„Ich habe ein besseres Gefühl, weil ich alles auskuriert habe.“
Arjen – fragile – Robben, fit.
Autor: paule
Der FC Bayern ist nicht der HSV und Gladbach nicht Schalke
Seit der FC Bayern auch mal wieder drei Punkte in Serie holt, merkt man plötzlich, was da in der Tabelle möglich ist und wie sehr einen die vielen Remis am Weiterkommen gehindert haben.
Am letzten Freitag wäre eine Punkteteilung im Heimspiel gegen die Fohlen fatal gewesen. Vor allem nach den gestrigen Ergebnissen der Konkurrenz. Also der Konkurrenz, die inzwischen hinter uns liegt. Hamburg, Hoffenheim, Wolfsburg und Co.
Und das von mir vor einigen Tagen thematisierte Restprogramm der tabellarischen Bayern-Gegner zeigt langsam Wirkung. Gut so.
Am wichtigsten sind aber – wie erwähnt, die eigenen Hausaufgaben.
Schlimm genug anzusehen war es ja. Das Spiel. Am Freitag. Zeitweise ein Rückfall in überwunden geglaubte Zustände.
Erneut musste uns eine Mannschaft aus dem eher unteren Tabellendrittel zeigen, wie man ein Konzept auf den Rasen zaubert. Ok. War jetzt nicht so schwierig. Zwei Fünfer-Ketten rund um den eigenen Strafraum und bei Gelegenheit gefällig kontern.
Ähnlich wie Schalke in München. Oder Leverkusen. Zumindestens in den jeweiligen zweiten Halbzeiten. Schlimmer Fußball aber eben auch von den Bayern.
Besonder hervor tat sich in dieser Rubrik unsere Abwehr. Und hier vor allem Herr Demichelis.
Ist ja sehr schon, dass Herr van Gaal das Problem auf dem linken Flügel mit dem gelernten IV Badstuber lösen will und nun schon zum dritten Mal in der gleichen Startformation antrat (noch ein Kritikpunkt weniger). Aber dafür müssen wir den Argentinier auf seiner sog. Stammposition ertragen?
So langsam mache ich mir da Gedanken. Nicht nur weil er in meinen Augen hier den neuen Schweinsteiger gibt (also von einem schlechten Spiel ins nächste stolpert), sondern weil ich mich inzwischen frage, was in seinem Fall die Ausnahme war: Seine Weltklasse-Saison 2007/08 oder die Zeit davor und danach?!
Auch hier haben wir also offenbar eine Baustelle.
Ein Witz, wie leichtfüßig die Gladbacher da in der ersten Halbzeit durch unsere Defensivreihen tänzeln durften. Allein dieser ungewohnte Zustand – noch dazu so unerwartet in gerade diesem Spiel – verhinderte wohl eine gewisse Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Das 1:1 zur Halbzeit hätte auch anders lauten können.
Welche Probleme wir aber jetzt doch auch auf der IV-Position zu haben scheinen, zeigte sich mir, als van Buyten verletzt ausgewechselt wurde (später mehr dazu) und wir einen Breno mal wieder zu Gesicht bekamen.
Alter Schwede.
War das sein übergewichtiger Bruder oder geht da in seinem Körper gerade irgendwas ab?
Wieviel Kilo hat der denn bitte zugelegt? Wird sowas nicht kontrolliert? Wofür gibt es diesen ganzen Hightech-Kram??
Naja. Ist zum Glück in HZ2 nicht mehr Schlimmes passiert. Der Druck der Bayern – auch mit Arjen – 50% – Robben war dann für die Borussen wohl doch des Guten zu viel und somit war nach dem Sensationsfreistoß Badstubers Hängen im Schacht.
Allerdings hatte ich nicht mehr auf dem Screen, dass wir gegen die letzten drei Gegner in der Bundesliga doch noch einmal so sehr „zittern“ müssten.
Kommt jetzt hoffentlich in Bochum und gegen Hertha anders.
Gut fand ich am Freitag die Leistung Butts. Einige Paraden waren sehr Kahn-esk. Und was hab ich da so nebenbei auch noch gehört? Butt hat aktuell in der Bundesliga die besten Werte und Statistiken? Nicht schlecht.
Der Rest des Spiels ist schnell zusammen gefasst: Arbeitssieg!
Nicht mehr und nicht weniger.
And for me, it’s scheißegal.
