Weltklasse in Deutschland

Es ist Demut angesagt.

Inter Mailand hat verdient das Finale der Championsleague gewonnen. Sie konnten im größten Spiel der europäischen Fußballsaison die Bestleistung abrufen. Der FC Bayern nicht. Aber der Reihe nach.

Sicher.

Wir könnten darüber diskutieren, dass

– Howard Webb kein Heimschiedsrichter (Bayern war per Los zur „Heimmannschaft“ bestimmt worden) war,

– er somit das Ribéry’eske Foul Sneijders an Robben (wie lange stand dieser auf Robbens Knöchel?) nicht ähnlich ahndete,

– dieser Sneijder später den Traumpass auf Milito vor dessen 0:1 spielen konnte.

Machen wir aber nicht.

Wir diskutieren eher darüber, dass

– ein Thomas Müller (noch) kein abgezockter Goalgetter ist und somit eben nicht kurz nach dem Pausentee das 1:1 erzielte,

– dummerweise unsere beiden – in dieser Saison – Weltklasse-6er sich gerade in Madrid ihre Auszeit nahmen,

und

– unsere Innenverteidigung deshalb knallhart ihre Unzulänglichkeiten (1:1-Situationen, Schnellig-, Wendigkeit) vor Augen geführt bekamen.

Nein.

Für Inter waren wir gestern wie Werder vor Wochenfrist: Nutzt man seine eigenen Chancen nicht, bekommt man vom Gegner eine kostenlose Lehrstunde.

In einem Finale, noch dazu der Championsleague, muss man seine Bestform abrufen. Taten einige Spieler nicht. Die komplette Zentrale – ansonsten in dieser Saison oft unsere Paradedisziplin – war offen wie ein Scheunentor. Schweinsteiger, van Bommel, Demichelis und van Buyten.

Da half es auch nichts, dass die Comeback-Bayern es immer und immer wieder versuchten. Ein Robben immer und immer wieder Anlauf nahm. Die Bayern kontrollierten den Ball, Inter das Spiel.

Ich mache auch das Fass Ribéry nicht mehr auf. Aber man merkte dass er uns fehlte. Nicht für sich, aber vor allem für Robben. Drei Gegenspieler sind ja schon in der Bundesliga eine Menge Holz, aber in der Championsleague?

Womit wir bei der Taktik sind. Und Mourinho.

Ganz ehrlich: Was habe ich diesen Typen gehasst. Zu seiner Chelsea-Zeit. Bäh. Und wie sehr hat sich dies in den letzten Wochen geändert. Vor allem auch nach dem gestrigen Spiel.

Hinter dem öffentlichen Bild steckt ein ganz anderer Mensch. Und vor allem – was für ein Trainer!

Er sagt vor dem Spiel: „Wir haben beim FC Bayern eine Schwäche in der Innenverteidigung ausgemacht.“

Und was passiert? Genau diese Schwäche wird knallhart ausgenutzt.

Sie wussten um die Stärken eines Robben.

Und was passiert? Genau diese Stärke wird ihm genommen. Volle Kontration, ihm seine berühmten Märsche quer zum Strafraum zu nehmen. Aussen, Grundlinie, ok, aber diese Bälle nach innen trafen ja ohnehin, über die gesamte Spielzeit, nur Inter-Spieler.

Das war Weltklasse.

Die Organisation, das System, zwar nicht schön anzusehen, aber dermaßen effizient und eingespielt, dass es eben weh tut.

Sind wir weiterhin ehrlich: Daran hat sich eben halb (oder seit gestern ganz) Europa die Zähne ausgebissen.

Die Bayern hatten in dieser Saison eine Chance in der Gesamtabrechnung. Haben immer das Richtige gemacht. In der Summe. Vier Niederlagen haben sie kassiert. Und sind trotzdem, oder gerade deshalb, ins Finale eingezogen.

Im Finale selbst gibt es aber keine Summen. Kein Hin- und Rückspiel. Kein Auswärtstor. Da gibt es nur das Finale. Und dafür sind einige Spieler des FC Bayern noch zu grün hinter den Ohren.

Vielleicht waren aber auch die letzten Wochen Gift für die Mannschaft. Das ging alles zu leicht. Einige waren schon sehr lässig und dachten wohl, dass das jetzt so weitergehen würde.

Falsch gedacht.

Von all diesen Dingen abgesehen lasse ich mir aber meine, unsere Spitzen-Saison nicht kaputtmachen.

Das war klasse.

Alter, wir haben das Double geholt und standen im Championsleague-Finale – wie geil ist das denn?

Und wer hätte dies noch Mitte der Hinrunde erwartet? Als die Bayern anfingen, dass Feld (und das war ein weites Feld) von hinten aufzurollen. Noch dazu ein ums andere Mal dem CL-Ausscheiden von der Schippe sprangen.

Am Ende überwiegt die Freude des Erreichten. Und die Perspektive. Ob Inter eine Ära starten wird? Ich glaube nicht. Inter nutzte „bloß“ die Chance der Schwäche der Etablierten perfekt aus. Mit einem System. Dem Mourinho-System. Der ist nun weg. Bei Real. Aber immerhin nutzten sie die Chance (von daher erinnert mich die Saison an den Titel des FC Porto…).

Die Bayern dagegen habe etliche Frischlinge im Team. Und die bringt – man kann sich alles schönreden, aber das sehe ich so, ich sag nur 1999 – eine Niederlage im CL-Finale in ihrer Entwicklung weiter, als wenn wir nun das Triple geholt hätten.

Soviel Potential. Dazu noch – möglicherweise – ein Ribéry. Da wächst – entsprechende (defensive) Ergänzungen – was Großes zusammen.

Und erhöht somit schon jetzt die Vorfreude auf die Zukunft.

Danke Jungs. Für diese Saison!

Wenn wir wollen, machen wir Euch platt!

Ich war 1999 live vor Ort. Es gab nur Karten im Bremer Block. Deshalb hatte ich das zweifelhafte Vergnügen nach Schlusspfiff die hasserfüllten Fratzen bewundern zu dürfen.

Im Nachgang und als Spitze der Bremer Niveau-Festspiele die Ergüsse der Charakterbrazze Frank Rost.

Sicher. Im Jahr drauf haben wir es ihnen heimgezahlt.

Aber über die Jahre gab es genug Spiele gegen Bremen, die für mich eher frustrierend als erheiternd waren. Das Heimspiel gegen diese sogenannte Offensivmaschine Werder war auch so ein Spiel. Als die Weser-Kicker mit erbärmlichsten Mauerfußball ein Remis erzitterten.

Zum Glück gibt es aber auch die andere Seite der Medaille. Wie das Auswärtsspiel in Bremen zum Beispiel. Oder die Tatsache, dass im Bremer Umfeld kaum noch Demagogen am Ruder sind. Lemke in der Mottenkiste, Rost inzwischen in Hamburg selbst an Niederlagen in Serie gewöhnt.

Deshalb hatte ich vor dem Spiel keine negativen Gefühle.

Gleichwohl macht so ein Pokalendspiel jede Menge Freude.

Weil die Bayern einfach nur geilen Fußball spielen.

Weil die Bremer im Grunde und insgesamt deshalb keine Chance hatten.

