FC Bayern-Transfergerüchte 0809#009

Es kommt Bewegung in so manches Transfergerücht.

Der kölsche FC will nun doch noch nachgelegt haben beim Angebot für den Prinzen. Bayern-Boss Rummenigge findet das richtig gut.

„Ich muss sagen, die Kölner haben sich noch einmal bewegt. Das Ganze sieht gut aus. Ich bin zuversichtlich, dass das klappt. Sie müssen noch ein wenig drauflegen. Aber zwischen dem, was sie anbieten und dem, was wir wollen, ist kein allzu großer Unterschied mehr. Das sollten sie auch noch hinbekommen.“

Was soll ich sagen. Ich kann ihm da nur zustimmen. Ist mir schon lange völlig egal, wohin Podolski geht, Hauptsache er geht. Der HSV bekommt ihn daher offenbar nicht. Auch ein Tausch im Winter gegen Olic kommt nicht zustande, allein schon, weil Olic das offenbar nicht möchte (stimmt, der will ja mit dem HSV noch einen Titel holen *hust*).

Schade. Wenn allerdings LP doch schon im Winter nach Köln wechselt (bitte!), kommt vielleicht noch mal Bewegung in die Stürmersuche der Bayern. Ein Herr Gomez ist davon aber sicherlich eher nicht betroffen. Die Liebe des FCB zu ihm scheint deutlich abgekühlt.

„Für 30 Millionen Euro ist er auf jeden Fall vom Tisch. Wir haben jetzt mit Olic einen Stürmer, den wir gebraucht haben, wenn Lukas geht – alles andere wird man sehen.“

Ein anderer junger Spieler will ja bekanntlich weg oder zumindestens mehr spielen: Toni Kroos. Eine Alternative hätte er.

Gleichwohl kann ich mit der Formel Gomez = Kroos + x Mio. Euro so gar nix anfangen, tut mir leid.

Die Tendenz bei Kroos muss man eben abwarten. Bis zum Sommer ist er auf jeden Fall noch da und dann warten wir einfach mal die Rückrunde ab.

Apropos abwarten.

Die Bayern haben Herrn Timoschtschuk offenbar ein Angebot gemacht. Er hat seine Vorstellungen, die Bayern auch und werden ihm – so hört man zumindestens – nicht weiter entgegenkommen. Bis Ende des Monat will er sich entschieden haben. Herr van Bommel andererseits, dessen Planstelle Herr T. aus U. einnehmen wird und dem ebenfalls ein neues Arbeitspapier vorliegt, äußert schon mal vorab keine Bedenken über eine mögliche Konkurrenz-Situation, spricht gar davon, dass „dieser schön auf der Bank sitzen werde. Dafür werde er schon sorgen“ – wie diese perspektivischen Überlegungen mit seinen Bedenken, über das aus seiner Sicht zu schmale Angebot der Bayern zusammenpasst, wird sein Geheimnis bleiben.

Noch was?

Ach ja, Herr Arshavin liebt jetzt Arsenal. Von mir aus. Ausser Bayern gibt es da nur zwei Vereine, bei denen ich sowas tolieren kann: Barca und eben Arsenal. Deshalb fand ich den Henry-Wechsel ja auch nicht so schlimm.

Zurück zu Zenits Wunderstürmer.

Wie passt da ins Bild, dass Arsenal kein Geld für neue Spieler hat? Oder sind 21 Millionen etwa nix?

Es bleibt spannend.

Die Finanzkrise hat auch Vorteile

Als ich diese Meldung las, konnte ich mir breites Grinsen nicht verkneifen. Echt nicht.

Die von ausländischen Investoren beherrschten Clubs der englischen Premier League bekommen die internationale Finanzkrise mit voller Wucht zu spüren.

Besonders das hier über Abramowitsch machte mir beim Lesen Spaß.

Das Vermögen des Oligarchen soll nach Angaben der russischen Zeitung „Iswestija“ innerhalb weniger Monate von knapp 17 Milliarden Euro auf 2,3 Milliarden Euro geschrumpft sein.

Das hat auch Auswirkungen auf sein Spielzeug.

15 der 25 Talentspäher wurden im November freigestellt […] Abramowitsch, der seit der Übernahme des FC Chelsea vor fünfeinhalb Jahren angeblich rund 500 Millionen Euro in die „Blues“ investiert hat, soll Coach Scolari Zukäufe in der Winterpause aber untersagt haben […] Derzeit belastet ein Schuldenberg von umgerechnet rund 1,1 Milliarden Euro den Club, bei rund 870 Millionen Euro handelt es sich um Kredite. Diese muss Chelsea an Abramowitsch zurückzahlen.

1,1 Milliarden Euro Schulden? Alter, das stellt ja sogar Real Madrid zu seinen besten Zeiten in den Schatten. Trotzdem find’s ich’s richtig klasse. Denn so rücken wieder die Vereine in den Vordergrund, die Geld wirklich erwirtschaften und damit richtig umgehen und so seit Jahren damit bezahlen, die Championsleague nicht gewinnen zu können.

Der Wind dreht sich.

In die richtige Richtung.

Jede Menge zu erzählen. Eigentlich.

Es ist Urlaubszeit. Weihnachtsurlaub. Zeit zum zur-Ruhe-kommen. Zum Auftanken.

Nicht so bei mir.

Ich schleppe mich jetzt seit über 10 Tagen mit einer Grippe rum, seit heute gibt’s Antibiotika oben drauf. Großes Kino. Der Stress der letzten Wochen muss ja irgendwie raus und wann geht das besser als im Urlaub? Eben.