Die van-Gaal-Bayern haben in dieser Hinrunde schon viel zu viel Punkte fahrlässig verschenkt. Da gibt es noch einiges aufzuholen. Allein um die Tabelle noch ein wenig gerader zu rücken. Das Bild war ja phasenweise schon mächtig schief.
Ein Punkt liegt mir aber noch am Herzen.
Am liebsten mag ich ja die Trainer, die immer so souverän und wortgewandt tun und dann zwischendurch doch den Straßenköter rausholen.
Nimmt man meine differenzierten Worte und die Statements der Gladbacher Spieler nach dem Schlusspfiff zusammen, kommt ein ganz gutes Bild zusammen:
Bayern glücklicher Sieger, Gladbach in der ersten Hälfte stark, am Ende aber unterlegen, vor allem, weil die Bayern dann irgendwann doch ihre individuelle Klasse ausgespielt haben.
Was muss ich dann aber nach dem Spiel im Sky-Nachbericht für Interviews mitanhören? Herr Frontzeck, seines Zeichens Gladbacher Urgestein und vielleicht allein schon deshalb prinzipiell nicht gerade Pro-Bayern eingestellt, stellt im Nachgang des Spiels die Neutralität des Schiedsrichters in Frage.
Der Freistoß, der zum Siegtreffer der Bayern geführt habe, sei ja völlig „unberechtigt gewesen“ und überhaupt hätte „Herr Weiner ja all die Kleinigkeiten nur gegen seine Gladbacher gepfiffen“.
Allein, was sich „van Bommel da alles erlauben durfte. Der hätte normal mit Rot vom Platz gemusst“.
Ganz ruhig, Michael.
Willst Du etwa behaupten, der „Metzger“, der „Schlächter“ van Bommel genießt inzwischen in der Bundesliga Artenschutz?
Mark van Bommel hat in diesem Spiel erst seine vierte gelbe Karte in dieser Saison bekommen. Alles Zufall?
Mal ganz tief durchatmen, bitte. Und dann unterhalten wir uns über Deinen Spieler Rob Friend.
Einem Spieler, der im Luftzweikampf unserem Abwehrchef van Buyten so dermaßen den Ellbogen ins Gesicht, ins Auge rammt, dass eben jenes in Windeseile komplett zuschwillt und man das Schlimmste befürchten muss.
Anschließende Untersuchungen bestätigen diese Gedanken zwar nicht, trotzdem würde ich Dir empfehlen, dass Du in Deinem Verfolgungswahn auch mal das andere Auge benutzt und nicht nur das eine, mit dem Du Deine Borussia betrachtest.
Ich kann Deinen Frust ja verstehen (nicht die Siege in Hamburg oder Schalke wiederholt zu haben). Aber wir wollen doch im Rahmen der Realität bleiben. In Zeiten des wohl größten Wettskandals in Europa muss man ferner ganz vorsichtig sein, was eigene, aus der Emotionalität heraus geäußerte Mutmaßungen über Schiedsrichter und ihre Entscheidungen betrifft (komplett unverständlich, weshalb Frontzeck hier ein Sammer zur Seite sprang, der zuvor eher klare und logische Analysen zum Besten gab – alte 92er-Meisterverbundenheit? Lächerlich.).
Das Gute: Nächste Woche, nein, schon am Dienstag, redet kein Mensch mehr davon, was ein Herr Frontzeck für Probleme mit diesem Spiel hatte.
Und womit? Mit Recht.
Das berühmte deutsche Losglück?
Ich geb’s zu: Ich hab‘ die WM-Auslosung verpasst.
Eigentlich wollt‘ ich’s schauen, aber Freitag ist Papa-Tag und die Übertragung fiel ins Abendessen. Prioritäten.
Verpasst habe ich aber ja wohl trotzdem nix, oder?
Jetzt nicht von den Ergebnissen, eher von dem Drumherum her. Fad wie immer und allein der Selbstbeweihräucherung der FIFA (in Person Blatters) geschuldet. Na dann.
Fußballwetten hätte ich nicht unbedingt abgeschlossen auf das deutsche Ergebnis. Aber schlecht ist es jetzt auch nicht.
Trotzdem spricht das Boulevard (und auch fast alle anderen) vom typischen deutschen Losglück.
Achso.