Weil am Ende sich der Schiedsrichter doch dazu durchringen konnte, den grün-weißen Frusttretern Einhalt zu gebieten.

Weil ich in dieser Saison mehr und mehr Spiele sehen durfte, die meinem Ideal von Fußball entsprachen: Den Gegner komplett zu dominieren!

Aber kommen wir zum Spiel selbst.

Man sprach von einem Offensiv-Feuerwerk. Vor dem Spiel. Die beiden stärksten Offensiven der Liga.

Ich war da skeptisch. Und wurde bestätigt. Gegen uns stellt sich Werder nämlich zumeist auch nur „hinten rein“.

Doof, dass die angestrebte Igel-Taktik mit überfallartigen Kontern schief ging. Und Werder spätestens nach dem 0:1 doch am Spiel aktiv teilnehmen musste. Das Ende ist bekannt.

Ok. Lassen wir mal kurz alles andere beiseite.

Werder hätte in Führung gehen können. Mit der ersten Chance des Spiels.

Manche Schiedsrichter hätten den Handelfmeter vielleicht nicht gegeben. Es wurde aber schon für weit weniger Handbewegung auf den Punkt gezeigt.

Werder hätte – in der extremen Drangperiode, der ersten 5-6 Minuten nach dem Seitenwechsel – den Ausgleich erzielen können.

Haben sie aber nicht. Und daran war nicht der böse Fußballgott schuld.

Auf der anderen Seite hatte Bayern schon in der ersten Halbzeit 2-3 100%-tige Chancen – das Spiel wäre zum Pausentee schon durch gewesen.

Das ein alter, verwirrter Mann, noch dazu Rekordtrainer der Bremer, den Elfmeter nicht geben wollte – geschenkt. Am Ende hatte wohl selbst Rehhagel keine Argumente mehr. Das all das zudem ein Willi Lemke mit ansehen musste, war mir ein weiterer „innerer Reichsparteitag“…

Nein. Sind wir mal ehrlich.

Die Bayern waren (von mir aus nur gestern) ein, bis zwei Nummern zu groß für die Schaaf-Kicker.

Das kann und wird niemand bestreiten.

Hätte Werder tatsächlich Tore geschossen, Weltklasse-Robben hätte sie noch deutlicher bestraft. Da bin ich mir sicher. Die Bayern liefen gestern über vor Adrenalin. Werder vielleicht auch, nur konnten sie dies lediglich in wildem Getrete kompensieren.

Wer aus deren Sicht über den Schiedsrichter meckert, sollte daran denken, dass Herr Borowski durchaus Gelb-Rot und Herr Frings eigentlich eher glatt Rot verdient gehabt hätte.

Die Bayern haben für ihre ersten derartigen Aktionen zu Recht ihre Karten bekommen und sich dann zusammengerissen. Weder van Bommel noch Olic haben im gesamten Rest des Spiels weitere verwarnungswürdige Aktionen gezeigt.

Und dass derlei Verhalten keine Ausnahme ist, zeigt die Tatsache, dass der neue Double-Gewinner 2010 auch in der Fairplay-Tabelle ganz oben steht.

Erfolg kann man auch ohne unfaire Aktionen haben…

Wie auch immer. Zum Glück hat sich kein Bayern-Spieler in der Werder-Metzgerei verletzt und steht somit im letzten Endspiel der Saison zur Verfügung.

Nach der Vorführung der Bremer durch die Bayern in der zweiten Halbzeit hatte ich da ernsthafte Sorge.

Die van-Gaal-Schützlinge spielten erneut fast wie aus einem Guss. Nur wenige Aktionen verfehlten ihr Ziel. Sie auszunutzen, war Werder gestern nicht in der Lage.

Und dann kommt eben sowas dabei heraus.

Wir sind Double-Gewinner 2010 – wie geil ist das denn??

Für mich – mit dem Erreichen des Finale in der Championsleague – schon jetzt eine der besten Spielzeiten in unserer 110-jährigen Geschichte. Einfach nur: Wow!

Und jetzt gehts – mit der breitesten Brust der Geschichte dieses Vereins – auf nach Madrid! Schreibt Geschichte, Jungs. Damit in der Geschäftsstelle des FC Bayern bald Eure Bilder hängen. Mindestens neben Beckenbauer, Hoeneß, Müller und Co.! 😉

P.S. Schade, dass Ribéry ausgerechnet jetzt wieder in Topform zu sein scheint. Aber eine Chance haben wir ja noch…

Felix, Du bist ein Hellseher!

Respekt, Felix.

Von Dir können wir alle noch was lernen. Du kannst in die Zukunft schauen. Hast Du doch tatsächlich vorhergesehen, dass eine Mannschaft, die „noch auf allen drei Hochzeiten tanzt“ ab und an Probleme im Liga-Alltag bekommt. Vor allem im Gegensatz zu Fahrstuhlmannschaften, die, wenn die Großen spielen, nur zuschauen dürfen.

Aber – meinen Glückwunsch – das wird sich ja in der nächsten Saison ändern: Schalke ist seit heute für die Championsleague, der Liga der Erwachsenen, qualifiziert.

Ich find‘ das gut. Freue ich mich doch schon darauf, wie Deine zusammengesparte Rasselbande mit dieser Mehrfachbelastung klarkommt.

Meiner Meinung nach müssen wir uns um Euch in der nächsten Saison keine Sorgen mehr machen…

Aber genug davon für den Moment.

Die Bayern haben in Mönchengladbach zwei Punkte verloren. Das ist doof. Aber ich hatte damit gerechnet. Insgesamt durften wir uns auf dem Weg zum Titel ein Remis leisten. Und das Auswärtsspiel bei den Ex-Fohlen sah ich als das schwerste Spiel unseres Restprogramms.

Aus mehreren Gründen.

Es gibt halt ein paar Vereine, die haben pro Saison nur zwei Ziele: Nicht absteigen und den Bayern Punkte, oder – im Idealfall – Titel abnehmen. Neben Gladbach zählen z.B. die Lauterer dazu. Das Vergnügen haben wir ja in der nächsten Saison wohl auch wieder. Ich freu‘ mich.

Betrachten wir das Spiel mal bei Lichte, hat der Verlust unseres Vorsprungs in der Tabelle tatsächlich mehrere Gründe. Die Championsleague spielt da imho nur eine Nebenrolle.

Erstens kann ich mir kaum vorstellen, dass es irgendeinen Spieler im Bayern-Kader gibt, der ernsthaft glaubt, dass man am 31.Spieltag, mit zwei Punkten Vorsprung, auch nur einen Millimeter nachlassen kann.

Zweitens kam das Gegentor nur deshalb zustande, weil van Gaal einen seiner wenigen Fehler begang. Er ließ den offensichtlich verletzten van Buyten im Spiel. Und dieser ließ vor dem 0:1 Reus ziehen. Vielmehr musste er ihn ziehen lassen, denn er konnte kaum noch laufen.

Schlimm.

Das sich in Halbzeit 1 ebenfalls van Buytens Pendant Demichelis verletzt zu haben schien, erklärt zumindest dessen Ausfälle im Spiel und somit die sonstigen Chancen der Gladbacher.

