Felix, Du bist ein Hellseher!

Respekt, Felix.

Von Dir können wir alle noch was lernen. Du kannst in die Zukunft schauen. Hast Du doch tatsächlich vorhergesehen, dass eine Mannschaft, die „noch auf allen drei Hochzeiten tanzt“ ab und an Probleme im Liga-Alltag bekommt. Vor allem im Gegensatz zu Fahrstuhlmannschaften, die, wenn die Großen spielen, nur zuschauen dürfen.

Aber – meinen Glückwunsch – das wird sich ja in der nächsten Saison ändern: Schalke ist seit heute für die Championsleague, der Liga der Erwachsenen, qualifiziert.

Ich find‘ das gut. Freue ich mich doch schon darauf, wie Deine zusammengesparte Rasselbande mit dieser Mehrfachbelastung klarkommt.

Meiner Meinung nach müssen wir uns um Euch in der nächsten Saison keine Sorgen mehr machen…

Aber genug davon für den Moment.

Die Bayern haben in Mönchengladbach zwei Punkte verloren. Das ist doof. Aber ich hatte damit gerechnet. Insgesamt durften wir uns auf dem Weg zum Titel ein Remis leisten. Und das Auswärtsspiel bei den Ex-Fohlen sah ich als das schwerste Spiel unseres Restprogramms.

Aus mehreren Gründen.

Es gibt halt ein paar Vereine, die haben pro Saison nur zwei Ziele: Nicht absteigen und den Bayern Punkte, oder – im Idealfall – Titel abnehmen. Neben Gladbach zählen z.B. die Lauterer dazu. Das Vergnügen haben wir ja in der nächsten Saison wohl auch wieder. Ich freu‘ mich.

Betrachten wir das Spiel mal bei Lichte, hat der Verlust unseres Vorsprungs in der Tabelle tatsächlich mehrere Gründe. Die Championsleague spielt da imho nur eine Nebenrolle.

Erstens kann ich mir kaum vorstellen, dass es irgendeinen Spieler im Bayern-Kader gibt, der ernsthaft glaubt, dass man am 31.Spieltag, mit zwei Punkten Vorsprung, auch nur einen Millimeter nachlassen kann.

Zweitens kam das Gegentor nur deshalb zustande, weil van Gaal einen seiner wenigen Fehler begang. Er ließ den offensichtlich verletzten van Buyten im Spiel. Und dieser ließ vor dem 0:1 Reus ziehen. Vielmehr musste er ihn ziehen lassen, denn er konnte kaum noch laufen.

Schlimm.

Das sich in Halbzeit 1 ebenfalls van Buytens Pendant Demichelis verletzt zu haben schien, erklärt zumindest dessen Ausfälle im Spiel und somit die sonstigen Chancen der Gladbacher.

Ich will damit nicht behaupten, dass der Punkt für die Gladbacher unverdient gewesen wäre, oder das Tor nur Zufall sein konnte, nein, es geht mir darum, dass Tore durch Fehler passieren und davon gab es auf Seiten der Bayern heute wieder ’ne Menge.

Kloses Tor dagegen war schon eher der Klasse der Bayern geschuldet. Selbst wenn Lahm (wg. der Flanke) oder Klose (wg. des Tores selbst) beteiligt sind.

Davon ab und nur um es noch einmal klarzustellen: Die nun wieder erreichte Punktgleichheit an der Tabellenspitze liegt nicht im heutigen Spiel der Bayern begründet, sondern eher in solchen in Frankfurt oder Köln oder ähnlichen läppischen Begegnungen seitens der Bayern.

Nun, Schalke schießt den Siegtreffer gegen das schwächste Team der Liga in der 87. Minute und kann sich ansonsten bei Herrn Neuer bedanken – duselig, aber zu ändern ist das nicht und verlassen kann sich der FC Bayern sowieso nicht auf die Gegner der Schalker.

Das muss allen bewusst sein.

Ich für meinen Teil gehe sogar fest davon aus, dass die Bremer am nächsten Spieltag die Qualifikation für die Championsleague aufs Spiel setzen würden, wenn es eine Meisterschaft der Bayern verhindert. Es wäre nicht das erste Mal.

Trotzdem hat sich kaum etwas geändert.

Die Bayern können am nächsten Spieltag Deutscher Meister werden. Gewinnen sie gegen Bochum und verlieren die Schalker ihr Heimspiel gegen Bremen, müsste Schalke am letzten Spieltag mind. 15 Tore aufholen. Insofern die Bayern in Berlin verlieren und die Königsblauen in Mainz gewinnen.

Rechenspiele.

Die machen genauso viel Sinn, wie Spekulationen über Konzentrationsschwächen rund um Championsleague-Spiele…

Einfach zwei Siege und alles ist geritzt.

Und sonst?

Hoffentlich ist Catcher van Buyten, nach der Attacke von Bodybuilder Bobadilla nicht ernsthaft verletzt. Ebenso wie Demichelis. Denn der Wirbel, den Lyon sicher über unsere Defensive jagen wird, sollte kein Tandem Badstuber / Timoschtschuk ertragen müssen.