Hat jemand Ghana bei der letzten WM spielen sehen? Schon vergessen, dass die als WM-Neuling zwei von drei Spielen gewonnen haben? Einer wie Michael Essien spielt für Ghana. So richtig im Spaziergang hauen wir die bestimmt nicht weg (obwohl das ja wiederum zu Schweini&Poldi passen würde).
Und Serbien? Nur weil die niemand so richtig kennt, muss man nicht unbedingt verschweigen, dass die ihre Qualifikationsgruppe gegen Frankreich gewonnen haben. Gänzlich Unbekannte stehen da nicht im Kader: Marko Pantelic?, Neven Subotic?, Mladen Krstajic?, etc. – wahrscheinlich ähnlich schwierig zu spielen wie alle Mannschaften vom Balkan…
Zu guter Letzt: Australien.
Gerade zum Auftakt ist so ein Gegner immer gefährlich. Man weiß noch nicht wo man steht (*klimper*) und unterschätzt derlei Teams dann gerne mal (*klimper*). Desweiteren: Wie war das noch beim Confetti-Cup 2005? 4:3?
Klar. War ne Spaß-Veranstaltung. Aber was folgte dann bei der WM?
Australien überstand die Vorrunde und konnte im Achtelfinale von Italien nur dank eines geschenkten Elfmeters in der fünften Minute(!) der Nachspielzeit bezwungen werden. Folglich sollte man sich davor hüten, Australien als Laufkundschaft zu bezeichnen.
Wie nun die Quoten auf WM 2010 Wetten für die Deutschen so stehen, kann ich nicht beurteilen.
Ich wiederhol‘ mich: Es hätte tatsächlich schlimmer kommen können.
Wie zum Beispiel für Brasilien. Ich sag‘ nur Todesgruppe.
Portugal? Elfenbeinküste? Wenn es schlecht läuft, scheidet Brasilien in der Vorrunde aus.
Oder?
Der Podcast-Weihnachts-Advents-Ausgabe-Wünsch-Dir-was-Beitrag
„Lange“ ist nix beim Thema Breitnigge-Podcast passiert. Was an diversen Gründen lag.
In diesem Jahr wird das aber auf jeden Fall noch mal was. Vor Weihnachten. Im Advent.
Und weil ich ja so total Community-mäßig unterwegs bin, frage ich doch einfach mal in die Runde:
Was gibt’s noch für Themen, die Euch auf der Seele brennen und über die ich mal was faseln soll?!
Immer her damit.
Irgendwas passt da nicht ins Bild.
Auf der anderen Seite ist der Fußball wohl einfach so. Um eine meiner beliebtesten Phrasen der letzten Tage zu benutzen.
Wenn man sich anschaut, wie Leverkusen am Wochenende die Stuttgarter auseinander genommen hat und in Halbzeit zwei sogar noch mit angezogener Handbremse spielte. Man sich ferner vor Augen führt, wie die Bayern die Heynckes-Kicker im zweiten Durchgang in München im Griff hatten und parallel aber so dermaßen harmlos beim obigen schwäbischen VfB agierten, dann, ja dann passt da irgendwas nicht zusammen.
Meine Meinung.
Ob wir wohl in Stuttgart klar gewonnen hätten, wenn wir in diesem Spiel schon wieder mental auf der Höhe vom Hannover-Spiel gewesen wären?
Wahrscheinlich. Aber wer weiß das schon. Und irgendwie ist das doch auch gut so, oder?
‚Wollte Euch ohnehin nur an meinen Gedanken teilhaben lassen, als ich das Schlachtfest am letzten Wochenende verfolgen durfte…
Weisheiten #124
„Die Leute wissen gar nicht, wie hilfreich es manchmal wäre, anzufeuern statt zu pfeifen. Wenn sie sähen, was das für Kräfte freisetzen kann, dann würden sie vielleicht mal auf Pfiffe verzichten.“
Mario Gomez, treffend.
Ach Leute, der Fußball ist so schnelllebig.
Unfassbar wie schnell so was geht.
Vor Wochenfrist war noch alles in Sack und Asche und jetzt hat der FC Bayern sogar schon eine kleine Serie gestartet.
Neben der Tatsache, dass uns zwar das Boulevard schon aus der Championsleague und in das Bundesliga-Mittelmaß geschrieben hatte, wir aber nun wieder leben. Und immer noch tanzen. Auf allen Hochzeiten.
Herrlich, wie schwer es nun wieder den üblichen Verdächtigen fällt, das Haar in der Suppe zu finden und man sie dabei von Spiel zu Spiel mit immer größerer Begeisterung beobachten kann.