Ich will damit nicht behaupten, dass der Punkt für die Gladbacher unverdient gewesen wäre, oder das Tor nur Zufall sein konnte, nein, es geht mir darum, dass Tore durch Fehler passieren und davon gab es auf Seiten der Bayern heute wieder ’ne Menge.

Kloses Tor dagegen war schon eher der Klasse der Bayern geschuldet. Selbst wenn Lahm (wg. der Flanke) oder Klose (wg. des Tores selbst) beteiligt sind.

Davon ab und nur um es noch einmal klarzustellen: Die nun wieder erreichte Punktgleichheit an der Tabellenspitze liegt nicht im heutigen Spiel der Bayern begründet, sondern eher in solchen in Frankfurt oder Köln oder ähnlichen läppischen Begegnungen seitens der Bayern.

Nun, Schalke schießt den Siegtreffer gegen das schwächste Team der Liga in der 87. Minute und kann sich ansonsten bei Herrn Neuer bedanken – duselig, aber zu ändern ist das nicht und verlassen kann sich der FC Bayern sowieso nicht auf die Gegner der Schalker.

Das muss allen bewusst sein.

Ich für meinen Teil gehe sogar fest davon aus, dass die Bremer am nächsten Spieltag die Qualifikation für die Championsleague aufs Spiel setzen würden, wenn es eine Meisterschaft der Bayern verhindert. Es wäre nicht das erste Mal.

Trotzdem hat sich kaum etwas geändert.

Die Bayern können am nächsten Spieltag Deutscher Meister werden. Gewinnen sie gegen Bochum und verlieren die Schalker ihr Heimspiel gegen Bremen, müsste Schalke am letzten Spieltag mind. 15 Tore aufholen. Insofern die Bayern in Berlin verlieren und die Königsblauen in Mainz gewinnen.

Rechenspiele.

Die machen genauso viel Sinn, wie Spekulationen über Konzentrationsschwächen rund um Championsleague-Spiele…

Einfach zwei Siege und alles ist geritzt.

Und sonst?

Hoffentlich ist Catcher van Buyten, nach der Attacke von Bodybuilder Bobadilla nicht ernsthaft verletzt. Ebenso wie Demichelis. Denn der Wirbel, den Lyon sicher über unsere Defensive jagen wird, sollte kein Tandem Badstuber / Timoschtschuk ertragen müssen.

Zum Glück ist unser Kapitän endlich wieder an Bord. Leider muss ich Herrn Reif zustimmen: Herr Pranjic ist auf Dauer keine Alternative. Die Freistoß-Szene mit Ribéry kurz vor dem Schlusspfiff war dafür symbolhaft.

Schlimmer.

Was übrigens ebenfalls für uns spricht in der Meisterschaft: Ribéry kann sich schonen und nur noch auf diesen Titel konzentrieren. Schade für Bochum, gut für uns. Irgendwann wird sich hoffentlich all dieser Frust seinen Weg bahnen. Und dann schnappt sich unsere Flügelzange den Titel. Wenn Ribéry zurückkommt. Mental, körperlich.

Wie auch immer.

Ich habe mich nach Spielen in dieser Spielzeit schon heftiger aufgeregt. Belassen wir es dabei. Es ist weiterhin alles offen und das meiste spricht für uns.

Also dann: Auf gehts, Ihr Roten!

Alter, was ist das für ein Film in dieser Saison?

Ich bin immer noch fassungslos. Was sich da so abspielt. In dieser Saison.

Was sind das für Spiele, die meine Bayern da zeigen?

Und was ist das für ein Stadion, in dem plötzlich sogar explosive Stimmung herrscht?

Ich habe gezweifelt, als die Bayern gegen Bordeaux verloren haben.
Ich habe gezweifelt, als wir in Turin 0:1 zurücklagen.
Ich habe gezweifelt, als wir gegen Florenz mehrfach vor dem Aus standen.
Und ich habe erst Recht gezweifelt, vor, während und bis kurz vor Schluss gegen Manchester.

Aber jedes Mal haben wir uns durchgesetzt.

So auch gestern.

Wir waren besser als Lyon mit 11:11, mit 10:11 und sowieso mit 10:10.

Das 1:0 war ein verdienter Sieg und am Ende vielleicht gar um ein Tor zu niedrig.

Der Traum geht weiter.

Zum Spiel selbst.

Lyon zeigte sich nach der Chaos-Anreise dann doch nicht so schwach wie Hannover. Auch wenn einige dies erwartet hatten. Die Bayern mussten investieren. Was sie taten. Ribéry motiviert und agil, wie man es nach den Boulevard-Schlagzeilen der letzten Tage gerade nicht erwartet hatte. Insgesamt konnten die Münchner mehrfach in Führung gehen. Lyon spekulierte ausschließlich auf Konter.

Dann der Platzverweis. Den man geben kann (was ich erst nach dem Studium mehrerer Zeitlupen so sehe). Das Problem mit den Schiedsrichter war aber ein anderes: Er hat erst die Stimmung auf dem Platz erzeugt, die derlei ermöglichte. Und ein Heimschiedsrichter war er nun so ganz und gar nicht.

Zum Glück glich sich manches in der zweiten Halbzeit aus.

Einmal mehr zeigte sich auch, welch guter Trainer van Gaal ist. Wie schnell er auf die unterschiedlichen Situationen und Anforderungen des Spiels reagierte. Und wie beeindruckt ich dann auch war, wie gut die eingesetzten Spieler dann noch agierten.

Pranjic spielte ordentlich bis gut, Contento zeigte endlich auch einmal in der CL die guten Ansätze aus der Liga und selbst ein Timoschtschuk mit einer guten bis sehr guten Leistung.

Überhaupt fiel kaum ein Bayer ab. Wie selbstverständlich ein Schweinsteiger nicht und zu meiner größten Verwunderung auch kein Demichelis.

Selbst Lahm agierte auf seiner Seite (zusammen mit Robben oder alleine) wie zu fast schon vergessenen Zeiten.

Ein rund herum perfekter Abend also.

Wollen wir nur hoffen, dass sich dieser Trend auch nächsten Dienstag fortsetzt.

Lyon muss kommen und Lyon wird kommen.

Was die Konstellation mit dem Gladbach-Spiel dazwischen für das Gladbach-Spiel, die Bundesliga-Tabellenführung und das Lyon-Spiel bedeutet, werden wir am Samstag und am Dienstag sehen.

Wie Stefan Effenberg dies aber gestern schon andeutete:

Dies sind die besten Wochen für einen Fußballspieler. Es geht um alles, darum, was Du Dir in der gesamten Saison erarbeitet hast. Da fliegst Du, da gibst Du immer Vollgas.

Ausruhen können wir uns danach (nächste Woche ist die letzte englische Woche der Saison!) oder bei der WM…

Felix, Du hast völlig Recht

Nein, wirklich, Felix, Du hast mit Deinen profunden Kenntnissen der Münchner Verhältnisse den Nagel auf den Kopf getroffen.

Hätte der FC Bayern den läppischen Spielplan Deiner Kumpel-und-Malocher-Truppe, wäre die Meisterschaft schon längst entschieden. Wohl zugunsten des FC Bayern.

Wie das?