Zum Glück ist unser Kapitän endlich wieder an Bord. Leider muss ich Herrn Reif zustimmen: Herr Pranjic ist auf Dauer keine Alternative. Die Freistoß-Szene mit Ribéry kurz vor dem Schlusspfiff war dafür symbolhaft.

Schlimmer.

Was übrigens ebenfalls für uns spricht in der Meisterschaft: Ribéry kann sich schonen und nur noch auf diesen Titel konzentrieren. Schade für Bochum, gut für uns. Irgendwann wird sich hoffentlich all dieser Frust seinen Weg bahnen. Und dann schnappt sich unsere Flügelzange den Titel. Wenn Ribéry zurückkommt. Mental, körperlich.

Wie auch immer.

Ich habe mich nach Spielen in dieser Spielzeit schon heftiger aufgeregt. Belassen wir es dabei. Es ist weiterhin alles offen und das meiste spricht für uns.

Also dann: Auf gehts, Ihr Roten!

Die Wochen der Wahrheit sind vorbei!

Besser spät als nie. Also der Beitrag zum Bayer-Spiel jetzt.

Einem Spiel, dass den Abschluss für eine Serie von Spielen bildet, die gemeinhin als „Wochen der Wahrheit“ gehyped wurden.

Persönlich hatte ich vor diesen Spielen gegen Schalke, Manchester, Schalke, Manchester und Leverkusen ein ungutes Gefühl. Vor allem nach den beiden Niederlagen gegen Frankfurt und Stuttgart. Die ja eigentlich nur das Vorprogramm zu den richtig wichtigen Spielen bilden sollten.

„Wenn wir diese Spiele schon verlieren, was soll dann erst gegen die richtig Großen passieren?“

Na das, was (fast) immer beim FC Bayern passiert – man gewinnt die Big Points!

Womit wir schon beim Unterschied zwischen dem FCB und seiner nationalen Konkurrenz wären.

In Schalke, um Schalke und um Schalke herum war man sich wohl sehr sicher, die Bayern in dieser Konstellation schlagen zu können. Rund um die Championsleague-Spiele gegen Manchester. Tja. Falsch gedacht. Ebenso war sich Bayer sicher, hieraus Kapital zu schlagen.

Ich dagegen bin – im Nachhinein – total davon begeistert, in welcher Weise meine Bayern die europäischen Fahrstuhlmannschaften aus Gelsenkirchen und Leverkusen niedergerungen haben – trotz Doppel- und Dreifachbelastung, während unsere Konkurrenz Woche für Woche eine Erholungsphase nach der anderen genießen durfte.

Aber das ist eben der FC Bayern. Derlei Belastung hält nur eine deutsche Mannschaft auf Dauer aus. Ein eigenes Thema.

Wie angedeutet, war ich mir zuvor aber ganz und gar nicht sicher, dass die Bayern nach diesen sog. Wochen der Wahrheit, im Pokalfinale stehen, nur zwei Spiele vom CL-Finale(!) entfernt sind und auch die Bundesliga inzwischen wieder mit Vorsprung anführen. Gewünscht, ja, aber zu hoffen gewagt? Nein.

Das gilt es aus Sicht der Münchner zu bewerten. Klar ist noch nichts gewonnen, aber wir sind auf einem sehr guten Weg die Saison zu einem echten Erfolg zu machen. Und danach sah es eben über weite Phasen dieser Spielzeit ganz und gar nicht aus.

Womit wir beim Spiel vom Samstag wären.

Wäre ich ein Königsblauer, würde ich wohl vermuten, dass Rudi Völlers Schiedsrichter-Kritik nach Bayers Niederlage in Frankfurt, zum einen Herrn Vidal in der ersten Halbzeit vor einem Platzverweis und zum anderen die Bayer-Elf Sekunden vor Schluss vor einem – völlig berechtigten – zweiten Elfmeter für die Bayern bewahrt hat. Oder ich würde darüber philosophieren, wo wir stehen würden, wenn wir alle bisherigen Saisonspiele gewonnen hätten…

Aber ich bin ja nun einmal wahrlich kein Königsblauer.

Deshalb bin ich mit diesem Remis in Leverkusen auch zufrieden.

Weil eintrat, was ich in eigentlich jedem Spiel dieser „Wochen der Wahrheit“ erwartet hatte: Bayerischer Substanzverlust.

Zwar waren die Bayern vor allem vor dem Seitenwechsel mehr oder weniger dominierend und hatten ein Übergewicht im Ballbesitz, aber Torchancen in Hülle und Fülle sprangen dabei nicht gerade heraus.

Ebensowenig in HZ2. Dafür aber ein erster (berechtigter) Elfmeter.

Hätte mir gereicht.