Selbstverständlich ist noch längst nicht wieder alles Gold was glänzt, das ist mir völlig klar. Aber es ging um Siege, um Punkte. Um all dem Wirbelsturm rund um van Gaal den Wind zu entziehen.
Nicht mehr und nicht weniger.
Schlimm genug, dass der FC Bayern in dieser Saison mehrmals schon Siege weggeschenkt und Chancen vergeben hat.
Jetzt endlich wurde die Lässigkeit der Konkurrenz mal wieder bestraft. Geglaubt habe ich es tatsächlich erst mit dem Abpfiff in Hannover. Mein Grinsen beim Betrachten der Tabelle werd‘ ich seitdem nicht mehr los. Plötzlich steht die graue Maus FCB wieder vor einem Team wie dem HSV, der ja zwischendurch schon für den Erfinder des modernen Fußballs gehalten wurde.
Eine Momentaufnahme. Aber trotzdem nicht weniger wichtig.
Das Spiel ist schnell erzählt.
Die Bayern dominierten. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Aber nur wenige Male legten sie eine derartige Effizienz an den Tag. In fast allen Mannschaftsteilen. Vor allem aber im Sturm. Und im Mittelfeld stand selbst ein Schweinsteiger den meisten Aktionen nicht allzu sehr im Weg. Immerhin.
Ansonsten Chancen herausspielen, Chancen nutzen, Spiel gewinnen, nach Hause fahren. Punkt.
So machen das andere schließlich auch. Und so haben das die Bayern in der Vergangenheit genauso gehandhabt.
Und jetzt gegen Gladbach. Heimspiel.
Da passt es ganz gut, dass eventuell Robben wieder spielen kann. Einen Spieler, den wir mehr als gebrauchen können, denkt man daran, dass wir jetzt nur noch gegen unterklassige Mannschaften mit 10-Mann-Defensiv-Riegel spielen werden.
Mit der neuen Effizienz ist mir aber inzwischen nicht mehr bange vor diesen letzten drei Spielen in der Liga.
Was die Championsleague betrifft reden wir natürlich von einem ganz anderen Spiel. Aber schaden können uns solche Spieler auf dem Platz bestimmt nicht. Gegen keinen Gegner.
99,3 Prozent oder Wir begrüßen den neuen Präsidenten mit sozialistischem Gruß
Na das ist doch mal ein Wahlergebnis.
Für den neuen Präsidenten des FC Bayern e.V. und Aufsichtsratsvorsitzenden der FC Bayern AG. Uli Hoeneß.
Respekt. Da wäre manch SED-Kreisvorsitzender wohl neidisch geworden.
Im Ernst: Dieses Ergebnis zeigt einfach die Akzeptanz, die Liebe und den Respekt, den sich ein Hoeneß über die letzten 39 Jahre beim FC Bayern als Spieler wie als Manager erarbeitet hat.
Nicht jede (aktuelle) Führungskraft hätte dieses Ergebnis erzielen können.
An dieser Stelle sollte eigentlich ein großer Rückblick nebst Lobpreisung unseres nun Ex-Managers stehen. Hatte ich mir fest vorgenommen.
Aber erstens bin ich dafür ziemlich spät dran und zweitens gibt es die ja inzwischen recht zahlreich überall nachzulesen.
Nur soviel: Für mich war und ist Hoeneß der moderne FC Bayern. Und da lasse ich auch die aktuelle Diskussion um van Gaal, Systeme und all den ganzen Kram nicht gelten!
Er war es, der den verschuldeten Mittelklasse-Verein, der sich Ende der 70er hinter Vereinen wie dem FC aus Köln und dem Hamburger SV verstecken musste (die haben nämlich damals die ersten Mio.-Transfers getätigt – nur mal so am Rande für die sozialistischen Romantiker und Bayern-Kritiker).
Und was ist der Verein heute? Der Top-Verein Deutschlands, wirtschaftlich nur von ganz wenigen Vereinen auf der Welt übertroffen. Das wird in dieser Form so wohl nicht noch einmal passieren. Allein schon deshalb, weil es heutzutage solche Zyklen auf diesen Posten nicht mehr gibt…
Ganz persönlich erinnere ich mich an meine erste Begegnung mit Hoeneß noch, als wäre es gestern gewesen.
Ende der 80er weilte ich im Rahmen meines ersten FCB-Auswärtsspiels im Rheinstadion zu Düsseldorf.