Na wenn man sieht, zu welcher Leistung Robben und Co. fähig sind, wenn sie mal unter der Woche Pause haben, dann kann man sich wohl vorstellen, wie das punktemäßig an der Tabellenspitze der höchsten deutschen Spielklasse aussähe.

Langweilig. Fürs Boulevard.

So aber – mit einer Belastung, die (gefühlt) mind. doppelt so hoch ist, wie die Deiner Spieler – halten wir trotzdem Kurs.

Und dies mit ebenfalls jeder Menge Jugendspieler. Bei uns werden die allerdings eingesetzt, weil wir sie einsetzen wollen und die das Zeug dazu haben, schon in ihrem Alter diesem Druck und dieser Belastung standzuhalten. Und nicht, weil der eigene Verein vor der Pleite stand/steht und man dazu gezwungen wurde (ähnlich wie übrigens in Stuttgart, lieber Felix, nicht wahr? Da wo Geld vorhanden war (Bayern und Wolfsburg) haben Dich Jugendspieler dann nicht so richtig interessiert) – aber ich schweife ab. Wollte nur mal kurz was entgegnen.

Zum Spiel des FC Bayern selbst.

Sicher. Hannover ist nicht Manchester. Aber Hannover hat in der letzten Woche Schalke geschlagen. Und da Schalke ja die „kommende Kraft in Deutschland“ ist, kann uns dies schon was sagen.

Nur was?

Das der FC Bayern 11:2 besser ist als Schalke?

Nein.

Vielmehr, dass der neue FC Bayern, der Verein der van Gaals und Robbens, ein Gebilde ist, dass nicht aufgibt, nicht zurückschaltet, nichts verwaltet, dass immer noch mehr Gas gibt, bis der Tank leer ist (siehe Leverkusen – wie sonst ist dieser positive Ausreißer in dieser Grottenserie Bayers zu erklären?).

Dieser Umstand ist jetzt mal Pech für Dich, Felix.

Zeigt er doch, dass Schalke im Grunde wohl kaum eine Chance auf den Titel mehr hat, oder?

Denn der FC Bayern will den Titel. Und wenn ein FC Bayern den Titel will, dann hatte in der Vergangenheit kaum ein Gegner eine Chance.

Dies ist keine Arroganz, dies ist eine Tatsache. Statistisch gesprochen.

Diese Willenskraft war gegen Hannover vom Anpfiff an zu spüren. Was mich beeindruckte. Schließlich trau‘ ich dem Braten immer noch nicht so ganz. Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, dass das alles in dieser, sich mehr und mehr zu einer Wahnsinnssaison entwickelnden Spielzeit, wirklich klappen könnte.

Es sind noch drei Spiele in der Bundesliga und zwei Halbfinalspiele in der Championsleague. Alles so nah, dass man es fast greifen kann.

Sicher – und mal ganz ohne Polemik – der FC Bayern kann in der Liga Probleme bekommen, wenn er die nächsten Gegner unterschätzt, oder auch nur ein klein bisschen nachlässt. In Gladbach, gegen Bochum oder in Berlin. Auf dem Papier sind das klare Kisten, aber vom Körper und vom Kopf her schwere Kost.

Trotzdem. Nach dieser Leistung gegen Hannover – von fast jedem Spieler über 90 Minuten – bin ich wieder optimistischer. Und Schalke muss schließlich auch erstmal die restlichen 9 Punkte holen.

Nicht immer wird der Schiedsrichter die Schubserei der Schalker übersehen. Andere Gegner (Werder) haben da vielleicht eine ganz andere Klasse (und Lauf).

Aktuell sehe ich das Rennen um die Meisterschaft bei 60:40 pro Bayern. Tendenz steigend.

Noch was?

Einzelkritik ist kaum notwendig.

Robben war wie immer Weltklasse. Wenn der aufdreht, sieht – in der Bundesliga – kaum jemand Land. Die Abwehr – Kunststück – war diesmal durchaus als Sattelfest zu bezeichnen, Contento gab gestern den besseren Linksverteidiger ab.

Daneben sehe selbst ich langsam ein, dass Herr Schweinsteiger inzwischen für diesen FC Bayern mehr als wertvoll ist. Was wohl auch daran liegt, dass ich kaum noch Fehlpässe von ihm bemerke, die selektive Wahrnehmung sich somit immer mehr der Realität anzunähern scheint.

Gut, unser kleiner Franzose stand schon ein wenig im Schatten unseren flitzenden Holländers, aber wie man dies im Nachbericht dann auch öfters hörte: Allein, dass Ribéry da ist, verschafft Robben die nötigen Räume. Eine Situation, allein für die wir immer ein Pendant zu Ribéry haben wollten!

Der Sturm? Tja, Olic nähert sich wieder seiner Topform von November bis Februar. Sehr gut. So einen Wühler brauchen wir dort vorne. Der sorgt für Unruhe. Neben den Dribblern auf Außen – ein Genuss.

Nein. Ich bin mehr als zufrieden. So kann es weitergehen. Und mein Glückstrikot werd’ ich jetzt auch nicht mehr ausziehen!

Holländischer Pausentee, Der

Alter Schwede, dass muss mir unser Trainer mal erzählen, was da in seinem Pausentee drin ist.

War der FC Bayern vor der Pause in Manchester noch mausetot, wollte ich persönlich Butt, Badstuber, Ribéry und einige andere Spieler zum Teufel schicken, drehte sich urplötzlich nach dem Seitenwechsel die Situation.

Sowas nennt man wohl mentale Stärke, wenn man mit 0:3 hinten liegt, quasi aus der Championsleague ausgeschieden ist, nur noch hofft, nicht ein ähnliches Debakel wie im Vorjahr zu erleben, der Gegner aber weiter Katz und Maus mit einem spielt und man trotzdem ruhig bleibt (jetzt mal abgesehen von unserer Abwehr).

So ruhig, dass man aus der Kabine kommt, den Gegner seinerseits in die Defensive und in die Unterzahl drängt, das ebenso notwendige wie fehlende Tor erzielt, um dann das Wunschresultat über die Zeit zu retten.

Sowas ist europäische Spitzenklasse. Und somit stehen wir insgesamt verdient im Halbfinale der Championsleague.

Darüberhinaus haben wir die individuelle Klasse, auch einen Gegner wie ManUtd mit Einzelaktionen zu besiegen.

Womit wir fast schon am Ende der positiven Meldungen diesbzgl. wären.

Klar ist so ein „Sieg“ eine geile Sache, aber wie uns United in der ersten Halbzeit phasenweise vorgeführt hat, war schon übel.

Wären wir ausgeschieden, hätte ich mich beim Gegner bedankt.

Dafür, dass uns überdeutlich aufgezeigt wurde, wie sehr wir eine Transferpolitik betrieben haben, die meiner Meinung nach nicht nur einen Fehler enthielt. Wir haben den besten linken Flügel Europas mit Lahm, Zé Roberto und Ribéry kaputt gemacht und statt einfach nur die noch fehlende Lücke auf Rechts zu schließen, wird wie wild herumexperimentiert.

Zu polemisch?

Wie kann man so eine Frage stellen, wenn man diese erste Halbzeit gesehen hat?

Und warum sollte ich durch den Einzug ins Halbfinale darüber hinwegsehen und den Mantel des Schweigens bemühen?