Bayer aber nicht. Und deshalb spielten die erfrischend auf und erzwangen den Ausgleich. Kunststück, wenn man frisch ist (weshalb ich ja Schalke und Bayer in der neuen Saison vor größeren Problemen sehe – siehe Wolfsburg (oder wen auch immer, der in einer reinen Bundesliga-Saison Erfolg hatte und danach mit der Doppelbelastung nicht klar kommt)).

Nein, nein, das war und ist schon alles ok so.

Beinahe hätte unsere Abwehr (Demichelis!) Bayer den Sieg zwar noch geschenkt, im Gegenzug, kam dann aber noch der Schiedsrichter ins Spiel – Schwamm drüber (By the way und weil ich es anderswo gelesen habe: Es gab allen Ernstes Bayer-Fans, die sich ihrerseits über den Schiedsrichter beklagt haben?!).

Im Grunde und deshalb hebe ich das mit diesen sog. „Wochen der Wahrheit“ so hervor, fangen für den FC Bayern die schwierigen Wochen ja jetzt erst an!

Denn gegen die sog. Kleinen haben die Bayern viel eher mal Probleme als in den 6-Punkte-Spielen gegen die direkte Konkurrenz. Ist halt eine Kopfsache.

Sicher haben wir nun das vermeintlich leichtere Restprogramm vor uns, aber das birgt ja auch eine gewisse Gefahr. Denn die Teams, die gerettet sind, können befreit aufspielen. Vor allem in München. Und die anderen, die noch gegen den Abstieg spielen, spielen „um ihr Leben“.

Schwierig.

Daneben geht’s gegen Lyon noch um den Einzug ins Championsleague-Finale. Aua.

Hannover, Gladbach (vom Kopf) und Bochum (von den Beinen her) werden sich freuen.

Bleibt nur zu hoffen, dass Gladbach, Hertha, Bremen und Mainz gegen Schalke ähnlich Gas geben werden. Wovon ich zunächst mal nicht ausgehen werde.

Also bleiben wir mal wieder nur selbst verantwortlich. Für unseren Erfolg.

Drei Siege und ein Remis aus vier Spielen müssen her. Wobei ich das Remis in Gladbach befürchte und eine Vorentscheidung am 33.Spieltag fallen könnte, wenn wir gegen Bochum und Schalke gegen Werder spielt. Eine Rolle, die den Nordlichtern liegen dürfte. Sind sie dann schon sicher in der Europaleague, könnte ich mir vorstellen, dass sie das Spiel in Gelsenkirchen herschenken, wenn sich so ein Titel der Münchner verhindern ließe. Derlei bekämen sie dann aber wohl im Pokalfinale retour. Und nicht zu knapp.

Wie man es dreht und wendet. Vier Siege und der Drops ist gelutscht!

Holländischer Pausentee, Der

Alter Schwede, dass muss mir unser Trainer mal erzählen, was da in seinem Pausentee drin ist.

War der FC Bayern vor der Pause in Manchester noch mausetot, wollte ich persönlich Butt, Badstuber, Ribéry und einige andere Spieler zum Teufel schicken, drehte sich urplötzlich nach dem Seitenwechsel die Situation.

Sowas nennt man wohl mentale Stärke, wenn man mit 0:3 hinten liegt, quasi aus der Championsleague ausgeschieden ist, nur noch hofft, nicht ein ähnliches Debakel wie im Vorjahr zu erleben, der Gegner aber weiter Katz und Maus mit einem spielt und man trotzdem ruhig bleibt (jetzt mal abgesehen von unserer Abwehr).

So ruhig, dass man aus der Kabine kommt, den Gegner seinerseits in die Defensive und in die Unterzahl drängt, das ebenso notwendige wie fehlende Tor erzielt, um dann das Wunschresultat über die Zeit zu retten.

Sowas ist europäische Spitzenklasse. Und somit stehen wir insgesamt verdient im Halbfinale der Championsleague.

Darüberhinaus haben wir die individuelle Klasse, auch einen Gegner wie ManUtd mit Einzelaktionen zu besiegen.

Womit wir fast schon am Ende der positiven Meldungen diesbzgl. wären.

Klar ist so ein „Sieg“ eine geile Sache, aber wie uns United in der ersten Halbzeit phasenweise vorgeführt hat, war schon übel.

Wären wir ausgeschieden, hätte ich mich beim Gegner bedankt.

Dafür, dass uns überdeutlich aufgezeigt wurde, wie sehr wir eine Transferpolitik betrieben haben, die meiner Meinung nach nicht nur einen Fehler enthielt. Wir haben den besten linken Flügel Europas mit Lahm, Zé Roberto und Ribéry kaputt gemacht und statt einfach nur die noch fehlende Lücke auf Rechts zu schließen, wird wie wild herumexperimentiert.

Zu polemisch?

Wie kann man so eine Frage stellen, wenn man diese erste Halbzeit gesehen hat?

Und warum sollte ich durch den Einzug ins Halbfinale darüber hinwegsehen und den Mantel des Schweigens bemühen?