Der Gästeblock befand sich – die Älteren werden sich erinnern – auf der offenen Seite des Stadions (in den 70ern baute man solche Stadien) – Seitenblick Richtung Rhein.
Die Entfernung Richtung Tartanbahn war nicht allzu weit, die Spieler kamen aus einem Tunnel hinter dem Tor. Und als die Stimmung im Block sich dem Warmmachen von Wohlfarth, Schwabl (den Torschützen) & Co. näherte, trat er auf die Bühne. Der Manager himself. Seines Zeichens 10 Jahre im Amt.
Spontan rief ich ihm „Hey, Uli“ zu. Hatte er mich gehört? Zumindestens schaute er in den Block (zu diesen Zeiten gab es noch Auswärtsspiele, die nicht über Jahre ausverkauft waren), seine Bayern-Jacke lässig über den Arm und warf uns (mir) einen Blick zu, der Ablehnung verriert, auf derlei vonderSeiteanquatschen zu reagieren.
Immerhin.
Das Spiel gewannen wir trotzdem. Fortan unterließ ich derlei Ausbrüche. Gesehen habe ich ihn vor Spielen aber noch viele Male. In vielen Stadion Deutschland und auch im alten „VIP“-Bereich des Olympiastadions (heute unvorstellbar: mit freiem Zutritt für Fans).
P.S. Die üblichen Rekordzahlen muss man nicht weiter kommentieren, daher hier die Quelle.
P.P.S. Hier übrigens noch ein Live-Ticker von der JHV. Lesenswert. Danke an Probek.
Glaskugel 0910 # 01
Die entscheidenden Wochen auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft stehen an.
Jetzt nicht für den FC Bayern. Dafür liegt zuviel Holz vor unserer Hütte. Aber so insgesamt. Und für die van-Gaal-Kicker gilt es eben bis zum Winter den Abstand zur Spitze nach Möglichkeit so gering wie möglich werden zu lassen.
Ist-Situation:
| 1. | Leverkusen | 13 | 26:09 | +17 | 27 Punkte |
| 2. | Werder Bremen | 13 | 29:10 | +19 | 26 Punkte |
| 3. | FC Schalke 04 | 13 | 21:12 | +09 | 25 Punkte |
| 4. | Hoffenheim | 13 | 24:11 | +13 | 23 Punkte |
| 5. | Hamburger SV | 13 | 27:17 | +10 | 23 Punkte |
| 6. | 1. FSV Mainz 05 | 13 | 19:17 | +02 | 22 Punkte |
| 7. | FC Bayern | 13 | 19:11 | +08 | 21 Punkte |
| 8. | Wolfsburg | 13 | 25:23 | +02 | 21 Punkte |
Mir ist natürlich klar, das uns solche Spielchen in den letzten Jahren nur Unglück gebracht haben. Aber vielleicht ist das alles nur Einbildung und auf der anderen Seite ist das Restprogramm der letzten vier Spieltage mehr als interessant…
Leverkusen – Stuttgart
Hannover 96 – Leverkusen
Hertha BSC – Leverkusen
Leverkusen – Mönchengladbach
Werder Bremen – Wolfsburg
1. FC Köln – Werder Bremen
Werder Bremen – FC Schalke 04
Hamburger SV – Werder Bremen
Mönchengladbach – FC Schalke 04
FC Schalke 04 – Hertha BSC
Werder Bremen – FC Schalke 04
FC Schalke 04 – 1. FSV Mainz 05
Hoffenheim – Dortmund
Hamburger SV – Hoffenheim
Hoffenheim – Frankfurt
VfB Stuttgart – Hoffenheim
1. FSV Mainz 05 – Hamburger SV
Hamburger SV – Hoffenheim
1. FC Nürnberg – Hamburger SV
Hamburger SV – Werder Bremen
1. FSV Mainz 05 – Hamburger SV
Frankfurt – 1. FSV Mainz 05
1. FSV Mainz 05 – VfB Stuttgart
FC Schalke 04 – 1. FSV Mainz 05
Hannover 96 – FC Bayern
FC Bayern – Mönchengladbach
VfL Bochum – Bayern München
FC Bayern – Hertha BSC
Werder Bremen – Wolfsburg
Wolfsburg – SC Freiburg
Wolfsburg – Dortmund
Frankfurt – Wolfsburg
Tja. Witzig irgendwie. Für mich geht die Herbstmeisterschaft klar an Leverkusen. Bei dem Programm keine Frage. Vor allem weil sie mit „leichten“ Gegner wesentlich weniger Probleme haben, als der FC Bayern. Der ein ähnlich „einfaches“ Programm zu bewältigen hat.