Nein. Daran gilt es zu arbeiten. Für die neue Saison. So geht es zumindestens nicht weiter.

Genauso wenig wie mit der Lustlosigkeit unserer französischen Diva.

Eine reine Frechheit war das, was uns Ribéry in Halbzeit 1 anbot. Mit dieser Leistung, mit der er natürlich auch einen jungen Spieler wie Badstuber mit ins Verderben reisst, bekommen wir gegen Lyon 3-4 Tore und gegen Barca in einem möglichen Finale mindestens 6.

Und muss es denn erst der holländische Pausentee sein, bis Herr Ribéry begreift, dass Fußball ein Mannschaftsspiel ist? Glaubt er, dass er sich derlei bei Real oder Barca erlauben kann? Naja, bei Real vielleicht, aber definitiv nicht bei den Katalanen.

Egal. Es ging ja noch einmal gut. Wollen wir mal nicht so sein.

Wenigstens haben sich die Bayern gesteigert. In Halbzeit 2. Besser als nichts. Und ManUtd ist ’ne geile Mannschaft. Die sind bestimmt nicht mit Absicht ausgeschieden. Aber wenn man in zwei Spielen, in 180 Minuten, über weite Strecken nur auf das Halten des aktuellen Ergebnisses spielt, muss man eigentlich aus Prinzip bestraft werden.

Und dazu noch Bayern, die in der Championsleague die Effizienz zeigen, die sie in der Liga oft vermissen lassen. Respekt. Spitz auf Knopf.

Bayern ist nicht Barca, klar. Aber schämen müssen wir uns für das Halbfinale auch nicht gerade. Noch so ein Sieg der Effizienz und dann darf uns Barcelona und Messi gerne noch einmal verprügeln. Wie vor einem Jahr. Aber eben im Finale. Und was mir das – obwohl Bayern-Fan – für meine „Freunde“ aus Madrid bedeuten würde, vermag ich nicht zu beschreiben (geschweige denn, wenn wir dort erneut ein Wunder schaffen würden, aber wer glaubt das schon)…

Bleibt noch Platz für Einzelkritik?

In Halbzeit 1 war fast alles schlecht. Die Abwehr, haltbare Bälle auf Butt, die Absicherung, die Offensive. Alles Mist. Das einzig Positive war mal wieder Turbo-Olic. Genial. Mehr muss man dazu nicht sagen.

In Halbzeit 2 dann die erhoffte Steigerung. Fast aller Spieler. Weniger Druck auf die Defensive brachte diese auch weniger in Bedrängnis (trotzdem wird ein Butt keine guter Fußballer mehr). Gut. Und als die Sicherheit kam (und der Irrglaube Manchesters, ein Ergebnis gegen diese Viertelfinal-Bayern halten zu können) lief der Ball wieder in van-Gaal’scher Manier in den roten Reihen.

Ferner musste Robben nicht bis ans Limit gehen und steht im letzten Spiel dieser „Wochen-der-Wahrheit“ wohl (hoffentlich) ebenfalls zur Verfügung. Gut. Und Altintop wird immer mehr zu einem echten und vollwertigen Backup für unseren Wunder-Holländer. Klasse, was der da nach seiner Einwechslung auf den Rasen brachte.

Nein. Insgesamt bin ich schon mehr als zufrieden, nur wollte ich die Schwächen nicht unerwähnt lassen. Vor allem, weil ich ja weiß, dass der FC Bayern mein Blog liest und parallel (hoffentlich) mitten in den Kader-Planungen für die neue Saison steckt.

Trotz allem: Leverkusen in die Köpfe, mal eine Woche ausruhen, dann Hannover (vorsicht, ein „Kleiner“) und erst dann beschäftigen wir uns mit Lyon, ok?

Schließlich haben wir immer noch zwei europäische Fahrstuhlmannschaften als Gegner in der Liga um uns herum. Da gilt es die Konzentration hochzuhalten, denn – und da beißt die Maus keinen Faden ab – gewonnen haben die Bayern in dieser Saison noch rein gar nichts, auch wenn Pokalfinale und Championsleague-Halbfinale schon jetzt als im grünen Bereich abgespeichert werden können.

Für das Gesamtbild müssen wir aber noch ein wenig „arbeiten“.

Setzen wir die Arbeit am Samstag Abend fort!

Die bayerischen Medizinmänner

Ich kann es immer noch nicht fassen. Innerhalb von wenigen Tagen haben die Bayern zwei Spitzenteams (Man United tatsächlich, Schalke tabellarisch) von ihrer eigenen Medizin kosten lassen.

Manchester mit einem Last-Minute-Sieg und Schalke mit zwei völlig unterschiedlichen Spielweisen. Im Pokal noch die königsblauen Pläne durchkreuzend sich abwartend und verteidigend in das Elfmeterschießen retten zu wollen, in der Bundesliga mit einem Destruktiv-Spiel in Unterzahl, dass Magath von seinem Team in vergleichbarer Situation wohl zu Jubelstürmen veranlasst hätte.

Gleichzeitig begeisterte es mich heute, wie sehr wir Schalke die Grenzen aufgezeigt haben. Wie hilflos sie dann doch gegen 10 Bayern agierten. Gegen Bayern, die aktuell ein Vielfaches der Belastung auszuhalten haben wie die Magath-Kicker. Die doch soo konditionsstark und soo fit sein müssen. Per Definition. Durch Magath.

Da beisst die Maus keinen Faden ab. Nach dem Platzverweis und spätestens in der zweiten Halbzeit haben die Bayern eines des destruktivsten Spiele der letzten Zeit abgeliefert.

Für die Bayern spricht, dass sie zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl war. Im Übrigen völlig zu Recht – allein für Dummheit hätte man Altintop zum Duschen schicken müssen. Ferner hatte der bisherige Tabellenführer alle Chancen über 50 Minuten in einem Heimspiel die Offensiv-Power von Farfan, Baumjohann, Kuranyi und Co. über uns rollen zu lassen (keine Ironie).

Und was passierte?

Schalke fiel nix ein. Zumindestens nichts Torgefährliches. So wurde das Spiel für die Bayern zunehmend einfacher.

Welch‘ ein Unterschied zur Situation vor dem Anpfiff.

Robben fiel aus. Kam nicht plötzlich mit dem Hubschrauber durch’s Hallendach. Dazu noch Schalker, die durch die Tabellenführung aufgeputscht, die Vorentscheidung suchten. Und zu allem Überfluss mein FC Bayern im Dauerstress. Mental wie körperlich.

Zum Beginn des Spiels war’s ’ne runde Sache. Beide geben Gas. Schalke wie verwandelt im Vergleich zum Pokalhalbfinale. Und dann Ribéry. Und Altintop, und Olic und Müller. Die geilsten 70 Sekunden der letzten Zeit. Neben dem Siegtor gegen Man United. Und für mich nur ein gerechter Ausgleich für Spiele wie gegen Frankfurt. Aber das nur am Rande.

Apropos Frankfurt.

Ich muss mich korrigieren. Das war wohl nicht nur ein One-hit-Wonder gegen uns. Allein das Zustandekommen war glücklich. Gegen Vizekusen (mit diesem Titel wird es heuer allerdings recht schwer) war eher ein 4:2 als ein 3:3 realistisch (das nur für die Farbenstädter, die sich benachteiligt fühlten).

