Grazie, Luca e molto bene a Roma

Oder so.

Es ist raus. Luca Toni wechselt bis zum 30.06.2010 auf Leihbasis zum AS Rom.

Für mich eine klassische Win-win-Situation. Er bekommt dort (wohl) seine gewünschte Einsatzgarantie, somit eine größere Chance auf einen Platz im italienischen WM-Kader und wir sparen sein Gehalt. Zunächst einmal für ein halbes Jahr.

Desweiteren ist bis (mindestens) Sommer Ruhe im Karton.

Persönlich bedaure ich diesen Schritt, da ich Toni für einen mehr als sympathischen Zeitgenossen halte. Und sportlich gibt es ohnehin nichts zu diskutieren.

Über einen Luca Toni in Topform.

Womit wir beim Hauptproblem wären.

Seiner ersten Weltklasse-Saison folgte eine mehr als durchschnittliche Spielzeit. Hinzu kamen die Probleme mit dem neuen Trainer van Gaal und somit war dieser Schritt – vor allem unter dem Gesichtspunkt seines Alters (weshalb er ja so unbedingt noch einmal zur WM will) und der Konkurrenz im Bayern-Sturm – mehr als logisch.

Was wäre denn bitte im Blätterwald los gewesen, wenn wir jetzt doch – trotz Formschwäche – permanent auf einen Toni gesetzt hätten und somit Nachwuchsspieler wie Thomas Müller auf der Bank sitzen müssten? Trotz ansprechender Leistungen und Tore?

Eben.

Somit ist an dieser Stelle doch allen geholfen.

Danke Luca und viel Glück in Rom (ist das in etwa das, was ich oben geschrieben habe?!)!

Hey, was geht ab – für die Retortenteams?

Habe ich das nach dem letzten Spieltag richtig mitbekommen, dass die Leverkusener Kurve den gleichen Gassenhauer zum besten gegeben hat, wie schon die Wolfsburger nach der Meisterschaft? Also den Gassenhauer, den eigentlich die Fans der Tasmania im Frühling der Hoffnung an der Tabellenspitze initiiert haben?

Geht’s noch?

Bei allem Respekt vor der (berechtigten) Euphorie nach der Retortenmeisterschaft des Konzernteams aus Wolfsburg und der erneuten Herbstmeisterschaft der Betriebssportgruppe Leverkusen – aber bei solchen Liedern aus solchen Kehlen muss ich immer schmunzeln.

Fehlt jetzt nur noch, dass die Hoffenheimer „Fans“ „traditionelle Lieder aus ihrer mehr als 100-jährigen Geschichte“ anstimmen…

Auf der anderen Seite: Wenn es für Bayer ähnlich weitergeht wie für die Tasmania, nachdem dieses Lied in der Kurve gesunden wurde – sehr gerne.

Was sich alles 2010 so auf Breitnigge ändern wird.

Denn es wird sich was ändern.

Zunächst einmal habe ich den „Medium Rectangle“ – Banner (300x250px) auf der allgemeinen Startseite von Breitnigge entfernt (nicht aus der Detailansicht der Artikel). Kostet mich zwar ein paar PIs, reduziert aber (hoffentlich) die Auslieferung diverser Werbemittel, die nicht nur euch sondern auch mich zunehmend nerven (Layer über Links und Buttons, etc.).

Desweiteren geht mir mein Kommentar-Spam-Aufkommen mehr und mehr auf die Nerven. Ihr bekommt davon nix mit, da schicke WordPress-Plugins das allermeiste filtern, aber trotzdem bin ich gezwungen, die Spam-Listen zu durchsuchen, um eventuell fehlerhaft markierte Kommentare von euch zu identifizieren. Aus diesem Grund werden auf Breitnigge die Kommentare zu älteren Beiträgen (Hauptziel der Spam-Robots) jetzt automatisch geschlossen. Zunächst nach 365 Tagen, wenn es nicht hilft, auch zu einem früheren Zeitpunkt.

Noch einmal zurück zu den Werbemaßnahmen. Es kann ebenfalls sein, dass ich zukünftig mehr mit Content-Links arbeiten werde. Sollte es dazu kommen, überlege ich mir eine gesonderte Kennzeichnng. Per CSS. Zukunftsmusik.