Nein. Daran gilt es zu arbeiten. Für die neue Saison. So geht es zumindestens nicht weiter.

Genauso wenig wie mit der Lustlosigkeit unserer französischen Diva.

Eine reine Frechheit war das, was uns Ribéry in Halbzeit 1 anbot. Mit dieser Leistung, mit der er natürlich auch einen jungen Spieler wie Badstuber mit ins Verderben reisst, bekommen wir gegen Lyon 3-4 Tore und gegen Barca in einem möglichen Finale mindestens 6.

Und muss es denn erst der holländische Pausentee sein, bis Herr Ribéry begreift, dass Fußball ein Mannschaftsspiel ist? Glaubt er, dass er sich derlei bei Real oder Barca erlauben kann? Naja, bei Real vielleicht, aber definitiv nicht bei den Katalanen.

Egal. Es ging ja noch einmal gut. Wollen wir mal nicht so sein.

Wenigstens haben sich die Bayern gesteigert. In Halbzeit 2. Besser als nichts. Und ManUtd ist ’ne geile Mannschaft. Die sind bestimmt nicht mit Absicht ausgeschieden. Aber wenn man in zwei Spielen, in 180 Minuten, über weite Strecken nur auf das Halten des aktuellen Ergebnisses spielt, muss man eigentlich aus Prinzip bestraft werden.

Und dazu noch Bayern, die in der Championsleague die Effizienz zeigen, die sie in der Liga oft vermissen lassen. Respekt. Spitz auf Knopf.

Bayern ist nicht Barca, klar. Aber schämen müssen wir uns für das Halbfinale auch nicht gerade. Noch so ein Sieg der Effizienz und dann darf uns Barcelona und Messi gerne noch einmal verprügeln. Wie vor einem Jahr. Aber eben im Finale. Und was mir das – obwohl Bayern-Fan – für meine „Freunde“ aus Madrid bedeuten würde, vermag ich nicht zu beschreiben (geschweige denn, wenn wir dort erneut ein Wunder schaffen würden, aber wer glaubt das schon)…

Bleibt noch Platz für Einzelkritik?

In Halbzeit 1 war fast alles schlecht. Die Abwehr, haltbare Bälle auf Butt, die Absicherung, die Offensive. Alles Mist. Das einzig Positive war mal wieder Turbo-Olic. Genial. Mehr muss man dazu nicht sagen.

In Halbzeit 2 dann die erhoffte Steigerung. Fast aller Spieler. Weniger Druck auf die Defensive brachte diese auch weniger in Bedrängnis (trotzdem wird ein Butt keine guter Fußballer mehr). Gut. Und als die Sicherheit kam (und der Irrglaube Manchesters, ein Ergebnis gegen diese Viertelfinal-Bayern halten zu können) lief der Ball wieder in van-Gaal’scher Manier in den roten Reihen.

Ferner musste Robben nicht bis ans Limit gehen und steht im letzten Spiel dieser „Wochen-der-Wahrheit“ wohl (hoffentlich) ebenfalls zur Verfügung. Gut. Und Altintop wird immer mehr zu einem echten und vollwertigen Backup für unseren Wunder-Holländer. Klasse, was der da nach seiner Einwechslung auf den Rasen brachte.

Nein. Insgesamt bin ich schon mehr als zufrieden, nur wollte ich die Schwächen nicht unerwähnt lassen. Vor allem, weil ich ja weiß, dass der FC Bayern mein Blog liest und parallel (hoffentlich) mitten in den Kader-Planungen für die neue Saison steckt.

Trotz allem: Leverkusen in die Köpfe, mal eine Woche ausruhen, dann Hannover (vorsicht, ein „Kleiner“) und erst dann beschäftigen wir uns mit Lyon, ok?

Schließlich haben wir immer noch zwei europäische Fahrstuhlmannschaften als Gegner in der Liga um uns herum. Da gilt es die Konzentration hochzuhalten, denn – und da beißt die Maus keinen Faden ab – gewonnen haben die Bayern in dieser Saison noch rein gar nichts, auch wenn Pokalfinale und Championsleague-Halbfinale schon jetzt als im grünen Bereich abgespeichert werden können.

Für das Gesamtbild müssen wir aber noch ein wenig „arbeiten“.

Setzen wir die Arbeit am Samstag Abend fort!

Die bayerischen Medizinmänner

Ich kann es immer noch nicht fassen. Innerhalb von wenigen Tagen haben die Bayern zwei Spitzenteams (Man United tatsächlich, Schalke tabellarisch) von ihrer eigenen Medizin kosten lassen.

Manchester mit einem Last-Minute-Sieg und Schalke mit zwei völlig unterschiedlichen Spielweisen. Im Pokal noch die königsblauen Pläne durchkreuzend sich abwartend und verteidigend in das Elfmeterschießen retten zu wollen, in der Bundesliga mit einem Destruktiv-Spiel in Unterzahl, dass Magath von seinem Team in vergleichbarer Situation wohl zu Jubelstürmen veranlasst hätte.