Also endlich mal ein Gegner, der nicht nur uns, sondern auch unsere Konkurrenz schlägt. Sechs Punkte Abstand ist schon eher eine Schlagdistanz, die ich vor dem Gastspiel der Bayern im Stadion an der Autobahn erwartet hatte.

Das es auf Schalke nur ein Punkt ist, war erstens heute morgen noch nicht zu erwarten und ist zweitens vor allem unseren Unkonzentriertheiten der letzten Zeit geschuldet. Vor den Wochen der Wahrheit. Ist allerdings nicht mehr zu ändern. Also Schwamm drüber.

Noch ein paar Gedanken zum Spiel.

Das war überwiegend richtig gut. Also nicht im Sinne von geilem Spiel und Gegner an die Wand gespielt. Aber im Sinne von tolle Mannschaftsleistung, jeder läuft für jeden und versucht Fehler wieder gut zu machen.

Ob das am Fehlen von Robben darauf Einfluss hatte? Mag sein. Aber wichtiger war wohl tatsächlich der Platzverweis. Da rückte das Team zusammen. Auf der anderen Seite: Ein Platzverweis für Bordon wäre ebenfalls vonnöten gewesen. Wie vielleicht ein Freistoß nach dem „Zusammenprall“ zwischen van Buyten und Farfan. Eine Strafe bekam unser belgischer Abwehrturm ja dann doch noch. Ob ein Ausfall gegen Manchester droht? Abwarten.

Davon abgesehen: Es gab kaum Ausfälle. Hier und da einen Ballverlust, in Ordnung, aber die Mannschaftsleistung war bemerkenswert.

Und noch etwas, was auch mir in dieser Berg- und Talsaison so langsam aufgeht:

Wenn die Bayern müssen, dann können sie!

Gegen Haifa, Turin, Florenz, Man United und 2x Schalke.

Respekt. Aber ist das beliebig reproduzierbar? Und stoßen die Bayern vielleicht bald mal an ihre Grenzen?

Wir werden sehen. In dieser Saison scheint alles möglich…

Von Ribéry, Rooney und Barcelona light

Gestern sah ich eines der entspanntesten Spiele des FC Bayern seit Jahren. Also was meinen Zustand betraf.

Vor dem Spiel erwartete ich gar nix. Eher das Schlimmste. Eine Niederlage. Ein Zerlegen meines FC Bayern. Die Vorzeichen waren einfach zu schlecht. Vor allem in Anbetracht der allernächsten Wochen.

Nach kaum mehr als 60 Sekunden fühlte ich mich bestätigt und dachte schon im Kopf daran, welche A-Junioren wir in Manchester aufstellen würden um die Stars für das Spiel in Leverkusen zu schonen.

Schon 91 Minuten nach dem 0:1 sah meine Welt anders aus.

Aber extrem war mein Jubel nun auch wieder nicht. Ob es an der fortgeschrittenen Stunde oder der erforderlichen Stille zwecks Nachwuchsschlaf lag – keine Ahnung.

Wahrscheinlich war ich einfach nur sprachlos.

Sprachlos, dass mein FC Bayern es in dieser Championsleague tatsächlich immer wieder schafft dem fußballerischen Tod von der Schippe zu springen. Nach den Niederlagen gegen Bordeaux. In Turin. Gegen Florenz.

Gegen Manchester hatte ich zunächst arge Bedenken, ob die Bayern überhaupt mal sowas wie ein Tor erzielen würden.

Vor allem weil Manchester eine Spielweise an den Tag legte, die jeder italienischen Mannschaft zur Ehre gereicht hätte. Noch dazu ein Rooney der immer wieder jede Menge Alarm in unserer Abwehr machte.

Was aber machten die Bayern?

Die spielten einfach weiter. Als ob nix passiert wäre. Diese Einstellung in der Liga und einiges in der Tabelle wäre klarer.

Nach dem Spiel brachte es unser Kapitän auf den Punkt und gab meinen Satz der Saison zum Besten:

Wir haben sie einfach kaputt gespielt.

Herrlich.

Und genauso muss man das sehen. Manchester dachte wohl – wie so ziemlich jeder, ausserhalb des bayerischen Kaders – dass dieses Spielchen ewig so weitergehen könnte.

Aber ebenso wie Rooney bei seinem Blitztor von der Kopfballverlängerung van Bommels und dem Ausrutscher Demichelis‘ profitierte, war es Ribéry, dem Rooney zur Seite sprang und seinen Freistoß unhaltbar abfälschte.

So ist Fußball. Am Samstag noch war es Badstuber, der mit seinem Rücken den schwäbischen Ausgleich verschuldete, nun brachte uns dieser Weltstar Rooney endgültig wieder ins Spiel.

Betonen möchte ich nur am Rande, dass die Tore zu einem Zeitpunkt fielen, als Sportskamerad Müller nur noch neben und Rückkehrer Gomez auf dem Platz agierte. Mehr sag‘ ich nicht.

Überhaupt war die zweite Halbzeit an Laufbereitschaft und Wille noch einmal eine Schippe mehr. Es war mehr eine Mannschaft als zuletzt. Wo man sich zu sehr auf Robbery verließ.

Sinnbildlich der Wille vor dem Ausgleich in der letzten Sekunde. Gomez will und will sich nicht vom Ball trennen lassen (genau dafür haben wir ihn geholt) und Olic läuft und läuft und läuft. Auch noch in der 92. Minute. Und ist immer noch frisch genug hier 4-5 englische Abwehrspieler auf einen Schlag zu narren.

Geil-o-mat.

Die reflexartigen Vergleiche vor, während und erst recht nach dem Spiel mit Barcelona 1999 entbehren jeglicher Logik.

Mit Barcelona 1999 ist nichts vergleichbar!

Allenfalls ein Finale gegen Manchester, dass wir als schlechteres Team und 91 Minuten Rückstand in den letzten 100 Sekunden noch mit 2:1 gewinnen. Alles andere ist nur Geschwätz.

Wie realistisch genau dieses Szenario ist, muss ich wohl nicht erklären und somit steht für jeden Bayern-Fan nur eins zur Disposition: Lernen damit umzugehen und sich neue Triumphe zu suchen.

Gestern war so einer.

Gewonnen ist trotzdem noch nichts.

Manchester hat weiterhin die Chance uns im eigenen Stadion fürchterlich zu verprügeln.

Auch wenn die Chancen dafür nach diesem Spiel geringfügig gesunken sind.

Weil Rooney sich verletzte und ausfällt.

Weil im Rückspiel ein Robben wieder dabei sein wird (es sei denn die Schalker vollenden am Samstag ihr Werk)

Weil Manchester jetzt dann doch gewinnen muss und sich nicht auf einem Auswärtssieg ausruhen kann

und

Weil man beim FC Bayern plötzlich den Glauben wiedergefunden zu haben scheint, dass es einfach geht.

Mit den Großen mitzuhalten.

Oder will jemand behaupten, Manchester hätte gestern absichtlich verloren? Und gegen die Bezeichnung „Großer“ im Zusammenhang mit United kann auch der letzte Bayern-madig-Macher nichts einwenden.