Eine wohl eher kontroverse Geschichte wird die (testweise) Einführung einer Teaser-Logik auf Breitnigge sein. Ich überlege, die maximal auf der „Startseite“ sichtbare Anzahl von Zeichen pro Artikel zu begrenzen.

Dies hat in erster Linie Performance-Gründe. Kürzere Seite, weniger Text = schnellere Ladezeiten.

Zwecks Verbesserung der Ladezeiten werden hier in den nächsten Tagen ebenfalls diverse Dienste einer kritischen Prüfung unterzogen. Alles was nicht wirklich gebraucht wird und uns alle nur Zeit kostet wird abgeschaltet oder aus dem Code entfernt.

Dies nur zur Info.

Fröhliches und besinnliches Weihnachten 2009

Allen Breitnigge-Lesern wünsche ich auch in diesem Jahr ein frohes, ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest 2009.

Lasst es euch gut ergehen, kommt mal runter und lasst uns für wenige Tage all den Zwist, die Kleinkriege und diese ganzen argumentativen Differenzen vergessen.

Bei mir wird das zumindestens so sein…

Genießt die nächsten Tage, hier wird wahrscheinlich ohnehin nicht viel passieren. Familie ist angesagt. Und die ist groß.

Also bis die Tage dann.

Und noch einmal: Wer hätte das vor Wochen gedacht?

Eigentlich war das anders geplant. Am Freitag war mein erster Urlaubstag und da wollte ich sogar mal wieder live bloggen. Oder twittern.

Auf jeden Fall aber die Gelegenheit nutzen, eine Championsleague-Auslosung live mitzubekommen.

Es kam anders. Bekannt.

Den Freitag lag ich schon mehr oder wenig komplett im Bett und erst am späten Nachmittag fiel mir das mit der Auslosung wieder ein.

Videotext an und dann das. Das erste Lächeln des Tages.

Sollte es wirklich möglich sein? Das die alten Bayern wieder die Alten sind? Erfolgreich, mit Losglück und jetzt auch noch mit schönem Spiel?

Wer hätte dies vor Wochen noch erwartet? Oder befürchtet, wie z.B. das Boulevard, dass sich auf van Gaal eingeschossen hatte?

Adenauer. Sag ich da nur.

Dann also gegen Florenz.

Dabei drohte uns neben Barca auch Real, ManU oder Chelsea. Mit dieser Perspektive sah ich vor der Auslosung das Achtelfinale als Endstation an. Dann ist eben im Viertelfinale Schluss. Bis ich sah, welche Partien noch so in der Runde der letzten 16 Teams zustandekommen:

Milan – ManU und Inter – Chelsea?

Also entweder räumen sich in der ersten K.O.-Runde direkt mal zwei von vier Schwergewichten selbst aus dem Weg, oder zumindestens findet der ital. Fußball in der CL bald gar nicht mehr statt.

Beides keine schlimmen Szenarien für mich…

Der dritte Grund, für mein Schmunzeln war das Los des anderen deutschen Vertreters, da der sog. deutsche Meister ja – wie erwartet – seine Segel schon hat streichen müssen.

Wie geht man mit einem Barca-Los im Achtelfinale um? Einfach durch und darauf hoffen, dass es nicht so schlimm wird? Verzweifeln?

Für uns Bayern ist das eine klassische Win-win-Situation: Entweder scheidet der Top-Konkurrent auf dem eigenen, ebenso möglichen, wie irrationalen Weg zum CL-Titel aus, oder wir sind ab dem Viertelfinale (mal wieder) der letzten deutsche Vertreter der Bundesliga in der Königsklasse (ich liebe diesen Satz noch mehr, seit ich erfahren habe, dass er anderen so sehr auf die Nerven geht *g*). Nicht unerheblich, wenn man an die TV-Gelder aus dem größten Topf in Europa denkt (das ist nämlich der deutsche).

Alles Spekulation.

Was fällt mir zum eigentlichen und nächsten Gegner Florenz ein?

Das dieses Los einfacher aussieht als es ist. Und viele wahrscheinlich im van-Gaal-Krisen-und-Klinsmann-CL-Vorrunden-Verherrlichungs-Wahn vööllig verdrängt haben, welch‘ unfassbare Chancen Florenz in beiden Gruppenspielen in Florenz und vor allem in München hat liegen lassen.