Gleichzeitig begeisterte es mich heute, wie sehr wir Schalke die Grenzen aufgezeigt haben. Wie hilflos sie dann doch gegen 10 Bayern agierten. Gegen Bayern, die aktuell ein Vielfaches der Belastung auszuhalten haben wie die Magath-Kicker. Die doch soo konditionsstark und soo fit sein müssen. Per Definition. Durch Magath.

Da beisst die Maus keinen Faden ab. Nach dem Platzverweis und spätestens in der zweiten Halbzeit haben die Bayern eines des destruktivsten Spiele der letzten Zeit abgeliefert.

Für die Bayern spricht, dass sie zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl war. Im Übrigen völlig zu Recht – allein für Dummheit hätte man Altintop zum Duschen schicken müssen. Ferner hatte der bisherige Tabellenführer alle Chancen über 50 Minuten in einem Heimspiel die Offensiv-Power von Farfan, Baumjohann, Kuranyi und Co. über uns rollen zu lassen (keine Ironie).

Und was passierte?

Schalke fiel nix ein. Zumindestens nichts Torgefährliches. So wurde das Spiel für die Bayern zunehmend einfacher.

Welch‘ ein Unterschied zur Situation vor dem Anpfiff.

Robben fiel aus. Kam nicht plötzlich mit dem Hubschrauber durch’s Hallendach. Dazu noch Schalker, die durch die Tabellenführung aufgeputscht, die Vorentscheidung suchten. Und zu allem Überfluss mein FC Bayern im Dauerstress. Mental wie körperlich.

Zum Beginn des Spiels war’s ’ne runde Sache. Beide geben Gas. Schalke wie verwandelt im Vergleich zum Pokalhalbfinale. Und dann Ribéry. Und Altintop, und Olic und Müller. Die geilsten 70 Sekunden der letzten Zeit. Neben dem Siegtor gegen Man United. Und für mich nur ein gerechter Ausgleich für Spiele wie gegen Frankfurt. Aber das nur am Rande.

Apropos Frankfurt.

Ich muss mich korrigieren. Das war wohl nicht nur ein One-hit-Wonder gegen uns. Allein das Zustandekommen war glücklich. Gegen Vizekusen (mit diesem Titel wird es heuer allerdings recht schwer) war eher ein 4:2 als ein 3:3 realistisch (das nur für die Farbenstädter, die sich benachteiligt fühlten).

Also endlich mal ein Gegner, der nicht nur uns, sondern auch unsere Konkurrenz schlägt. Sechs Punkte Abstand ist schon eher eine Schlagdistanz, die ich vor dem Gastspiel der Bayern im Stadion an der Autobahn erwartet hatte.

Das es auf Schalke nur ein Punkt ist, war erstens heute morgen noch nicht zu erwarten und ist zweitens vor allem unseren Unkonzentriertheiten der letzten Zeit geschuldet. Vor den Wochen der Wahrheit. Ist allerdings nicht mehr zu ändern. Also Schwamm drüber.

Noch ein paar Gedanken zum Spiel.

Das war überwiegend richtig gut. Also nicht im Sinne von geilem Spiel und Gegner an die Wand gespielt. Aber im Sinne von tolle Mannschaftsleistung, jeder läuft für jeden und versucht Fehler wieder gut zu machen.

Ob das am Fehlen von Robben darauf Einfluss hatte? Mag sein. Aber wichtiger war wohl tatsächlich der Platzverweis. Da rückte das Team zusammen. Auf der anderen Seite: Ein Platzverweis für Bordon wäre ebenfalls vonnöten gewesen. Wie vielleicht ein Freistoß nach dem „Zusammenprall“ zwischen van Buyten und Farfan. Eine Strafe bekam unser belgischer Abwehrturm ja dann doch noch. Ob ein Ausfall gegen Manchester droht? Abwarten.

Davon abgesehen: Es gab kaum Ausfälle. Hier und da einen Ballverlust, in Ordnung, aber die Mannschaftsleistung war bemerkenswert.

Und noch etwas, was auch mir in dieser Berg- und Talsaison so langsam aufgeht:

Wenn die Bayern müssen, dann können sie!

Gegen Haifa, Turin, Florenz, Man United und 2x Schalke.

Respekt. Aber ist das beliebig reproduzierbar? Und stoßen die Bayern vielleicht bald mal an ihre Grenzen?

Wir werden sehen. In dieser Saison scheint alles möglich…

Schon komisch wenn es dann doch passiert.

Gekündigt hatte ich schon vor ein paar Wochen.

Heute dann aber noch einmal der obligatorische Anruf bei der „Kundenrückgewinnungs“-Hotline. Von Sky.

Im Rahmen des Gesprächs bemerkte ich allerdings, dass dieser Begriff noch aus Premiere-Zeiten stammt.

Denn von Kundenrückgewinnung war in diesem Gespräch keine Spur.