Dabei gibt’s sogar jetzt jede Menge zu erzählen.

Zum Beispiel über die Betrugsanzeige gegen Ribery, die Großklubs in der Schuldenfalle, oder ein Real Madrid, dass sich ein klein wenig blamiert hat.

Allein, mir fehlt die Muße und die (geistige) Frische meine Gedanken zur Tastatur zu bringen.

Egal. Nächstes Jahr wieder.

Frohes und besinnliches Weihnachten 2008

Bei all den argumentativen und monatelangen Auseinandersetzungen, ist es doch schön, wenn man wenigstens einmal im Jahr so richtig zur Ruhe kommt – an Weihnachten.

Deshalb wünscht Breitnigge.de all seinen Lesern und Freunden auch dieses Jahr wieder ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

Vielleicht liegt bei dem einen oder anderen Verein ja doch ein neuer Spieler unter dem Weihnachtsbaum und es gibt was zu feiern.

Ich für meinen Teil bin froh, wenn ich, ob meiner inzwischen tagelangen Erkältung, Weihnachten überhaupt feiern kann. Man ist ja heutzutage schon mit kleinen Dingen zu begeistern…

Die Stunde der Technokraten

Herr Rummenigge hat übrigens noch mehr gesagt, an anderer Stelle.

Bayern München will zu Beginn des neuen Jahres mit der Suche nach einem Nachfolger für Manager Uli Hoeneß beginnen. Dies kündigte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenige […] an. […] „Wir wissen, dass es eine schwere Wahl wird. Uli Hoeneß ist die Seele dieses Vereins. Aber wir werden diese Gespräche führen müssen, und wir müssen diese Personalie lösen.“

Ehrlich gesagt kann ich mir das noch gar nicht vorstellen. Hoeneß ist fast so lange Manager bei den Bayern wie ich Bayern-Fan bin. In meiner Wahrnehmung gibt’s da gar nichts anderes. Schwierig.

Aber für Hoeneß selbst gilt eben auch das eiserne Gesetz:

Jeder ist ersetzbar. Was bleibt ist der Verein und die Liebe zu ihm!

Es wird geredet, dass es eine helle Freude ist

Winterpause macht Spaß. Da darf man dann ganz offiziell jede Menge Quatsch daherreden, denn schließlich ist ja Saure-Gurken-Zeit.

Dabei meine ich mich selbst gar nicht so sehr. Eher Fußballer. Und seine Offiziellen.

Dumm nur, dass es um die immer gleichen Themen geht. Wie zum Beispiel Herrn Podolski. Zu dem – und zu vielen anderen Dingen – hat Bayern-Boss im Zentralorgan des Springer-Verlages einmal mehr seinen Senf abgegeben.

„Wenn der 1. FC Köln uns ein akzeptables Angebot machen würde, wäre das sehr hilfreich für Lukas. Dann würden wir mit den Kölnern schon Anfang Januar den Transfer für den 1. Juli abschließen. Allein dem Spieler zuliebe! Dann hätte Lukas endlich den Kopf frei, wäre wieder frisch und fröhlich und könnte sich im würdigen Rahmen vom FC Bayern verabschieden. Ich glaube, was Köln derzeit betreibt, ist ein komisches Spiel. Wenn ich einen Spieler wirklich haben will, dann lasse ich es nicht an zwei oder drei Millionen scheitern. Sie haben erst Lukas den Kopf verdreht und versuchen nun aber nicht ansatzweise alles, um ihn zurück nach Köln zu holen. Sie wollen ihn – aber nur zu ihrem Preis. […] wir hatten im Sommer Angebote von Manchester City und Tottenham, die wesentlich höher dotiert waren, als die Summe, die wir nun von den Kölnern verlangen. Aber Lukas wollte nicht ins Ausland. Und jetzt gibt es nicht nur aus England, sondern auch aus der Bundesliga gute Angebote. Wir haben ihnen mitgeteilt: ,Einigt euch mit dem Spieler, dann sind wir gesprächsbereit’! Nun reden diese Klubs mit dem Spieler. Ich befürchte, sie riskieren, dass Poldi am Ende vielleicht nicht nach Köln wechselt.“

Starker Tobak, aber offenbar die Situation. Wo ist das Problem, FC? Podolski ist auf dem Markt, der Spieler will nach Köln, es gibt kölsche Investoren, gar private Spendenaktionen – und was macht ihr? Redet ebenfalls nur.

Ich bin inzwischen soweit, dass ich es den Kölner gönnen würde, wenn derPrinz nach Dortmund oder Bremen wechselt und dort richtig einschlägt…

Zum Glück hat KHR auch noch was zu anderen Dingen gesagt, z.B. dass Ribéry bis (mind.) 2011 bei den Bayern bleibt, man sogar vorzeitig verlängern will.

Find‘ ich gut.

Später sagt er erneut sehr unsouveräne Dinge über die Herbstmeisterschaft und die sog. Fehlentscheidungen gegen Bayern und für Hoffenheim – als ob’s daran gelegen hätte.

Richtig klasse ist dagegen sein Schlusssatz, angesprochen auf den (verbalen) „Zoff“, den es zuletzt mit Hoffenheim gab:

„Ich möchte kein Öl ins Feuer gießen. Das war früher mit Schalkes Assauer, dem dicken Calmund aus Leverkusen und Bremens Klaus Allofs noch was ganz anderes – da spielte nicht jeder gleich die beleidigte Leberwurst.“

Herrlich.