindestens solange, bis auch der letzte Widersacher abgehängt wurde.
Ganz nebenbei ist sicherlich erfreulich, dass auch an diesem Spieltag wieder einzelne, kleine Ziele erreicht wurden.
Werder distanziert (+11P.), Vorsprung auf HSV ausgebaut (+5P.) und Schalke überholt.
Na also, geht doch.
Wenn jetzt Hoffenheim „ausgerechnet“ gegen Bayer zurück in die Spur findet, wäre es ein klassischer Bayern-Spieltag. Das Gegenteil hatten wir in der Hinrunde oft genug.
Deshalb war die Tabelle ja so schief mit all diesen europäischen Fahrstuhlmannschaften an der Spitze…
Gibt es sonst noch was zum gestrigen Gastspiel auf der Baustelle Bremen zu sagen?
Vielleicht das Rensing – trotz allem – eine gute Nummer abgab und in HZ2 solide gehalten hat?
Oder das Lahm inzwischen offenbar doch ganz gute Flanken schlagen kann? Oder zumindestens so merkwürdig, das aktuell nur seine Mitspieler damit was anfangen können…
Noch was?
Input bitte von den Live-Zeugen.
Ein fast perfektes Spiel. Aber eben nur fast.
Zu weiten Phasen der Hinrunde hätte der FC Bayern im gestrigen Spiel gegen die Turn- und Sportgemeinschaft aus Hoffenheim Punkte gelassen.
Zum Glück ist das inzwischen anders. Auch wenn ich mich schmerzlich an diese Zeit erinnert fühlte. Vor allem in der zweiten Halbzeit. Irgendwann habe ich aufgehört die vergebenen Chancen mitzuzählen.
Gegen wirklich starke Gegner kann sich das irgendwann mal rächen.
Aber wer sind schon wirklich starke Gegner?
Gegen uns macht jeder Verein das Spiel der Saison – wieso sollte man da also von schwachen Teams reden? Schwächer spielen die dann doch gegen die Überraschungsteams. Wie zum Beispiel Leverkusen. Oder Schalke.
Egal. Eigenes Thema.
Wie ich mein Thema überschreiben wollte, da habe ich lange mit mir gerungen. Die Hoffenheimer Holzhackerei war lange in meinem Kopf. Vor allem, weil ich mich nicht das erste Mal damit beschäftigen muss. Wenn man nicht das bekommt, was man will, gehen bei einigen die Nerven durch. Ist ja bei Rangnick das gleiche. Und spiegelt sich somit im Team wider.
Bayern hat halt immer nur das „Pech“, dass man zumeist das Eröffnungsspiel absolviert, egal ob Hin- oder Rückrunde. Da wird dann anders gepfiffen als ab Spieltag 2 oder 18. War ja damals gegen den HSV auch nicht anders.
Ob diverse TSG-Spieler an einem anderen Spieltag in diesem Spiel auch nur mit einer Verwarnung und einer allerletzten Verwarnung davongekommen wären?!
Und dann immer wieder diese Theatralik, wenn man selbst einmal getroffen wurde. Widerlich.
Zum Glück war dann die zweite Hälfte dominant genug und es gab zum Ergebnis keine zwei Meinungen (auch nicht beim Trainer der Gastmannschaft).
Allein die Chancenverwertung gab – einmal mehr – Grund zur Kritik. Auf Seiten der Bayern.
Bitter.
Vor allem, wenn man bedenkt, dass andere – aktuelle – Spitzenplatz-Teams derlei anders handhaben. Die 100%tigkeit der Chancen in HZ2 hätte ein 3:0 oder 4:0 liefern müssen.
Zwar sind wir jetzt mal wieder Tabellenführer und haben mit 36 die meisten Tore erzielt, aber schon heute kann sich dies eben wieder ändern. Meiner Meinung nach zählt in dieser Saison bis zum Schluss jedes Tor und da können wir es uns nicht leisten derlei Gelegenheiten liegenzulassen.
Gut allerdings, dass ein Offensiv-Einwechselspieler das 2:0 erzielte. So muss das in einem Spitzenteam sein: Selbst „Bank“-Spieler torhungrig. Und dann auch mit Toren. Vor allem wenn die Winterpause dem Stammduo offenbar ein wenig vom Killerinstinkt genommen hat.
Womit wir bei der Mannschaft wären.
Bis zur Führung der Bayern hätte ich Herrn Demichelis eine glatte 5 gegeben. Fahrig, unkonzentriert und mit allerlei riskanten Pässen. Auf der anderen Seite muss ich ihn da in Schutz nehmen, denn zu Beginn der Spiels war er nicht der einzige, der sich scheinbar noch im Winterschlaf befand.
Das komplette defensive Mittelfeld (van Bommel, Schweinsteiger) plus die Abwehr ließen sich von den motivierten Hoffenheimern den Schneid abkaufen. Über volle 15 Minuten. Gruselig.
Ich befürchtete schon das klassische Dubai-Syndrom…
Wie aber oben erwähnt, ist der FCB der jungen Rückrunde ein anderes Team als zum Start der Saison. Das System van Gaal scheint etabliert, die Spieler wirken selbstbewusster und vor allem oft im Bilde, was genau zu tun ist.
Dazu noch ein Robben, der mit zunehmender Spieldauer immer spritziger und kreativer wurde.
Da fiel es dann am Ende auch nicht so sehr ins Gewicht, dass noch nicht alle Teile des Gebilde wieder in der Form der auslaufenden Hinrunde sind.
Aber das war ja auch alles nur Laufkundschaft, gelle?
Abwarten, Freunde.
Obgleich auch Phasen des gestrigen Spiels eher schwächer waren, bin ich jetzt doch davon überzeugt, dass es immer besser werden wird. Mit meinen Bayern.
Ein Robben hielt allen Fouls gegen ihn stand. Bis jetzt ist nichts gegenteiliges vermeldet worden. Das ist doch schon mal was. Spricht für ihn und uns.
Kommt zusätzlich bald ein gesunder(?) Ribéry zurück und arbeitet der Rest weiterhin so wie zu Robbery-freien Zeiten, ist mir nicht bang um unsere Aufholjagd. Wobei man hier ja eher vom Sturm auf die klare Tabellenführung sprechen muss, denn dran sind wir ja jetzt schon…
Der Rest des Teams fiel nicht sonderlich stark ab. Olic war nach dem Knochenbrecherfoul von Beck einfach angeschlagen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Da konnte nicht mehr soviel kommen. Gomez braucht noch ein wenig Feintuning und van Buytens Lippe muss wohl einfach nur genäht werden, nachdem Herr Ba seinen Oberarm komplett in seinem Gesicht vergraben wollte.
Frust ist kein guter Begleiter. Ob das international auch so gesehen wird?
Jetzt sind wir erstmal oben. Das ist besser als andersherum. Darüberhinaus traf Klose seit gefühlten Ewigkeiten – passend zum Rückrundenauftakt geht dem Boulevard wohl der Stoff so langsam aus.
Aber keine Sorge – da wird Nachschub kommen.
Umso wichtiger, dass wir in Bremen, gegen Mainz, in Wolfsburg und gegen Dortmund nachlegen. Nicht ohne das Programm, aber wozu haben wir unseren Kader denn sonst reduziert?