Nö, man „wolle und können mir kein Angebot wie im letzten Jahr machen“ (12 Monate Verlängerung zu alten Konditionen). Das „sei ja noch ein Premiere-Tarif“, den ich da habe, und „das ginge nicht“.

„Gerne wolle man mir aber Freimonate bis Juli“ (?) „anbieten. Oder das World-Paket“ (oder so) „für drei Monate kostenlos.“

Achso.

Ich habe dann relativ schnell abgeschaltet und dem restlichen Gefasel von „nur noch 12 Monatsverträgen“, „keine Rabatt-Verträge mehr“ und keine motzenden „Nachbarn an der Hotline, weil der Nachbar Sky viel billiger bekommt“, nicht mehr richtig zugehört.

Am Ende des Tages bleibt es doch bei folgenden Fakten:

Ich und die schweigende Mehrheit der Sky-Kunde will nur Fußball dort sehen. Den ganzen Movie-Mist können die behalten. Warum nicht mal ein reines Vereins-Abo? Weil dann klar wäre, wer hier die Cash-Cow ist?

Egal.

Ich bin’s jedenfalls zunächst einmal nicht mehr.

Weit über 40,- zahle ich nicht für Bundesliga und Championsleague. So aus Prinzip.

Macht’s gut, Ihr Lieben. Die Zeit seit 1998 war schön, aber das war’s dann!

Königsblaue Preview

Irgendwie hatte ich dann doch so einen kleinen Drang, vielleicht noch was zum morgigen Gastspiel meiner Bayern in Schalke zu Papier zu bringen.

Dann las ich aber gerade die Zeilen des von mir sehr geschätzten Zechbauers (wenn er sich doch bloß endlich mal ’ne vernünftige Blog-Software zulegen würde…) und dachte so bei mir:

„Besser hättest Du das auch nicht gekonnt!“

Rasenstreit eskaliert, Schalke mit Punktabzug, Bayern wieder Tabellenführer!

Die Ereignisse überschlagen sich.

Gestern noch forderte der FC Bayern von der DFL eine Überprüfung des Schalker Rasens. Trotz des spontanen Dementis von Seiten des Verbandes kommt es nun – völlig unerwartet – doch noch vor dem Gastspiel der Bayern in Gelsenkirchen zu einer Entscheidung:

Dem FC Schalke werden mit unmittelbarer Wirkung zwei Punkte abgezogen – der FC Bayern fährt somit wieder als Tabellenführer zum Spitzenspiel!

Von Seiten des FC Bayern zeigte man sich ob dieser überraschenden Entwicklung zufrieden, wollte man sich ansonsten aber nicht näher äußern.

Schalke-Trainer-Manager-Vorstand Magath dagegen schäumt.

Dieser Vorgang ist einmalig in der Geschichte der Bundesliga. Da zeigt sich wieder einmal welchen Einfluss der FC Bayern auf die Liga hat.

Welchen Einfluss diese Entscheidung auf das Spiel am Samstag hat wird man sehen, die verantwortlichen Behörden vor Ort deuteten vorab schon einmal eine Erhöhung des Sicherheitspersonals an.

Für das Spiel. Nicht den Rasen.

Schalke in den Beinen, Manchester in den Köpfen?

Ist es wirklich so einfach?

Die Leistung der Bayern gegen den schwäbischen VfB mit dem Spiel davor und danach zu erklären?

Ein bißchen vielleicht. Und mehr als ich selbst direkt nach dem Schlusspfiff akzeptieren wollte.

Klar war das schlecht. Klar waren beide Tore der Stuttgarter höchst unglücklich für die Bayern gefallen. Erst hält Badstuber den Rücken hin und fälscht den Ball unhaltbar für Butt ab, dann ist die Hälfte der Mannschaft im Tiefschlaf und lässt in deutlicher Überzahl zu, dass die Schwaben den Ball über die Linie drücken.

Schon in der Jugend lernt man doch: Der Ball ist dann im Toraus, wenn der Schiedsrichter pfeifft.

Darüber war ich fassungslos.

Nicht mehr Fassung hatte ich, als ich unseren Star der letzten Spiele – Arjen Robben – die letzten Minuten des Spiels nur noch humpelnd, bzw. an der Mittel-Auslinie stehen sah – ein Sinnbild.

Für die Belastung. Für den scheinbar schwachen Kader. Für die Fehler in der Einschätzung eben dieses. Durch unsere Führungskräfte.

Sicher. Es gibt für Robben überhaupt keine Alternative. Wir sind nicht Real oder Chelsea, die sich ihre kreditfinanzierten Bänke mit solchen Spielern vollstopfen (mal drüber nachgedacht, Franck?). Aber allein dies sollte uns doch zu denken geben.

Zu denken, wie sehr der FC Bayern zuletzt davon gelebt, manchmal überlebt hat. Von einem Spieler wie Robben. Und dies mit einer Fitness, die wir so gar nicht erwartet hätten. Was wäre aus uns in dieser Rückrunde geworden, wenn Robben seinem Image entsprochen hätte?