Alles schon weg? Keine Erinnerungen mehr? Na dann mal viel Glück, dass die nicht plötzlich wiederkommen, wenn die Italiener das wiederholen und diesmal das Scheunentor auch treffen.

Warten wir es ab und freuen wir uns bis dahin, dass es ingesamt nach dieser Auslosung für den FC Bayern weitaus schlimmer hätte kommen können!

Beitragsstopp auf Breitnigge.de

Der eine oder andere clevere Stammgast auf Breitnigge.de wird es wohl schon bemerkt haben: Hier kommt nix mehr nach.

Nix zur CL-Auslosung, keine Worte zum Hinrundenabschluss gegen das Tabellenschlusslicht und immer noch kein Weihnachtspodcast.

Der Grund ist ebenso einfach wie schmerzhaft: Meine Mandeln sind feuerrot geschwollen.

Da stand mir der Sinn in den letzten Tagen nach anderen Dingen.

Ab sofort werden aber wieder Antibiotika eingeworfen und ich bin froher Hoffnung, dass vor Weihnachten noch der Beitragsstau beseitigt wird. Auch wenn’s dann eher spät rüberkommt, was ich zu sagen habe…

Aber immerhin.

Wer das nicht abwarten will, dem wünsche ich auf diesem Wege schon einmal ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

Man kann es ja mal probieren

Ich weiß. Ich bin spät dran. Was das Thema betrifft.

Aber mich erreichte diese Post eben auch. Vor ein paar Tagen.

Mir wurde berichtet, dass „Breitnigge.de eine der wichtigsten Seiten im deutschen Markt sei“. Interessant.

Auch interessant, dass man mir das unschlagbare Angebot machte, „meine bestehende Präsenz im Internet noch weiter auszubauen“. Großzügig.

Wie das?

Indem man die Domain „breitnigge.co.de“ registriert. Für günstige 99,- Euro pro Jahr. Respekt.

Selbst wenn ich diesen, mehr als logischen Schritt nicht gehen wolle, solle ich trotzdem antworten, damit ich obige Domain „kostenlos für die Registrierung komplett sperren lassen könne“. Insofern ich Markeninhaber sei.

Gar nicht zu reagieren, davon wurde mir abgeraten. Ansonsten würde die Domain schließlich frei registrierbar. Und für mich verloren.

Sachen gibt’s.

Ganz ehrlich. Ganz kurz habe ich gezögert. Gefühlte 30 Sekunden lang.

Dann ging mir das entsprechende Licht auf.

Hierzu muss man wissen, dass das Angebot von der „Websuche Search Technology GmbH & Co. KG“ kam.

Diese GmbH ist der Inhaber der Domain co.de. Wohl seit der Möglichkeit, in Deutschland zweistellige Domains zu registrieren.

Wer es jetzt noch nicht begriffen hat, dem darf ich folgendes Zitat auf co.de präsentieren:

„Bitte verwechseln Sie .co.de-Domains nicht mit herkömmlichen .de-Domains wie sie von der Denic vergeben werden. Alle co.de-Domains sind technisch gesehen Subdomains der Domain co.de und werden nur direkt von der Firma Websuche als Betreiber und Inhaber der co.de vergeben.“

Alles klar?

Na, man kann es ja mal probieren…

Breitnigges Law # 2

Irgendwie musste ich wieder einmal daran denken. Als ich von Wolfsburgs Ausscheiden aus der Championsleague erfuhr.

„Meister werden ist nicht schwer, Meister sein dagegen sehr.“

Dabei hätte das doch alles klar sein müssen.

Kein (Zufalls-)Meister der letzten Jahre hat es in seiner Folgesaison geschafft, die Doppel- und Dreifachbelastung zu bewältigen. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass man als Meister anders bespielt wird, als als Überraschungsteam, dass beflügelt zum Titel fliegt.

Die Bayern haben es sich über Jahrzehnte erarbeitet, dass sie erstens immer mit Gegenwehr zu kämpfen haben – egal ob Meister oder nicht – und zweitens mit der Mehrfachbelastung ganz gut klar kommen.

Das muss doch all diesen europäischen Fahrstuhlmannschaften klar sein. Oder etwa nicht? Dachte man in Wolfsburg tatsächlich, dass alles würde so weitergehen? Dachte Veh ernsthaft, er könnte mit dem sog. Deutschen Meister europäische Lorbeeren ernten?