Nein. Ich bin mit dem gestrigen Abend rund herum zufrieden.

Weil Ribéry – trotz weiterhin teilweiser pomadiger Spielweise – immer noch der Mann für entscheidende Tore und genau so ein Sieg mentales Doping für die nächsten Spiele in der Bundesliga sein kann.

Gift wäre es, würden wir nun im eigenen Stadion gegen Hannover oder wen-auch-immer-in-dieser-Gewichtsklasse spielen.

Gegen Schalke dagegen können wir zum entscheidenden Gegenschlag ausholen. Auch wenn derlei Strapazen nicht beliebig reproduzierbar sind. Aber Ausruhen kann man immer noch nach der Saison. Oder in Südafrika. Je nachdem.

Auf meiner emotionalen Achterbahnfahrt in dieser Saison bin ich mal wieder oben. Hoffen wir, dass dieses Gefühl noch ein wenig anhält.

Schalke in den Beinen, Manchester in den Köpfen?

Ist es wirklich so einfach?

Die Leistung der Bayern gegen den schwäbischen VfB mit dem Spiel davor und danach zu erklären?

Ein bißchen vielleicht. Und mehr als ich selbst direkt nach dem Schlusspfiff akzeptieren wollte.

Klar war das schlecht. Klar waren beide Tore der Stuttgarter höchst unglücklich für die Bayern gefallen. Erst hält Badstuber den Rücken hin und fälscht den Ball unhaltbar für Butt ab, dann ist die Hälfte der Mannschaft im Tiefschlaf und lässt in deutlicher Überzahl zu, dass die Schwaben den Ball über die Linie drücken.

Schon in der Jugend lernt man doch: Der Ball ist dann im Toraus, wenn der Schiedsrichter pfeifft.

Darüber war ich fassungslos.

Nicht mehr Fassung hatte ich, als ich unseren Star der letzten Spiele – Arjen Robben – die letzten Minuten des Spiels nur noch humpelnd, bzw. an der Mittel-Auslinie stehen sah – ein Sinnbild.

Für die Belastung. Für den scheinbar schwachen Kader. Für die Fehler in der Einschätzung eben dieses. Durch unsere Führungskräfte.

Sicher. Es gibt für Robben überhaupt keine Alternative. Wir sind nicht Real oder Chelsea, die sich ihre kreditfinanzierten Bänke mit solchen Spielern vollstopfen (mal drüber nachgedacht, Franck?). Aber allein dies sollte uns doch zu denken geben.

Zu denken, wie sehr der FC Bayern zuletzt davon gelebt, manchmal überlebt hat. Von einem Spieler wie Robben. Und dies mit einer Fitness, die wir so gar nicht erwartet hätten. Was wäre aus uns in dieser Rückrunde geworden, wenn Robben seinem Image entsprochen hätte?

Von daher: Es läuft schlecht, die Tendenz geht nach unten, es gibt kaum Aussicht auf Besserung – aber wir stehen immer noch gut da!

Pokalfinale, nur zwei Punkte hinter der Bundesligaspitze (im nächsten Spiel eben mit der Chance, das zu korrigieren) und in der Championsleague das letzte deutsche Team mit jeder Chance das Halbfinale zu erreichen. Nicht mehr und nicht weniger als der Gegner. Vor dem Anpfiff.

Wozu also Weltuntergang (dies ist der Vorteil, wenn der Bericht zwei Tage in meinem Kopf reift)?

Hätte ich den Bericht direkt nach dem Spiel geschrieben, hätte ich wohl was gesagt zu dem Punkteabstand, den wir jetzt schon haben könnten, wenn unsere Spieler eine größere Konzentration an den Tag legen würden.

Wie Herr Gomez in Nürnberg, Herr Schweinsteiger in Köln, Herr Alaba in Frankfurt oder die gesamte Abwehr gegen den VfB kurz vor und kurz nach der Pause.

Das wären schlappe 10 Punkte mehr als wir jetzt auf dem Konto hätten.

Auf der anderen Seite ist so aber der Fußball, oder?

Deshalb verliert der HSV inzwischen in Serie Punkte, obwohl ich den – nach der Verpflichtung von van-the-Man – noch als härtesten Konkurrenten um die Meisterschaft vermutete.

Deshalb ist Leverkusen – insofern wir dort zumindest nicht verlieren, auf jeden Fall, wenn wir dort gewinnen – inzwischen, was die Meisterschaft betrifft aussen vor. Obwohl man vor Wochen dort noch dicke Backen machte.

Es sind eben alles nur Menschen. Und wenn man auf junge Spieler setzt, passieren Fehler. Nicht jeder ist ein Raul oder Messi.

Doof ist’s zwar trotzdem, aber man kann’s nicht ändern.

Aktuell kann man an der Aufstellung kaum etwas ändern. Entweder sind unsere Stars verletzt (Ribéry, Robben, Gomez, van Buyten, Demichelis), ausser Form (Müller, Klose, Olic, Demichelis) oder gesperrt (Schweinsteiger). Gerne auch mal im Wechsel.

Da machst Du nix.

In Momenten der Schwäche, oder wenn es mich alles zu sehr nervt, denke ich wie in der Formel 1: Saison abhaken und nur noch für die neue planen und testen.

Ungünstig, wenn es in unserer „Situation“ solche Gedanken gibt. Da muss man sich einfach den Mund abputzen und weiter machen. Immer weiter machen.

Ähnlich wie in der Hinrunde habe ich ein gemischtes Gefühl und das Restprogramm nicht vor Augen. Aber es ist immer noch nicht schlecht für uns. Wenn wir ab sofort konzentriert zu Werke gehen. Oder eine Serie starten wie vor einem halben Jahr. Dann wird das schon.

Allein, mir fehlt dann doch der Glaube, dass Klose noch mal torgefährlich, unsere Abwehr dauerhaft sattelfest oder wenigstens Ribéry wieder ähnlich spiel- und durchsetzungsstark wird, wie vor seinen Verletzungen (wann war das noch mal?).

Tritt man in einen Wettstreit ein, muss man durch diese Täler hindurch. Schließlich hat am Ende des Tages jeder mal gegen jeden zu spielen. Selbst wenn es einem nicht so vorkommt und die Aufteilung eher unharmonisch zu sein scheint. Umso wichtiger sind eben auch die letzten 5 Minuten in einem Gastspiel in Frankfurt.

Nein.

Die Tabelle lügt nicht. Und wenn dort jetzt die Schalker stehen, dann stehen die da wohl zu Recht, auch wenn sich dies aufgrund der Spiele gegen die Bayern selbst überhaupt nicht vorstellen kann.

Diese und diese Schalker sind die besten Spieler der Bundesliga?

Es scheint so zu sein.

Und auch Glück oder Pech gehört dazu. Denn hätten die Bayern heuer nicht in Rekord-Manier Pfosten und Latte geküsst, Schalke würde wohl nicht vom Platz an der Sonne grüßen.

Ebenso hätte Schalke wohl kaum bei der heimstärksten Mannschaft der Liga so locker gewinnen können, wenn bei Bayer nicht so wichtige Spieler gefehlt hätten, wie z.B. der Robben Bayers, Stefan Kießling.