Von daher: Es läuft schlecht, die Tendenz geht nach unten, es gibt kaum Aussicht auf Besserung – aber wir stehen immer noch gut da!

Pokalfinale, nur zwei Punkte hinter der Bundesligaspitze (im nächsten Spiel eben mit der Chance, das zu korrigieren) und in der Championsleague das letzte deutsche Team mit jeder Chance das Halbfinale zu erreichen. Nicht mehr und nicht weniger als der Gegner. Vor dem Anpfiff.

Wozu also Weltuntergang (dies ist der Vorteil, wenn der Bericht zwei Tage in meinem Kopf reift)?

Hätte ich den Bericht direkt nach dem Spiel geschrieben, hätte ich wohl was gesagt zu dem Punkteabstand, den wir jetzt schon haben könnten, wenn unsere Spieler eine größere Konzentration an den Tag legen würden.

Wie Herr Gomez in Nürnberg, Herr Schweinsteiger in Köln, Herr Alaba in Frankfurt oder die gesamte Abwehr gegen den VfB kurz vor und kurz nach der Pause.

Das wären schlappe 10 Punkte mehr als wir jetzt auf dem Konto hätten.

Auf der anderen Seite ist so aber der Fußball, oder?

Deshalb verliert der HSV inzwischen in Serie Punkte, obwohl ich den – nach der Verpflichtung von van-the-Man – noch als härtesten Konkurrenten um die Meisterschaft vermutete.

Deshalb ist Leverkusen – insofern wir dort zumindest nicht verlieren, auf jeden Fall, wenn wir dort gewinnen – inzwischen, was die Meisterschaft betrifft aussen vor. Obwohl man vor Wochen dort noch dicke Backen machte.

Es sind eben alles nur Menschen. Und wenn man auf junge Spieler setzt, passieren Fehler. Nicht jeder ist ein Raul oder Messi.

Doof ist’s zwar trotzdem, aber man kann’s nicht ändern.

Aktuell kann man an der Aufstellung kaum etwas ändern. Entweder sind unsere Stars verletzt (Ribéry, Robben, Gomez, van Buyten, Demichelis), ausser Form (Müller, Klose, Olic, Demichelis) oder gesperrt (Schweinsteiger). Gerne auch mal im Wechsel.

Da machst Du nix.

In Momenten der Schwäche, oder wenn es mich alles zu sehr nervt, denke ich wie in der Formel 1: Saison abhaken und nur noch für die neue planen und testen.

Ungünstig, wenn es in unserer „Situation“ solche Gedanken gibt. Da muss man sich einfach den Mund abputzen und weiter machen. Immer weiter machen.

Ähnlich wie in der Hinrunde habe ich ein gemischtes Gefühl und das Restprogramm nicht vor Augen. Aber es ist immer noch nicht schlecht für uns. Wenn wir ab sofort konzentriert zu Werke gehen. Oder eine Serie starten wie vor einem halben Jahr. Dann wird das schon.

Allein, mir fehlt dann doch der Glaube, dass Klose noch mal torgefährlich, unsere Abwehr dauerhaft sattelfest oder wenigstens Ribéry wieder ähnlich spiel- und durchsetzungsstark wird, wie vor seinen Verletzungen (wann war das noch mal?).

Tritt man in einen Wettstreit ein, muss man durch diese Täler hindurch. Schließlich hat am Ende des Tages jeder mal gegen jeden zu spielen. Selbst wenn es einem nicht so vorkommt und die Aufteilung eher unharmonisch zu sein scheint. Umso wichtiger sind eben auch die letzten 5 Minuten in einem Gastspiel in Frankfurt.

Nein.

Die Tabelle lügt nicht. Und wenn dort jetzt die Schalker stehen, dann stehen die da wohl zu Recht, auch wenn sich dies aufgrund der Spiele gegen die Bayern selbst überhaupt nicht vorstellen kann.

Diese und diese Schalker sind die besten Spieler der Bundesliga?

Es scheint so zu sein.

Und auch Glück oder Pech gehört dazu. Denn hätten die Bayern heuer nicht in Rekord-Manier Pfosten und Latte geküsst, Schalke würde wohl nicht vom Platz an der Sonne grüßen.

Ebenso hätte Schalke wohl kaum bei der heimstärksten Mannschaft der Liga so locker gewinnen können, wenn bei Bayer nicht so wichtige Spieler gefehlt hätten, wie z.B. der Robben Bayers, Stefan Kießling.

Aber wie eben der Fußball-Gott so ist, haben wir doch gegen den HSV auch nur deshalb unser Heimspiel gewonnen, weil die ebenso dezimiert in München antraten und ansonsten wohl das eine Ribéry-Kunststück nicht gereicht hätte, oder?

Was man aber machen kann, ist, aus Fehlern zu lernen. Diese in Zukunft abzustellen und in den nächsten Spielen die Konzentration an den Tag zu legen, die die körperliche Belastung einfach ausblendet.

Denn die wird kommen.