Offensichtlich. Dabei hätte er aus seiner Stuttgarter Zeit lernen müssen. Der Abfall nach der Meisterschaft (in CL-Vorrunde 5 von 6 Spiele verloren, in BL Platz 6, 24 Pkt. Rückstand auf Bayern, Europapokal verpasst) war schließlich (auch dort) sein Kündigungsgrund.

Stattdessen sieht er eine groß angelegte Verschwörung gegen seine Mannschaft. In der Championsleague genauso wie in der Bundesliga.

Was gegen diesen Realitätsverlust hilft?

Nix. Einfach nur den Erfolg so lange zu feiern, wie er andauert. Sich sofort auf Augenhöhe mit den Etablierten zu wähnen, ist nicht nur irreführend, sondern schlichtweg weltfremd.

P.S. Wer einen Schuss Arroganz in diesem Beitrag findet, darf ihn behalten. Mir gehen nur seit Wochen die immer gleichen Aussagen Vehs über all das Pech und die Schiedsrichter auf die Nerven…

Der Fall Maik Franz?

Eigentlich wollte ich das Thema auf sich beruhen lassen. Einmal mehr.

Dann las ich, was Herr Franz seinem Gegenspieler gesagt haben soll.

„Franz hat meine Eltern beleidigt, mich einen dreckigen Neger und nach Schlusspfiff noch Hurensohn genannt.“

So sein letzter Gegenspieler Bance im Interview. Wenn man sowas hört, fallen einem dann doch all die anderen Dinge ein, die Herr Franz sich in den letzten Jahren so geleistet hat.

Frankfurt Fans (und zuvor KSC’ler) werden dies naturgemäß anders sehen, seine eigenen Spieler nimmt man immer zunächst einmal in Schutz.

Aber gibt es wirklich eine Verschwörung in der Bundesliga? Von Spielern wie Bance, Mario Gomez und allen anderen, die sich nach Spielen gegen Franz zu Wort melden?

„Maik Franz muss sich nicht wundern, dass sein Ruf so schlecht ist, ich habe jetzt gesehen, warum sich zehn Spieler unserer Mannschaft über ihn beschweren.“

Und nur weil die Lippenleser des Boulevard versagten und auch sonst keine Zeugen aufzutreiben waren, die mitbekommen haben, was Franz „aus einigen Zentimetern in Ohr geschrien hat“, steht er jetzt als Verfahren-Eingestellter erneut als Saubermann da und Bonce ist der Böse mit dem Stinkefinger.

Sauber. Und solange das so funktioniert, wird er weiter pöbeln und provozieren bis die Schwarte kracht!

Ein Gomez hat mit ihm ja schon zu Stuttgarter Zeiten seine Erfahrungen gemacht, unser Thomas Müller zum Auftakt der Frankfurt-Woche. Auch wenn sich hier Franz durch Müllers „Schwalben“ provoziert fühlte. Durchgebrannte Sicherungen sind nun einmal durchgebrannt (Zum Glück folgt die „Strafe“ für Franz wenige Tage später…).

Erinnern wir uns nicht alle noch an seinen „Auftritt“ rund um das KSC-Heimspiel gegen Schalke in der Vorsaison?

Eben. [1]

Aber wir leben nun einmal in einem Rechtsstaat und solange man ihm nichts nachweisen kann, bleibt alles impliziert, sind das alles nur Indizien. Irgendwann macht er aber mal einen Fehler. Und dann sind die Lippenleser zur Stelle.

Herr Materazzi, übernehmen Sie.

P.S. Und bevor jetzt jemand mir als Bayern-Fan im Gegenzug van Bommel und Effenberg vorwirft, darf ich die Frage in den Raum werfen, ob wir derlei Berichte, Anschuldigungen und Verfahren auch von diesen beiden Spielern mitbekommen haben? Abgesehen von einer eventuell ähnlich harten, aber zumeist nicht pöbelhaften Spielweise. Bei Herrn Franz scheint eben dies zur Grundausstattung zu gehören…

[1] Nettes Zitat übrigens von Herrn Amanatidis zum Thema. Zum dumm, dass es nicht aus der gemeinsamen Zeit in Frankfurt stammt. Ansonsten wäre das noch interessanter… 😉