Aber wie eben der Fußball-Gott so ist, haben wir doch gegen den HSV auch nur deshalb unser Heimspiel gewonnen, weil die ebenso dezimiert in München antraten und ansonsten wohl das eine Ribéry-Kunststück nicht gereicht hätte, oder?

Was man aber machen kann, ist, aus Fehlern zu lernen. Diese in Zukunft abzustellen und in den nächsten Spielen die Konzentration an den Tag zu legen, die die körperliche Belastung einfach ausblendet.

Denn die wird kommen.

Es sei denn, man schenkt die Championsleague her. Genießt beide Spiele gegen Manchester, lässt die Jugend ran und konzentriert sich vielmehr auf die schweren Spiele in Schalke und Leverkusen.

So hat das Bayer selbst schon einmal gemacht. Unter Herrn Calmund. Als es die Zwischenrunde noch gab und Leverkusen ein Team war, dass nicht nur in Europapokal-freien Spielzeiten Erfolg in der Bundesliga hatte.

Wie heuer die Schalker. Denn so groß der Jubel in dieser Saison auch noch sein wird, in der nächsten Saison muss man sich an kleinere Brötchen gewöhnen. Je nachdem worauf man seinen Fokus legt – Bundesliga oder Euopapokal (wahrscheinlich ja Championsleague).

Ein Umstand, den der FC Bayern seit Jahrzehnten gewohnt war, allein vor dieser Rückrunde von den neuen Führungskräften Nerlinger und van Gaal unterschätzt wurde.

Schade. Aber da müssen wir nun durch.

Felix, ich bin enttäuscht von Dir.

In den letzten Tagen wurde ich doch ein wenig skeptisch. Meine Capo-ähnlichen Einschätzungen der Schalker Spielweise begannen in mir zu bröckeln, was darin gipfelte, dass ich mir am Sonntag sogar die zweite Halbzeit des Gastspiels Deiner Schalker in Hamburg ansah.

Ich hatte echte Befürchtungen, was denn Verlust der Tabellenführung betraf. Und diese schienen sich ja auch zu bewahrheiten. Aus einem 0:1 machten Deine Jungs eine 2:1. Parallel wollte ich dem HSV Schimpf und Schande androhen. Bis, ja bis zum 2:2. Und der Erkenntnis, dass selbst eine Mannschaft wie die Hamburger, die im Grunde ja – ähnlich wie phasenweise die Bayern – keine Abwehr zu haben schienen, gegen Deine Jungs Punkte holen kann.

Eine gute Erkenntnis.

Allgemein wurde dieses Spiel als Tempospiel Deiner Knappen eingeordnet. Mich machte diese Einschätzung ein wenig stutzig. Vor allem, da beide Tore entweder auf haarsträubenden Abwehrfehlern der Hamburger oder Fehlentscheidungen des Schiedsrichters beruhten.

Nun. Das hatten schließlich richtige Sportjournalisten geschrieben. Das musste ja stimmen.

Meine Unruhe vor dem Pokalhalbfinale basierte auf ähnlichen Gefühlen.

Zumal Du im Verbalduell – auch aus meiner Sicht – als Sieger hervorgegangen warst. ‚Hast einfach ’ne Menge in München gelernt.

Und dann das?!

Obwohl Du den Pokal gewinnen wolltest, spielen Deine Spieler

– in einem Heimspiel vor ausverkauftem Haus
– in einem Pokalhalbfinale
– trotz dieser so gerühmten Offensivspielweise und
– obwohl Du doch der Konditions-Trainer schlechthin bist

über fast 100 der insgesamt 120 Minuten, einen Fußball der jeder Beschreibung spottet?

Destruktiv, defensiv, zögerlich – kurzum: einfach nur schlecht.

Was ist da schief gelaufen, Felix?

Könnte es vielleicht doch so sein, dass ich mit meiner selektiven Wahrnehmung aus all den Kurzberichten der Spiele der letzten Zeit, ein klein wenig Recht habe?

Tatsächlich? Na dann muss ich ja für den Rest der Saison die Einwände der königsblauen Fans, Blogger oder dem sonstigen Umfeld nicht mehr ernst nehmen.

Wenn man selbst, wenn es um etwas geht, derlei nicht abrufen kann, dann reicht es nicht, oder?

Die wirren Einschätzungen von Dir, vomKevin oder demHeiko speicher‘ ich einfach mal ab unter der Rubrik „ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“.

Klar war das kein wirklich geiles Spiel. Wenn nicht zu sagen hässlich.

Aber Schalke ebenbürtig? Wenn wir das Tor nicht gemacht hätten, hätte Schalke gewonnen?

Nein. Lassen wir das mal so stehen. Allenfalls wird es für eine möglicherweise notwendige spätere Verwendung abgespeichert.

Dafür nehmen wir im Gegenzug auch die Einwände der versammelten Experten über den Zustand des Rasens nicht weiter ernst und widersprechen der Verschwörungstheorie, Du hattest absichtlich den Rasen bis jetzt nicht erneuern lassen, um die ohnehin unterlegene Spielkultur Deiner Spieler noch ein wenig vorm Tageslicht zu schützen.

Von mir aus machte ein Spieler den Unterschied. Wir sind froh, dass wir ihn haben. Dieser Spieler hätte aber auch schon viel früher und an anderer Stelle den Unterschied ausmachen können.

Alleine vor dem besten Schalker der ersten Halbzeit (bzw. dem einzig guten Schalker, neben dem späteren Westermann).

Oder die anderen drei Bayern-Spieler, die völlig unerwartet, gemeinsam und ganz ohne Abseitsposition allein vor eben jenem Torhüter aufschlugen und den Ball nicht unter Kontrolle brachten.

Lassen wir es einfach darauf beruhen. Bayern war einfach besser. Besser als Schalke. Nicht mehr und nicht weniger. Nicht wirklich geil, aber besser.

Als Bayern-Fan könnte man einwenden, dass wir uns phasenweise ein wenig verarscht vorgekommen sind – nicht vom Schiedsrichter, der nur uns, nicht aber die Taktikfouls Deiner Schalker in Halbzeit 1 und 2, verwarnte – nein, von der fehlenden Konsequenz der Bayern, die phasenweise wie die Handballer agierten, aber immer die letzte Konzentration in der roten Zone vermissen ließen.

Wir sind jetzt stattdessen mal nicht so.

Gibt es noch etwas zu meinen Bayern zu sagen?

Die Abwehr agierte wesentlich sattelfester als in Frankfurt. Zugegeben lag dies auch ein wenig an den Schalkern. Die diese Abwehr kaum forderten. Aber Contento, so leid mir das für Sportskamerad Alaba tut, wirkte schon ein wenig reifer auf dieser Position. Sind ja auch ganze zwei Jahre, die er älter ist.

Ebenso ein Sonderlob für Herrn Schweinsteiger. Abgesehen von zwei, drei Fehlpässen im späteren Verlauf des Spiels, war das alles sehr ordentlich.

Eigentlich fiel kaum einer ab. Bis vielleicht auf Herrn Müller, aber dieses Thema vertiefe ich jetzt mal nicht.

Wir freuen uns einfach über die Endspielteilnahme in Berlin und somit ein weiteres Teilziel, dass wir damit erreicht haben.

Und jetzt Mund abputzen und an Stuttgart denken.