Es sei denn, man schenkt die Championsleague her. Genießt beide Spiele gegen Manchester, lässt die Jugend ran und konzentriert sich vielmehr auf die schweren Spiele in Schalke und Leverkusen.

So hat das Bayer selbst schon einmal gemacht. Unter Herrn Calmund. Als es die Zwischenrunde noch gab und Leverkusen ein Team war, dass nicht nur in Europapokal-freien Spielzeiten Erfolg in der Bundesliga hatte.

Wie heuer die Schalker. Denn so groß der Jubel in dieser Saison auch noch sein wird, in der nächsten Saison muss man sich an kleinere Brötchen gewöhnen. Je nachdem worauf man seinen Fokus legt – Bundesliga oder Euopapokal (wahrscheinlich ja Championsleague).

Ein Umstand, den der FC Bayern seit Jahrzehnten gewohnt war, allein vor dieser Rückrunde von den neuen Führungskräften Nerlinger und van Gaal unterschätzt wurde.

Schade. Aber da müssen wir nun durch.

Der Felix, die Meisterschaft und die königsblaue Allmacht

Felix Magath ist lernfähig.

So etwas wie beim FC Bayern sollte ihm nicht noch einmal passieren. Sich von anderen Alphatieren ins eigene Handeln herein reden lassen? Nö.

Und so entstand die Allmacht in Wolfsburg.

Passte ja auch perfekt. Graue Maus im Niemandsland mit Konzern und „Gerne Groß“-Ambitionen trifft auf Ex-Feuerwehrmann und frischen Doppel-Double-Gewinner.

Magath ließ sich beispiellose Befugnisse in den Vertrag schreiben, drehte jeden Stein auf links und in seine Richtung – Resultat?

Die deutsche Meisterschaft.

Gratulation.

Felix ist aber auch clever.

Er wusste wahrscheinlich genau, dass er, wenn er in Wolfsburg bleibt, nur verlieren kann.

Eine Tatsache, die die Wolfsburger und ihr ambitioniertes Umfeld sicherlich übersehen haben. Ist allerdings ein fußballerisches Naturgesetz. Muss ich nicht jedes Mal neu erklären.

Somit war Magaths Abschied zu einem Team wie Schalke mit nahezu überirdischen Ambitionen mehr als folgerichtig.

Ihm war damals aber sicherlich nur teilweise bewusst in welche Dimensionen er mit einer Tätigkeit in Schalke stoßen würde. Positiv wie negativ.

Jede Menge Erwartungshaltung und Geldnöte aber auch Begeisterung und mögliche Unsterblichkeit.

Wieso aber nun ein solcher Beitrag so kurz vor dem Pokalhalbfinale zwischen Schalke und Bayern?

Nicht weil ich Stimmung machen oder Giftpfeile schießen will.

Nein. Die desaströse Niederlage des – mag glaubt es kaum glauben – immer noch amtierenden Deutschen Meisters aus Wolfsburg. Gegen die, vor Wochenfrist doch noch so abgestiegene Hertha aus Berlin. 1:5. Wie peinlich war das denn?

Dies zum Einen. Zum Anderen aber auch ein sehr interessanter Bericht im Rahmen der immer wieder interessanten WDR-Reihe „sport inside„. Über Felix Magath, Wolfsburg, Schalke und seine Allmacht.

Denn seine Allmacht in Schalke übersteigt die, die er in Wolfsburg hatte um ein Vielfaches.

Wenn ich das korrekt mitbekommen habe, dann ist Magath bald Trainer, Manager und Vorstand. In Personalunion. Wobei ich mir nicht sicher war, ob neben ihm noch jemand anderes im Vorstand sitzt. Abgesehen vielleicht von Leuten, die Magath wohlgesonnen sind.

„So viel Macht hatte seinerzeit noch nicht einmal Rudi Assauer“ war eine der Kernaussagen im Bericht.

„Das System Magath funktioniert nur mit Felix Magath“ eine andere.

Und jetzt sind wir beim roten Faden.

So erfolgreich Schalke in dieser Saison auch ist. So schwierig wird es in der nächsten werden.

Aus finanziellen Aspekten heraus ist die Championsleague-Teilnahme für Schalke ein Segen. Aus sportlicher Sicht sicher auch.

Was aber die Erwartungshaltung im Umfeld und die Leistungsgrenze des Kaders betrifft sicher nicht.

Vielleicht kreiert Magath mit Schalke ja sein Lebenswerk. Wer weiß das schon.

Ich sehe – für Schalke – aber eher die Gefahr, dass, wenn Magath doch „scheitert“ und den Verein irgendwann verlässt (wenn es dann überhaupt noch jemanden gibt, der ihn entlassen kann), das ganze Kartenhaus zusammenfällt.

Aber was macht man nicht alles, wenn man sich etwas so sehr wünscht.

Und nichts im deutschen Fußball wird so sehr gewünscht, wie die Meisterschale nach Schalke zu bringen. Von den Schalkern.

Riskantes Spiel.