Was aber bitte ist das ein Programm für Werder und den HSV? In drei von vier Spielen geht es noch gegen direkte Konkurrenten. In der Tabelle zumindestens. Klarer Vorteil hier für Werder, die zum einen Lauf haben und denen zum anderen, im Vergleich zum HSV nicht so entscheidende Spieler wie Zé Roberto fehlen. So leid mir das tut *hüstel*, aber der HSV wird bis zur Winterpause noch ein paar Plätze durchgereicht. Meine Meinung.
Selbst Schalke und Mainz spielen immerhin noch die Hälfte ihrer Spiele gegen Tabellennachbarn.
Kommen einem die Aussage von Uli Hoeneß nach dem Stuttgart-Spiel immer noch so komisch vor? Jetzt mal abgesehen davon, dass die Bayern dafür auch mal hätten selbst gewinnen müssen?
Hier meine Vorhersage für die Herbstmeisterschaft:

Jemand anderer Meinung?
Zwischen zu Tode betrübt und himmelhoch jauchzend
Die Bayern haben in der Championsleague ihr Endspiel gegen Juventus erreicht. Damit hätte ich nicht gerechnet. Jetzt schon irgendwie mit dem Sieg der Bayern, aber nicht unbedingt mit einem Erfolg für Bordeaux.
Zugegeben. Hätte Bordeaux tatsächlich gegen die alte Dame das Heimspiel verloren, hätte ich mir meine französische Fußballliebe doch mal überlegt (Girondins ist dort mein Team)…
Es kam anders. Gut.
Schlecht für’s Boulevard. Die hatten sich nämlich schon den Abgesang auf van Gaal zurechtgelegt. Sowas nennt man Pech.
Wer konnte schließlich ahnen, dass die Bayern zwar so spielen würden, wie in fast jedem der letzten Spiele, sie aber diesmal auch nur eine einzige Chance endlich nutzen würden?!
Natürlich hielt dies die üblichen Verdächtigen nicht davon ab, weiterhin das Haar in der Suppe zu suchen. Sie werden sich nie ändern, Herr Wasserzier, oder?
Egal. Ein Sieg ist ein Sieg, ist ein Sieg.
Mir doch egal, wie der zustandekam. In diesen Zeiten? Pah.
Weiterhin FIAT. Fehler in allen Teilen. Aber wenigstens ein Sieg. Ein dreckiger. Und jetzt tatsächlich das Endspiel um die K.O.-Runden-Teilnahme. Das hätten die Turiner nicht erwartet und da stimme ich Herrn Sammer zu: Die Bayern haben die bessere Ausgangssituation. Und nix zu verlieren. Vollgas. Eventuell sogar mit Ribéry und Robben. Unfassbar wie schnelllebig der Fußball sein kann.
Das Spiel?
Mehr kann man im Augenblick nicht erwarten. Meiner Meinung nach. Viele Spieler mit ganz großen Problemen. Phasenweise. Dafür aber auch mit entscheidenden Lichtblicken. Paradebeispiel Mark van Bommel.
Aber wen kümmert dies, wenn am Ende der Erfolg steht?
Erst der eine Schritt, dann der andere.
Das es mal wieder einige Operetten-Fans in der Arena gab, die schon in den ersten 15 Minuten anfingen, die Mannschaft auszupfeiffen, zeigt einmal mehr, woran es halt eben auch hapert. Auf der Fanseite.
Zum Glück – und das ist durchaus bemerkenswert – baute hier die Südkurve einen (deutlich hörbaren) Gegenpol auf. Gefiel mir gut.
Ich wiederhol‘ mich an dieser Stelle gerne. Besser so 1:0 gewinnen, als nicht.
Nicht alles, was vorher schwarz war, ist jetzt weiß, aber für mich war ja auch nicht alles so düster. Zuvor.
Mal schauen, wie es jetzt weitergeht.
Auf einzelne Spieler will ich nicht unbedingt eingehen. Nur soviel: Wer das aktuelle Sturmpaar bilden sollte, steht nach diesem Spiel bis auf Weiteres fest, oder?
Na dann bitte.